Aus Essen stellt sich quer

EqLogoUndTextNeu.png

EqLogoKlein.png 12px-FacebookLogo.png 14px-Eq-Twitterlogo.png, E-Mail: Post_icon.png
info<a>Essen-stellt-sich-quer.de

1ordnerZu.gif
Essen stellt sich quer »
1ordnerAuf.gif
Essen extrem rechts »
11ordnerZu.gif
Übersicht
11ordnerZu.gif
AfD
11ordnerZu.gif
Salafisten
11ordnerZu.gif
Pegida in Essen
11ordnerAuf.gif
NPD / JN »
111ordnerZu.gif
Übersicht
111ordnerZu.gif
NPD-Aufmarsch 1.5.2017
111ordnerZu.gif
NPD-Aufmarsch 2.4.2016
111ordnerZu.gif
NPD-Vorfälle 2015 »
111ordnerAuf.gif
NPD-Vorfälle 2014 »
1111ordnerAuf.gif
09.11. Aufmarsch Pogromnacht
1111ordnerZu.gif
17.03. bei Kötter Security?
1111ordnerZu.gif
15.03. Wachsame Nachbarn
111ordnerZu.gif
NPD-Jahresberichte
111ordnerZu.gif
Vor 2014 »
11ordnerZu.gif
Flüchtlingshetze »
11ordnerZu.gif
Bürgerwehr
11ordnerZu.gif
Hooligans »
11ordnerZu.gif
Pro NRW »
11ordnerZu.gif
Die Rechte »
11ordnerZu.gif
2014 neuer Stadtrat
11ordnerZu.gif
Kameradschaften
11ordnerZu.gif
Oseberg/Rechte Mode »
11ordnerZu.gif
Republikaner
11ordnerZu.gif
unklares/sonstiges »
1ordnerZu.gif
Essen erinnert + gedenkt »
1ordnerZu.gif
Allgemeine Tipps »
1ordnerZu.gif
Infotisch & Downloads »
1ordnerZu.gif
Seitenübersicht

9. November 2014: NPD Aufmarsch in E-Kray

Eq-Nazis1933Fackel.jpg
Fackelzug, Berlin 30.01.1933
Bundesarchiv,102-02982A,CC-BY-SA

Auch dieses Jahr, am 9. November (Gedenktag der Reichspogromnacht), will die NPD wieder aufmarschieren. Sie wollen ab 18.30 auf dem Krayer Markt sein.
Kray ist bunt und Essen stellt sich quer führen daher vor dem NPD-Aufmarsch ihre Gedenkveranstaltung ebenfalls in Kray durch. Die Auftaktkundgebung beginnt um 16:00 Uhr auf der Kreuzung Kiwittstraße/Marienstraße.



Inhaltsverzeichnis

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Nach der Gedenkveranstaltung

NRZ, 10.11.2014 Eine Provokation von rechts und ihr Echo

WAZ20141110-Provokation.png

NRZ / Essen,Montag, 10.11.2014

Eine Provokation von rechts und ihr Echo

Knapp 250 Essener stellten sich gestern in Kray quer – um rund 45 NPD-Demonstranten paroli zu bieten


Von Wolfgang Kintscher

Dass die rechtsextreme NPD ausgerechnet am 9. November, dem Gedenktag an die Reichspogromnacht 1938, öffentlich Flagge zeigt, das ist in Essen schon seit einigen Jahren gern geübte Provokation. Und wie auch in den vergangenen Jahren gab es darauf gestern das bekannte Echo: Knapp 250 Teilnehmer aus dem Bündnis „Essen stellt sich quer“, nutzten die Gelegenheit, um ihrerseits gegen die NPD zu demonstrieren. Sie zogen von der Marienstraße, wo die NPD nach NRZ-Informationen ein Treffen in ihrer Landesparteizentrale abhielt zur Pfarrkirche St. Barbara und von dort zum Krayer Markt. Bis auf wenige Zwischenrufe habe es keine Störungen gegeben, sagte am Abend Max Adelmann vom Bündnis „Essen stellt sich quer“ der NRZ. Am Abend traf die NPD zu ihrer Kundgebung ein. Die Polizei vermeldete eine entspannte Lage: Bis zum Redaktionsschluss gab es keinerlei gewalttätige Scharmützel.
Bildunterschrift:
Gut zwei Stunden vor der rechtsextremen NPD hatten sich die Gegendemonstration an der Marienstraße in Kray, unweit der NPD-Landeszentrale, getroffen und waren durchden Stadtteil zum Krayer Markt gezogen. Dort gab es eine Kundgebung von „Essen stellt sich quer“ – und später auch der NPD. FOTO: KNUT VAHLENSIECK

WAZ, 10.11.2014 Demos ohne Zwischenfall beendet

WAZ20141110-DemosOhneZwisch.png

WAZ / Essen,Montag, 10.11.2014

Demos ohne Zwischenfall beendet


Eine Demonstration samt Gegenkundgebung gab es gestern in Kray, und bis zum Abend jedenfalls meldete die Polizei keine besonderen Vorkommnisse. Zum Jahrestag des Mauerfalls wollte die NPD wie jedes Jahr auf sich aufmerksam machen, 45 Rechtsextreme standen ab 18.30 Uhr für eine Stunde auf dem Krayer Markt. Seit 16 Uhr waren die Gegendemonstranten (im Bild) im Einsatz. „Essen stellt sich quer“ und „Kray ist bunt“ hatten aufgerufen. 250 Teilnehmer zogen durch die Straßen und versammelten sich dann in Kray an der Skulptur „Engel der Kulturen“.   FOTO: KNUT VAHLENSIECK

Aufruf von Kray-ist-bunt und Essen-stellt-sich-quer

Pressemitteilung PDFicon.gif (357.6 KB)

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Pressemitteilung
Gemeinsame Pressemitteilung des
Bündnisses Essen stellt sich quer
und des
Runden Tisch – Kray ist bunt
zum NPD-Aufmarsch in Kray am 9.11.14
EqLogoKastenTrans160.png
Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png
www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, 5. November 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

die beiden Bündnisse „Essen stellt sich quer“ und „Kray ist bunt“ reagieren auf die Ankündigung eines Aufmarsches der NPD in Essen Kray am 9. November 2014. Wir bitten um Veröffentlichung an prominenter Stelle.

KUNDGEBUNG DER NPD AM 9. NOVEMBER VERHINDERN
Essen stellt sich quer und Runder Tisch - Kray ist bunt organisieren gemeinsam Gegenaktionen

Trotz vielfältiger Proteste und Kundgebungen in den letzten Jahren, will die NPD auch in diesem Jahr wieder am 9. November in Essen zum „Gedenken an die Mauertoten“ aufmarschieren, diesmal in Essen-Kray. Die Mauertoten sind wie immer nur ein vorgeschobener Grund, das stille aber ausdrucksstarke Gedenken an die Pogrome vom November 1938 zu stören.
Das "Bündnis gegen Rechtsradikalismus und Rassismus - Essen stellt sich quer" und der "Runde Tisch - Kray ist bunt" rufen deshalb dazu auf, den Aufmarsch der NPD zu verbieten. Wenn er doch stattfinden kann, rufen wir gemeinsam zu Gegenaktionen auf.
„Eine Kundgebung der NPD am 9. November ist widerwärtig“ hat Oberbürgermeister Pass zu Recht festgestellt. Wir freuen uns, dass auch die Stadtspitze eindeutig Stellung bezieht.


