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Seitenübersicht

NPD am 9. November aktiv

Der Gedenktag zur Reichsprogromnacht am 9. November wird in Essen immer mit mehreren Veranstaltungen begangen.

Mehrfach schon hat die Essener NPD versucht, diesen Termin für sich zu vereinnahmen.

Inhaltsverzeichnis


09.11.2009: NPD verhöhnt Opfer der Pogromnacht

Pressemitteilung AEZ

Gedenkkundgebung in Borbeck - NPD verhöhnt Opfer der Pogromnacht

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des 71. Jahrestages der Reichspogromnacht fand heute um 18.30 Uhr eine Kundgebung der Antifa Essen Z auf dem Borbecker Platz statt. Es beteiligten sich rund 70 Personen. Durch Flugblätter und Redebeiträge wurden die Kundgebungsteilnehmer und Passanten über die Ereignisse und Folgen der Pogromnacht in Borbeck, die rechte Szene im Stadtteil und kritikwürdige Aspekte bundesdeutscher Gedenkkultur informiert. Verärgert zeigten sich viele Demonstranten über den Versuch der anwesenden Polizeikräfte, sämtliche Teilnehmer ohne ersichtlichen Anlass zu fotografieren und zu filmen. Zu Festnahmen oder anderen Zwischenfällen kam es nicht. Zeitgleich mit der antifaschistischen Gedenkveranstaltung hielten rund 20 Neonazis, mit NPD-Fahnen und brennenden Fackeln ausgestattet, eine Kundgebung auf dem Borbecker Germaniaplatz ab.

Tessa Kuijer, Pressesprecherin der Antifa Essen Z: „Dass die Essener Polizei den Neonazis am Jahrestag der Pogromnacht eine Kundgebung mit brennenden Fackeln in unmittelbarer Nähe einer antifaschistischen Gedenkkundgebung ermöglicht, ist ein handfester Skandal.“ Bereits am vergangenen Samstag hatte auf der Borbecker Marktstraße eine öffentliche NPD-Veranstaltung stattgefunden. „Die jüngsten Aktivitäten der neofaschistischen Partei in Borbeck bestätigen unsere Einschätzung, nach der es sich um eine lokale Hochburg der Essener Neonaziszene handelt“, so Kuijer. „Aktives antifaschistisches Engagement wird im Essener Nordwesten daher auch künftig von Nöten sein“

Für Rückfragen stehen wir unter der oben genannten E-Mail Adresse gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung, Antifa Essen Z
http://antifaessen.blogsport.de ----

Hier finden sie die ausführliche Dokumentation zum Gedenken der Reichspogromnacht am 09.11.2009.
Ordner.png Dieser Text wird auch in Infobrief Nr. 118 vom 11.11.2009 benutzt.



Presseerklärung der Ratsfraktion der Linkspartei zum NPD-Aufmarsch

Die Fraktion "Die Linke" im Essener Stadtrat hat am 13. November der Polizeipräsidentin geschrieben PDFicon.gif und bat um Aufklärung, warum die Nazis am 09.11.2009 in Essen demonstrieren konnten. Die Presseerklärung dazu hatte den Titel
Warum durften Nazis am 9.11. demonstrieren?.

Wörtlich heißt es in der Anfrage an die Essener Polizei:

Am 9. November 2009, dem 71. Jahrestag der Reichspogromnacht, fand in Essen-Borbeck eine antifaschistische Gedenkkundgebung statt. Gleichzeitig, und in unmittelbarer räumlicher Nähe, hielten rund zwanzig Neonazis unter den Augen der Essener Polizei eine Versammlung auf dem Germaniaplatz ab, bei der sie NPD-Fahnen und brennende Fackeln mit sich führten.
Die Symbolik brennender Fackeln am Jahrestag der Pogromnacht stellt eine unverhohlen positive Bezugnahme der Neonazis auf die Ereignisse vor 71 Jahren dar. Deshalb fragen wir Sie:
  • Warum wurde die Kundgebung der Neonazis unter diesen Umständen genehmigt?
  • Warum wurden, anders als noch am 9.November 2004, keine Versuche unternommen, die Versammlung der Neonazis zu verbieten?
  • Warum wurde die Öffentlichkeit nicht schon im Vorfeld über die geplante Versammlung in Kenntnis gesetzt?


Auf die Antwort sind wir gespannt.


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