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Rechtsextreme gegen Roma und Sinti

Roma und Sinti aus Mazedonien und Serbien müssen wieder flüchten. Die aktuelle Lebenssituation wird zunehmend unerträglich. Also beschließen einige, nach Deutschland zu fliehen, obwohl sie hier schon in der Vergangenheit keine Chance auf eine gesicherte Bleibe bekommen haben. Denn Armut ist im deutschen Asylrecht kein anerkannter Fluchtgrund. Um sich wenigstens zeitweise hier legal aufhalten zu können, müssen sie aber dennoch Asylantrag stellen.
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↑ Alleingelassen: NPD Aufmarsch
↓ die gut gefüllte andere Seite:
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So wurden ca. 70 hilfsbedürftige Menschen für zwei Wochen in der ehemaligen Hauptschule Lohstraße in Essen-Frintrop untergebracht.

Aber die Bevölkerung vor Ort wendet sich gegen die Flüchtlinge:

  • Eine Bürgerinitiative sammelte Unterschriften und kündigt Demonstrationen an.

Die Hilfesuchenden erfuhren Unterstützung:

  • Die Antifa Essen Z, Die Linke, Die Grünen, Occupy Essen riefen dazu auf, gegen den NPD-Aufmarsch zu protestieren, Essen-stellt-sich-quer informierte im Sonderrundbrief. Ca. 200 (laut Antifa), bzw 300 (laut Presse) Personen stellten sich den Neonazis entgegen.
  • Viele Bürger sind um die Sicherheit der Flüchtlinge so besorgt, dass privat Nachtwachen organisiert wurden.

Zusätzliche Informationen

  • Hier finden Sie Informationen über die Flüchtlingsituation in anderen Stadtteilen
  • zur Situation der Roma in ihren Herkunftsländern, zur Unterbringung von Flüchtlingen in Essen allgemein, insbesondere im Bezug zur bundesweiten "Asyl-Missbrauchs"-Debatte auf den Seiten des Anti-Rassismus-Telefons.

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Inhaltsverzeichnis

Antifa: 20.10.2012: 200 demonstrieren gegen NPD und Rassismus

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Antifa Essen Z
antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png - www.antifa-essen.de


Pressemitteilung vom 20.10.2012

200 demonstrieren gegen NPD und Rassismus

Fast 200 Menschen haben gestern gegen eine Kundgebung der NPD in Essen-Frintrop demonstriert. Die Veranstaltung der rechtsradikalen Partei richtete sich gegen eine provisorische Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil.

Fast 200 Menschen beteiligten sich gestern an den Protesten gegen eine Kundgebung der NPD am Frintroper Wasserturm und bekundeten ihre Solidarität mit den Flüchtlingen im Stadtteil. An der Veranstaltung der rechtsradikalen Partei nahmen rund 20 Personen teil. Die Redebeiträge der NPD- Anhänger wurden durch Parolen wie „Nazis vertreiben – Flüchtlinge bleiben!“ übertönt. Nach etwa zwei Stunden beendete die NPD ihre Versammlung.

Die Antifa Essen Z zieht eine positive Bilanz aus den Protesten: „Wir sind begeistert, dass es gelungen ist, innerhalb kürzester Zeit fast 200 Menschen zu mobilisieren und so ein starkes Zeichen gegen die rassistische Hetze der NPD zu setzen“, so Tessa Kuijer, Pressesprecherin der Antifa Essen Z. Gleichzeitig warnt Kuijer davor, die Positionen der NPD als Randphänomen abzutun: „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nicht nur ein Problem der extremen Rechten. Entsprechende Einstellungen sind auch in der Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Deshalb werden wir auch in Zukunft die Aktivitäten der Frintroper Bürgerinitiative gegen die Flüchtlingsunterkunft kritisch beobachten.“

Für Rückfragen stehen wir unter der E-Mailadresse antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Berichterstattung

Antifa Essen Z


WAZ 22.10.2012 NPD durfte nicht marschieren

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WAZ / Essen,Montag, 22.10.2012

NPD durfte nicht marschieren

Polizei verbot Zug zum Bahnhof Borbeck


Im Nachgang zur NPD-Kundgebung am Freitag Abend in Frintrop hat die Polizei einen Marsch der

Rechten zum Bahnhof Borbeck verboten. Nach Angaben der Polizei hatte der Versammlungsleiter der NPD gegen 19 Uhr eine „Spontandemonstration" zum Bahnhof anmelden wollen; offenkundig als Reaktion darauf, dass 300 Protestierer die 23 Teilnehmer der NPD-Kundgebung im Wortsinn in die Ecke gestellt hatten. Diese Anschluss-Kundgebung habe die Polizei aus Sicherheitsgründen verboten, sagt Polizeisprecher Raymund Sandach. ks

WAZ 20.10.2012 Die Polizei blieb Herr der Lage

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WAZ / Essen,Samstag, 20.10.2012

Die Polizei blieb Herr der Lage

300 Menschen protestierten in Frintrop gegen eine NPD-Kundgebung. Kurzes Handgemenge


Von Kai Süselbeck

Trotz der Debatte um die Unterbringung von Roma-Flüchtlingen im ehemaligen Schulzentrum Lohstraße haben rund 300 Menschen in Frintrop Flagge gezeigt gegen einen Aufmarsch der NPD. Die 23 rechten Aktivisten blieben mit ihren Parolen wie „Touristen willkommen - Asylbetrüger raus“ im Wortsinn isoliert. In Sprechchören bekamen sie sogar zu hören: „Ohne Verfassungsschutz wärt ihr nur zu dritt!“

Für die Polizei war die Lage vor dem Start der diversen angemeldeten Kundgebung unübersichtlich gewesen. Die Antifa‚ die zu Protesten gegen die Kundgebung am Frintroper Wasserturm aufgerufen hatte, hatte zur Überraschung der Behörde selbst keine Demonstration angemeldet.

