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9. November: Jährlich wiederkehrendes Gedenken zur Reichspogromnacht

Vielen Essenern ist es ein besonderes Anliegen, den 9. November nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Dieses Jahr rief Essen-stellt-sich-quer zu einer zusätzlichen Demonstration auf: Am Donnerstag, den 11. Oktober 2012, unter dem Motto 9.November 2012 - ohne Nazis haben wir auf den sich alljährlich wiederholenden Skandal hingewiesen, dass NPD und Neonazi-Kameradschaften den 9. November (Gedenktag der Reichspogromnacht) für ihre Aufmärsche missbrauchen.



Inhaltsverzeichnis

9. November 2012

WAZ.de 9.11.2012 NPD-Mahnwache - 60 Rechte treffen auf 250 Gegendemonstranten

WebWAZ20121109NPD1.jpg

Zuvor haben 70 Teilnehmer an der Mahnwache zum Gedenken an die Reichspogromnacht teilgenommen. Polizei hat den direkten Kontakt der Gegendemonstraten zur NPD verhindert. Die NPD versuchte zuvor Brandfackeln juristisch durchzusetzen, scheiterte aber beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.


vom 9.11.2012 18.29, Kai Süselbeck / WAZ.de, auf: derWesten.de, (Permanent-Link vom 10.11.2012)

Rede von Essen stellt sich quer auf der Gedenkkundgebung

Wissen die Steeler Bürgerinnen und Bürger und all diejenigen, die aus dem Umfeld nach Steele kommen, dass hier an diesem Ort eine Synagoge gestanden hat? Wem ist schon die Markierung auf dem Pflaster aufgefallen, die die Umrisse der Synagoge darstellen? Und wird nicht die Gedenktafel übersehen?

Dem Lehrerehepaar Ingrid Niemann und Ludger Hülskemper-Niemann, die in den Archiven gewühlt haben, verdanken wir die Übermittlung der schrecklichen Ereignissen in Steele in der Nacht vom 09. auf den 10. November im Jahr 1938 mit ihrem Buch „Vom Geleitbrief zum gelben Stern - 450 Jahre jüdisches Leben in Steele“.

1883 wurde die Synagoge eingeweiht. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich die jüdische Volksschule. Bis 1933 war die Synagoge zentraler Ort der jüdischen Gemeinde. Aus den Gestapoakten geht hervor, dass es schon im Mai und im Dezember 1934 Anschläge auf das Gebäude gegeben hat. Und dann der November 1938:

Eine Zeitzeugin, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Synagoge wohnte, beschreibt die Brandnacht des 09. November: „Die Synagoge ist angezündet worden, und dann sind noch von einer Tankstelle Kanister Benzin daher getragen worden um das Feuer weiter zu entfachen.

Nicht nur die Synagoge brannte, auch die jüdische Schule und die Grünanlage, alles lag in Flammen. Eine Zeugin erinnerte sich, wie die Flammen sehr hoch schlugen, die Feuerwehr nicht löschte und nur darauf bedacht war, dass Flammen und Funkenflug nicht andere Häuser gefährdeten.

Während die Synagoge brannte und auch danach suchten NSDAP-, SA- und SS-Gruppen die jüdischen Geschäfte und Wohnungen auf, zerstörten die Einrichtung, zerschlugen die Fensterscheiben und warfen Waren und Möbel auf die Straßen. In Steele gab es keine jüdische Wohnung, kein Geschäft, das nicht zertrümmert und geplündert worden war. Die Straßen waren übersät von Glas- und Porzellanscherben. Zynisch nannten die Nazis diese Nacht unter Verhöhnung ihrer Opfer „Kristallnacht“.

Lange wurde die Legende gepflegt, die Täter seien von außerhalb gekommen. Die Vernehmungsprotokolle von 1948 belegen: Es waren Essener, sie kamen aus Steele und Rellinghausen. Keiner von den Tätern wurde zur Rechenschaft gezogen. Sie agierten in der Tatnacht skrupellos unter den Augen einer teilweise verschreckten, teilweise neugierigen Zuschauerschaft.

Die Menschen in Steele und woanders haben das hingenommen. Es gab keinen Aufschrei. Ach hätten damals in ganz Deutschland die Kirchenglocken geläutet als Zeichen des Aufbegehrens gegen das staatlich organisierte Verbrechen in dieser Nacht? Wir erinnern jedoch, dass viele der Menschen, die hätten protestieren können, bereits seit 1933 in Gefängnissen, Zuchthäusern eingekerkert waren.

23 Männer aus Steele, 30 000 Juden in Deutschland wurden nach dem 9. November verhaftet, in Gefängnissen und Zuchthäusern gebracht oder in Konzentrationslagern wie Dachau, Buchenwald, Sachsenhausen verschleppt. Dort trafen sie auf die Alteingesessenen. Zehntausende Antifaschisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Christen. Sie hatten alles geopfert, ihre Existenz, ihre Freiheit. Sie wollten dem eigenen Volk, dem jüdischen Volk, den Völkern Europas das ersparen, was leider nicht verhindert wurde. Und wie viele haben dafür ihr Leben hergegeben. Sie haben ihre „Pogromnächte“ erlebt, die mit dem Reichstagsbrand im Februar 1933 begannen. Heute werden sie in den offiziellen Reden, in Artikeln und Fernsehsendungen kaum erwähnt. Ich erinnere an die unwürdige Diskussion in Essen um die Namensgebung von Straßen nach dem Widerstandskämpfer und Schriftsteller Hans Machwitza und der Widerstandskämpferin Käthe Larsch.

Schon 1933 und später wurden alle mundtot gemacht, die der Vorbereitung des geplanten 2. Weltkrieges im Wege standen. Zur Vorbereitung gehörte auch die Verbreitung einer Ideologie der minderwertigen Rassen, an erster Stelle die Juden. Sie waren an allem schuld. Mein Vater erzählte uns, wie die Nazis schon vor 1933 durch die Frankfurter Straßen zogen, „Juda verrecke“.

Der 09. November 1938 war der Auftakt zur Endlösung der Judenfrage, eines unvorstellbaren mit Akribie organisierten Völkermordes.

Nicht weit von hier ist der Holbeckshof. Ganz in der Nähe des heutigen Steeler Bahnhofs standen Baracken, ein Sammellager für die 1942 noch verbliebenen Essener jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Sie waren gezwungen worden, aus ihren Wohnungen in das Sammellager von Holbeckshof zu ziehen. Kinder erhielten durch die jüdischen Gemeinde dort sogar Unterricht, ein Zeichen der Hoffnung. Von Holbeckshof wurden 350 Menschen am 20. Juli 1942 nach Izbica bei Lublin und Theresienstadt deportiert.

