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23.07.2011: "Saubermach"-Spaziergang

100px-Eq-Sauber20110723a.jpgIm Stadtteil Essen-Borbeck prägen dahingeschmierte Nazisprüche und Aufkleber zunehmend das Bild. Kein Wunder: Hier wohnen ja auch viele stadtbekannte Rechtsextreme.

100px-Eq-SauberAufkleber.jpgMit einem Antifaschistischen Saubermachspaziergang setzen sich nun die Anwohner zur Wehr. Die Demonstration führte auch an vielen Stolpersteinen (in den Boden eingelassener Gedenkplatten für Opfer der NS-Zeit) entlang.


Inhaltsverzeichnis

Aufruf zum Antifaschistischen Saubermachspaziergang

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Seite 1/2
Antifaschistischer Saubermachspaziergang
Im Essener Stadteil Borbeck häufen sich Neonaziaktivitäten. Dass dort vermehrt Rechtsradikale wohnen, sieht man vor allem an zahlreichen Schmierereien, Aufklebern und Plakaten rechtsextremen und rassistischen Inhalts. Ebenso wohnen vermehrt organisierte Neonazis und ihre Führungsköpfe in diesem Stadtteil.

Das Auftreten der Borbecker Neonazis ist besonders provokant und aggressiv im Vergleich zu anderen Stadtgebieten. Seit zwei Jahren nun versammeln sie sich am 09. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, mit Fackeln in der Borbecker Innenstadt. Erst Mitte Mai dieses Jahres versuchten die Neonazis um Miguel Becker eine Mahnwache des Bündnis “Essen stellt sich quer” ,anlässlich der Schändung eines jüdischen Friedhofs, zu stören. Erinnert sei auch an dem bewaffneten Überfall von 15 Rechtsextremen auf Mitglieder der LandesschülerInnenvertretung im Jahr 2009. Hiergegen formierte sich bereits mehrfach Widerstand, den es zu unterstützen und auszubauen gilt.

In den letzten Jahren wurde beispielsweise das in Borbeck stehende Jugendhaus “DatLinks” immer öfter Opfer rechtsextremer Angriffe. Unter anderem wurde die Häuserfassade mit Hakenkreuzen und nationalsozialistischer Propaganda beschmiert. Mehrfach stürmten die Nazis aus dem Umfeld der Kameradschaft “Nationale Sozialisten aus
100px-Eq-Sauber20110723b.jpg
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Essen” das Gebäude und versuchten die Veranstaltungen zu stören bzw. deren Gäste einzuschüchtern, wobei die Polizei glücklicherweise positiv reagierte und entsprechende Fälle aufnahm und das Jugendzentrum unterstützte.

Es häuften sich zudem auch in jüngster Zeit Gewaltaktionen gegen Jugendliche, die sich gegen Rechtsradikalismus engagieren. So wurden Jugendliche von bekannten Borbecker Neonazis nachts am Borbecker Bahnhof überfallen.

Das sind nur einige Beispiele von Gewalt und Vandalismus, denen gegen Rechtsradikale engagierte. Bürgerinnen und Bürger, vor allem Jugendliche, ausgesetzt sind.

Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern rechtsextremer Gewalt und weil wir die Neonaziaktivitäten und ihre Propaganda widerlich und unzumutbar halten, ruft das Bündnis “Essen stellt sich quer” dazu auf, sich am antifaschistischen Saubermachspaziergang am 23.07.2011 in Borbeck zu beteiligen und die braune Propaganda aus Borbeck zu entfernen.
Beteiligt Euch am antifaschistischen Saubermachspaziergang!
23.07.2011 | 15 Uhr | Borbeck Bf


Parallel marschierten die Neonazis in Borbeck auf

300px-Eq-Sauber20110723Nazis.jpg

Zum Saubermach-Spaziergang trafen sich in Borbeck rund 40 Teilnehmer auf Initiative des Bündnisses 'Essen stellt sich quer' und der Borbecker Falken. Der Weg führte auch zu den Stolpersteinen Borbecks, und die tragischen Schicksale aus der Zeit des Nazi-Terrors wurden erläutert.