1400 brennende Synagogen, angezündet durch einen gesteuerten nazistischen Mob, 30.000 Verhaftungen jüdischer Bürger, Hunderte Tote. Dies ist der Anlass zum Gedenken an den 9. November 1938 und zu dem was folgte.
Millionen Menschen jüdischen Glaubens, Sinti, Roma, Homosexuelle, sozialdemokratische und kommunistische Politiker, Gewerkschafter und bekennende Christen, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter – sie alle werden durch das Auftreten der NPD an diesem Tag verhöhnt und ihr Andenken wird in den Schmutz gezogen. Wir wollen dies nicht zulassen!

Wir begrüßen es, dass die Polizei über ein Verbot nachdenkt. Wir erwarten, dass sie dieses Verbot auch gerichtsfest, nötigenfalls durch mehrere Instanzen, wohlorganisiert und fristenwahrend, ausspricht.

Wir sehen in dem instinktlosen Vorhaben der NPD auch einen Angriff auf die interreligiösen Aktionen in Kray, wie die Verlegung einer Bodenintarsie der Künstlerinitiative „Engel der Kulturen“ auf dem Krayer Markt. Dieses Symbol steht für die Gemeinsamkeit im interkulturellen Dialog. Dieses Symbol wurde unter großer Anteilnahme der Krayer Bürger dort installiert.

Die Künstler selbst erklären dazu: „So steht Engel der Kulturen immer auch als klares Statement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamophobie, Fundamentalismus und die damit einhergehende Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen.“
Deshalb freuen wir uns, dass die Gruppe „Engel der Kulturen“ unseren Protest gegen die NPD und damit den Schutz der Kunstinstallation auf dem Krayer Markt begleiten möchte.


Wir rufen auf zu Demonstration und Kundgebung:

1938 -2014 Für das Gedenken an die Pogromnacht – Nie wieder Faschismus! - Gegen die antisemitischen Geschichtsleugner der NPD – Gegen die Kundgebung der NPD auf dem Krayer Markt!

Treffpunkt zur Auftaktkundgebung um 16:00 Uhr auf der Kreuzung Kiwittstraße/Marienstraße. Danach Demonstration bis zur Kirche St. Barbara an der Krayer Straße. Dort Zwischenkundgebung mit Gedenken an das Ehepaar Kreulich (ca. 17:00 Uhr)
Weiter mit Demonstration von der Kirche St. Barbara über die Joachimstraße auf den Krayer Markt. Platzbesetzung rund um die Bodenintarsie „Engel der Kulturen“. Kundgebung bis die NPD aufgibt, falls sie wirklich kommen darf.
Bei den Kundgebungen werden mehrere Bundestagsabgeordnete, Vertreter von Parteien, der Kirchen, Organisationen aus Kray und einige Initiativen zu Wort kommen.
Wir hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme der Essener und besonders der Krayer Bürger und Bürgerinnen. Machen Sie mit! Zeigen Sie den Neo-Nazis dass sie nicht erwünscht sind!

Mit der Bitte um Veröffentlichung

Max Adelmann
Sprecher des Bündnisses
Essen stellt sich quer

Dirk Kurz
Ein Sprecher des Bündnisses
Runder Tisch – Kray ist bunt


Einige Redebeiträge

Essen-stellt-sich-quer

Rede-Manuskriptvorlage von Max Adelmann, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

DemoFoto20141109.jpgVor 76 Jahren fanden die Pogrome und Anschläge auf die Synagogen in Deutschland statt, tausende jüdische Geschäfte und Einrichtungen wurden zerstört, etwa 400 Menschen ermordet, Frauen vergewaltigt. Zigtausende Juden wurden verhaftet und deportiert.

Die Geschichte des Antisemitismus und Antijudaismus in Deutschland begann schon im Mittelalter, doch was 1933 mit einer Reihe von Diskriminierungen gegen die Juden in Deutschland begann, war die Pogromnacht der Beginn der systematischen Verfolgung und Vernichtung der in Deutschland lebenden Juden bis hin zu ihrer Vernichtung von sechs Millionen europäischer und nordafrikanischer Juden.

Es waren nicht nur die SS, SA oder andere Nazifunktionäre die sich an den Pogromen beteiligten, viele aus der Bevölkerung nahmen daran teil, aus allen Schichten der Gesellschaft. Der 9. November ist Ausdruck der antisemitischen Massenbasis des Nationalsozialismus. Es ist in dieser Form einzigartig in dieser Welt.

In Deutschland war all dies möglich, da viele Menschen es unterstützt, mitgemacht oder auch nur zugeschaut haben.

  • Zuschauen ist eine der Sachen, die eine menschenunwürdige Politik möglich machen.
  • Zuschauen und Schweigen ist Zustimmung.

Man schaue sich heute den Antiziganismus an, Sinti & Roma sind fast überall in Europa verhasst, keiner will sie, jeder Staat will sie in ein anderes Land hetzen oder ghettoisieren.

Menschen gehen wieder mit Fackeln auf die Straße, zünden Häuser an, ermorden Menschen. Und was machen die europäischen Staaten? Die lassen die Hetzer gewähren, machen Politik für die Rassisten, in dem die letzten Habseligkeiten und Häuser platt gemacht werden, aus angeblichen humanitären Gründen wie Hygienevorschriften. 500.000 Sinti und Roma haben ihr Leben in den KZs und Vernichtungslagern verloren, viele Angehörige oder Überlebende kämpfen bis heute mit den Bürokraten auf einen Anspruch auf Entschädigung oder Rente. Wer seinen Frust auf die Juden loswerden will, nutzt statt des Worts "Jude" einfach "Israel", wer seinen Frust auf die Sinti und Roma loswerden will, nutzt statt des Worts "Zigeuner" einfach "Rumänen" oder "Bulgaren".

Immer, wenn ein deutscher Mob auf die Straßen geht, Flüchtlingsheime angreift, werden diese oft noch von Anwohnern vor Ort unterstützt und in Schutz genommen; man müsse Ihre berechtigten Sorgen verstehen. Was gibt es da zu verstehen, wenn Menschen aus einem Kriegsgebiet kommen und das Einzige was ihnen entgegen schlägt, ist ein hasserfüllter Mob? Ich möchte daran erinnern, dass es einmal ein Grundrecht auf Asyl gab. Viele Juden und andere Verfolgte konnten aus Nazideutschland nicht in andere Länder flüchten, weil diese nicht bereit waren, sie aufzunehmen. Vollbesetze Schiffe wurden wieder zurück geschickt, wohlwissend, dass es den Tod für die flüchtenden Juden bedeutete.