Wie oft fahre ich mit der S-Bahn an der Stelle vorbei, an der einst die Baracken standen, denke dabei an die Menschen, die von diesem Ort in den Tod getrieben wurden. Auch die Stolpersteine in Steele veranlassen mich, ich hoffe auch viele andere Bürgerinnen und Bürger, zum Innehalten. Jüdische Familien aus Steele vollständig ausgelöscht, nur weil sie Juden waren. Auch Angehörige meiner Familie wurden in Auschwitz und anderswo ermordet. Auch für sie gibt es in Frankfurt Stolpersteine.

Der 9. November ist für uns nicht nur ein Datum der Erinnerung an die Pogromnacht 1938. Er ist vor allem ein Tag der Mahnung. Unsere unsägliche Geschichte fordert es geradezu heraus, höllisch wachsam zu sein, rechtzeitig wachsam gegenüber jedem Anzeichen von Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit.

Wir erleben gegenwärtig, wie Vorurteile gegenüber Sinti und Roma bedient werden, um Stimmung gegen die eintreffenden Asylbewerber aus Mazedonien und Serbien anzuheizen. Die Sinti und Roma, die aufgrund von Ausgrenzung, Diskriminierung und unvorstellbarer Armut Zuflucht in unserem Land suchen, treffen auch in unserer Stadt auf Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Formulierung, dass die geplante Grundschule unter anderem deshalb nicht in Frage kommen darf, weil dieser „Standort direkt an ein Wohngebiet grenze“, der organisierte Protest gegen die vorübergehende Unterkunft in der Lohstraße, der entwürdigende Vorschlag den Menschen statt Geld nur Sachleistung zu gewähren, wenige Beispiele, wie der latente Rassismus und Antiziganismus durch Politiker und Medien geschürt werden. Wohin das führen kann, haben wir vor 20 Jahren in Rostock erlebt. Und hat es uns nicht alle erschreckt als wir in der Berichterstattung über die Bezirksvertretungssitzung in Kupferdreh von Bombendrohung und den Ruf nach Waffen gelesen haben*).

500 000 Sinti und Roma wurden in den Vernichtungslagern des Naziregimes umgebracht. Sie sollten, wäre es nach den Faschisten gegangen, ebenso ausgetilgt werden wie das jüdische Volk. Niemals dürfen wir das vergessen. Wir stehen in der historischen Schuld unseres Landes gegenüber der Volksgruppe der Sinti und Roma. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Denkmal in Erinnerung an die Vernichtung der Sinti und Roma durch die Faschisten erinnert. Zoni Weisz, ein Überlebender des Holocaust, dessen Eltern und Geschwister von den Nazis ermordet wurden, sagte anlässlich der Einweihung des Denkmals: „Nichts, fast nichts hat die Gesellschaft daraus gelernt, sonst würde man jetzt auf andere Art und Weise mit uns umgehen.“

Doch wir erleben auch, dass der Widerstand gegen Rassismus wächst, besonders unter jungen Menschen, wie der Aufmarsch von Neonazis in Dresden verhindert wurde. Ja, wir haben erlebt, wie das Läuten der Kreuzeskirche im letzten Jahr am 09. November die Hetzreden der Neonazis übertönte, als die NPD mit Fackeln auf dem Werberplatz aufmarschierte und auch die Kirchenglocken in Katernberg übertönten eine ausländerfeindliche NPD-Kundgebung. Und auch heute werden in Altenessen die Kirchenglocken läuten gegen den Aufmarsch der NPD in diesem Stadtteil.

Wenn Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Antiziganismus sich zeigen:
Nie wieder schweigen!

Das ist der Sinn unseres Gedenkens und unseres Mahnens an diesem Datum.


*)Hier ist der Artikel dokumentiert


Rede der VVN auf der Gedenkkundgebung

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

heute ist der 9.11.2012 vor 74 Jahren war der 9.11.1938, die Reichspogromnacht.

Um meine Rede zu beginnen habe ich beschlossen, einen kleinen Teil aus meinem Leben zu erzählen. Es war 2003 und ich kam gerade von Stadtfest „Bochum Total“. Als ich in den Nachtexpress stieg, sah ich ihn sofort, - einen Neo-Nazi aus meiner Umgebung. Es dauerte nicht lange da pöbelte er mich an. „Eh scheiß Zecke - na alleine?“ Ich versuchte ihm zu zeigten, dass ich keine Angst hatte und ging ganz normal im Bus weiter nach hinten. Er weigerte sich mir Platz zu machen, so dass ich nicht weiter durch den Bus gehen konnte. Die Securitys warfen ein Auge auf uns, damit sie eingreifen konnten, falls was passierte. Der Neonazi versuchte mich mit Worten zu provozieren. Kurz vor der Haltestelle, wo ich normalerweise aussteige, überlegte ich noch, ob ich weiter fahren soll. Auch seine Wohnung war von dieser Haltestelle gut zu erreichen. Da der Nazi immer weniger sagte und ich ihn mit Namen, Wohnort kannte und er dies wusste, stieg ich mit ihm aus. Er ging ganz normal mit mir ein kleines Stück des Weges und sagte: „Ihr seit Schuld, dass mein Cousin verprügelt worden ist“. Ich antwortete ihm: „Ich kenne deinen Cousin nicht und ich habe ihn auch nicht verprügelt“. Dann trennten sich unsere Wege.
Ich dachte die Situation wäre vorbei. Doch gerade als ich zwei Schritte gegangen war da bekam ich unvermittelt einen Faustschlag von schräg hinten mitten ins Gesicht.
Danach ging alles sehr schnell. Ich schrie um Hilfe und irgendwann ließ er von mir ab und lief weg. An diesem Abend wurde ich mit dem Kopf auf die Bordsteinkante geschlagen und habe einige Faustschläge mitten ins Gesicht bekommen. Genauere Einzelheiten möchte ich und kann ich hier nicht beschreiben.

Ich habe mich an dem Abend nicht gewehrt, den ich bin eigentlich gegen Gewalt. Bis heute fällt es mir schwer über diese Situation zu sprechen und ich habe sie auch noch nicht richtig verarbeitet.