Zwei Gegenkundgebungen

Statt dessen wurden zwei Kundgebungen zur Unterstützung der Flüchtlinge angemeldet, und zwar weit vom Schuss, am anderen Ende der Lohstraße. Deshalb hatte die Polizei ein starkes Aufgebot zusammen gezogen und behielt sowohl die Kreuzung Kreyenkrop/Frintroper Straße im Auge als auch das ehemalige Schulgebäude und den angemeldeten Kundgebungsort an der Ecke Im Wulve.

Schon vor Beginn der für 18 bis 20 Uhr angemeldeten NPD-Kundgebung war allerdings klar, dass sich die Demonstranten beider Lager von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen würden. An der Straßenbahnhaltestelle der Linie 105 sammelten sich Mitglieder der Antifa unter roten Flaggen und begleiteten den Aufbau der rechten Kundgebung mit „Nazis raus!“-Rufen.


„Für diesen kurzen
Vorlauf ist der

Zuspruch gut“

Britta Altenkamp, SPD-Landtagsab-

geordnete

Die Polizei hatte die Lage erkennbar zu jeder Zeit im Griff - auch als kurz nach 18 Uhr Gegendemonstranten versuchten, die Absperrungen zu durchbrechen und zu den NPD-Demonstranten zu gelangen. Der Versuch endete nach wenigen Metern in einem Handgemenge, in der die Beamten der Einsatzhundertschaft sehr schnell die Oberhand behielten. Nach Angaben der Polizei gab es während dieser Auseinandersetzung keinen Anlass für Festnahmen.

Verstärkung bekamen die Protestierenden kurz darauf von den Teilnehmern der beiden anderen Gegendemonstrationen.

Sowohl die Roma-Unterstützer als auch Demonstranten, die sich als Mitglieder der libanesischen FamilienUnion zu erkennen gaben und mit der Parole „Von Flüchtlingen für Flüchtlinge“ demonstrierten, kamen zum Wasserturm.

Gegen 19.30 Uhr lösten sich Demonstration und Protest allmählich auf. Kommentar eines erfahrenen Beamten: „Die wollen alle noch zu zu den Roten“, die am Abend an der Hafenstraße gegen Wiedenbrück spielten.


„Viele normale Bürger sind hier“

Politische Bewertung von Demo und Protest fiel unterschiedlich aus

Frintrop hatte gestern Abend ein echtes Ereignis mit der NPD-Kundgebung und dem lauten Protest dagegen: Die Anwohner lagen in den Fenstern, um sich das Schauspiel anzuschauen, und drängten sich so an der Frintroper Straße, dass für den Beobachter die Unterscheidung schwer fiel zwischen Protestierenden, Schlachtenbummlern und Schaulustigen.

Keineswegs gab es eine einhellige Ablehnung der NPD-Parolen, Es gab auch Äußerungen wie „Auf jeden Fall müssen Asylanten raus - ist doch klar.“ Aber mehr Zustimmung bekam ein Rentner für den Kommentar: „Die machen sich in die Hose wegen der paar Ausländer. Die haben nicht den Mist erlebt, in den die Nazis uns geritten haben.“

SPD—Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp, mit roter Fahne in der Hand, sagte: „Für den kurzen Vorlauf ist der Zuspruch gut. Viele normale Bürger sind hier, die sich der NPD entgegen stellen. Das freut mich besonders.“
Bildunterschrift:

  • Da kommt keiner durch: Eine massive Polizeikette schirmt am Frintroper Wasserturm die NPD-Kundgebung ab, während rund 300 Menschen gegen sie protestieren.  FOTO: OLAF FUHRMANN
  • Kurzes Handgemende vor der Polizeiabsperrung.   FOTO: OLAF FUHRMANN


WAZ.de 19.10.2012 NPD-Demo in Essen stößt auf 300 Gegendemonstranten

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23 NPD-Anhängern standen 300 Protestierer gegenüber. Es gab zwei offiziell angemeldete Gegendemonstrationen, letzten Endes standen sich die Teilnehmer „Angesicht zu Angesicht“ gegenüber. Es gab keine Zwischenfälle.


vom 19.10.2012 18.29, Kai Süselbeck / WAZ.de, auf: derWesten.de, (Permanent-Link vom 19.10.2012)

Occupy Essen: Aufruf A-Roma-B-raus-E

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Wann: Friday, October 19, 2012 6:00pm until 7:30pm (Facebook-Link)

  • Nächstenliebe statt Fremdenhass
  • Hilfe statt Vertreibung
  • Menschenrechte statt Verwaltungsrechte
  • Sozialgemeinschaft statt Sozialnationalismus

Treffpunkt Lohstraße/Ecke Lautstraße
Die Veranstaltung ist privat angemeldet inkl. Transparente/Schilder/Straßenkreide/Megafon jeder der Gewaltbereitschaft zeigt, wird sofort ausgeschlossen. Occupy ist radikal friedlich!

In Essen in einer Turnhalle an der Lohstraße sind übergangsweise ca, 50 Asylbewerber untergebracht, darunter mind. 20 Kinder. Die Bevölkerung und die lokale CDU reagiert ablehnend bis feindselig. Die NPD plant für den 19.10 abends einen Fackelmarsch.
Mit Straßenkreide hatten Unbekannte auf die Straße vor der Hauptschule ROMA RAUS gekritzelt. Doch bald wurde der Spruch in AROMABRAUSE verwandelt. Lasst uns kreativ und vehement zeigen, dass Fremdenhass in Essen keinen Platz hat, sondern Liebe und Respekt allen Menschen gebührt!