Aus diesem Grund wurde dieses Gesetz geschaffen, schließlich sollte man annehmen aus vergangenen Fehlern gelernt zu haben. Nur zwei Wochen nach dem tödlich und rassistisch motivierten Mordanschlag in Mölln 1992 vereinbarten die damaligen Regierungsparteien, sowie Teile der Opposition dieses Grundrecht abzuschaffen, 1 Jahr später wurde es mit einer zwei Drittel Mehrheit im Bundestag beschlossen. Waren sich die Politiker des Bundestages in vielen Dingen miteinander uneinig und zerstritten, fanden sie doch in der Flüchtlingspolitik eine gemeinsame Linie. Das Unfassbare daran ist, dass damit eine Entscheidung zugunsten der Rassisten und Mördern gefallen war. Statt geschlossen den Opfern beizustehen, wurden die Opfer zu Tätern gemacht, einfach weil sie da, und nicht Deutsch waren; ihre alleinige Existenz wurde zum Problem für Deutschland. Man kann die Verantwortung aber nicht gänzlich auf Politiker abschieben, sondern letztendlich haben sie die Stimmung der Bevölkerung wahrgenommen und eben als Volksparteien danach gehandelt.

Es ist paradox, damit der aus der Heimat verdammte Ausländer in Deutschland keinen Arbeitsplatz wegnimmt, gibt es das Arbeitsverbot und ein Gesetz, das ganz im Sinne des NPD-Slogans „Arbeit zuerst für Deutsche“ orientiert ist, so dass Flüchtlingen, wenn sie denn überhaupt eine Arbeitserlaubnis erhalten, nur die Arbeit übrig bleibt, die kein Deutscher machen will - die sogenannte Drecksarbeit. Eine Arbeit, die so niedrig bezahlt wird, dass es ihnen unmöglich macht, sich von den staatlichen Leistungen zu lösen und somit eine der Bedingungen für die Einbürgerung nicht erfüllen kann. Aber auf der anderen Seite jammern Minister, Politiker und „besorgte“ Deutsche, dass die Flüchtlinge nur wegen der sozialen Leistungen hierher kommen und sich nicht integrieren. Ich nenne so etwas Fremdenhass, dafür hat es noch nie rationaler oder logischer Gründe bedurft!

Wir alle müssen aus den Fehlern lernen und dafür Sorge tragen, dass diese sich nicht wiederholen. Aber aus Fehlern können wir nur lernen, wenn wir die Erinnerungen an die Grausamkeiten wach halten und keinen Schlussstrich unter diese Geschichte ziehen, sondern die Shoa ein Teil von Deutschland bleibt.

Wenn Neonazis auf der Straße den Nationalsozialismus verherrlichen, müssen wir auf die Straße gehen und uns denen in den Weg stellen. Was für Konsequenzen die Nazis aus ihren biologischen Rassismus gezogen haben, wissen wir alle nur zu gut.

Die Begründung der NPD um heute hier aufzumarschieren ist fadenscheinig und vorgeschoben. Warum? Weil man den Mauertoten auch an anderen Tagen gedenken kann. Wenn man diesen Toten gedenken möchte, so muss man auch den Toten an der damaligen Grenze zwischen BRD und DDR gedenken. Insofern ist der Grund für den Aufmarsch der NPD hier und heute in Kray ein Beweis für die Geschichtsverleugnung durch die NPD.

Seit Jahren erleben wir diese bewusste Störung des Gedenkens an die Pogromnacht. Wir lassen uns unser Gedenken nicht nehmen. Diese antisemitischen, von Fremdenhass erfüllten traurigen Gestalten, die nachher den Mauertoten - neben einer öffentlichen Toilette stehend, -versuchen wollen, eine Gedenkfeier durchzuführen, werden wir unsere Meinung dazu sagen und zeigen.

Essen! Essen! Das sind wir! Wir wollen keine Nazis hier!


Anti-Rassismus-Telefon

Rede-Manuskriptvorlage, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Wir sind hier, weil wir wie jedes Jahr am 9. Nov. 1938 erinnern wollen, damit sich das Greuel nicht wiederholt. So viel Elend und Zerstörung hat diese Ideologie gebracht. die damals in Deutschland herrschte.
Und jetzt sind sie wieder da, sie scheuen sich nicht mal, das Unglück, das ihre geistliche Väter über Deutschland gebracht haben, die Folge des Krieges und der Teilung Deutschlands als Vorwand zu nehmen.
Was sie wirklich meinen ist: Rassismus.

Rassismus tötet. Er tötet Menschen, er tötet die Humanität um uns und in uns:

  • Für das, was um den 9. November 1938 und in den folgenden Jahren an Horror geschehen ist, ist Rassismus die Ursache.
  • Für die Opfer der NSU, für die Toten in Mittelmeer, für die Opfer der Festung Europa heute auch.

Rassismus tötet auch die Humanität in uns: Wenn die Menschen, die aus dem Elend zu uns kommen um Schutz zu suchen, hier auf Misshandlungen, auf Drangsalierung , Einschüchterung, Ablehnung stoßen: Rassismus ist die Ursache.

Nach all dem Horror, der in diesem Land seinen Ursprung gehabt hatte, schien es, dass es eine Wende stattgefunden hätte, dass die Menschen hier - und in anderen Länder auch..., denn nicht nur hier ist und war Rassismus beheimatet - einen neuen Anfang machen würden.
"Politisch Verfolgte genießen Asylrecht."

Aber leider war damit noch nichts erreicht. Die Geschichte, wie diese Prinzip entleert wurde, ist bekannt, es ist bekannt, wie die Asylgesetze so geändert wurden, dass für Verfolgte Deutschland zu erreichen beinah unmöglich wurde. Es ist bekannt, wie damals im Laufe dieser Änderungen der Asylgesetze um 1994/95 der Rassismus tobte, und wie viele Opfer er machte.

Das Anti-Rassismus-Telefon Essen, das in diesem Jahr zwanzig Jahre alt wird, wurde damals mit dem utopischen Wunsch gegründet, sich bald überflüssig zu machen.
Es kam stattdessen noch mehr Rassismus, noch mehr Opfer. An diese Hoffnung sollten wir uns trotz allem klammern.

Wenn wir heute noch, statt in Würde und Trauer der Opfer der Pogromnacht zu gedenken, gezwungen sind, gegen die Rechte aufzutreten, so sollten wir weiterhin beharren: wir müssen dafür sorgen, dass diese Gedanken - kann man sie Gedanken nennen?...- , wie sie hier vor uns gezeigt werden, aus der Gesellschaft der Menschen verbannt werden.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Wir wollen hier eine vollkommene Absage an Rassismus und Antisemitismus.
Rassismus ist keine Meinung, sonder ein Verbrechen.

Wir wollen weiterhin dran arbeiten, dass Rassismus aus unserer Gesellschaft verbannt wird.

Darum wollen wir gegenüber allen Rassisten betonen: hier sind Flüchtlinge willkommen.
Wir stehen damit nicht allein. Die Erfahrungen z.B. an den Runden Tischen der Flüchtlingsheime in Essen zeigen, dass es viele sind, die eine Wilkommenskultur gestalten wollen. Diese Kultur der Offenheit und Menschlichkeit ist das, was wir der Un-kultur, die wir heute antreffen werden, entgegensetzen können.

