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Seitenübersicht

2013: Widerstand gegen Naziausstatter Oseberg

Am 03.04.2009 eröffnete in der Essener Innenstadt (Viehofer Straße) die Modeboutique "Oseberg". Dieses Bekleidungsgeschäft verkauft ausschließlich Produkte der Marke "Thor Steinar" - ein Modelabel, dass bei den extremen Rechten sehr beliebt ist.

Sofort baute sich in Essen Widerstand auf. Ein Bündnis gegen Oseberg entstand. Dort sind die jeweils aktuellsten Informationen abrufbar. Zudem gibt es inzwischen ein Nachtbarschaftsinitiative.

Eigentlich lief der Mietvertrag bis zum Jahr 2014, wird sich aber bis 2019 verlängert haben.



Inhaltsverzeichnis

NRZ, 30.09.2013: Friedliche Demo gegen „Oseberg“-Laden

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NRZ / Essen,Montag, 30.09.2013

Friedliche Demo gegen „Oseberg“-Laden


Rund 150 Menschen demonstrierten am Samstag in der Innenstadt friedlich gegen den umstrittenen „Oseberg“-Laden, dessen Mode vor allem in rechtsradikal orientierten Kreisen ihre Kundschaft findet. Vor allem die Essener Antifa-Gruppen zeigten sich schockiert, dass der Mietvertrag mit dem Hauseigentümer bis 2019 verlängert wurde. Zuletzt hatte das Bündnis „Essen stellt sich quer“ dem Vermieter angeboten, den Mietvertrag erneut prüfen zu lassen. Doch der soll abgelehnt haben. Sonst habe sich der Vermieter immer offen für Aktionen gegen das „Oseberg“ gezeigt, hieß es Samstag auf der Demo. Anfang 2010 scheiterte der 55-Jährige gar selbst mit einer Räumungsklage vor dem Landgericht. Die Antifa-Gruppen wollen indes nicht akzeptieren, dass „Oseberg“ jetzt bis 2019 an der Viehofer Straße bleiben soll.   FOTO: ROTH

WAZ, 30.09.2013: Der Kampf gegen einen Mietvertrag

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WAZ / Essen,Montag, 30.09.2013

Der Kampf gegen einen Mietvertrag

„Oseberg“-Geschäft in der Innenstadt - 150 Teilnehmer bei Demonstration


Von Gordon Wüllner

„Oseberg“, der rechtsradikal-orientierte Modeladen an der Viehofer Straße, hat seinen Mietvertrag bis 2019 verlängert. Samstag wurde deshalb mal wieder vor dem Geschäft demonstriert, 150 Menschen fanden sich ein. Im Gegensatz zu früheren Anlässen dieser Art kam es weder zu Konflikten mit der Polizei noch zu Gegenreaktionen von Rechten. Den Grund der Demo beschreibt. Stefan Sander von der „Antifa Essen Z“ so: „Viel zu wenig Leute wissen, was sich hinter dem Laden verbirgt.“

Als das „Oseberg“ im April 2009 eröffnete, war das Echo groß: Bis zu 500 Menschen gingen auf die Straße. Danach nahmen die Proteste ab, im März 2014 sollte der Vertrag auslaufen. Die filialleitende Mediatex GmbH konnte den Mietvertrag jedoch einseitig um fünf Jahre verlängern.

„Auf den ersten Blick wirkt ‚Oseberg‘ wie ein normales Modegeschäft“, sagt Stefan Sander. Besonders, seit die wegen wiederholter Farbattacken errichtete Barrikade von dem Laden entfernt wurde, drohe Verharmlosung. „Aber wenn mehr Leute wüssten, dass hier ausschließlich Erkennungskleidung von Rechtsextremen verkauft wird, wäre unsere Stimme stärker“. Juristisch scheiterten die Gegner. Zuletzt bot das Bündnis „Essen stellt sich quer“ dem Vermieter an, den Mietvertrag erneut prüfen zu lassen.