Ich erzähle euch hier nicht von diesem Übergriff um mich zu profilieren oder darzustellen, sondern ich möchte als eines der Opfer rechter Gewalt zeigen, dass es uns, die Opfer gibt und dass es immer noch politisch rechts motivierte Übergriffe gibt.
Solche Vorfälle sind nämlich keine Einzelfälle. In Deutschland passieren immer wieder Übergriffe von Neonazis auf Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen. Seit 1990 gab es mehr als 180 Todesopfer durch rechte Gewalt. In der nahegelegenden Stadt Dortmund wurde 2005 der junge Vater Thomas Schulz genannt Schmuddel von einem Neonazi erstochen. Dieser Neonazi war dann einige Jahre später wieder mit dabei als ein Angriff auf die Szene Kneipe „Hirsch-Q“ von einer rechtsradikalen Skin-Gruppe durchgeführt wurde. Bei diesem Übergriff wurde abermals ein junger Mann schwer verletzt, zum Glück aber nicht tödlich.

Diese Skin-Gruppe ist zwar jetzt verboten aber unter neuem Namen formiert sich „Die Rechte“ in Dortmund mit den selben teilweise altbekannten Neonazis neu. Der jetzt verbotene „Nationale Widerstand Dortmund“, zu dem die Skin-Gruppe gehörte, hatte immer wieder gute Kontakte zur NPD. Bei der Razzia am 23.08.2012 in Dortmund wurden neben einigen Waffen auch sehr viele Wahlplakate der NPD in den Räumlichkeiten des „Nationalen Widerstands Dortmund“ gefunden. Diese sogenannte Partei „NPD“ die klare Kontakte in die gewaltbereite rechte Szene besitzt, hat seit einigen Monaten ihre Landeszentrale in Essen Kray. Jetzt schon findet man in Kray an einigen stellen Schmierereien mit klarem Bezug zum Nationalsozialismus. Man spürt immer wieder, dass von Tag zu Tag die Aktivität der Nazis in Kray steigt.

An dieser Stelle hört der Rassismus in Deutschland aber nicht auf.
Jeden Tag, wenn man die Nachrichtenlandschaft durchforstet, findet man Informationen zu Übergriffen mit rassistischem Hintergrund oder Geschichten wo Rassismus bekannt ist aber nichts getan wird. In der Frankfurter Rundschau vom 6.11. wird davon berichtet, wie in Frankfurt ein dunkelhäutiger Mann von Polizisten ohne erkennbaren Grund beleidigt und geschlagen wird. In der TAZ liest man am 7.11., das Mitglieder und Unterstützer des Nazionalsozialistischem Untergund (NSU) bei der deutschen Bundeswehr an der Waffe ausgebildet worden sind - obwohl sie sich vorher klar zum Nationalsozialismus bekannt haben und dieses dem Vorgesetzten bekannt war. Diese Vorfälle sind aber nicht immer weit weg. Auch hier in Essen ist es wieder so weit, dass gesagt wird „das Boot ist voll“ und „raus mit den ganzen Ausländern.“ Das es sich bei den Flüchtlingen in Essen Bedingrade um Menschen handelt, die aus ihrer Heimat gezwungener Maßen fliehen mussten, sehen die wenigsten. Auch dass Neonazis heute, am 9.11., in Altenessen auf die Straße gehen dürfen - ohne das ein Versuch unternommen wird diese Kungebung zu verbieten - ist für mich ein Zeichen das dieser Neofaschismus toleriert wird.

Liebe Mitmenschen: Es ist fünf vor zwölf. Wir müssen gemeinsam ein Zeichen gegen die Intoleranz, Diskriminierung und den Rassismus in unserer Gesellschaft setzen. Peter Gingold ein Mensch, der in Frankreich im Widerstand gegen die Nazis gekämpft hat, schreibt in seinem Buch: „Ich hatte viel Angst, kam oft in Situationen, wo mir das Herz in die Hose rutschte. Ich habe oft nicht gewusst, ob ich ein Löwenherz oder ein Hasenherz besitze. Mut ist doch nichts anderes als seine Angst zu überwinden. Ich war, wie wir alle im Widerstand, in Situationen in denen es um Leben oder Tod ging."

Heute geht es nicht um solche Situationen. Du kannst es lernen, deine Angst zu überwinden. Wenn du zum Beispiel spürst: Da stimmt etwas nicht, da geschieht etwas Unrechtes, Gemeines, was dir alltäglich begegnen kann. Da hängt zum Beispiel ein Klebezettel mit Nazilosungen und dem Hakenkreuz. Soll man es aus Angst nicht abreißen, nicht eingreifen? Oder wagt man es? Wage es, auch wenn zunächst mal der Schweiß ausbricht. So kann man im Alltäglichen lernen, Mut – oder mit anderen Worten – Zivilcourage aufzubringen.“

Lasst uns zusammen das Problem an der Wurzel fassen, die NPD verbieten und dem rechten Rand den Geldhahn zudrehen. Sowie radikal gegen rassistische und menschenfeindliche Einstellung vorgehen.

Keine Zukunft der Vergangenheit
Nie wieder Faschismus


Essen-stellt-sich-Quer: Aufruf zum 9. November

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Essen stellt sich Quer

Bündnis
- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus
c/o Anti-Rassismus-Telefon
Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
T/Fax: 0201 - 23 20 60

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Aufruf zum 9. November
Aufruf zum Gedenken am 9. November 1938

Essen stellt sich quer ruft die Essener Bürgerinnen und Bürger auf, auch in diesem Jahr am 9. November der Pogromnacht zu gedenken.
Vor 74 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November, brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Auch in Essen wurden Synagogen und jüdische Einrichtungen niedergebrannt, jüdische Geschäfte und Wohnungen zertrümmert, jüdische Bürger verhaftet. Es war der Auftakt zum Holocaust, zur millionenfach industriell organisierten Massenvernichtung in den Gaskammern von Auschwitz, Treblinka, Majdanek, Belcek. Über 2000 Essener Jüdinnen und Juden, darunter Hunderte Kinder, wurden in den Vernichtungslagern ermordet oder durch Kommandos der Faschisten in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten des Ostens umgebracht.

NPD verhöhnt Opfer des Faschismus
In den letzten Jahren hat die NPD am 9. November Fackelaufmärsche durchgeführt. Auch dieses Jahr hat sie wieder einen Aufmarsch angekündigt. Ausgerechnet am Tag des Andenkens an die Opfer des Holocaust - Diese Verhöhnung der millionenfachen Opfer des Faschismus lassen wir uns nicht bieten! Wir fordern die Polizei Essen auf, das Andenken der Verstorbenen zu respektieren und den Nazi-Aufmarsch endlich zu verbieten!

