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Seitenübersicht

27. Januar: Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auschwitz steht heute für Brutalität und Unmenschlichkeit, für Verfolgung, Unterdrückung und für die in schrecklicher Perfektion organisierte Vernichtung von Menschen.

Lange vorher und für alle erkennbar fing es an: Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Behinderten und alle Andersdenkende wurden Schritt für Schritt ihrer Rechte beraubt. In letzter Konsequenz überzogen die Faschisten die ganze Welt mit Krieg und sie ermordeten Millionen Menschen.

Im Januar 1996 erklärte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum "Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus". Im Oktober letzten Jahres erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum "Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust".

In Deutschland (und auch in Essen) findet das jährliche Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus oft zum 9. November (Reichspogromnacht) statt.



Inhaltsverzeichnis

Sonntag, 22.1.: ev. Gedenkgottesdienst

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WAZ/NRZ / Aus den Stadtteilen,Mittwoch, 18.01.2017

Gemeinde gedenkt KZ-Befreiung


Frintrop. Der Befreiung des Konzen­trations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee gedenkt die Ev. Kirchengemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede im Gottesdienst am Sonntag, 22. Januar, um 10 Uhr im Gemeindezentrum an der Quellstraße 26. Auschwitz wurde am 27. Januar 1945 durch die sowjetischen Truppen befreit; bis dahin wurden dort zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen ermordet. In der Nachkriegszeit ist der Name „Auschwitz“ zu einem Symbol für den Holocaust geworden. Der Jahrestag der Befreiung ist seit 2005 der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Freitag, 27.1.: Gedenken vor Hauptverwaltung Thyssen/Krupp


Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

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Tag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 Gedenken an 520 Jüdinnen, Zwangsarbeiterinnen bei Krupp
Freitag 27. Januar, 17.00 Uhr
vor der Hauptverwaltung von Thyssen-Krupp, Altendorfer Straße

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz von der Roten Armee befreit. Die Hölle von Auschwitz, das Synonym für das größte Menschheitsverbrechen, existierte nicht mehr, die Gaskammern, die Krematorien waren zerstört.

Doch weiter starben tausende Häftlinge, die von Auschwitz und anderen Vernichtungs- und Konzentrationslagern auf Todesmärschen in Richtung Westen getrieben wurden.

Eq-20170127-1Gedenk.pngAuch in Essen setzte sich das fürchterliche Martyrium der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter nach dem 27. Januar fort. unter ihnen befanden sich 520 jüdische Ungarinnen, die für Krupp Sklavenarbeit verrichten mussten. Die Frauen zwischen 14 und 25 Jahren waren in Auschwitz zur Zwangsarbeit nach Essen selektiert worden. Sie wurden in Baracken des KZ-Außenlagers Buchenwald an der Humboldtstraße unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht, bei völlig katastrophaler Ernährung ohne jeglichen Schutz vor Bombardierungen. Bei klirrender Kälte mussten sie in viel zu leichter Häftlingskleidung, in Holzpantinen oder barfuß täglich sieben Kilometer bis zur Helenenstraße zurücklegen, dort körperliche Schwerstarbeit ohne irgendeine Schutzkleidung im Walzwerk II leisten. Nach der 12stündigen Arbeit mussten sie erschöpft wieder den langen Rückweg zur Humboldtstraße antreten. Prügel und andere Strafen durch SS-und Krupp-Wachmannschaften gehörten zum Alltag der Frauen. Es gab jedoch auch Krupp-Arbeiter, die den Frauen Brot zusteckten, und sechs Frauen sogar zur Flucht verhalfen. Alle anderen Ungarinnen wurde am 15. März 1945, vier Wochen bevor die Amerikaner Essen befreiten, über das Konzentrationslager Buchenwald ins KZ Bergen-Belsen geschickt.

Das Verbrechen an den 520 Jüdinnen zeigt, dass Krupp sowie bedeutende Unternehmen Teil des mörderischen Systems des faschistischen Regimes waren. Als einer der wichtigsten Rüstungsbetriebe war Krupp bis zum Schluss nicht nur Förderer der Faschisten und Profiteur an dem verheerenden 2. Weltkrieg, sondern beteiligt an der Versklavung von über 100 000 Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen in Europa, an der „Vernichtung durch Arbeit“. Alfried Krupp wurde im Nürnberger Prozess als Kriegsverbrecher verurteilt. Heute wird er in Essen als großer Sohn unserer Stadt gefeiert. Seine Verantwortung für die Verbrechen wird so gut wie nicht erwähnt.

Den 27. Januar nehmen wir in diesem Jahr zum Anlass, der 520 Ungarinnen zu gedenken und als VVN-BdA wiederholt zu fordern, den 8. Mai, der Tag der Befreiung vom Faschismus, wie in vielen vom Faschismus befreiten Ländern Europas, zum gesetzlichen Feiertag zu erklären.

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Vereinigung der
Verfolgten des
Naziregimes/
Bund der
Antifaschisten

Kreis Essen

V.i.S.d.P.: Paul Schnittker, Ofterdingenstr. 90,45279 Essen


WAZ/NRZ 27.01.2017 Gedenken an den Holocaust

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WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 27.01.2017

Gedenken an den Holocaust


Am Holocaust-Gedenktag rufen die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten“ und das Essener Friedensforum am Freitag, 27. Januar, um 17 Uhr zu einer Kundgebung auf: Vor der Thyssen-Krupp-Zentrale im Westviertel wollen sie an die 520 ungarischen Jüdinnen erinnern, die im Zweiten Weltkrieg für Krupp Zwangsarbeit leisten mussten. Die Frauen wurden in Baracken an der Humboldtstraße kaserniert und mussten im Kruppschen Walzwerk II Schwerstarbeit leisten. Einige Krupp-Arbeiter steckten den unterernährten Frauen Brot zu; sechs Jüdinnen konnten mit Hilfe der Arbeiter sogar fliehen. Alle anderen Frauen wurden noch im März 1945 – wenige Wochen vor Kriegsende – ins KZ Buchenwald und von da ins KZ Bergen-Belsen gebracht.

Freitag, 27.1.: Konzert in Alter Synagoge

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WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 25.01.2017

Konzert erinnert an den Befreiungstag von Auschwitz


Ein Konzert zur Erinnerung an den Befreiungstag des Vernichtungslagers Auschwitz organisiert die Essener Gruppe der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) am Freitag, 27. Januar, ab 19 Uhr in der Alten Synagoge. Im Andenken an die vielen Millionen Menschen, die Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungswillens, aber auch medizinischer Experimente wurden, wird ein Quartett mit renommierten Musikern aus vier Ländern (Russland, Türkei, England und Deutschland) Werke von Hans Gal und Olivier Messiaen spielen. Zur Geschichte des „Quartettes zum Ende der Zeiten“ hat außerdem der Musikhistoriker Professor Brzoska eigene Forschungen angestellt, die er im Anschluss vorstellt. Eintritt frei.