In Essen, in Deutschland sind Nazis nicht willkommen!


VVN/BdA (Verein der Verfolgten des Nazi-Regimes / Bund der Antifaschisten)

Rede-Manuskriptvorlage, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Liebe Mitmenschen,

heute ist der 9.11.2014. Vor 76 Jahren war die Reichspogromnacht. Nazi-Banden zogen durch die Straßen und plünderten und legten Brände in Wohnhäuser, Geschäfte und Gebetshäusern.

Immer wieder werden an diesem Tag Gedenkreden gehalten und Trauermärsche durchgeführt. Vorgestern hat Esther Bejerano, eine Überlebende aus Ausschwitz, hier in Essen noch einiges über die, meiner Meinung nach krankhaften, Aktionen der Nazis, nicht nur an dem Tag der Reichspogromnacht sondern auch was Deutsche anderen Menschen im Nationalsozialismus angetan haben, erzählt.
Ich finde das Gedenken total wichtig...

...und ich finde es auch wichtig, dass noch ein Schritt mehr passiert. Nun aber erstmal dazu warum wir immer noch Gedenken müssen und immer wieder daran erinnern müssen, damit sich dieser Teil der Geschichte nicht nochmal so oder so ähnlich wiederholt.

Auch heute ist Rassismus noch immer an der Tagesordnung. Fangen wir bei den bekannten Rassist*innen an:
Die sogenannte Partei „NPD“, die klare Kontakte in die gewaltbereite rechte Szene besitzt, hat seit ein paar Jahren ihre NRW-Landeszentrale in Essen-Kray. Kurz nachdem sie da war, fand mensch in Kray an einigen Stellen Schmierereien mit klarem Bezug zum Nationalsozialismus. Zum Beispiel wurde ein Hakenkreuz an die evangelische Kirche gesprüht, aber auch die Geflüchteten-Unterkünfte fielen den Nazischmierereien zum Opfer.

In Dortmund wurde die Partei „die Rechte“ in den Stadtrat gewählt, obwohl oder gerade weil sie bekannt ist für ihre oft gewaltbereiten faschistischen Aktivitäten. Viele Mitglieder sind zum Beispiel in Köln gesehen worden als nationalistische Hooligans mit rassistischen Parolen durch die Straßen liefen, Menschen, die nicht in ihr Weltbild passten, bedrohten oder ihre Geschäfte angegriffen haben und am Ende ein Polizeiauto umwarfen.

An dieser Stelle hört der Rassismus in Deutschland aber nicht auf.
Jeden Tag, wenn man die Nachrichtenlandschaft durchforstet, findet man Informationen zu Übergriffen mit rassistischem Hintergrund oder Geschichten wo Rassismus bekannt ist, aber nichts getan wird.

Die ARD Sendung Monitor berichtet zum Beispiel am 22.02.2014 davon, dass es viel öfter bei nicht weißen Menschen zu Personenkontrollen von der Polizei kommt, dem sogenannten Racial Profiling. Bis heute hat sich aber bei der Polizei nichts daran geändert, obwohl sogar Menschen, die bei der Polizei arbeiten, sagen, dass dieses nicht dem Gesetz entspricht.

Immer wieder hört mensch auf der Straße oder an Stammtischen usw., dass gesagt wird „das Boot ist voll“ und „raus mit den ganzen Ausländern.“ Dass es sich bei den Geflüchteten um Menschen handelt, die aus ihrer Heimat gezwungenermaßen fliehen mussten, sehen die Wenigsten. Auch dass Neonazis heute am 9.11.in Kray auf die Straße gehen dürfen, ohne dass ein Versuch von der Polizei unternommen wird diese Kundgebung zu verbieten, ist für mich ein Zeichen dass dieser Neofaschismus toleriert wird.

Liebe Mitmenschen, es ist fünf vor zwölf. Wir müssen gemeinsam ein Zeichen gegen die Intoleranz, Diskriminierung und den Rassismus in unserer Gesellschaft setzen. Aber was können wir tun?

Heute könnten wir uns zum Beispiel alle gemeinsam widersetzen und uns nicht auf einen Platz drängen lassen, sondern uns aktiv den Neonazis der NPD in den Weg stellen.

Oder eine andere größere Aktion unterstützen auf die ich hier hinweisen will. Um Europa wird bzw. ist zurzeit eine Mauer gebaut. Diese Mauer wurde gebaut um Menschen nicht nach Europa zu lassen, egal aus welchem Grund sie kommen. Darum sind am Freitag Menschen von Berlin los gefahren um nicht nur der Mauertoten zu gedenken, sondern es aktiv zu verhindern, dass es weiterhin zu Mauertoten kommt. Sie versuchen die Mauer um Europa abzubauen, durch die es immer mehr Tote gibt, nur weil diese Menschen aus ihren Ländern flüchten müssen. Während des Faschismus in Deutschland sind auch viele geflüchtet, was wir als VVN bestätigen können. Viele haben den Faschismus deshalb überlebt, weil sie aufgenommen worden sind.

Peter Gingold, ein Mensch, der aufgrund seiner Flucht nach Frankreich im Widerstand gegen die Nazis gekämpft hat, schreibt in seinem Buch: „Ich hatte viel Angst, kam oft in Situationen, wo mir das Herz in die Hose rutschte. Ich habe oft nicht gewusst, ob ich ein Löwenherz oder ein Hasenherz besitze. Mut ist doch nichts anderes als seine Angst zu überwinden. Ich war, wie wir alle im Widerstand, in Situationen in denen es um Leben oder Tod ging.“

Heute geht es in solchen Situationen wie dem Widerstand gegen Nazis und Rassismus meistens nicht um Leben oder Tod. Du kannst es lernen, deine Angst zu überwinden. Wenn du zum Beispiel spürst: Da stimmt etwas nicht, da geschieht etwas Unrechtes, Gemeines, was dir alltäglich begegnen kann. Da hängt zum Beispiel ein Klebezettel mit Nazilosungen, rassistischen Sprüchen. Oder wie heute, da wollen Neonazis auf einem Platz ihre menschenfeindlichen Parolen verbreiten. Sollte mensch aus Angst diesen Zettel nicht abreißen oder Nazis blockieren. Einfach nicht eingreifen? Oder wagt mensch es sich? Wage es, auch wenn zunächst mal der Schweiß ausbricht. So kann mensch im Alltäglichen lernen, Mut – oder mit anderen Worten – Zivilcourage aufzubringen.

Lasst uns zusammen das Problem an der Wurzel fassen, die NPD verbieten und dem rechten Rand den Geldhahn zudrehen. Sowie radikal gegen rassistische und menschenfeindliche Einstellungen vorgehen.