Die Weihnachtssüßigkeiten für das "Fest der Liebe" liegen schon in den Regalen, während hilfsbedürftige Menschen bei uns wie Abschaum behandelt werden!

Was hat das mit Occupy zu tun?
Sei du selbst der Wandel, den Du Dir wünscht für diese Welt! Geh auf die Straße gegen Ungerechtigkeit, für Mitgefühl, für Menschenrechte!
Uns geht es mit unseren Reihenhäusern und Familienautos wunderbar in dieser schönen bunten Konsumwelt-die Schattenseite unseres Wohlstand ist weltweite soziale Ungerechtigkeit, Produkte aus Kinderarbeit, aus Massentierhaltung, aus unwürdigen Arbeitsverhältnissen, politische Unterdrückung, Hunger, Klimakatastrophen. Wäre unser Wohlstand möglich in einer gerechten Welt? Menschen werden verfolgt und flüchten vor miserablen Zuständen in ihrer Heimat. Wir in den westlichen Industrienationen leben wie die Made im Speck und bauen Zäune und Grenzen um unseren unverdienten Wohlstand zu schützen. Wir sind stolz auf unseren Erfolg, den wir uns erarbeitet haben und sehen nicht, wer in Wahrheit unserer Wohlstand erarbeitet.
Wir schauen hilflos oder ignorant zu, wie Politik nicht versucht diese Verhältnisse zu ändern, sondern statt dessen alles dafür tut, dass sich Banken. Konzerne und Finanzmärkte wohlfühlen und unbegrenzt entfalten können. Statt den Menschen die aus schlimmster Not mit kleinen Kindern ohne Hab und gut geflohen sind, mit Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Liebe zu begegnen, verbreiten die Anwohner teilweise und die Politiker der CDU in Essen Angst und Fremdenhass und fordern Abschiebung und Ausgrenzung. Deswegen brauchen wir eine ethische Revolution. Dass gerade eine Partei die das Wort "christlich" im Namen trägt , sich besonders gegen Hilfsbereitschaft und für Abgrenzung einsetzt ist heuchlerisch und symptomatisch für einen Wertewandel: Profit vor Menschlichkeit, Eigennutz statt Hilfsbereitschaft, Haben statt Teilen, Egoismus statt Solidarität.
Dagegen muss man seine Stimme erheben.

Occupy your mind! Occupy your voice!


Anonym: Flugblatt, 19.10.2012: Eilige Mitteilung!

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Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

seit Mittwoch sind geflüchtete Menschen in der Turnhalle an der alten Hauptschule Lohstraße notdürftig untergebracht. Für heute, den 19. Oktober, um 18 Uhr plant die extrem rechte Partei NPD einen Fackelmarsch zu dieser Schule. Mit diesem Vorhaben hetzen die Neonazis gegen jene Menschen, die ohnehin von Ausgrenzung und rassistischer Gewalt betroffen sind. Leider steht die NPD mit ihrer menschenverachtenden Politik nicht alleine da. Eine sogenannte "Bürgerinitiative" und Lokalpolitiker der Unionsparteien betreiben rassistische Stimmungsmache, die Öl ins Feuer gießt.

Nicht lange ist es her, dass der "Nationalsozialistische Untergrund" unter dem Schutzmantel des Verfassungsschutzes Migrantinnen und Migranten terrorisierte und ermordete - während die Öffentlichkeit weg sah. Nur weil die Mehrheitsbevölkerung sich nicht für ihre Mitmenschen interessierte, konnte die NSU ungestört morden. Nicht vergessen sind die Brandanschläge von Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda und Solingen.
Lassen Sie nicht zu, dass sich in Ihrem Stadtteil eine Pogromstimmung entfaltet! Wegsehen heißt Zustimmen!

Gruß und Kuss,
ihre Antifa


Grüne, 18.10.2012 Provisorische Flüchtlingsunterkunft vor NPD-Aufmarsch schützen

Absender: Bündnis 90 Die Grünen - Kreisverband Essen
Die Essener NPD hat für den morgigen Freitag um 19.00 Uhr eine Kundgebung gegen die provisorische Flüchtlingsunterkunft in der Lohstraße angemeldet.


GRÜNE rufen wie andere Nazi-Gegner zu Protesten auf. Dazu erklärt Mehrdad Mostofizadeh, Vorstandssprecher der GRÜNEN:
„Essen muss seiner Verantwortung für die Aufnahme der Flüchtlinge nachkommen. Diese Menschen sind mit dem notwendigen Respekt zu behandeln und menschenwürdig unterzubringen.
Wir Grüne wenden uns gegen jede Form der Stimmungsmache und sind entsetzt, dass die NPD ihr menschenverachtendes Spiel fortsetzt und damit unsere Stadt beschämt und die Gefühle der Flüchtlinge und ihre Menschenrechte auf ekelhafte Weise missachtet.
GRÜNE rufen alle und insbesondere die politischen Parteien, Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen auf, sich hier klar und unmissverständlich zu positionieren.
Natürlich sind auch die Fragen der Unterbringung und Verteilung offen und sachlich zu besprechen. Dies ist im Interesse der Essenerinnen und Essener und der Flüchtlinge.

Diese Fragen dürfen aber keinesfalls Anlass für billige Ressentiments oder Stimmenfang am rechten Rand sein.“

aus den Webseiten vom Kreisverband Die Grünen


WAZ.de 18.10.2012 Versammlung in Bedingrade wegen wachsender Flüchtlingszahl

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Viele der bis zu 300 Besucher haben bisher nicht mitbekommen, dass die Flüchtlinge nur für zwei Wochen da sein werden.

Es herrschte eine böse Stimmung: Es habe „aggressive Hetzparolen“ gegeben, eine Schilderung des Roma-Elendes sei „im Gejohle“ untergegangen. Die Bitte, nicht auf NPD-Parolen hereinzufallen, habe „einen wahren Sturm der Entrüstung“ entfacht.