300px-Eq-Sauber20110723Demo.jpgVor Ort stellte sich heraus, dass die neofaschistische NPD eine 'Gegenkundgebung' angemeldet hatte, auf der sie die seit langem erhobene Forderung nach einem NPD-Verbot mit der Forderung nach einem Verbot von Antifa-Gruppen 'konterte'. Ein unmöglicher Vorgang war dabei, dass die Polizei die Organisatoren des Saubermach-Spaziergangs vorher nicht über die Nazi-Kundgebung informiert hatte.

Besonders niederträchtig: einen Tag nachdem einer ihrer 'Brüder im Geiste' durch einen rassistisch-faschistisch motivierten Bombenanschlag in Oslo und ein anschließendes Massaker auf einem Jugendcamp fast 100 Menschen ermordete, erdreistet sich die NPD-Nazis gegen angebliche 'Gewalt von links' zu demonstrieren.

144px-Eq-SauberAufkleber.jpg Eq-SauberStein.jpg Eq-Info.jpg


Pressemitteilung vom 22.07.2011

Essen stellt sich quer
Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus
C/o:
Interkulturelles Solidaritätszentrum e.V. / Anti-Rassismus-Telefon  LogoArtKlein.gif
Maxstr 11(*), 45127 Essen, Tel/Fax: 0201-232060

Pressemitteilung


Das Bündnis Essen-stellt-sich-quer

  • ruft zum Samstag, den 23.Juli ab 15:00 Uhr
  • zu einem Antifaschistischen Saubermachspaziergang in Borbeck auf.
  • Beginn am Borbecker Bahnhof. (Auftakt am Brunnen)


Am Samstag, 23. Juli 2011 um 15 Uhr beginnt am Borbecker Bahnhof eine Demonstration, die an Straßen vorbeiführt, die von neonazistischen Aufklebern beeinträchtigt werden und auch an den zahlreichen Stolpersteinen in Borbeck vorbeiführt, die an den Nazi-Terror der Vergangenheit erinnern.
Siehe: http://www.essen-stellt-sich-quer.de/index.php/Eq:2011Juli23#Stolpersteine_auf_der_geplanten_Demonstrationsstrecke

Zum Abschluss der Demonstration findet in Essen-Borbeck in DatLinks in der Armstrasse 16-18 ein Rockkonzert statt. Einlass ist ab 17:30 Uhr.


Mit freundlichen Grüßen, ...


Geplanter Streckenverlauf

 

Bild vergrößern
250px-Eq-2011JuliBckzentr.jpg


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250px-Eq-2011JuliBckgesamt.jpg