Wenn mehr Leute
bescheid wüssten,
wären wir stärker
Stefan Sander, Antifa Z

Doch der lehnte laut Angaben der Demonstranten ab. „Wir waren von der Ablehnung irritiert“, so Stefan Sander. Sonst habe sich der Vermieter immer offen für Aktionen gegen das „Oseberg“ gezeigt. Anfang 2010 scheiterte der 55-Jährige gar selbst mit einer Räumungsklage vor dem Landgericht. Damals warf er den Mietern vor, dass ihm der Hinweis auf den Verkauf der unter Neonazis und Rechtsextremen beliebten Modemarke „Thor Steinar“ wenige Minuten vor der Unterzeichnung des Mietvertrags untergeschoben worden sei. Die Klage scheiterte allerdings. So konnte „Oseberg“ in Essen das einzige Geschäft in NRW bleiben, das die umstrittene Neonazi-Marke vertreibt. Die Antifa-Gruppen wollen indes nicht akzeptieren, dass das „Oseberg“ jetzt bis 2019 in der nördlichen Innenstadt bleiben soll. „Mit uns keine weiteren fünf Jahre“, tönte es deshalb aus der Menge. Mit Nachfolgedemonstrationen ist also zu rechnen.
Bildunterschrift:
Demo-Start am Hirschlandplatz gegen das umstrittene Modegeschäft   FOTO: ROTH

28.09.2013 Antifa Essen Z.: 150 Antifaschisten demonstrierten

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Antifa Essen Z

antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png www.Antifa-Essen.de


Pressemitteilung vom 28.09.2013

150 Antifaschisten demonstrieren gegen Nazi-Laden „Oseberg“

Rund 150 Menschen haben sich am heutigen Samstag an der Demonstration gegen das rechte Modegeschäft „Oseberg“ in der Essener Innenstadt beteiligt. Die Veranstalter zeigten sich mit dem Verlauf zufrieden.

Rund 150 Menschen haben am Samstag, dem 28.09.2013, gegen das rechte Bekleidungsgeschäft „Oseberg“ in der Essener Innenstadt demonstriert. In Redebeiträgen und auf Flugblättern informierten die Veranstalter über den rechtsradikalen Hintergrund des Bekleidungsgeschäfts und der dort vertriebenen Modemarke „Thor Steinar“. Dank des regen Betriebs in der Innenstadt konnten die Demonstranten zahlreichen Essenern ihr Anliegen vermitteln. Zu Provokationen durch Neonazis und andere „Oseberg“-Sympathisanten kam es, anders als bei vorherigen Veranstaltungen, dieses Mal nicht. Zu der Demonstration aufgerufen hatte ein Bündnis mehrerer antifaschistischer Gruppen aus dem Ruhrgebiet.

Die Veranstalter zeigten sich mit dem Verlauf vollauf zufrieden: „Wir haben heute laut und deutlich gezeigt, dass wir auch fünf Jahre nach der Eröffnung nicht bereit sind, den rechten Laden in der Innenstadt zu akzeptieren. Ob mit Kündigung oder ohne: ‚Oseberg‘ muss weg!“, so Tessa Kuijer, Pressesprecherin der Antifa Essen Z.

Das Geschäft, das im April 2009 auf der Viehofer Straße eröffnet wurde, verkauft ausschließlich Artikel der rechten Modemarke „Thor Steinar“. Wie vor kurzem bekannt wurde, konnten die „Oseberg“-Betreiber den Mietvertrag mittlerweile bis März 2019 verlängern.

Für Rückfragen stehen wir unter der E-Mail-Adresse antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png jederzeit gerne zur Verfügung.


WAZ, 28.09.2013: Neonazi-Laden darf bis 2019 bleiben

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WAZ / Essen,Samstag, 28.09.2013

Neonazi-Laden darf bis 2019 bleiben

Heute demonstrieren antifaschistische Gruppen gegen das „Oseberg“, ein Geschäft auf der Viehofer Straße. Es verkauft Mode für Rechtsradikale