Weitere Zitate:

der Volkszorn kocht, denn es geht ja um Leute, deren Leben man – 'faria faria ho' – als lustig besingt, aber längst als armselig entlarvt weiß.
Hemmungen, mit den Roma Kriminalität zu verbinden, gibt es hier und heute keine
Die Handvoll Neonazis im Saal wird’s gefreut haben.

vom 18.10.2012 18:49, Wolfgang Kintscher für WAZ.de, auf: derWesten.de, (Permanent-Link vom 18.10.2012,Seite 2)

LINKE: 18.10.2012: DIE LINKE ruft zum Protest auf

LinkeAufrufLogo.jpg
DIE LINKE
Kreisverband Essen

Kreisvorstand
Heinz-Renner-Haus
Severinstr. 1
45127 Essen


Telefon 0201 / 86 02 904
Telefax 0201 / 86 02 906
buero<a>dielinke-essen.dePost_icon.png
www.dielinke-essen.de




An die
Vertreterinnen und Vertreter der Medien
in Essen und Umgebung

PRESSEMITTEILUNG

Essen, 18.10.2012

DIE LINKE Essen zur geplanten NPD-Kundgebung

DIE LINKE ruft zum Protest auf

DIE LINKE Essen ruft zum Protest gegen die geplante NPD-Kundgebung „Nein zur Unterbringung von Asylbewerbern in Essen“ am Freitagabend in Frintrop auf.

„Es war zu erwarten, dass sich die NPD eine solche Gelegenheit nicht entgehen lässt.“ kommentiert Ratsfrau Gabi Giesecke, Mitglied im Integrationsrat, die Ankündigung „Deshalb hatte ich gestern schon auf der Bürgerversammlung die Anwesenden gebeten, der NPD nicht auf den Leim zu gehen und sich gegen die Kundgebung am Freitag zu engagieren.“

„DIE LINKE fordert die Polizei auf,“ so Kreissprecher Rainer Burk „wenigstens das Mitführen von Fackeln als provokante Bildersprache zu unterbinden, denn Solingen und Rostock sind noch nicht vergessen, aber am besten wäre es natürlich, diesen ganzen Spuk zu verbieten.“ Die LINKE Essen bittet die Essener Bürgerinnen und Bürger sich zahlreich an der Gegenkundgebung zu beteiligen und zu zeigen, dass in Essen kein Platz für braunes Gedankengut und Nazis ist.


Antifa: 18.10.2012: Protest gegen NPD-Kundgebung in Essen-Frintrop

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Antifa Essen Z
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Pressemitteilung vom 18.10.2012

Flüchtlingsheim: Protest gegen NPD-Kundgebung in Essen-Frintrop

Die Essener NPD hat für den kommenden Freitag eine Kundgebung gegen die provisorische Flüchtlingsunterkunft in Essen-Frintrop angemeldet. Nazi-Gegner rufen zu Protesten auf.

Unter dem Motto „Nein zur Unterbringung von Flüchtlingen“ hat die NPD für kommenden Freitag, den 19.10.2012, eine Kundgebung gegen die provisorische Flüchtlingsunterkunft im Essener Stadtteil Frintrop angemeldet. Die Veranstaltung soll um 18.00 Uhr beginnen, der Veranstaltungsort ist bislang noch nicht bekannt.

Die NPD greift damit eine von Teilen der Anwohnerschaft getragene Kampagne gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Essen-Frintrop auf. Auf einer von der Ortsgruppe der CDU einberufenen Bürgerversammlung, die gestern in der Gaststätte „Große Segerath“ in Frintrop stattfand, kursierten Unterschriftenlisten gegen die Flüchtlingsunterkunft, die bereits seit Anfang der Woche von Anwohnern verteilt und ausgelegt werden. Auch Aktivisten der Essener NPD waren bei der Versammlung anwesend.

„Es ist nicht verwunderlich, dass die NPD nun bereits am Freitag zu einer Kundgebung gegen die Flüchtlingsunterkunft aufruft“ so Tessa Kuijer Pressesprecherin der Antifa Essen Z. „Die rechtsradikale Partei verfügt im Essener Nordwesten traditionell über ein großes Mobilisierungspotenzial. Die Frintroper Anwohnerinitiative bietet der NPD mit ihrer Stimmungsmache nun eine willkommene Steilvorlage“.

Die Antifa Essen Z ruft dazu auf, am kommenden Freitag nach Frintrop zu kommen und den Protest gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße zu tragen. „Wenn sich Anwohnerinitiativen und rechtsradikale Parteien gegen die Schwächsten der Gesellschaft wenden, ist Solidarität dringend notwendig“ so Kuijer. „Wir hoffen deshalb, dass am Freitag viele Menschen nach Frintrop

Für Rückfragen stehen wir unter der E-Mailadresse antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Berichterstattung

Antifa Essen Z


NRZ 18.10.2012 Mit kleinen Kindern und wenigen Habseligkeiten

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NRZ / Essen,Donnerstag, 18.10S.2012

Mit kleinen Kindern und wenigen Habseligkeiten

Die ersten 30 Asylbewerber trafen gestern an der Lohstraße ein. Die NPD plant eine Fackel-Demo


Von Jörg Maibaum

„Ich will kein Asylantenheim in Bedingrade“ prangt in gelben grellen Lettern auf dem blauen Audi, der am Mittwochmorgen langsam die ehemalige Hauptschule an der Lohstraße passiert. Da hat jemand offensichtlich keine Mühen gescheut, um seine Botschaft öffentlich herum kutschieren zu können. Erinnert irgendwie an Buchstaben gewordene Abi-Feiern und ist ähnlich müßig. Denn dem Wunsch des lünkernden Fahrers wurde längst entsprochen: Die Bedingrader Turnhalle, die jenseits der Mauer auf dem Schulgrundstück seit Dienstagabend 64 Feldbetten Platz bietet, ist kein neuer Unterkunftsstandort auf Dauer, sondern nicht mehr als eine zusätzliche, auf zwei Wochen befristete Aufnahmestation für Asylbewerber, die in der zentralen Dortmunder Anlaufstelle keinen Platz mehr gefunden haben.