  1. Von Marktstraße nach Nordosten Richtung Gerichtsstraße starten Das Ziel befindet sich rechts 88 m 88 m – ca. 1 Minute. Marktstraße 1045355 Essen
  2. Von Marktstraße nach Norden Richtung Gerichtsstraße starten 79 m
  3. Rechts abbiegen auf Gerichtsstraße 36 m
  4. Rechts abbiegen auf Wüstenhöferstraße Das Ziel befindet sich rechts76 m 190 m – ca. 2 Minuten Wüstenhöferstraße 22145355 Essen
  5. Von Wüstenhöferstraße nach Nordwesten Richtung Gerichtsstraße starten 76 m
  6. Links abbiegen auf Gerichtsstraße 36 m
  7. Rechts abbiegen auf Marktstraße Das Ziel befindet sich links24 m 140 m – ca. 2 Minuten Marktstraße 1545355 Essen
  8. Von Marktstraße nach Nordosten Richtung Borbecker Pl. starten 46 m
  9. Links abbiegen auf Borbecker Pl. Das Ziel befindet sich links33 m 79 m – ca. 1 Minute. Borbecker Platz 245355 Essen
  10. Von Borbecker Pl. nach Südosten Richtung Marktstraße starten 33 m
  11. Rechts abbiegen auf Marktstraße 56 m
  12. Rechts abbiegen auf Weidkamp Das Ziel befindet sich links 52 m 140 m – ca. 2 Minuten Weidkamp 9 45355 Essen
  13. Von Weidkamp nach Nordwesten Richtung Marktstraße starten 35 m 35 m Weidkamp 845355 Essen
  14. Von Weidkamp nach Südosten Richtung Marktstraße starten 87 m
  15. Links abbiegen auf Marktstraße 48 m
  16. Nach rechts abbiegen, um auf Marktstraße zu bleiben Das Ziel befindet sich links17 m 150 m – ca. 2 Minuten Marktstraße 24 45355 Essen
  17. Von Marktstraße nach Norden Richtung Borbecker Pl. starten 25 m
  18. Rechts halten, um auf Marktstraße zu bleiben Das Ziel befindet sich rechts 8 m 33 m Marktstraße 26 45355 Essen
  19. Von Marktstraße nach Nordosten Richtung Rechtstraße starten 66 m
  20. Rechts abbiegen auf Rechtstraße Das Ziel befindet sich rechts92 m 160 m – ca. 2 Minuten Rechtstraße 845355 Essen
  21. Von Rechtstraße nach Südosten Richtung Gerichtsstraße starten 15 m
  22. Links abbiegen auf Gerichtsstraße 250 m
  23. Rechts abbiegen auf Germaniastraße 21 m
  24. Links halten, um auf Germaniastraße zu bleiben 44 m
  25. Links abbiegen auf Otto-Brenner-Straße/K13 Das Ziel befindet sich links72 m 400 m – ca. 5 Minuten Otto-Brenner-Straße 4745355 Essen
  26. Von Otto-Brenner-Straße/K13 nach Nordwesten Richtung Marktstraße starten 180 m
  27. Links abbiegen auf Marktstraße Das Ziel befindet sich links130 m 300 m – ca. 4 Minuten Marktstraße 5645355 Essen
  28. Von Marktstraße nach Südwesten Richtung Schmale Str. starten 20 m
  29. Links abbiegen auf Schmale Str. Das Ziel befindet sich links71 m 91 m – ca. 1 Minute.Schmale Straße 745355 Essen
  30. Von Schmale Str. nach Nordwesten Richtung Marktstraße starten 71 m
  31. Links abbiegen auf Marktstraße 110 m
  32. Rechts abbiegen auf Hülsmannstraße 750 m
  33. Links abbiegen auf Armstraße (Auf der Karte ist ein Umweg eingezeichnet!)
  34. Nach links abbiegen, um auf Armstraße zu bleiben


Stolpersteine auf der geplanten Demonstrationsstrecke

 
Eq-stolp-tafel.jpg
47 Stolpersteine


In der Form von 10 x 10cm großen Messingplatten sind in den Jahren 2005 und 2006 in Bürgersteige von Borbeck verlegt worden.
Sie sind beschriftet mit "hier wohnte" und dem Namen des Mitbürgers, der hier lebte und in der nationalsozialistischen Zeit umgebracht wurde.
Die Gedenktafeln sollen daran erinnern, was in unserer unmittelbaren Nachbarschaft passierte.
Idee und Ausführung sind vom Kölner Künstler Gunter Demnig.
Gestiftet wurden sie von Essener Bürgern.

Kultur-Historischer Verein Borbeck e.V.


Marktstr. 10

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Adolf Loewenstein
    Geb. 6.1.1869, am 22.4.1942 nach Izbica. (Jude)

Adolf Loewenstein war ein Neffe von Jacob Loewenstein. Sein Vater Philipp hatte in der Altenessener Straße ein Geschäft. Adolf besaß in der Marktstraße 10 ein Herrenkonfektionsgeschäft. Er wohnte mit seiner Familie in der Rechtstraße 19. Im Anschluss an die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde Adolf Loewenstein ins KZ Dachau verschleppt und kam erst im Januar 1939 wieder frei.
(Ernst Schmidt: Die Loewensteins aus der Rechtstraße, in: Borbecker Nachrichten vom 16. August 1990.)