Eine NPD-Kundgebung an diesem Tag zuzulassen, ist eine Verleumdung unserer Geschichte. Es trägt zur Verharmlosung von Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus bei.
Die vor genau einem Jahr aufgedeckten Morde des "Nationalsozialistischen Untergrundes" machen erschreckend deutlich, wie gefährlich diese Menschen sind.
Vor zwei Monaten wurde bekannt, dass die NRW-Landeszentrale der NPD von Bochum nach Essen-Kray gezogen ist. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner haben ein Recht darauf, dass die Essener Politik und Polizei nun ein deutliches Zeichen setzen:

Wir fordern ein Verbot des geplanten NPD-Aufmarsches am 9. November 2012!

Rassismus und Faschismus gibt es immer noch. Vor drei Wochen haben die Neonazis vor einem Essener Flüchlingsheim gegen Flüchtlinge gehetzt.
Kommen Sie zu unserer Mahn- und Gedenkkundgebung!

  • Steele 17.00 Uhr Isinger Tor

und schließen Sie uns an, um gegen die NPD-Kundgebung zu protestieren

  • Altenessen 19.00 Uhr Treffpunkt: Am Altenessener Markt
Nie wieder Faschismus!


14.11.2012: Lesung der VVN „von der Arisierung zur Zwangsarbeit“

Im PDF-Format
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Ulrich Sander
Von Arisierung
bis Zwangsarbeit

Verbrechen der Wirtschaft
an Rhein und Ruhr 1933-45

Mi, 14. November, 19 Uhr
VHS Essen, Burgplatz 1

VVN20121114Arisierungbuch.jpg         

Die Entstehung und Funktionsweise der faschistischen Herrschaft in Nazi-Deutschland war ohne Unterstützung von Wirtschaftsführern und deren Unternehmen nicht möglich. Bei den Planungen für Krieg und Massenmord waren sie sowohl Akteure als auch Profiteure einer Wirtschaftspolitik, die sich auf die Ausbeutung unterdrückter Opfer und Gefangener stützte. Dies galt auch für die Firma Krupp, die kürzlich ihr 200jähriges Firmenjubiläum feierte und dabei ihre Philosophie eines »humanen Kapitalismus« herausstellte.

Unter anderem anhand von Augenzeugenberichten erinnert die Lesung aus dem gleichnamigen Buch an die Verbrechen der wirtschaftlichen Eliten an Rhein und Ruhr während des Nationalsozialismus: Von Abs bis Zangen, von Flick bis Quandt, von IG Farben bis Oetker-Pudding, von Arisierung bis Zwangsarbeit – auch bei Krupp.

Ulrich Sander (Hg.) Von Arisierung bis Zwangsarbeit
Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933 bis 1945
PapyRossa Verlag, 347 Seiten, 18 s/w-Abbildungen, ISBN 978-3-89438-489-0, EUR 16,90 [D]
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Essen in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Essen.
www.vhs-essen.de
essen.vvn-bda.de

Referent: Ulrich Sander, *1941. Journalist und freier Autor. Bundessprecher der VVN-BdA. Zahlreiche Bücher und Zeitschriftenbeiträge.

ViSdP: Paul Schnittker, Ofterdingenstr. 90, 45279 Essen


Falken: Rock gegen Rechts-Festival am 9. und 10.

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Rock gegen Rechts Festival

im Falkenzentrum Süd, Holsterhauser Str. 200: Festival / Workshops / Infos / Kurzfilme, am 09. und am 10.11. 2011.
Eintritt: Freitag 3 Euro, Samstag 5 Euro, Beide Tage 6 Euro.
Mit den Gruppen "One of These Days", "Project 29", "After Years of Hope", nancybreathing, "second class", Clarence, Lakitu, freakware und "Die Beschmierten".
Einlass: Fr. 17:30 Uhr, Sa. 15:30

Die Workshops beginnen um 12 Uhr und sind kostenlos. Für Getränke & Snacks wird gesorgt sein. Wer an den Workshops teilnimmt, hat beim Konzert natürlich freien Eintritt! (Workshops sind am Samstag)

Radio
Hier wollen wir uns mit Hörbarem beschäftigen. Sei es eine Straßenumfrage mit Passanten, ein Interview mit Bands, die beim Festival spielen oder vielleicht ein selbstgemachtes Hörspiel. Lasst uns etwas produzieren, um es im Rahmen des Bürgerfunks den HörerInnen von Radio Essen zu präsentieren.
Video
Wie wäre es mit einem Werbespot gegen Rechts" Vielleicht ein Kurzfilm über Diskriminierung im Alltag unserer Gesellschaft? Lasst uns die Ideen bündeln und gemeinsam einen kleinen Film drehen.
Poetry
Workshop Kreatives Schreiben - auch mittels Poesie kannst du ausdrücken, was dich an Nazis und Rassismus stört! Verfasse einen coolen Poetry-Slam-Beitrag, ein nachdenkliches Gedicht oder eine spannende Kurzgeschichte. Der Workshop startet am 10.11. um 12 Uhr im Falkenzentrum Süd. Abends auf der Bühne hast du die Gelegenheit, dein Werk vorzutragen!


WAZ, 8.11.2012: Gottesdienst erinnert an Pogromnacht

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WAZ / Essen,Donnerstag, 08.11.2012

Gottesdienst erinnert an Pogromnacht

Am Freitag um 17 Uhr in der Marktkirche


Die evangelische und katholische Kirche in Essen erinnern mit einem ökumenischen Gottesdienst an die Reichspogromnacht. Unter dem Motto „Erinnern - Um Vergebung bitten - Umkehren - Erneuert leben" wird am Freitag, 9. November, um 17 Uhr, in die Marktkirche eingeladen, Porschekanzel, Innenstadt. Der Gottesdienst will die Erinnerung an die Reichspogromnacht und das durch sie verursachte Leid wach halten und gleichzeitig nach den Lehren fragen, die aus diesem Verbrechen zu ziehen sind.

„Mit unserem Gottesdienst wenden wir uns gegen das Vergessen, erklären die Veranstalter. „Auch heute ist es unerlässlich, sich Gedanken über das damalige Geschehen zu machen: Warum diese vernichtende Gewalt? Warum kein Aufschrei und kein Protest gegen die Brunnenvergifter, Brandstifter und Gewalttäter? Warum schwiegen damals auch so viele Christen?“

Die Predigt im Gottesdienst hält Pastor Gerd Belker, außerdem wirken Theologen aus den verschiedenen Mitgliedskirchen der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ und Studenten mit.