Trotz allem ist die Sorge vieler Anwohner groß. Gerüchte machen die Runde und einige wenige aus ihrer Gesinnung keinen Hehl Es klingt übel: „Das sind Zigeuner“‚ schimpft einer, der sich selbst von den sachlichsten Argumenten nicht vom rechten Weg abbringen lässt. Als mit einigen Stunden Verspätung um 16.18 Uhr ein Bus mit den ersten 30 Asylbewerbern vorfährt, zieht es der Rentner vor zu schweigen - im Angesicht eines Säuglings, der in einer Babyschale ein dem Bus getragen wird.

Sie haben ihre kleinen Kinder auf dem Arm und wenige Habseligkeiten an der Hand: Die überwiegend jungen Menschen, die an der Lohstraße aussteigen, werden von Mitarbeitern der Stadt und Helfern des Deutschen Roten Kreuzes auf dem Bürgersteig in Empfang genommen, Es sind ihre ersten Schritte: auf deutschem Boden. Sie wirken unsicher, eingeschüchtert, als man sie zu einem Zelt auf dem Schulhof dirigiert. Dort müssen sie sich registrieren lassen, bevor es in die Turnhalle gegenüber geht, deren trostloses Innenleben Bernd Brack von der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl „an meine eigene Kriegszeit“ erinnert. Feldbett neben Feldbett, auf jedem liegt ein in Folie eingeschweißtes Handtuch, gelb-schwarze Klebestreifen auf dem Boden weisen den weg, getrennte Toiletten für Frauen und Männer: sind Fehlanzeige, aber immerhin 20 Klobürsten vorrätig.


„Das erinnert mich

an meine Kriegs-
zeit“
Bernd Brack von der

Flüchtlingsorganisation „Pro Asyl“

Das DRK, das in Bedingrade mit dm Maltesern zusammen arbeitet, im im Auftrag des Landes für das Nötigste gesorgt, übernimmt die Erste Hilfe und organisiert, wenn nötig, eine medizinische Versorgung für die Ankommenden, sagt Rot-Kreuz-Abteilungsleiter Ingo Schmidt. 240 Hygieneartikel vom Rasierer bis zur Zahnpasta sind vorrätig, um Punkt 12 Uhr gibt's was zu essen für die Asylbewerber, Privatsphäre gibt's mangels Trennwänden in der Halle aber keine in den nächsten Tagen. Voraussichtlich drei werden's wohl werden, bis die ersten wieder umziehen in ein Lager des Landes und die nächsten an der Lohstraße eine vorübergehende Bleibe finden werden.

„Der Durchlauf ist die größte Herausforderung", sagt Schmidt, während er um kleines afrikanisches Mädchen auf dem Arm einer DRK-Kollegin in eine Decke hüllt. In den nächsten Tagen wird die Kleiderkammer von Caritas und Diakonie die Asylbewerber mit warmen Kleidungsstücken ausstatten.

Es weht ihnen ein kalter Wind entgegen in Bedingrade: Die Stimmung auf der gestrigen Versammlung mit bis zu 300 Bürgern, zu der die CDU Borbeck eingeladen hatte, war mehr als gereizt. Anwohner sammelten Unterschriften „Für eine gerechte Verteilung im Stadtgebiet, gegen die zentrale Unterbringung an der Lohstraße“.

Einmal mehr wird die NPD am Freitag versuchen, Kapital aus Unmut und Verunsicherung im Stadtteil zu schlagen. Für 15 Uhr hat der rechte Ratsherr Marcel Haliti eine Kundgebung mit 20 zu Teilnehmern unter dem Motto „Nein zur Unterbringung von Asylbewerbern in Essen" bei der Polizei angemeldet — mit Flugblättern, Fahnen und Fackeln unterm Frintroper Wasserturm. Welches Auto Haliti fährt, ist

nicht bekannt.
Bildunterschrift:
Die ersten Asylbewerber trafen gestern an der Lohstraße in Bedingrade ein - mit vielen kleinen Kindern und wenigen Habseligkeiten

WAZ 18.10.2012 NPD plant Demo gegen Flüchtlinge

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WAZ / Essen,Donnerstag, 18.10.2012

NPD plant Demo gegen Flüchtlinge

Kundgebung für Freitag am Frintroper Wasserturm angemeldet


Die Debatte um die Unterbringung von Flüchtlingen in der ehemaligen Hauptschule Lohstraße bekommt eine neue politische Dimension: Die NPD hat für Freitag in der Nähe der Schule eine Demonstration mit dem Motto "Nein zur Unterbringung von Flüchtlingen" angemeldet.

Damit bekommt die Bürgerinitiative, die sich gegen die Unterbringung von Sinti und Roma in der ehemaligen Hauptschule ausspricht, Unterstützung von vermutlich unwillkommener Seite. Die Polizei bestätigte gestern auf WAZ-Anfrage, dass die NPD die Kundgebung für Freitag von 18-20 Uhr angemeldet hat - mit Fackeln, Fahnen und Flugblättern. Als Kundgebungsort ist der Frintroper Wasserturm im Gespräch

Die ersten Flüchtlinge sind gestern wie erwartet in dem ehemaligen Schulgebäude angekommen. ks


NRZ 17.10.2012 Asyl: Stadt benötigt mehr Asyl-Unterkünfte

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NRZ / Essen,Mittwoch, 17.10.2012

Stadt benötigt mehr Asyl-Unterkünfte

In der Bedingrader Turnhalle sollen die Roma allenfalls zwei Wochen bleiben


Von Jörg Maibaum

Der anhaltend starke Zustrom von Asylbewerbem hat bei der Stadt eine neue und zugleich ernüchtemde Erkenntnis freigelegt, die der Planung der vergangenen ]ahre einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht: „Wir kommen mit unseren zehn Unterkunftsstandorten wahrscheinlich nicht mehr aus“, sagte Sozialdezernent Peter Renzel gestern in einem Gespräch mit der NRZ.