Der Stein wurde am 15.11.2005 verlegt. (Pate: Mitarbeiter der Sutter-Gruppe.)

Johanna Loewenstein, geb. Hohenstein
    Geb. 25.5.1891, am 22.4.1942 nach Izbica. (Jude)

Weitere Informationen siehe Adolf Loewenstein

Der Stein wurde am 15.11.2005 verlegt. (Pate: Mitarbeiter der Sutter-Gruppe.)

Martin Loewenstein
    Geb. 6.12.1929, am 22.4.1942 nach Izbica. (Jude)

Weitere Informationen siehe Adolf Loewenstein

Der Stein wurde am 15.11.2005 verlegt. (Pate: Mitarbeiter der Sutter-Gruppe.)


Wüstenhöferstraße 221

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Arthur Salzmann
    Geb. 14.3.1880, am 27.10.1941 nach Lodz. (Jude)

Die Salzmanns wohnten seit 1910 in Borbeck. Arthur Salzmann leitete dort die Möbelabteilung im Geschäft der Geschwister Loewenstein und gründete, als die Loewensteins die Möbelabteilung aufgaben, ein eigenes Möbelgeschäft in der Gerichtsstraße 42 (heute: Beerdigungsinstitut Voss). Die Kinder Werner, Ursel und Ruth wurden in Borbeck geboren und gingen hier zur Schule. Im Februar 1938 war sein Geschäft "arisiert" worden. Nach der Pogromnacht wurde Arthur Salzmann am 10. November 1938 verhaftet und am 23. November wieder entlassen. Am 3. Januar 1941 zog er zur Hammacherstraße 4 in der Stadtmitte. Von hier aus wurde er am 27. Oktober 1941 nach Lodz in den Tod verschleppt.
(Ernst Schmidt: Lichter in der Finsternis 2, S. 244-267: "Verfolgt, vertrieben, vernichtet. Das Schicksal der jüdischen Familie Salz-mann." und "Aus dem Leben jüdischer Familien in Borbeck" in: Borbecker Nachrichten vom 10. Juni 1988)

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Industriegewerkschaft Metall Essen.)


Marktstr. 15

(früher: Borbecker Str. 140)

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Hugo Hirsch
    Geb. 7.6.1867, am 22.4.1942 nach Izbica. (Jude)

Hugo und Jenny Hirsch besaßen in der Marktstraße 15 ein Damenmodegeschäft. 1939 mussten sie in ein sogenanntes "Judenhaus" in der Richard-Wagner-Straße 62 umziehen, wo viele ausgeraubte Juden vorübergehend zusammen lebten. Am 22. April 1942 wurden sie nach Izbica, einem Zwangslager im Osten Polens, deportiert und sind dort umgekommen.
(Hermann Schröter: Geschichte und Schicksal der Essener Juden, S. 387 und 584.)

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Mitarbeiter der Sutter-Gruppe.)

Jenny Hirsch, geb. Frank
    Geb. 7.12.1885, am 22.4.1942 nach Izbica. (Jude)

weitere Informationen: siehe Hugo Hirsch

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Mitarbeiter der Sutter-Gruppe.)


Borbecker Platz 5

(früher: Borbecker Str. 136)

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Elli Loewenstein, geb. Herzstein
    Geb. 6.9.1888, am 10.11.1941 nach Minsk.

Elli Loewenstein war die Frau von Max Loewenstein und die Schwiegertochter von Jacob Loewenstein, der mit seiner Schwester Sophie seit 1885 das Geschäft Gebr.Loewenstein in Borbeck-Mitte besaß.
(Ernst Schmidt: Lichter in der Finsternis 1, S. 194-213: "Gertrud und Edith Loewenstein. Das Schicksal einer jüdischen Familie und der Widerstand ihrer Töchter.")