Ev.Kirche 07.08.2012 Pressemitteilung zum Gedenkgottesdienst

aus www.ekir.de

Gedenkgottesdienst erinnerte an die Reichpogromnacht
„Erinnern – Um Vergebung bitten – Umkehren – Erneuert leben“ lautete die Überschrift für einen Ökumenischen Gedenkgottesdienst, den die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen (ACK) am 9. November 2012 der evangelischen Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, veranstaltete: Der Gottesdienst wollte dazu beitragen, die Erinnerung an die Reichspogromnacht und das durch sie verursachte Leid wach halten und gleichzeitig nach den Lehren fragen, die aus diesem Verbrechen zu ziehen sind. Die Predigt im Gottesdienst hielt der frühere langjährige Vorsitzende der ACK Essen, Pastor Gerd Belker; außerdem wirkten Theologen aus den verschiedenen Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft und Studierende der Universitäten Duisburg-Essen und Bochum an der Gestaltung mit. Musikalische Akzente setzten Kreiskantor Thomas Rudolph an der Orgel und Adrienn Köseoglu, Traversflöte. Hinter den folgenden Links können sich Interessierte die Predigt PDFicon.gif (21 KB) und das umfangreiche Textheft PDFicon.gif (532 KB) herunterladen.


7.11.2012: Frauenverband Courage: Offener Brief

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Frauenverband Courage e.V., Ortsgruppe Essen,
Mädchen- und Frauenzentrum Courage Essen e. V.,
Goldschmidtstraße 3
Tel. 0201-556323

Mittwoch, 7. 11. 2012

Offener Brief

Sehr geehrte Frau Polizeipräsidentin Fischer-Weinszier,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Paß,

in unserem Frauenverband Courage Essen, bei unseren Freundinnen und den BesucherInnen unserer Veranstaltungen wird heiß diskutiert, warum in unserer Stadt Essen das Polizeipräsidium überhaupt Kundgebungen, Aufmärsche, Demonstrationen der NPD und ihrer Banden genehmigt.

Der Missbrauch von Frauen im Hitler-Faschismus als Gebärmaschinen, medizinische Versuchs- und Forschungsobjekte, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsprostituierte dürfte bekannt sein.

Auf besonderes Unverständnis, ja fast Verzweiflung stößt aber die Nachricht, dass Sie erneut eine NPD-Kundgebung am 9.11. zulassen, in Altenessen, ausgerechnet am offiziellen Gedenktag an die Reichspogromnacht 1938.

Ein Fackelverbot für die NPD- Demo am 9.11. löst doch diese Frage nicht!

Die Nazis fackelten damals die jüdischen Menschen, ihre Existenzen und ihre Seelen ab und tun es heute weiter, mit vielen Mitteln. Und nicht nur Juden, auch Christen, Sozialdemokraten und Kommunisten waren Opfer der Massenmorde und stehen auch heute auf ihrer Abschussliste, die sie mit Fotografieren auf Gegendemonstrationen immer weiter vervollständigen.

Seit 1978 demonstrieren AntifaschistInnen am 9.November, dem offiziellen Gedenktag an die Reichspogromnacht 1938, sie sind sich einig in der Frage: „Nie wieder Faschismus - wehret den Anfängen“.

Schlimm genug, dass die NPD in Deutschland nicht verboten wird und sogar ein Demonstrationsrecht bekommt. Was aber rechtfertigt die NPD-Demonstration am 9.11. in Altenessen Ihrer Meinung nach?

Wir alle, unsere Frauen und viele Menschen in Essen, erwarten eine Antwort von Ihnen darauf. Am 10.11. wird es bei uns im Couragezentrum eine Bertolt Brecht-Veranstaltung geben. Wir wären dankbar, wenn wir dort eine Stellungnahme von Ihnen verlesen könnten.

Hochachtungsvoll,


7.11.2012: Kirchen sprechen sich gegen Rechtsextremismus aus

 

Medieninformation


Evangelische Kirche und
Katholische Kirche in Essen


Rechtsextremismus und christlicher Glaube sind unvereinbar


Gemeinsame Erklärung der Katholischen und der Evangelischen Kirche in Essen zum Gedenken an die Reichspogromnacht und zu aktuellen Vorkommnissen in unserer Stadt:

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zeigen sich in unserer Gesellschaft in vielen Ausprägungen. Mit Sorge stellen wir fest, dass auch heute, 67 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus bis hin zu offenem Neonazismus in unserer Stadt öffentlich zutage treten:

Wir müssen erleben, wie die Erinnerung an die im Zusammenhang mit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 verübten Verbrechen und das Gedenken an ihre Opfer durch eine gleichzeitige Demonstration der NPD verächtlich gemacht und mit Füßen getreten werden. Wir müssen erleben, wie der Umzug der Landesgeschäftsstelle der NPD in den Essener Stadtteil Kray die dort lebenden Menschen beunruhigt und ängstigt. Und wir müssen erleben, wie Rechtsextremisten die Unterbringung von Flüchtlingen dazu nutzen, um Hass gegen Männer, Frauen und Kinder zu schüren.

Anlässlich dieser Vorkommnisse erklären wir:

Rechtsextremismus und christlicher Glaube sind unvereinbar.

Die Bibel verkündet die von Gott allen Menschen geschenkte Würde. Sie widerspricht damit der von Rechtsextremisten verbreiteten Ideologie, dass bestimmte Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihrer Hautfarbe weniger Wert hätten als andere.

Die Bibel verkündet die Liebe Gottes zu seinem Volk Israel – und in diese Liebe sind in Jesus Christus alle Völker eingeschlossen. Wir sagen dies in dem Bewusstsein, dass auch in den christlichen Kirchen judenfeindliche Überzeugungen viele Jahrhunderte hindurch ihren festen Platz hatten und zu unermesslichem Leid beitrugen, bevor Umkehr und Erneuerung einsetzten. Der Verantwortung dafür können und wollen wir uns nicht entziehen!

Deshalb unterstützen die Katholische und die Evangelische Kirche in Essen alle friedlichen Aktivitäten, die sich gegen rechtsextreme und fremdenfeindliche Umtriebe richten! Wir rufen alle unsere Gemeinden auf, in ihrem nachhaltigen Einsatz für Demokratie, Toleranz und Vielfalt nicht nachzulassen. Und wir ermutigen besonders die christlichen Gemeinden in Kray, die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Bemühen um ein von Toleranz und gegenseitiger Anerkennung geprägtes Zusammenleben in diesem Stadtteil zu begleiten und zu unterstützen!

Wir bekennen uns zur Gewaltlosigkeit, zur Nächstenliebe und zur Versöhnung. Dazu verpflichtet uns die biblische Botschaft.