Keine Zukunft der Vergangenheit
Nie wieder Faschismus


Pro Asyl / Flüchtlingsrat Essen

Rede-Manuskriptvorlage, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Sehr geehrte Damen und Herrn,

ich spreche hier im Name des Vorstandes von PA/Flüchtlingsrat Essen, die leider nicht hier sein können, sondern anderswo an dasselbe erinnern wie wir hier. Am 9. November nämlich gedenken Menschen überall auf verschiedener Art und Weise die Pogromnacht.
Es war der Anfang des Schreckens: Tausende von Menschen, Juden, Romas, Gewerkschaftler, politische Menschen, Menschen, deren Lebensweise den Herrschenden nicht gefiel... alle waren Opfer. Das Gedenken soll hoffentlich uns allen eine Lehre sein, damit das Schrecken sich nicht wiederholt.

Ist das Vergangenheit, vergessen und vorbei? Wir meinen nicht. Auch heute versuchen die Kräfte von Rechts Menschenverachtung zu propagieren. Neben dem Antisemitismus, der immer noch bei diesen wütet, sind die Flüchtlingen ihr Ziel. Und die Roma, die schon unter den Nazi gelitten haben, sind wieder in der Mitte feindlicher Aufmerksamkeit.
Die Menschen, die aus dem Elend und der Verfolgung flüchten, werden zu einer Last, ja eine Gefahr für uns stilisiert. Statt hier eine Zufluchtsort zu finden, werden in einigen Orten weiterhin schikaniert, gedemütigt. Für die Städte sind sie Kostenfaktoren, für die, die sei betreuen sollten, sind sie manchmal Objekt von Feindschaft . Man fragt sich ob die Humanität verbannt ist.

Ist sie aber nicht. Man darf nicht akzeptieren, dass Flüchtlinge Objekt von Feindschaft werden, und viele akzeptieren es nicht.

Mit Freude stellt Pro Asyl fest, dass in Essen immer mehr Menschen das Schicksal von Flüchtlingen wahrnehmen und sich daran beteiligen wollen, ihnen das Ankommen in unserer Stadt zu erleichtern. So gehen bei Pro Asyl viele Angebote ein zu ehrenamtlichen Unterstützung; sei es durch Sprachunterricht , sei es durch Beteiligung an den Runden Tischen, die es im Umfeld einiger Heime bereits gibt, sei es durch Einbeziehung von Flüchtlingen in bestehende Aktivitäten. Seit längerer Zeit, spätestens seit dem die Stadt eine - kurzfristige - Notstandeinrichtung in einer Turnhalle in der Lohstrasse eingerichtet hat, finden in vielen Stadtviertel Solidaritätsveranstaltungen statt.

Flüchtlingen sind in Essen willkommen!

So soll es sein. so soll es bleiben.


SPD

Rede-Manuskriptvorlage von Dirk Heidenblut, kann vom gesprochenen Wort abweichen.


Es ist richtig und gut, dass nicht nachgelassen wird alljährlich an die Ereignisse in der Reichspogromnacht zu erinnern und damit zugleich an die unendliche Zahl von Toten, die eine verblendete Nazi-Rassenideologie, rassistischer Menschenhass, verursacht hat.

Die in perfider Unmenschlichkeit vorangetriebene Ausrottung von Juden oder Sinti und Roma, die Verschleppung, Einkerkerung und Tötung von Sozialdemokraten, Kommunisten und all derjenigen, die noch mit gesundem Menschenverstand versucht haben zu helfen oder Opposition zu machen.

Ich bin dankbar, dass so viele bereit sind die Erinnerung wach zu halten. Es ist dabei für mich unfassbar, dass auf dieser Veranstaltung laut skandiert wird – Nazis raus – und das zu Recht, denn die provokative Anmeldung einer Demo der NPD unter fadenscheinigen Argumenten um rechte Propaganda und rassistische Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten, macht das nötig. Und macht auch noch einmal deutlich, das NPD-Verbot muss kommen, die NPD-Zentrale in Kray muss weg.

Wir wollen, und dies nicht nur aufgrund der Geschichte, sondern aus Überzeugung, ein buntes Essen, ein Miteinander der Kulturen. Der Engel der Kulturen, der dankenswerterweise hier auch vertreten ist, steht klar dafür.

Die SPD hat sich schon in der Nazizeit bis zuletzt mit allen demokratischen Mitteln gegen die Nazidiktatur gestellt und in dieser Tradition, die Otto Wels mit seiner letzten Rede, mit der er ein entschiedenes Nein zum Ermächtigungsgesetz ausrief, verdeutlichte, stehen wir auch Heute und wehren uns gegen jede antisemitische Tendenz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.
Lassen Sie mich eins klar sagen: Die Einzigen, die hier nicht Zuhause sein dürfen, die raus müssen, sind die Nazis.


Die Linke

Rede-Manuskriptvorlage von Niema Movassat, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

heute vor 76 Jahren brannten auch hier in Essen jüdische Synagogen und Einrichtungen. Am 9.November 1938 zogen die Nazihorden durch die Straßen, verfolgten Menschen jüdischen Glaubens. Es war ein Vorbote des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte– die industrielle Vernichtung von 6 Millionen Juden sowie unzähliger Sinti, Roma, Schwulen und Lesben, Menschen mit Behinderungen und politischen Gegnern.Kurz: Alles was nicht in das verbrecherische Menschenbild der Faschisten passte.

Wir sind hier und heute auf der Straße, weil wir sagen: Nie wieder! Nie wieder Rassismus und Antisemitismus!

Gleich will hier die NPD aufmarschieren. An diesem historischen Tag. Nazis sind niemals auf der Straße zu dulden. Aber schon gar nicht am 9.November. Wessen Geistes Kind die NPD ist zeigt sie eben dadurch, dass sie sich am 9.November auf die Straße traut. Sie stellt sich damit in die menschenverachtende Tradition des nationalsozialistischen Deutschlands.

Wir sagen hier und heute laut und deutlich: Wir dulden keine Faschisten! Wir protestieren gemeinsam gegen den NPD Aufmarsch. Wir sagen: In Essen ist kein Platz für Rassismus und Faschismus!

Der 9.November ist auch ein Tag, an dem es gilt, deutlich gegen neue rassistische Tendenzen in der Gesellschaft den Mund aufzumachen. Denn die rechte Gefahr ist nicht immer so offensichtlich wie heute.

So erlangt die Hetze gegen Flüchtlinge und gegen Sinti und Roma immer neue Dimensionen. Angeblich sei das Boot voll, mehr oder weniger offen wird das proklamiert von führenden Politikern in diesem Land. Die CSU war sich sogar nicht zu schade dafür in den Europawahlkampf mit dem Spruch „Wer betrügt, der fliegt“ zu ziehen.

Und die AfD, die auch mit offen rassistischen Parolen in den Wahlkampf zog, konnte jüngst in drei ostdeutsche Landtage einziehen. Und das rassistische Buch von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ erlangte eine Rekordauflage.

Rassismus ist in der Gesellschaft zunehmend wieder akzeptiert. Dagegen müssen wir auch laut unsere Stimme erheben. Denn das Hauptproblem sind nicht ein paar Nazis, die Gefahr ist, dass deren Hetze in der Mitte der Gesellschaft sich verankert, dass ihre Positionen mehrheitsfähig werden.