Der Stein wurde am 15.11.2005 verlegt.


Weidkamp 9

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Johanna Berghausen
    Geb. 27.3.1869, am 29.4.1942 nach Holbecks Hof, am 21. 7. nach Theresienstadt, 12.3.1943 + (Jude)

Johanna Berghausen besaß in dem Haus Weidkamp 9 eine Pension und einen Mittagstisch. Ihre Schwester Ida hatte das bekannte Borbecker Fotoatelier.

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Kiberli Lewis, Mitarbeiterin der Sutter-Gruppe.)

Ernst Löwenberg
    Geb. 13.1.1878, am 27.10.1941 nach Lodz. (Jude)

Ernst Löwenberg kam 1903 als Handlungsgehilfe (Kommis) nach Borbeck zur Firma Gebrüder Loewenstein. Er wohnte lange im Haus Dionysiuskirchplatz 9, im Haus der Loewensteins. Er leitete die Buchhaltung.

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Kiberli Lewis, Mitarbeiterin der Sutter-Gruppe.)


Weidkamp 8

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Franz Schieren
    Geb. 24.1.1911, ab 12.1.1939 nach Belgien, von dort deportiert. (Jude)

Franz Schieren besuchte von 1920 bis 1929 das Gymnasium Borbeck. "Nach der Pogromnacht vom 9. bis zum 10. November 1938 hat man den Vater bis zum 19. November 1938 inhaftiert. Franz Schieren emigrierte am 12. Januar 1938 nach Antwerpen. Hier war er Studienrat und als Sprachlehrer tätig. Offenbar ist er nach dem deutschen Überfall auf Belgien von hier aus in den Tod deportiert worden, denn in einer Liste der ermordeten Essener Juden steht auch sein Name."
(Ernst Schmidt: Es läuft da eine gewisse Aktion. Die jüdischen Schüler, in: Klaus Lindemann: "Dies Haus, ein Denkmal wahrer Bürgertugend." Das Gymnasium seit der Kaiserzeit, S. 310-330.)

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt.

Helene Schieren geb. Kaufmann
    Geb. 18.9.1872, am 28.4. zum Holbecks Hof, am 21.7.1942 nach Theresienstadt. (Jude)

1900 gründeten zwei Brüder Kaufmann aus Hüls bei Krefeld an der Ecke Hülsmannstraße / Dionysiuskirchplatz das Modegeschäft "Gebrüder Kaufmann". Später wurde es von der Schwester Helene und ihrem Mann Lazarus Schieren weiterbetrieben. 1930 machte es Konkurs. Später wurde ein neues Geschäft in der Borbecker Straße 159 eröffnet.

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Bastelkreis der Matthäuskirche in Borbeck.)

Lazarus Schieren
    Geb. 12.8.1875, am 28.4.1942 zum Holbecks Hof, am 21.7.1942 nach Theresienstadt. (Jude)

weitere Informationen: siehe Helene Schieren

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt.


Marktstr. 26

(früher: Borbecker Str. 135)

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Berta Stern
    Geb. 18.10.1867, am 21.7.1942 nach Theresienstadt, + 6.1.1943. (Jude)