Von Philipp Wahl

Der Mann am anderen Ende der Leitung klingt ernsthaft verzweifelt. „Solch ein Fehler wird mir nie wieder passieren“, sagt er. „Ich prüfe jetzt jeden Mieter auf Herz und Nieren.“ Das hat der 55-Jährige, dem das Haus an der Viehofer Straße 20 gehört, im Frühjahr 2009 versäumt. Seither ist die Adresse Anlaufpunkt für Rechtsradikale und Neonazis aus ganz NRW: In dem Ladenlokal betreibt die Firma Mediatex mit dem „Oseberg“ den einzigen Laden westlich von Hannover, in dem die rechte Szene ausschließlich ihre Erkennungskleidung der Marke „Thor Steinar“ einkaufen kann. Im Bundestag und in vielen Stadien ist diese verboten. Der Vermieter hatte 2010 gar mit einer Räumungsklage versucht, die Mieter loszuwerden. Vergebens. Im März 2014 läuft der Fünf-Jahres-Vertrag aus. Was Geschäftsleute der aufblühenden Nordcity (siehe Text unten) nun irritiert und antifaschistische Gruppen empört: Das „Oseberg“ darf trotzdem bis 2019 bleiben.

„Es tut mir wirklich leid“
Zwei Tage vor der Demonstration, bei der linke Gruppen am Samstag vor dem „Oseberg“ Stellung beziehen wollen (siehe Kasten), erklärt der Vermieter „diese ärgerliche Option im Vertrag“. Mediatex könne einseitig um fünf Jahre verlängern. „Es tut mir wirklich leid. Mir sind die Hände gebunden.“ Auch die erfahrenen Fachanwälte seiner Hausverwaltung sähen kein mietrechtliches Mittel gegen das Geschäft. Für Jürgen Bessel klingt das plausibel: „Solche Optionen sind im Einzelhandel durchaus üblich“, weiß der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes Ruhr. „Da kann man nichts machen.“

Dennoch wird der Vermieter, dessen Makler die Händler aus Brandenburg seinerzeit ins Haus geholt hatte, von Antifa-Gruppen kritisiert: „Wir sind bitter enttäuscht“, sagt Stefan Sander von der Antifa Essen Z. Demonstrieren wollten sie heute ursprünglich, damit der 55-Jährige den Vertrag kündigt, ehe die Frist dafür Ende September abläuft. Nun stehe die dritte Demonstration gegen das „Oseberg“ vor allem im Zeichen der Aufklärung, so Sander.

Der Hausbesitzer selbst gibt übrigens auch der Stadt und der Politik eine Mitschuld „an der Misere: Warum erlauben die denen denn, hier zu verkaufen?“ Auch das Bündnis „Essen stellt sich quer“ hatte diesen Akteuren vorgeworfen, sich nicht einzumischen. Stadtsprecher Stefan Schulze entgegnet: Die Stadt „hat keine Handhabe“, könne „etwa bei Ordnungswidrigkeiten oder Sicherheitsgefährdungen eingreifen“. Solche aber gab es an der Viehofer Straße – bislang nicht.


150 Demonstranten und Provokationen erwartet

  • Die Demonstration antifaschistischer Gruppen beginnt heute (Sa) um 12 Uhr auf dem Hirschlandplatz. Sie rechnen mit 150 Teilnehmern und wollen in der Nähe des "Oseberg" einen Zwischenstopp einlegen.
  • "Wir rechnen wie bei den letzten Demos mit Provokationen von Rechten vor dem Laden", sagt Stefan Sander (Antifa Z).
    Bildunterschrift:
    Das "Oseberg" verkauft Kleidung der Marke "Thor Steinar", die Neonazis als Erkennungszeichen dient   FOTO: SEBASTIAN KONOPKA

WAZ, 28.09.2013: Nord-City im Aufschwung

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WAZ / Essen,Samstag, 28.09.2013

Nord-City im Aufschwung

„Oseberg“ passt Geschäftsleuten nicht ins Konzept


Dass das „Oseberg“ nun wohl bis 2019 Erkennungskleidung der Neonazi-Szene an der Viehofer Straße verkaufen darf, passt auch der Interessen- und Standortgemeinschaft Nördliche Innenstadt (ISG) nicht ins Konzept. „Diese Klientel, die da angezogen wird, kann nicht in unserem Interesse sein“, sagt ihr Vorsitzender Andreas Hausner. Beschwerden von Kunden oder Anwohnern über das Geschäft seien der ISG zwar nicht bekannt. Hausner aber glaubt dennoch, dass gerade die als Rechtsradikale erkennbaren Mitglieder der rechten Szene „das subjektive Sicherheitsgefühl unserer Kundschaft negativ beeinflussen“.