Rassismus und Antisemitismus weit in der Mitte der Gesellschaft haben die Verbrechen der Nationalsozialisten ermöglicht. Nie wieder darf das passieren!

Die Hetze, die wir gegen Flüchtlinge erleben, ist in doppelter Hinsicht absurd. Zum einen, weil die Flüchtlingszahlen in Deutschland im Verhältnis zur Bevölkerungszahl von 80 Millionen nicht sonderlich hoch sind. So gab es dieses Jahr knapp 160.000 Asylanträge in Deutschland. Dass kleine Libanon mit seinen 4 Millionen Einwohnern hat aber 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Andere Länder leisten im Verhältnis zu ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten deutlich mehr für Menschen in Not.

Und zum anderen muss man sich nicht wundern, dass wenn man Waffen in alle Welt liefert – Deutschland ist heute 3.größter Waffenexporteuer der Welt - man so Krisen und Konflikte befeuert, die Folge auch Flüchtlingsbewegungen sind.

Dass man es in Deutschland nicht schafft, Menschen in Not würdig unterzubringen, sie sogar, wie in Burbach und Essen geschehen, geschlagen werden vom Sicherheitspersonal, ist eine Schande für dieses Land. Menschen, die in Not zu uns kommen, verdienen Unterstützung und Hilfe statt Repression und Gängelung! Wir brauchen eine würdevolle Unterbringung für Geflüchtete, Arbeitserlaubnisse und eine menschliche Behandlung!

Der Monat November erinnert uns übrigens noch an ein anderes Thema, das bis heute nicht aufgeklärt ist.

Die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrundes, NSU. Denn im November 2011 kam durch die Selbsttötung von zwei ihrer Mitgliedern, Bönhard und Mundlos, ans Licht der Öffentlichkeit. Dass eine Nazibande jahrelang mordend durchs Land ziehen konnte! Dass dies möglich war, ist schon eine Schande. Dass bis heute eine Verwicklung von staatlichen Stellen in die Mordserie nicht ausgeschlossen werden kann, müsste breiteste Empörung im ganzen Land auslösen. Ich zitiere mal aus dem Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Thüringer Landtags: „Die Häufung falscher und nicht getroffener Entscheidung und die Nichtbeachtung einfacher Standards lassen aber auch den Verdacht gezielter Sabotage und bewussten Hintertreibens und Auffindendes der Flüchtlingen.“

Das ist unfassbar. Die NSU-Mordserie muss umfassend aufgeklärt werden. Diejenigen staatlichen Akteure, die die Verantwortung tragen für das Scheitern der Strafverfolgung, müssen belangt werden. Es darf und kann nicht sein, dass in Deutschland Nazis unbehelligt mordend durchs Land ziehen können. Auch da gilt: Nie wieder!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir werden uns weiter gegen die Nazis stellen. Ob heute hier in Kray. Oder wenn, wie in Köln, Nazi-Hooligans durch die Straßen ziehen und Angst und Schrecken verbreiten können. Wir wollen keine Faschisten mehr auf der Straße, keine „Ausländer raus“ Parolen. Wir wollen nicht, dass staatliche Stellen Rassisten verharmlosen und nicht entschieden gegen sie vorgehen. Wir sagen hier und heute „Ja“ zu Toleranz, zum gemeinsamen Miteinander.

In diesem Sinne „Nazis raus aus Kray!“

Danke für die Aufmerksamkeit


Weitere Unterstützungsaufrufe

Gesonderte Unterstützungsaufrufe:

Am 7. 11. erhielten wir die Unterstützung des Essener Friedensforums PDFicon.gif für die Gegenkundgebung

Essener Friedensforum unterstützt Kundgebung von »Essen stellt sich quer« gegen die NPD-Aktionen zum 9.November

Am 9.11. will die NPD in Essen eine Kundgebung durchführen. Das Essener Friedensforum unterstützt den Aufruf des Bündnisses Essen stellt sich quer zur Gegenkundgebung.
Letztes Jahr hetzten NPD-Redner in der Innenstadt gegen alle, die multikulturelles Leben unterstützen, sie würden dies mit "Lügen" schönreden. Sie kritisierten damit direkt Sozialdemokraten, Linke, Grüne und Gewerkschaften sowie Antifaschisten und weitere Demokraten...
Ein NPD-Redner forderte, dass sogenannte »Asylantenheime« in Grenznähe gebaut werden sollten, ‚um die deutsche Bevölkerung vor Lärm, Müll und Kriminalität zu schützen‘.
In Essen demonstrierende Mitglieder der NPD griffen den Plan befürwortend auf, Flüchtlinge durch Verschlechterungen von Hilfe abzuschrecken und forderten Sachleistungen statt der bisherigen Unterstützung für Asylbewerber.
Zusätzlich forderten die NPD-Propagandisten die Verschärfung der Residenzpflicht, nach der es Flüchtlingen verboten ist, etwa einen Regierungsbezirk zu verlassen.
Begründung für die noch stärkere Einengung der Bewegungsfreiheit: ‚Wir wollen wissen, wo sie sich aufhalten.‘
Eine solche grundgesetzwidrige Hetze darf es in unserer Stadt nie wieder geben. Wir fordern das Verbot der NPD- Kundgebung und fordern alle Demokraten auf, sich der Gegendemonstration von Essen stellt sich quer anzuschließen und ein Zeichen für ein lebendiges Miteinander zu setzen.
Das gilt nicht nur am Tag des Gedenkens an die Pogrome Nazi-Deutschlands gegen jüdische Bürger, sondern alle Zeit.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Treffpunkt um 16:00 Uhr auf der Kreuzung Kiwittstraße/Marien-straße. Danach Demonstration bis zur Kirche St. Barbara an der Krayer Straße. Dort ist dann die Zwischenkundgebung mit Gedenken an das Ehepaar Kreulich (ca. 17:00 Uhr)
Weiter geht es mit der Demonstration von der Kirche St. Barbara über die Joachimstraße auf den Krayer Markt. Im Anschluss: Platzbesetzung rund um die Bodenintarsie „Engel der Kulturen“. Kundgebung bis die NPD aufgibt, falls sie

wirklich kommen darf.

Am 4. 11. unterstützen die Grünen Essen die Gegenkundgebung.

9. November darf kein Gedenktag von Neo-Nazis werden!

Zur angekündigten Kundgebung der NPD ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht in Kray erklärt Gönül Eglence, Vorstandssprecherin der GRÜNEN:
„Am 9. November 1938, der staatlich verordneten Pogromnacht, wurden an die 400 Menschen ermordet. SA und andere Nazi-Helfer setzten in Essen wie in ganz Deutschland über 1400 Synagogen und viele jüdische Geschäfte in Brand. Tatsächlich steht dieses Datum für den Beginn der systematisch zum Holocaust führenden Judenverfolgung im deutschen Machtbereich.
Auch 76 Jahre später gibt es deshalb viele gute Gründe, diesen Jahrestag im stillen Gedenken zu begehen und von allen nationalistischen Aufmärschen im Geiste der Tätet aus der Nazizeit frei zu halten.
Die Grünen rufen deshalb gemeinsam mit dem Bündnis „Essen stellt sich quer“ dazu auf, die Aktion der NPD, die wie immer Vorwände für ihr Auftreten am Tag der Verbrechen ihrer Vorgängerorganisation NSDAP sucht, nicht unwidersprochen hinzunehmen.
Wenn die NPD wie polizeilich angemeldet am Abend des 9. November zwischen 18.30 Uhr versucht, mit ihrer Aktion die Pogromnacht von 1938 vergessen zu machen, wollen wir das mit einer deutlich größeren Gegenkundgebung früher behindern."
Wer ein friedliches Zeichen gegen Nationalismus und Rassenwahn setzen will, ist herzlich zur Gegenkundgebung am 9.11. nach Kray eingeladen, auch vor der NPD-Landeszentrale im Hinterhof der Marienstraße.