Gegenüber dem alten Borbecker Marktplatz hatten Benedikt Stern und seine Frau Berta ein Textilgeschäft. Sie hatten zusammen einen Sohn Richard, der von 1910 bis 1918 das Gymnasium Borbeck besuchte. 1939 konnte Richard Stern mit seiner Frau Liselotte nach England emigrieren. Im November 1938 wurde auch Berta Sterns Geschäft von SS-Männern zertrümmert. Eine Borbeckerin, die ihr den Haushalt führte, erinnerte sich:
"Die alte Frau Stern lebte noch kurze Zeit in ihrer Wohnung. Das Geschäft musste sie aufgeben und das Haus ging in den Besitz von Zigarren- Reuter über. Sie selbst wurde später gezwungen, in das ‚Judenhaus′ Hindenburgstraße 22 zu ziehen. Dort habe ich sie einmal besucht und brachte der guten Frau etwas zu essen. Auf engstem Raum lebten hier viele Menschen. Bald darauf hat man sie mit anderen in den Tod geschickt."
(Ernst Schmidt: ‚Reichskristallnacht′ 1938 in Borbeck. "Mädchen mach dich auf alles gefasst. Bei Stern sieht es furchtbar aus..." in: Borbecker Nachrichten vom 4. November 1983)

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim.)


Rechtstr. 8

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Ludwig Gutzmann
    Geb. 12.1.1902, am 15.1.1935 im KZ Sachsenhausen umgebracht. (KPD)

Ludwig Gutzmann war als Mitglied der KPD auch nach dem Verbot der Partei im Jahre 1933 aktiv. Er wurde deshalb wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Als er 1941 entlassen werden sollte, ordnete der Chef der Gestapo Reinhard Heydrich die Überführung ins KZ Sachsenhausen an. Er hinterließ eine Frau mit drei Kindern.
(Ernst Schmidt: "Menschen, die man nicht vergessen darf", in: Borbecker Nachrichten vom 30. Juli 1998)

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt.


Otto-Brenner-Str. 47

(früher: Prinzenstr. 7)

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Ida Lazarus, geb. Berghausen
    Geb. 28.10.1872, am 28.4.1942 nach Holbecks Hof, am 21.7.1942 nach Theresienstadt. (Jude)

Ida Lazarus geborene Berghausen besaß in dem Haus Borbecker Straße 136 (heute Borbecker Platz 5) ein Fotoatelier. Viele Borbecker Familien ließen sich bei Berghausen fotografieren. Ihr folgte als arischer Fotograf L. Menke

Der Stein wurde am 13.4.2006 verlegt. (Pate: Mitarbeiter der Sutter-Gruppe.)

Gustav Lazarus
    Geb. 18.4.1869, am 22. 4.1942 nach Holbecks Hof, am 21.7.1942 nach Theresienstadt. (Jude)

weitere Informationen: siehe Ida Lazarus

Der Stein wurde am 13.4.2006 verlegt. (Pate: Mitarbeiter der Sutter-Gruppe.)


Marktstraße 56

(früher: Borbecker Str. 111)

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Clementine Grünebaum, geb. Plaut
    Geb. 13.12.1871, am 27.4.1942 nach Holbecks Hof, am 21. 7. 1942 nach Theresienstadt. (Jude)

Über Clementine Grünebaum, geborene Plaut, ist nichts Näheres bekannt.

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt. (Pate: Frau Jeusfeld, Mitarbeiterin der Sutter-Gruppe.)

Adele Seelmann
    Geb. 1.2.1879, am 22.4.1942 nach Izbica. (Jude)

Adele Seelmann war eine Tochter von Albert Seelmann, der schon 1868 als Metzger und später auch als Wirt in Borbeck lebte. Ihr Bruder Benedikt hatte in Dellwig eine Metzgerei eröffnet. Sie führte die Gastwirtschaft ihres Vaters weiter. Heute ist dort die Gastwirtschaft Rolef gegenüber der Post.

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt.


Schmale Straße

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Wilhelm Wienert
    Geb. 26.6.1888, + 14.9.1945 an Haftfolgen. (Volksopposition)

Wilhelm Wienert war ein Borbecker Heilpraktiker, den seine kritischen Bemerkungen zur nationalsozialistischen Politik wiederholt ins Gefängnis brachten.

Der Stein wurde am 24.1.2006 verlegt.


Unsere Kontaktadresse, das Anti-Rassismus-Telefon, ist umgezogen:
von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
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