Die Suche nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten habe bereits begonnen: Alle in Frage kommenden städtischen Immobilien werden zurzeit überprüft, ob sie „mit vertretbarem Aufwand“ als Übergangsheim hergerichtet werden können. Möglichst schnell soll es erste Vorschläge geben.

Die Zeit drängt: Denn mit weiteren Zuweisungen von Asylbewerbem sei zu rechnen, lautet die Einschatzung — und zwar völlig unabhängig von den jüngsten Entwicklungen. die für eine Völlig neue Situation in Bedingrade sorgen: Am heutigen Mittag werden etwa 50 Menschen, „überwiegend Roma aus Serbien und Mazedonien", so Renzel, an der Lohstraße eintreffen und wie angekündigt in der dortigen Turnhalle der früheren Hauptschule untergebracht.

Am gestrigen Nachmittag wurde das Gebäude gereinigt, am Abend bauten Helfer des Deutschen Roten Kreuzes Trennwände und Notbetten auf, um eine „behelfsmäßige kurzfristige Unterbringung“ von Menschen möglich zu machen, die in den völlig überlaufenen zentralen Erstaufnahmestellen des Landes keinen Platz finden {die NRZ berichtete). Köln zum Beispiel nimmt 200 der Asylbewerber auf, Düsseldorf will dem Land in der Not eine Reihe von Containern zur Verfügung stellen.

Die wildesten Gerüchte machen die Runde

All das soll jedoch ein Szenario von überschaubarer Dauer sein — auch an der Lohstraße, wo unter den Anwohnern inzwischen die wildesten Gerüchte die Runde machen. Bis Ende Oktober — nicht länger — soll die Turnhalle belegt sein. Dies habe ihm der stellvertretende Arnsberger Regierungspräsident Volker Milk versichert, sagte Renzel, der um die Befürchtungen der Bedingrader weiß: Dass aus der Unterbringung in der Not nach einem in der Tat ungewöhnlich kurzfristigen Ersuchen der Landesregierung eine auf Dauer werden könnte. Und dass die Pläne für eine Wohnbebaung auf dem Areal wenn nicht schon ganz vom Tisch, dann zumindest gefährdet sein dürften Nichts von alledem sei der Fall. sagt Renzel. Das wird der Sozialdezernent heute auch auf der Bürgerversammlung der CDU Borbeck ab 19 Uhr in der Gaststätte Große Segerath an der Lohstraße 83 wiederholen, um die Gemüter der Anwohnern zu beruhigen.

Es gebe zudem keinen ersichtlichen Grund, in den nächsten zwei Wochen um die Sicherheit fürchten zu müssen: Mit der Polizei seien „vermehrte Streifen vereinbart" worden. Zusätzlich sehe ein Sicherheitsdienst der städtischen

Tochter RGE Servicegesellschaft Essen nach dem Rechten, während das Deutsche Rote Kreuz die Versorgung und so genannte Ersterfassung der Neuankömmlinge im Auftrag des Landes übemehme, bis das neue Aufnahmelager in Neuss als drittes im Land eröffnet ist.
Bildunterschrift:

  • Gestern wurde die Turnhalle an der Lohstraße gereinigt, heute werden hier die ersten Roma-Familien untergebracht. &nbsp FOTO: MÜLLER
  • Peter Renzel

WAZ 17.10.2012 Asyl: Anwohner protestieren

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WAZ / Essen,Mittwoch, 17.10.2012

Asyl: Anwohner protestieren

Heute kommen die ersten Roma nach Bedingrade. Sozialdezernent beruhigt: Keine dauerhafte Unterkunft. „Antifa“ warnt und wirft Bürgern Rassismus vor


Von Markus Grenz:

Heute sollen die ersten der bis zu 60 Asylbewerber in der Turnhalle des ehemaligen Schulzentrums Bedingrade an der Lohstraße ankommen - nur übergangsweise, wie Sozialdezernent Peter Renzel (CDU) gestern unterstrich. Bis zum 31. Oktober, so sei es vereinbart, sollen die Menschen - im Wesentlichen Roma aus Serbien und Mazedonien - Bedingrade wieder verlassen haben.

Doch ob diese Nachricht die aufgebrachten Nachbarn vor Ort beruhigen kann, ist zweifelhaft. Gestern waren Bürger in den Straßen unterwegs, um Unterschriften gegen die Unterbringung zu sammeln. Gleichzeitig hat sich die „Antifa Essen“, die sich den Asylbewerber sehr verbunden weiß, rüde zu Wort gemeldet: „Anwohner und Lokalpolitiker betreiben rassistische Stimmungsmache gegen die neue Flüchtlingsunterkunft, heißt es in einer Mitteilung.