Das Motto von Anwohnern gegen die unliebsame Nachbarschaft von NPD-Dummköpfen (Originalton Bundespräsident Gauck) lautet: "Kray ist bunt!"

Am 06.11. unterstützten die Essener Jusos die Gegenkundgebung.

Jusos Essen unterstützen Gegenkundgebung am 9.11.

Am 9.11. wird die NPD auf dem Krayer Markt eine Kundgebung veranstalten. Die Jusos Essen unterstützen den Aufruf des Bündnisses Essen stellt sich quer zur Gegenkundgebung.
„Die alljährlich stattfindende Veranstaltung der NPD am 9.11. ist widerlich und an Menschenverachtung kaum zu überbieten“, empört sich Romina Eggert, stellv. Vorsitzende der Jusos Essen. „Unter dem Deckmantel des Gedenkens an die Mauertoten verhöhnen die Neonazis die Opfer der Reichspogromnacht und alle, die durch den Holocaust zu Tode kamen.“
„Wir können und wollen diese ekelhafte Provokation nicht hinnehmen“, ergänzt Oliver Kann, Vorstandsmitglied der Jusos Essen. „Es wäre auch wünschenswert, dass sich die Polizeipräsidentin entschiedener gegen solche Veranstaltungen positionieren würde, denn Essen ist eine bunte und vielfältige Stadt. Wir rufen daher alle Essener Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Gegenkundgebung zu beteiligen und somit ein starkes Zeichen gegen die NPD und ihr krudes Geschichtsbild zu setzen!“

Die Auftaktkundgebung wird um 16:00 Uhr auf der Kreuzung Kiwittstraße/Marienstraße stattfinden. Bei den Kundgebungen werden mehrere Bundestagsabgeordnete, wie auch Vertreterinnen und Vertreter von Parteien, der Kirchen, Organisationen aus Kray und einiger Initiativen zu Wort kommen.


WAZ, 08.11.2014 Kundgebungen treffen in Kray aufeinander

WAZ20141108-Kundgebungen.png

WAZ / Essen,Samstag, 8.11.2014

Kundgebungen treffen in Kray aufeinander

Polizei sieht keinen Anlass für Verbot


Wenn sich die rechten Provokateure am Sonntag, 9. November, auf dem Krayer Markt positionieren werden, dann wollen ihnen 200 bis 400 Teilnehmer der Gegenkundgebung gegenüber stehen, sie wollen zu hören und zu sehen sein. Die Polizei hat derzeit weiterhin keinen Grund, die Veranstaltung der NPD zu verbieten.

Breite Unterstützung vieler Parteien gibt es für die Gegendemo, darunter etwa Jungsozialisten und Grüne. Die Veranstaltung von „Essen stellt sich quer“ beginnt zunächst mit einem Umzug durch den Stadtteil. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Kreuzung Kiwittstraße/Marienstraße, von dort geht es unter anderem über die Krayer Straße zur St. Barbara-Kirche, wo eine Kundgebung stattfinden soll. Worauf die Teilnehmer verzichten werden, sagt Polizei-Sprecher Lars Lindemann, „ist die Parteizentrale der NPD symbolisch mit Kartons zuzumauern.“ Später auf dem Krayer Markt werden sich dann die Teilnehmer beider Kundgebungen in Sichtweite gegenüberstehen, die Polizei dazwischen werde sie trennen. Die Veranstaltung von Essen stellt sich quer soll um 22 Uhr enden. Bereits um 21 Uhr will die NPD ihre Versammlung mit rund 40 Teilnehmern auflösen; ihr Motto „25 Jahre Mauerfall – in Gedenken an die Mauertoten“.

NRZ, 06.11.2014 Polizei sieht keinen Grund für Demo-Veto

NRZ20141106-PolizeiHatKeinGrund.png

NRZ / Essen,Donnerstag, 6.11.2014

Polizei sieht keinen Grund für Demo-Veto

Behörde: Bislang keine Ansätze für ein Verbot


Bislang hat die Polizei keine Gründe für ein Verbot der geplanten NPD-Demo am 9. November auf dem Krayer Markt ausmachen können. Dies berichtete Polizeisprecher Lars Lindemann gestern auf Nachfrage. In einem Gespräch mit den Anmeldern habe man sich auf die Spielregeln der umstrittenen Kundgebung am Jahrestag der Pogromnacht und des Mauerfalls verständigen können. Noch sei die Veranstaltung aber nicht offiziell bestätigt worden. „Die Prüfung ist nicht abgeschlossen“, sagte Lindemann. Auch mit Vertretern der Gegendemo von „Essen stellt sich quer“ hat sich die Polizei unter Verzicht auf eine Aktion einigen können: Das symbolische Zumauern der NPD-Zentrale an der Marienstraße mit Umzugskartons bleibt ein frommer Wunsch des Bürgerbündnisses. Der Protestzug durch Kray aber findet statt, beginnt um 16 Uhr an der Kiwittstraße und führt nach Angaben der Polizei über die Krayer Straße zur Barbarakirche. Über die Joachimstraße geht’s dann weiter bis zur Nordseite des Krayer Markts. Die NPD-Kundgebung, die um 18.30 Uhr beginnt, und die Gegendemo enden spätestens um 22 Uhr.   j.m.

WAZ, 06.11.2014 Polizei hat keine Gründe für Verbot rechter Demo

WAZ20141106-KeinVerbot.png

WAZ / Essen, Rubrik Kurz gemeldet,Donnerstag, 6.11.2014

Polizei hat keine Gründe für Verbot rechter Demo


Nach derzeitigem Stand gibt es laut Polizei keinen Ansatzpunkt, die rechte Demo auf dem Krayer Markt zum Datum der Pogromnacht am 9. November zu verbieten. Die Polizei prüfe das aber weiterhin, sagt Polizei-Sprecher Peter Elke. Oberbürgermeister Reinhard Paß kommentiert indes: „Wie ein Hohn klingt es, wenn Menschen mit einer antisemitischen Gesinnung diesen Tag nutzen wollen, um öffentlich ihre kruden Ansichten zur Schau zu tragen. Eine Kundgebung der NPD und ihrer Sympathisanten am Gedenktag empfinde ich als widerwärtig.“