Essen, 7. November 2012

Dr. Jürgen Cleve
Stadtdechant von Essen

Irmenfried Mundt
Superintendent des Kirchenkreises Essen

Siehe auch Kirchen mahnen zur Besonnenheit und den Beschluss der Kreissynode aus dem Rundbrief von Pro Asyl Essen, dokumentiert auf den Seiten des Anti-Rassismus-Telefons.


NRZ, 7.11.2012: Erst das Gedenken, dann der Protest

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NRZ / Essen,Mittwoch, 07.11.2012

Erst das Gedenken, dann der Protest


Das Bündnis "Essen stellt sich quer" ruft für den 9. November, dem Jahrestag der Reichsprogromnacht 1938, zu einer Gedenkkundgebung um 17 Uhr am Isinger Tor in Steele auf und anschließend zum Protest gegen die von der NPD angemeldeten Mahnwache an der Einmündung Vogelheimer/Altenessener Straße. Dort will die NPD ab 19 Uhr vor der Kantschule des Mauerfalls gedenken. 50 Teilnehmer werden erwartet. Die Polizei hat den Rechten das Tragen von Fackeln verboten. Gegen den rechten Aufmarsch sind zahlreiche Gegendemonstrationen angemeldet worden, unter anderem am Bahnhof Altenessen, am Altenessener Markt, am Karlsplatz, in Borbeck und am Katernberger Markt. "Essen stellt sich quer" ruft auf zum Protest am Altenessener Markt ab 19 Uhr.

WAZ, 7.11.2012: Reichspogromnacht: Gedenken am Isinger Tor in Steele

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WAZ / Essen,Mittwoch, 07.11.2012

Reichspogromnacht: Gedenken am Isinger Tor in Steele

Anschließend Protest gegen NPD in Altenessen


Das Bündnis "Essen stellt sich quer" ruft für den 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, zu einer Gedenkkundgebung um 17 Uhr am Isinger Tor in Steele auf und anschließend zum Protest gegen die NPD angemeldete Mahnwache an der Einmündung Vogelheimer/Altenessener Straße. Dort will die NPD ab 19 Uhr vor der Kantschule des Mauerfalls gedenken. Dagegen sind inzwischen zahlreiche Gegendemonstrationen angemeldet worden, unter anderem am Bahnhof Altenessen, am Altenessener Markt, am Karlsplatz, in Borbeck und am Katernberger Markt. "Essen stellt sich quer ruft zum Protest am Altenessener Markt ab 19 Uhr.

6.11.2012: Pressemitteilung zur Mahn- und Gedenkkundgebung

 

aktueller Aufruf (hier die PDF-Version)

Essen stellt sich Quer

Bündnis
- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus
c/o Anti-Rassismus-Telefon
Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
T/Fax: 0201 - 23 20 60

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Pressemitteilung, 6.11.2012


Mahn- und Gedenkkundgebung / Protest gegen die NPD

Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft zu einer
Mahn- und Gedenkkundgebung am 9. November, 17.00 Uhr
am Isinger Tor in Steele auf.

Dort wurde wie überall in Deutschland in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch in Steele die Synagoge am Isinger Tor niedergebrannt.

Die Pogromnacht war der Auftakt zum millionenfach industriell organisierten Mord jüdischer Bürgerinnen und Bürger und Sinti und Roma in den Vernichtungslagern des faschistischen Regimes.

Essen stellt sich quer ruft ebenfalls auf,
am Altenessener Markt gegen die von der NPD um 19.00 Uhr des 9. Novembers
angekündigte Kundgebung in Altenessen zu protestieren.

Für „Essen stellt sich quer“ bedeutet eine Neonazi-Demonstration ausgerechnet am Tag des Gedenkens an die Pogromnacht eine Verhöhnung der millionenfachen Opfer des Faschismus.

„Eine NPD-Kundgebung an diesem Tag zuzulassen, ist eine Verleumdung unserer Geschicht. Es trägt zur Verharmlosung von Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus bei. Die vor genau einem Jahr aufgedeckten Morde der NSU machen erschreckend deutlich, wie gefährlich diese Menschen sind“, heißt es in dem Aufruf. Die Essener Politik und Polizei werden aufgefordert, den geplanten NPD-Aufmarsch am 9. November 2012 zu verbieten.

Mit freundlichen Grüßen

das Bündnis "Essen-stellt-sich-quer" - gegen Rassismus und Rechtsradikalismus


Mahn- und Gedenkkundgebung Steele 17.00. Uhr Isinger Tor ( http://goo.gl/maps/tcKqJ )
Protest gegen NPD-Kundgebung 19.00 Uhr in Altenessen, Am Altenessener Markt. ( http://goo.gl/maps/ds9RY )
Anbei: Aufruf zur Mahn- und Gedenkkundgebung Kundgebung am 9.11.2012 am Isinger Tor


Vorab-Demo (11.10.2012): 9. November - ohne Nazis!

NRZ, 12.10.2012: Nicht jeder Wunsch ist zu erfüllen

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NRZ / Essen,Freitag, 12.10.2012

Nicht jeder Wunsch ist zu erfüllen

50 Demonstranten gegen NPD-Aktionen am 9. November. Polizeichef „kann nichts versprechen“


Von Julia Rathcke

Mit rund 50 Demonstranten lief die lokale bürgerliche Front gegen Rassismus und Rechtsradikalismus gestern Abend zu einer Kundgebung auf, die am Rüttenscheider Stern startete und vor dem Polizeipräsidium endete. Ziel des Bündnis „Essen stellt sich quer“ war und ist es, dass in Essen keine weiteren NPD-Aktionen am Jahrestag der Novemberpogrome stattfinden (die NRZ berichtete).

Zu einem Gespräch mit dem neuen Polizei-Chef Rainer Pannenbäcker‚ der in Vertretung von Polizeipräsidentin Stephania Fischer- Weinsziehr bereit stand, wurden nach Abschluss der Kundgebung sechs Mitglieder des Bürgerbündnisses ins Präsidium gebeten. In einem einstündigen Gespräch äußerten die Bündnisanhänger nochmals ihre Sorgen bezüglich des anstehenden historisch belasteten Datums und vor allem den Wunsch, die Anmeldung einer Demonstration für den 9. November seitens NPD genau zu prüfen und wenn möglich zu verhindern. Bisher liegt der Polizei noch keine Anmeldung vor.

Die Polizei stellte in dem einstündigen Gespräch nochmals klar, dass sie „den Wunsch, jegliche Neonazi-Aufmärsche zu verhindern, teilt“, so Sprecher Ulrich Faßbender. Polizei-Chef Pannenbäcker habe aber auch deutlich gemacht, dass ihre Arbeit an strikte Gesetze gebunden ist.