Wo sich doch das dauerhafte Engagement von Geschäftsleuten, Gastronomen, Immobilienbesitzern, Polizei und Wirtschaftsförderung gegen Kriminalität und Leerstand im Quartier mehr und mehr auszahle, wie der Großhändler für Industrieteile berichtet. Obendrein konnte die Nordcity von neuen Besuchern durch Reinhard Wiesemanns „Generationen-Kult-Haus“ und das GOP Varieté profitieren, auch die Nähe zum Uni-Viertel und zum Limbecker Platz verbessert die Situation der Händler und Vermieter. Das bestätigt Andreas Hausner. Ein Nachmieter für das „Oseberg“ wäre also vermutlich schnell gefunden. Vor 2019 aber wird das Ladenlokal wohl nicht frei.

Ein fotografischer Rundgang durch die nördliche Innenstadt: waz.de/essen
Bildunterschrift:
"Rassismus entsteht im Kopf. Offenheit auch", steht auf dem Ge-Ku-Haus   FOTO: SEBASTIAN KONOPKA

26.09.2013 Pressemitteilung

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Pressemitteilung
Essen stellt sich quer zu den Kundgebungen gegen die NPD und den Polizeieinsätzen in der Innenstadt
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Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
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Essen, 26. Septemver 2013

Pressemitteilung

Mit Erbitterung hat das Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus “Essen stellt sich quer” zur Kenntnis nehmen müssen,  dass der am 31. März 2014 auslaufende Vertrag des Mieters des Oseberg-Ladens durch den Vermieter um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Dieser weitere Fünfjahresvertrag konnte nur deshalb zustande kommen, weil die Stadtspitze Stadtrat, Stadtverwaltung und auch die Essener Marketing Gesellschaft ( EMG) nichts gegen die Existenz des Naziladens in der nördlichen Essener Innenstadt unternommen haben.

Der seit April 2009 auf der Viehofer Straße bestehende Oseberg-Laden bedient die Nazi-Szene mit der Kleidung des berüchtigten Thor-Steinar-Labels mit nordisch-germanischen Emblemen, kriegsverherrlichenden und gewaltstiftenden Motiven, mit Symbole, die Bezug nehmen auf deutsche Kolonialzeit und  faschistische Wehrmacht. Das Tragen dieser Kleidung ist in vielen Stadien, unter anderem auch im RWE-Stadion, verboten.

Es ist unverständlich, dass dieser Nazi-Laden sich trotz antifaschistischer Proteste in der Ruhrmetropole Essen als Anziehungspunkt für die Nazi-Szene etablieren konnte und weitgehend von Verantwortlichen der Stadt und auch der einflussreichen Geschäftswelt einfach ignoriert wird.

„Essen stellt sich quer“ unterstützt die Protestdemonstration unter dem Motto „Der Oseberg-Laden muss weg!“, zu der antifaschistische Gruppen am Samstag, 28. September aufrufen. Treffpunkt: 12.00 Uhr auf dem Hirschlandplatz.


22.09.2013 Neuer Versammlungsort: Hirschlandlandplatz

Auf der Demo-Aktionsseite http://stopposeberg.blogsport.de wird darauf hingewiesen, dass die Polizei den Start der Demo auf den Hirschlandplatz (ebenfalls 12.00 Uhr) verlegt hat.