NRZ, 04.11.2014 „Essen stellt sich quer“ am 9. November

NRZ20141104-EssenQuer9Nov.png

NRZ / Essen,Dienstag, 4.11.2014

„Essen stellt sich quer“ am 9. November

Demo gegen Rechts angemeldet


Die Reaktion auf die rechten Pläne am Jahrestag der Reichspogromnacht und des Mauerfalls hat nicht lange auf sich warten lassen: Das Bürgerbündnis „Essen stellt sich quer“ hat eine Gegendemo angemeldet und mobilisiert gegen die NPD-Demo am 9. November auf dem Krayer Markt. Ob die Veranstaltung stattfinden wird, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte Polizeisprecher Lars Lindemann gestern. Verbotsgründe werden geprüft. Details will die Polizei nennen, wenn die Gespräche mit beiden Anmeldern geführt worden seien. Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“, hat einen sechsstündigen Protest mit „mindestens 200 Teilnehmern“ bei der Polizei angemeldet. Die Demo soll auf der Kreuzung Am Zehnthof/Marienstraße starten, um in zwei Gruppen durch den Stadtteil bis zum Krayer Markt zu ziehen. Vor dem Haus Marienstraße 66 ist eine Kundgebung samt Kunstaktion geplant: Die Landeszentrale der NPD soll mit gestapelten Umzugskartons eingemauert werden. Vor der Kirche St. Barbara soll dem Ehepaar Greulich gedacht werden, das von den Nazis zum Tode verurteilt wurde. j.m.

WAZ, 04.11.2014 Polizei prüft Verbot von rechter Demo

WAZ20141104-PolizeiPrueftVerbot.png

WAZ / Essen,Dienstag, 4.11.2014

Polizei prüft Verbot von rechter Demo

25 Gegenveranstaltungen am 9. November, dann will die NPD auf den Krayer Markt


Im Vorjahr gingen die Parolen der rechten Provokateure am 9. November im Pfeifkonzert ihrer Gegner unter. Was die NPD-Anhänger nicht abhält, erneut eine Kundgebung für Sonntag anzumelden. Unter fast identischem Motto „25 Jahre Mauerfall – in Gedenken an die Mauertoten“ wollen sich 40 Teilnehmer (18.30 bis 21 Uhr) auf dem Krayer Markt versammeln, so lautet die Anmeldung einer Einzelperson, sagt Polizeisprecher Lars Lindemann. Das Abstimmungsgespräch mit dem Anmelder habe begonnen. Derzeit prüft die Polizei, „ob es Ansatzpunkte gibt, um ein Verbotsverfahren anzustreben“, sagt Lindemann. 2013 lief ein Verbot ins Leere. Die Polizeipräsidentin hatte erstmals die Demo am Termin der Reichpogromnacht untersagt, die NPD legte dagegen Beschwerde ein. Das Gericht entschied zu ihren Gunsten. Daraufhin landete ein Fax mit der Beschwerde der Essener Polizei gegen den Beschluss beim Oberverwaltungsgericht in Münster. Weil die Beamten im Vorfeld nicht deutlich genug gemacht hätten, erneut Beschwerde einreichen zu wollen, nahm das Fax in Münster keiner entgegen. Es war Freitagabend, die Belegschaft des OVG hatte bereits Feierabend. Ärgerlich, aber heute wisse die Polizei, dass die Argumente nicht für ein Verbot gereicht hätten. Umso genauer wird die Polizei nun wohl ihre Argumente prüfen müssen.

Bei der NPD geht man davon aus, dass die Demonstration nicht untersagt wird. „Die Polizei will bestimmt nicht noch einmal auf die Nase fallen. Und vielleicht hat die Polizeipräsidentin ja auch aus dem Vorjahr gelernt“, sagt NPD-Landesvorsitzender Claus Cremer. In Essen, sagt er, habe eine solche Veranstaltung „seit Jahren Tradition. Und die wollen wir beibehalten.“ Seine Partei hat die Abendstunden für die Demo ausgewählt, „damit der feierliche Charakter beim kleinen Jubiläum 25 Jahre Mauerfall besser rüberkommt“. Claus Cremer erwartet am Sonntag eine ruhige Veranstaltung: „Von unserer Seite wird es ruhig bleiben.“

Angemeldet sind für den 9. November derzeit 25 Gegendemonstrationen, darunter die von „Essen stellt sich quer“. Sie planen ihre Kundgebung ebenfalls in Kray, mit rund 200 Teilnehmern, von 16 bis 22 Uhr. Das Abstimmungsgespräch soll am heutigen Dienstag stattfinden. tosch/sag
Bildunterschrift:
Eine Gegendemo 2013. FOTO: KV

NRZ, 03.11.2014 NPD will am Gedenktag aufmarschieren

NRZ20141103-NPDaufmarschieren.png

NRZ / Essen,Montag, 3.11.2014

NPD will am Gedenktag aufmarschieren

Kundgebung am 9. November in Kray


Essen steht eine erneute Provokation von Rechts ins Haus: Am Jahrestag der Reichspogromnacht will die NPD auf dem Krayer Markt aufmarschieren – erneut unter einem mutmaßlich scheinheiligen Motto: „25 Jahre Mauerfall – in Gedenken an die Mauertoten“. Die Polizei bestätigte jetzt auf Anfrage eine entsprechende Anmeldung der Kundgebung. Zu dem Aufmarsch zwischen 18.30 Uhr und 21 Uhr erwarte der Anmelder nach eigenen Angaben etwa 40 Teilnehmer. Wie die Behörde mit dem Ansinnen der NPD umgehe, sei noch nicht klar, sagte Polizeisprecher Lars Lindemann. Es habe noch kein Kooperationsgespräch stattgefunden.

Im vergangenen Jahr hatte Essens Polizeipräsidentin erstmals eine NPD-Kundgebung am Jahrestag der Pogromnacht untersagen wollen. Doch die Gerichte konnten der Begründung einer gravierenden Störung der öffentlichen Ordnung und anderen Bedenken nicht folgen. Vielmehr würde ein Verbot einer solchen Veranstaltung selbst an solch einem denkwürdigen Tag die Grundrechte der Versammlungsfreiheit und der freien Meinungsäußerung in nicht vertretbarer Weise einschränken, hieß es im Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Der Gang vor die nächste Instanz misslang: Angeblich kam das entsprechende Fax der Essener Behörde nicht rechtzeitig beim Oberverwaltungsgericht an, lautete damals zumindest die offizielle Version (die NRZ berichtete).

Antifaschisten und bürgerliche Organisationen haben für den 9. November nach Angaben der Polizei vorsorglich bereits 25 Kundgebungen an unterschiedlichen Plätzen im Stadtgebiet angemeldet, um den Rechten Paroli bieten zu können. j.m.

NRZ, 01.11.2014 NPD will aufmarschieren

NRZ20141101-NPD9Nov.png

NRZ / Essen, Rubrik Titelseite-Ankündigung,Samstag, 1.1.2014

NPD will aufmarschieren


Essen steht eine erneute Provokation von Rechts ins Haus: Die NPD plant für den 9. November, Jahrestag der Reichspogromnacht, eine Kundgebung in Kray.

nach oben Hauptseite E-Mail: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png