„Wie es tatsächlich aussieht, falls die NPD eine Demonstration anmelden sollte, können wir jetzt nicht sagen“, so Faßbender, es müsse dann genau geprüft werden, ob Verbotsgründe vorliegen. Ob wir die Wünsche von „Essen stellt sich quer“ erfüllen können, bleibt abzuwarten.“
Bildunterschrift:
Rund 50 Demonstranten stellten sich am Donnerstag vor dem Polizeipräsidium „quer“.   Foto Sebastian Konopka

NRZ, 11.10.2012: Für einen November ohne Neonazis

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NRZ / Essen,Donnerstag, 11.10.2012

Für einen November ohne Neonazis

„Essen stellt sich quer“ übergibt Polizei offenen Brief: Rechten Aufmarsch verhindern


Von Jörg Maibaum

Es sollte eigentlich eine prominent besetzte Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Rednern samt Essens Polizeipräsidentin werden. Für einen 9. November ohne Nazis hatte sich das Bündnis „Essen stellt sich quer“ in diesem Jahr viel vorgenommen. Doch wie es oft so ist mit Absichtserklärungen im politischen Raum: Es wurde nichts draus. Deshalb verlegt man sich heute auf die Straße: Die lokale bürgerliche Front gegen Rassismus und Rechtsradikalismus ruft auf zu einer Kundgebung, die um 17.30 Uhr am Rüttenscheider Stern beginnt und vor dem Polizeipräsidium endet.

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(Titelseite NRZ Essen:)
9. November ohne Nazis
Bürger-Bündnis fordert ein Verbot von der Polizeiführung.   ESSEN

Was für Außenstehende aussehen mag wie eine gezielte Provokation der Staatsmacht, dient einem demokratischen Zweck und es ist ein Novum: Die Initiatoren werden der Behördenleitung einen offenen Brief übergeben, mit dem sie Verhindern wollen, dass in Essen NPD-Aktionen am Jahrestag der Novemberpogrome stattfinden. Die nahezu gespenstischen Fackel-Bilder der beiden Vergangenen Jahre in der Innenstadt und in Borbeck sind kaum vergessen.

Es dürfe keine weitere rechte Kundgebung der Neonazis zumal an einem solch historisch belasteten Datum zugelassen werden, fordern die Demonstranten heute von der Polizeipräsidentin.

Stephania Fischer-Weinsziehr lässt sich zwar entschuldigen. Doch es ist vorgesorgt: Eine kleine Delegation der erwarteten 50 Teilnehmer wird ins Präsidium gebeten, um mit dem neuen Polizei-Chef Rainer Pannenbäcker ins Gespräch zu kommen.

Viel Neues wird dabei wohl nicht zu erfahren sein. Polizeisprecher Ulrich Faßbender nahm gestern die Kern-Position der Polizei schon mal vorweg: „Wir sind auch gegen die braune Brut und werden, wenn Verbotsgründe vorliegen, die kleinste Chance nutzen, um einen Neonazi—Aufmarsch zu verhindern.“ Die Polizei handele dabei nach Gesetzeslage und sei dafür da, dem Recht Geltung zu verschaffen. Man verwahre sich gegen den Vorwurf, auf dem rechten Auge blind zu sein. Doch selbst wer mit dem linken besser sieht, wird nicht viel entdecken können: Der Polizei liegt keine Anmeldung für eine Kundgebung der NPD am 9. November vor. Noch nicht.

Offener Brief an Essens Polizeipräsidentin

Essen stellt sich Quer

Bündnis
- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus
c/o Anti-Rassismus-Telefon
Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
T/Fax: 0201 - 23 20 60

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Kreispolizeibehörde Essen
Frau Fischer-Weinsziehr
Büscherstr. 2-6
45131 Essen


Offener Brief: Kein Naziaufmarsch am 9. November 2012


Sehr geehrte Frau Fischer-Weinsziehr,

wir wenden uns mit diesem offenen Brief an Sie um zu verhindern, dass, wie in den vergangenen Jahren, in Essen NPD-Aktionen am Jahrestag der Novemberpogrome stattfinden.

Der 9. November ist der Jahrestag der Novemberpogrome, die für die Verschärfung der Unterdrückungspolitik und den Beginn der Massenmorde an jüdischen Menschen im deutschen Faschismus stehen. Am 9. November 1938 brannten in unserem Land Synagogen, wurden jüdische Einrichtungen und Geschäfte zerstört, auch in unserer Stadt Essen wütete der braune Mob.

Seit mehreren Jahren marschiert in Essen ausgerechnet an diesem Tag die neonazistische NPD mit Fackeln auf.

Erst recht nach Bekanntwerden der Mordserie der sogenannten NSU, nach dem überfälligen Verbot dreier neonazistischer Kameradschaften in Aachen, Dortmund und Hamm, darf sich dies 2012 nicht wiederholen.

Mit der NPD-Kundgebung am 25. August 2012, die der Mobilisierung zum später verbotenen Aufmarsch der Neonazis am 1. September in Dortmund diente, ist offensichtlich, dass an diesem Aufmarsch Mitglieder der verbotenen Kameradschaften teilnahmen. Nun endlich muss die Polizei auch in Essen solche Aufmärsche verbieten. Es ist an der Zeit eine Kurswende zu vollziehen.

Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen. Deswegen rufen wir Sie auf:

  • Aufmärsche von Neonazis dürfen in Essen nicht mehr geduldet werden. Anmeldungen solcher Aufmärsche dürfen von der Polizei Essen nicht weiterhin geheim gehalten und geschützt werden.
  • Antifaschistische Gegenaktivitäten dürfen nicht weiterhin kriminalisiert werden. Das berechtigte Interesse von Menschen, sich davor zu schützen von Neonazis fotografiert zu werden darf nicht länger als Vermummung diskreditiert werden. Spätestens seit dem Aufdecken der Aktivitäten der sogenannten NSU ist allgemein bekannt, dass Neonazis Listen über potentielle Opfer und Anschlagsziele führen und dazu auch ihre Fotos verwenden.

Sehr geehrte Frau Fischer-Weinsziehr, die Verlagerung der NPD-Landeszentrale nach Essen legt den Verdacht nahe, dass eine Schwerpunktsetzung der Neonazis auf unsere Stadt erfolgen soll. Es darf nicht passieren, dass hier ähnliche Fehler gemacht werden, wie in anderen Städten, in denen das Wegschauen und Verniedlichen die Ausbreitung des braunen Ungeists gefördert hat.