Gefragt seien Solidarität mit den Flüchtlingen und eine angemessene und menschenwürdige Unterbringung und keine fremdenfeindliche Aktionen. „Einschüchterungsversuche oder Gewaltandrohungen gegen schutzsuchende Menschen werden wir nicht akzeptieren“ so Tessa Kuijer, Sprecherin der Essener Antifa-Gruppe, und warnt die Bedingrader Bürger: „Sollte es tatsächlich zu Demonstrationen gegen die Flüchtlingsunterkunft kommen, werden wir zu Gegenprotesten aufrufen "


„Rassistische
Stimmungsmache
dulden wir nicht“
Tessa Kuijer, Sprecherin
der „Antifa Gruppe“

In dieser Stimmungslage findet heute abend um um 19 Uhr eine Veranstaltung der CDU Bedingrade zum Thema Flüchtlingsunterbringung in der Gaststätte Große-Segerath, Lohstraße 83 statt. Auch Sozialdezernent Renzel hat sein Kommen zugesagt und will versuchen‚die Wogen zu glätten, Er wird möglicherweise auch bei Ratsmitgliedern der CDU einige Überzeugungsarbeit leisten müssen. Jutta Eckenbach, CDU-Ratsfrau und Sozialexpertin ihrer Fraktion. sagte gestern der WAZ, sie fühle sich in puncto Turnhallen-Asyl von der Stadtverwaltung nicht gut informiert: „Ich habe das erst aus der Zeitung erfahren.“

„Es handelt sich nur um eine behelfsmäßige und kurzfristige Unterbringung, um die uns die Bezirksregierung Arnsberg ersucht hat“, betont Renzel im Gespräch mit der WAZ. Wie zahlreiche andere Städte in NRW auch, sei Essen um Hilfe gebeten worden, einen kurzfristigen Engpass bei den so genannten Erstaufnahmelagern zu zu kompensieren.„Dortmund und Bielefeld sind überlastet, eine dritte Einrichtung wird in Neuss entstehen“, erläutert Renzel: „Land und Bezirksregierung haben uns zugesichert, dass der Bedarf schon bald gedeckt sein wird.“

Zwischen zwei und drei Tage dauere die durchschnittliche Verweilzeit in der Erstaufnahme, bei der die Asylbewerber erfasst und ärztlich untersucht würden.


Stadt: Polizei fährt vermehrt Streife

In Bedingrade sei mit geringstem Aufwand ein Notquartier möglich

Warum muss es ein Wohngebiet in Bedingrade sein. in dem die Flüchtlinge unterkommen? „Wir haben im Vorfeld alle möglichen Turnhallen geprüft, nur an der Lohstraße wird der Schulsport nicht beeinträchtigt", sagt Sozialdezernent Peter Renzel, „Außerdem konnte die Halle mit geringem Aufwand hergerichtet werden“ Die benachbarte Hauptschule war erst Ende des vergangenen Schuljahres ausgelaufen. An den Zukunftsplanungen des ehemaligen Schulzentrums mit Grund- und Hauptschule sowie Turnhalle ändere das Zwischenspiel als Aufnahmestelle aber auf jeden Fall nichts. Renzel: „Wir sind uns in der Verwaltung weiterhin einig, dass auf dem Gelände Wohnbau entstehen soll" Die Chancen auf einen positiven Asylbescheid seien bei den Roma aus Serbien und Mazedonien ohnehin gering.

Den Betrieb in der Halle übernehme der Kreisverband Essen des Roten Kreuzes. „Der Stadt obliegt nur die Betreuung und die Sicherheit des Gebäudes“, so Renzel. Die Polizei sei informiert und fahre im Gebiet vermehrt Streife.

Zweifel, ob die Unterbringung in der Turnhalle richtig ist, umtreibt auch die Linken-Fraktion. Die Stadt müsse die Lage von Flüchtlingen langfristig verbessern.

WAZ 15.10.2012 Stadt will nur 50 Flüchtlinge aufnehmen

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WAZ / Essen,Montag, 15.10.2012

Stadt will nur 50 Flüchtlinge aufnehmen

Unterbringung in der Turnhalle Lohstraße


Einen Tag nach Bekanntwerden der Pläne für eine Notunterkunft an der Lohstraße in Bedingrade hat die Stadt ihr Angebot an die Bezirksregierung wieder eingedampft: Eine Unterbringung von 50 Asylbewerber sei zwar in der Tumhalle der ehemaligen Schule möglich, aber nicht im Hauptgebäude, das noch einmal 180 Personen mehr Obdach geboten hätte. „Dort wären jedoch zu große Umbauarbeiten notwendig geworden“, sagte Jeanette Kern vom städtischen Presseamt: „Dieses Angebot an die Bezirksregierung ist nicht zu realisieren.“ Am kommenden Dienstag werden Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes dort mit dem Aufbau von Liegen und Sichtwänden beginnen. Ob am Mittwoch tatsächlich die ersten Familien eintreffen, stehe noch nicht fest, sagte Kern. Es seien Viele Fragen offen, die Anfang der Woche mit der Bezirksregierung geklärt werden müssen. Unter anderem auch die. ob die Roma mit Bussen gesammelt nach Essen gebracht oder mit dem eigenen Auto anreisen werden. Die Stadt wolle jedenfalls eine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Menschen sicherstellen“. Dazu sei man in Gesprächen mit den Wohlfahrtsverbänden.   j.m

Antifa: 15.10.2012: Rassistische Stimmungsmache nicht akzeptieren!

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Antifa Essen Z
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Pressemitteilung vom 15.10.2012

Flüchtlingsheim in Essen-Frintrop: Rassistische Stimmungsmache nicht akzeptieren!

Anwohner und Lokalpolitiker betreiben rassistische Stimmungsmache gegen die neue Flüchtlingsunterkunft in Essen-Frintrop. Die Antifa Essen Z wird Einschüchterungsversuche und Gewaltandrohungen gegen Flüchtlinge nicht akzeptieren.