18.09.2013 NRZ Erneuter Protest gegen "Oseberg"

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NRZ / Essen,Mittwoch, 18.09.2013

Erneuter Protest gegen "Oseberg"

Wieder wird gegen das Bekleidungsgeschäft demonstriert. Das Ziel: Der Mietvertrag soll gekündigt werden


Von Pascal Hesse

Fast fünf Jahre ist es her, dass an der Viehofer Straße das Bekleidungsgeschäft "Oseberg" der Mittenwalder "MediaTex GmbH" eröffnet hat. Es verkauft einzig Artikel der bei Neonazis und rechts Gesinnten beliebten Marke "Thor Steinar". Und es ist noch immer da, zum Unmut antifaschistischer Gruppen wie der "Antifa Essen Z" und "Essen stellt sich quer", das überparteiliche Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus. Oft wurde in den vergangenen Jahren gegen "Oseberg" protestiert - am 28. September ist es wieder so weit: Antifaschistische Gruppen aus Essen und Umgebung rufen zur Demo gegen "Oseberg" auf, da im September die Kündigungsfrist für den Vermieter enden sollte.

Im Deutschen Bundestag verboten

Man demonstriere, da Bekleidungsstücke von "Thor Steinar" durch ihre Schriftzüge und Symbolik Bezug auf Hooligankultur, Nationalsozialismus, Wehrmacht, deutsche Kolonialgeschichte und den neoheidnischen Germanenkult nehmen würden, heißt es seitens der "Antifa". In der rechten Szene würden sie als Erkennungszeichen gelten. Das Tragen dieser Kleidung ist im Bundestag, in mehreren Landesparlamenten und Fußballstadien verboten.

Mehrfach hatte der Hausbesitzer vergeblich versucht, seine ungeliebten Mieter wieder loszuwerden. Von arglistiger Täuschung war die Rede, da der Hinweis auf das in rechten Kreisen beliebte Modelabel erst wenige Minuten vor der Unterzeichnung des Mietvertrages handschriftlich untergeschoben worden sei.

Eine Räumungsklage gegen Oseberg brachte keinen Erfolg; vor der 6. Zivilkammer des Landgerichtes kassierte er ein Klatsche. Die Klage sei unbegründet, der Vertrag nicht anfechtbar, arglistige Täuschung liege nicht vor. Schließlich sie ein Makler informiert gewesen, wer da einzieht. Zudem: Vor Vertragsunterzeichnung hätten die Vermieter per Internet Informationen über Marke und Diskussionen erhalten können. Somit behielt Oseberg den bis ins Jahr 2014 laufenden Mietvertrag.

Laut "Antifa" endet in Kürze die Kündigungsfrist für den befristeten Mietvertrag. Noch bis zum 30. September habe der Vermieter Zeit ihn aufzukündigen. Damit das passiert, demonstriere man (am) 28. September. 150 Aktivisten werden erwartet. Unterstützt wird die Protestaktion ebenso von "Essen stellt sich quer". Laut Sprecher Max Adelmann werde das Bündnis in Kürze die Bevölkerung ebenfalls dazu aufrufen.

"Mit unserer Demonstration wollen wir die Eigentümer der Immobilie dazu auffordern, die Gelegenheit zu nutzen und die Rechten endgültig vor die Tür zu setzen", so "Antifa"- Sprecherin Tessa Kuijer. "Weiter wolle man Hauseigentümer sensibilisiern, das "Oseberg" bald sicherlich nach Ersatz suchen würde. "Wir fordern alle Immobilienbesitzer auf, der rechten Szene keine Räume zur Verfügung zu stellen", sagt Kuijer.

Vertrag hat sich wohl verlängert

Einer, dem "Oseberg" ebenfalls ein Dorn im Auge ist, ist Matthias Peiniger. "Unserem Viertel hilft dieser Laden nicht. Er passt nicht zu uns", betont der Chef des GOP-Varietés und Vorstand der Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) Nördliche Innenstadt. Nicht nur die ISG sondern ebenso das Bündnis von Max Adelmann stünden mit dem Vermieter in Kontakt. "Er wusste nicht, was er sich da ins Haus holt", sagt Peiniger. Adelmann hingegen ist wenig zuversichtlich, dass sich an der Situation etwas ändert: "Denn nach unseren Infos hat sich der Mietvertrag schon verlängert." Stimmt dies, sei es "skandalös", betont Peiniger.