Mit freundlichen Grüßen
Essen stellt sich quer


Flugblatt: Aufruf zu "9. November - Ohne Nazis!" (aktuell)

aktueller Aufruf (hier die PDF-Version)


Essen stellt sich Quer

Bündnis
- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus
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9. November - ohne Nazis


Wann: Donnerstag, 11. Oktober 2012, 17.30 Uhr
Wo: Rüttenscheider Stern
Kundgebung: 9. November - ohne Nazis


Am 9. November vorigen Jahres marschierte die Essener NPD gemeinsam mit anderen Neonazigruppen auf dem Essener Webermarkt auf".

Mit den symbolisch mitgeführten Fackeln haben sie, wie in den Jahren zuvor in Borbeck, die Brandnacht des 9. November 1938 auf ihre Art „zelebriert“ - eine Verunglimpfung und Verhöhnung der jüdischen Opfer des Faschismus, eine Missachtung des Gedenkens an die Pogromnacht.

Es war ein Skandal, die NPD am 09. November in Essen aufmarschieren zu lassen. Sehr bewusst hatte die Essener Polizei im letzten Jahr Informationen zum NPD-Aufmarsch zurückgehalten, um den zivilen Widerstand gegen die Neonazis zu verhindern. Als trotzdem mit einer Protestkundgebung ein Zeichen gesetzt werden konnte, wurde auch noch ein Ermittlungsverfahren gegen einen Antifaschisten angestrengt.

„Essen stellt sich quer“ hatte im letzten Jahr, unterstützt von vielen Essener Bürgerinnen und Bürgern, die Polizeipräsidentin, Frau Fischer-Weinszier, aufgefordert, jeglichen Aufmarsch von Neonazis in Essen nicht nur, aber insbesondere am Neunten November zu verbieten. Wir verwahren uns dagegen, dass weiterhin der Tag des Gedenkens an die Pogromnacht von der NPD und ihren Anhängern geschändet wird.

Frau Fischer-Weinszier fordern wir auf, keine Kundgebung der Neonazis am 9. November zuzulassen. Die Stadt Essen muss ein Zeichen setzen gegen diese ungeheuerliche antisemitische und rassistische Provokation der NPD, umso mehr als die Untersuchungen zur NSU-Mörderbande auf erschreckende Weise auf Vernetzungen mit der NPD hinweisen, ebenso auch die verbotenen Neonaziorganisationen des Nationalen Widerstandes in Dortmund, Hamm und Aachen.

Wir fordern Frau Fischer-Weinszier auf, endlich Stellung zu beziehen zu ihrem Vorgehen gegen Antifaschisten, so zu dem maßlosen Polizeiaufgebot und provozierenden Maßnahmen am 22. September auf der Demonstration von Steele nach Kray, mit dem die Polizei den Protest gegen die NPD- Landesgeschäftsstelle in Kray zu kriminalisieren versuchte.

„Essen stellt sich quer“ ruft auf: Kommen Sie am 11. Oktober zum Rüttenscheider Stern, um von dort aus gemeinsam zum Polizeipräsidium zu gehen. Wir werden dort der Polizeipräsidentin, Frau Fischer-Weinszier, demonstrativ einen offenen Brief überreichen, in dem wir fordern, dass die Polizei keine entsprechenden Aktivitäten der Neonazis mehr zulässt, denn

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen


Flugblatt: Vorab-Aufruf zu "9. November - Ohne Nazis!"

Dieses Flugblatt (hier die PDF-Version) wurde auf der Demo gegen die NPD-Zentrale in Kray am 22.09.2012 verteilt.
Essen stellt sich Quer

Bündnis
- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus
c/o Anti-Rassismus-Telefon
Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
T/Fax: 0201 - 23 20 60

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Neunter November - ohne Nazis

Vergangenes Jahr trat die Essener NPD gemeinsam mit ihren Anhängern, den Freien Nationalisten, ausgerechnet am 9. November auf dem Essener Webermarkt auf.

Mit den symbolisch mitgeführten Fackeln haben sie, wie in den Jahren zuvor in Borbeck, die Brandnacht des 9. November 1938 auf ihre Art „zelebriert“ - eine Verunglimpfung und Verhöhnung der jüdischen Opfer des Faschismus, eine Missachtung des Gedenkens an die Pogromnacht.

Wie in ganz Deutschland brannten auch in Essen vor 74 Jahren in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagogen.

Auch in Essen wurden Geschäfte und Wohnungen von Nazi-Schergen zertrümmert, jüdische Bürger verhaftet oder zusammengeschlagen. Hunderte Jüdinnen und Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Mit der Reichspogromnacht wurde ein weiteres Kapitel der Entrechtung und Verfolgung jüdischer Menschen eingeleitet. Dieses Kapitel endete in den Gaskammern von Auschwitz,

Treblinka, Majdanek und Belcek. Die Pogromnacht mündete in der industriell organisierten Massentötung von mehreren Millionen Menschen. Sie war Auftakt eines in der bisherigen Geschichte einmaligen Verbrechens. Über 2000 Essener Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslagern ermordet oder durch Kommandos der Faschisten in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten des Ostens erschossen.

Essen stellt sich quer hatte im letzten Jahr, unterstützt von vielen Essener Bürgerinnen und Bürgern, die Polizeipräsidentin, Frau Fischer-Weinszier, aufgefordert, jeglichen Aufmarsch von Neonazis in Essen nicht nur, aber insbesondere am Neunten November zu verbieten. Doch die von der NPD angemeldete Kundgebung wurde auch 2011 wieder einmal genehmigt. Wir verwahren uns dagegen, dass weiterhin der Tag des Gedenkens an die Pogromnacht von der NPD und ihren Anhängern geschändet wird.

Frau Fischer-Weinszier fordern wir auf, keine Kundgebung der Neonazis am 9. November zuzulassen. Die Stadt Essen muss ein Zeichen setzen gegen diese ungeheuerliche antisemitische und rassistische Provokation der NPD, umso mehr als die NPD gegenwärtig ihre Landesgeschäftsstelle in unserer Stadt - in Kray - einrichtet.

Essen stellt sich quer ruft auf: Kommen Sie am 11. Oktober zum Rüttenscheider Stern, um von dort aus gemeinsam zum Polizeipräsidium zu gehen. Wir werden dort der Polizeipräsidentin, Frau Fischer-Weinszier, demonstrativ einen offenen Brief überreichen.


Donnerstag, 11. Oktober 2012, 17.30 Uhr
Rüttenscheider Stern
Kundgebung: Neunter November - ohne Nazis


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