Ab dem kommenden Mittwoch (17.10.2012) sollen rund 60 Flüchtlinge in der Turnhalle einer ehemaligen Hauptschule im Essener Stadtteil Frintrop untergebracht werden, um die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Dortmund-Hachneney zu entlasten. Gegen dieses Vorhaben regt sich in der Nachbarschaft Unmut. Nach Berichten des Nachrichtenportals derwesten.de planen einige Anwohner bereits eine Demonstration gegen die Unterbringung der Flüchtlinge. In den Kommentarspalten der Lokalpresse überbieten sich die Schreiber mit rassistischen und fremdenfeindlichen Parolen, die bis hin zu offenen Gewaltaufrufen reichen.

Die Antifa Essen Z fordert Solidarität mit den Flüchtlingen und mahnt eine angemessene und menschenwürdige Unterbringung an.

„Einschüchterungsversuche oder Gewaltandrohungen gegen schutzsuchende Menschen werden wir nicht akzeptieren“ so Tessa Kuijer, Pressesprecherin der Antifa Essen Z. „Sollte es tatsächlich zu Demonstrationen gegen die Flüchtlingsunterkunft kommen, werden wir zu Gegenprotesten aufrufen.“ Kritik übt Kuijer auch an den politischen Entscheidungsträgern: „Bund, Länder und Kommunen haben auf die seit Jahren steigenden Flüchtlingszahlen viel zu spät reagiert und beklagen nun einen Unterbringungsnotstand, den sie selbst zu verantworten haben. Die Leidtragenden dieser Versäumnisse sind in erster Linie die Flüchtlinge. Mit ihrer Stimmungsmache gegen vermeintliche Asylbetrüger aus den Balkanstaaten gießen insbesondere Politiker der Unionsparteien Öl ins Feuer rechtsradikaler Parteien und rassistischer Bürgerinitiativen.“

Für Rückfragen stehen wir unter der E-Mailadresse antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Berichterstattung

Antifa Essen Z


WAZ 13.10.2012 Bedingrade: Protest gegen Turnhallen-Asyl

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WAZ / Essen,Samstag, 13.10.2012

Bedingrade: Protest gegen Turnhallen-Asyl

Stadt will bis zu 240 Roma einquartieren


Gegen die geplante Unterbringung von serbischen und mazedonischen Roma in der ehemaligen Hauptschule Lohstraße machen Anwohner jetzt mobil. „Eine Demonstration für den Sonntag haben wir so schnell nicht genehmigt bekommen“, sagt eine Frau, die anonym bleiben möchte. „Allerdings sind spontane Treffen nicht verboten.“ Besonders erbost sind die Anwohner, dass sie erst aus den Medien erfahren hatten, dass im Zuge der Einreisewelle aus Serbien und Montenegro bis zu 240 Menschen an der Bedingrader Lohstraße Quartier beziehen sollen. 60 Plätze will die Stadt, die von der Bezirksregierung um Amtshilfe gebeten wurde und keine freien Plätze in ihren zehn Ubergangsheimen hat, in der ehemaligen Turnhalle schaffen. Zudem wird geprüft, 0b man in der Hauptschule weitere 180 Menschen unterbringen kann.

Essen über Gebühr belastet

Die CDU-Fraktion plädiert angesichts der hohen Zahlen für eine genaue Prüfung. „Wir wollen den Menschen helfen, die durch Krieg und Katastrophen in Not geraten sind. Das setzt aber auch eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge voraus. Schon vor zwei Jahren hatte der Rat der Stadt beschlossen im Ruhrgebiet zu einer gemeinsamen Aufnahmestrategie von Flüchtlingen zu kommen. Unser Ziel ist es, mit der Landesregierung eine einheitliche und verbindliche Aufnahmequote zu vereinbaren“, sagt die sozialpolitische CDU-Fraktionssprecherin Jutta Eckenbach. Und weiter: „Durch die Amtshilfe werden der Stadt Essen zusätzliche Flüchtlinge zugewiesen,

anderen Städten aber nicht. Höhere Akzeptanz für Ubergangswohnheime und Notunterkünfte schaffen wir nur durch ein besseres Beschwerdeund Umfeldmanagement.“ Darüber hinaus fordert ihre Partei, Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt sei, zügig abzuschieben.   Cla.P

WAZ 12.10.2012 Flüchtlingslager voll: Stadt soll helfen

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WAZ / Essen,Freitag, 12.10.2012

Flüchtlingslager voll: Stadt soll helfen

Hilferuf der Bezirksregierung. Für bis zu 240 Flüchtlinge wäre Platz


Die Stadt wird ab Mittwoch, 17. Oktober, die Turnhalle der ehemaligen Hauptschule Lohstraße in Frintrop als Übergangsquartier für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Hier können kurzfristig 50 bis 60 Personen untergebracht werden.Sollten weitere behelfsmäißige Unterkünfte benötigt werden, könnte außerdem das Hauptschulgebäude selbst innerhalb von zwei bis drei Wochen instand gesetzt werden. In den 18 Klassenräumen, dem Lehrerzimmer und den Nebenräumen, könnten nochmals 180 Asylbewerber untergebracht werden. Der Standort Lohstraße ist Einschätzung der Stadt der einzige Standort, der für eine kurzfristige behelfsmäßige Unterbringung einer größeren Zahl von Asylbewerbern in Frage kommt. Die Kosten für die Unterbringung werden vom Land NRW übernommen.

Mit diesem Angebot reagiert die Stadt auf einen Hilferuf der Bezirksregierung Arnsberg. Zurzeit kommen täglich bis zu 350 Asylbewerber, vor allem aus Mazedonien und Serbien, in Dortmund und Bielefeld an.

An normalen Tagen sind es bis zu 100 täglich. Die Aufnahmekapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen sind aufgrund der sprunghaft angestiegenen Asylbewerberwelle erschöpft. Alle Städte in NRW sind aufgefordert, Notunterkünfte bereit zu stellen. Die Flüchtlinge bleiben nur wenige Tage bis maximal zwei Wochen vor Ort.

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