Der Vermieter reagierte auf NRZ-Anfrage via E-Mail: "Oseberg hat eine Option, für weitere fünf Jahre zu verlängern. Das wurde in Anspruch genommen. Meine Anwälte und ich können daran leider nichts ändern. ich bedaure das sehr, mir sind die Hände gebunden." Demonstriert werde trotzdem, bekräftigt Max Adelmann. Weiter bietet "Essen stellt sich quer" dem Vermieter an, den Vertrag kostenfrei noch einmal sachkundig prüfen zu lassen.
Bildunterschrift:
Geht's nach denen, die am 28. September gegen "Oseberg" demonstrieren, soll der Laden aus Essen verschwinden   FOTO: A. ROTH

17.09.2013 Antifa Essen Z.: Aufruf zur Demonstration am 17.09.2013

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Antifa Essen Z

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Pressemitteilung vom 17.09.2013

28.09.: Protest gegen rechtes Bekleidungsgeschäft in Essen

Antifaschistische Gruppen aus Essen und Umgebung rufen für den 28.09.2013 zu einer Demonstration gegen das rechte Bekleidungsgeschäft „Oseberg“ in der Essener Innenstadt auf. Im September endet die Kündigungsfrist für den Vermieter der Immobilie.

m April 2009 eröffnete in der Essener Innenstadt das Bekleidungsgeschäft „Oseberg“. Dort werden ausschließlich Artikel der rechten Modemarke „Thor Steinar“ verkauft. Die Bekleidungsstücke der Marke nehmen durch Schriftzüge und Symbolik Bezug auf Hooligankultur, Wehrmacht und Nationalsozialismus, deutsche Kolonialgeschichte oder neoheidnischen Germanenkult und gelten als Erkennungszeichen der rechten Szene. Das Tragen der Marke ist daher beispielsweise im Bundestag oder im Stadion des Essener Fußballvereins RWE untersagt.

Seit der Eröffnung kam es immer wieder zu Protesten gegen das rechte Modegeschäft in der Essener Innenstadt. Auch der Vermieter der Immobilie, in der sich das Geschäft befindet, positionierte sich deutlich gegen „Oseberg“. Seine Bemühungen, den Mietvertrag mit dem Betreiber vorzeitig aufzukündigen, scheiterten jedoch.

Im September 2013 endet nun die Kündigungsfrist für den auf fünf Jahre befristeten Mietvertrag. Der Eigentümer hat bis zum 30.09.2013 Zeit, den Mietvertrag aufzukündigen. Dann müssten die Betreiber des rechten Modegeschäfts die Räumlichkeiten bis spätestens März 2014 verlassen. Antifaschistische Gruppen aus Essen und Umgebung rufen daher zu einer Demonstration auf, die am 28.09.2013 um 12.00 Uhr am Hirschlandplatz beginnen wird.

„Mit unserer Demonstration wollen wir den Eigentümer der Immobilie dazu auffordern, die Gelegenheit zu nutzen und die Rechten nun endlich vor die Tür zu setzen“ so Tessa Kuijer, Pressesprecherin der Antifa Essen Z. „Darüber hinaus wollen wir auch andere Essener Immobilieneigentümer für das Thema sensibilisieren. Denn wenn die Oseberg-Betreiber ihre bisherigen Verkaufsräume aufgeben müssen, werden sie sich sicherlich nach einem Ersatzobjekt umsehen. Wir fordern alle Essener Immobilienbesitzer dazu auf, der rechten Szene keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.“

Für Rückfragen stehen wir unter der E-Mail-Adresse antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png jederzeit gerne zur Verfügung.


Hinweis an alle Demonstrationsteilnehmer

In einer E-Mail der Veranstalter wurde am 20. September mitgeteilt:
Auf unserem letzten Vorbereitungstreffen haben wir beschlossen, dass auf der Demonstration keine Fahnen, Transparente oder Werbetafeln von Parteien oder parteizugehörigen Organisationen gezeigt werden sollen. Solltet Ihr an der Demonstration teilnehmen wollen, möchten wir euch dringend bitten, diesen Beschluss zu respektieren, da es bei früheren Veranstaltungen immer wieder unschöne Konflikte um dieses Thema gegeben hat.


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