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9. November: Jährlich wiederkehrendes Gedenken zur Reichspogromnacht

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Vielen Essenern ist es ein besonderes Anliegen, den 9. November nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Zum 9. November selbst haben sich unsere Befürchtungen bestätigt: Wieder einmal wollen Essener Neonazis mit Aufmärschen provozieren. Zusammen mit Kray ist bunt werden wir in Kray vor Ort unsere Demonstration und Gedenkkundgebung abhalten.

Auch dieses Jahr führt Essen-stellt-sich-quer wieder die Essener Aktionswochen gegen Neonazismus und Rechtspopulismus durch. Es gibt ein breites Spektrum von Veranstaltungen und viele Akteure helfen mit.

Hervorzuheben ist dabei der Antifaschistische Ratschlag am Samstag, den 8. November ganztätig in der in der Zeche Carl. Am Abend - auch in der Zeche Carl - findet dann Rock gegen Rechts statt.

Alle Termine der Aktionswochen Aktionswochen
Flyer

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2 Seiten, gefaltet
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Weitere Termine außerhalb der Reihe


  • Schom im Jahr 2013 veranstaltete Essen-stellt-sich-quer eine Antifaschistische Woche mit vielen Weiterbildungsveranstaltungen


Inhaltsverzeichnis

09. November: Gedenkkundgebung und NPD-Aufmarsch

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Nach der Gedenkveranstaltung

NRZ, 10.11.2014 Eine Provokation von rechts und ihr Echo

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NRZ / Essen,Montag, 10.11.2014

Eine Provokation von rechts und ihr Echo

Knapp 250 Essener stellten sich gestern in Kray quer – um rund 45 NPD-Demonstranten paroli zu bieten


Von Wolfgang Kintscher

Dass die rechtsextreme NPD ausgerechnet am 9. November, dem Gedenktag an die Reichspogromnacht 1938, öffentlich Flagge zeigt, das ist in Essen schon seit einigen Jahren gern geübte Provokation. Und wie auch in den vergangenen Jahren gab es darauf gestern das bekannte Echo: Knapp 250 Teilnehmer aus dem Bündnis „Essen stellt sich quer“, nutzten die Gelegenheit, um ihrerseits gegen die NPD zu demonstrieren. Sie zogen von der Marienstraße, wo die NPD nach NRZ-Informationen ein Treffen in ihrer Landesparteizentrale abhielt zur Pfarrkirche St. Barbara und von dort zum Krayer Markt. Bis auf wenige Zwischenrufe habe es keine Störungen gegeben, sagte am Abend Max Adelmann vom Bündnis „Essen stellt sich quer“ der NRZ. Am Abend traf die NPD zu ihrer Kundgebung ein. Die Polizei vermeldete eine entspannte Lage: Bis zum Redaktionsschluss gab es keinerlei gewalttätige Scharmützel.
Bildunterschrift:
Gut zwei Stunden vor der rechtsextremen NPD hatten sich die Gegendemonstration an der Marienstraße in Kray, unweit der NPD-Landeszentrale, getroffen und waren durchden Stadtteil zum Krayer Markt gezogen. Dort gab es eine Kundgebung von „Essen stellt sich quer“ – und später auch der NPD. FOTO: KNUT VAHLENSIECK

WAZ, 10.11.2014 Demos ohne Zwischenfall beendet

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WAZ / Essen,Montag, 10.11.2014

Demos ohne Zwischenfall beendet


Eine Demonstration samt Gegenkundgebung gab es gestern in Kray, und bis zum Abend jedenfalls meldete die Polizei keine besonderen Vorkommnisse. Zum Jahrestag des Mauerfalls wollte die NPD wie jedes Jahr auf sich aufmerksam machen, 45 Rechtsextreme standen ab 18.30 Uhr für eine Stunde auf dem Krayer Markt. Seit 16 Uhr waren die Gegendemonstranten (im Bild) im Einsatz. „Essen stellt sich quer“ und „Kray ist bunt“ hatten aufgerufen. 250 Teilnehmer zogen durch die Straßen und versammelten sich dann in Kray an der Skulptur „Engel der Kulturen“.   FOTO: KNUT VAHLENSIECK

Aufruf von Kray-ist-bunt und Essen-stellt-sich-quer

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Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Pressemitteilung
Gemeinsame Pressemitteilung des
Bündnisses Essen stellt sich quer
und des
Runden Tisch – Kray ist bunt
zum NPD-Aufmarsch in Kray am 9.11.14
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Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
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Essen-stellt-sich-quer

Essen, 5. November 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

die beiden Bündnisse „Essen stellt sich quer“ und „Kray ist bunt“ reagieren auf die Ankündigung eines Aufmarsches der NPD in Essen Kray am 9. November 2014. Wir bitten um Veröffentlichung an prominenter Stelle.

KUNDGEBUNG DER NPD AM 9. NOVEMBER VERHINDERN
Essen stellt sich quer und Runder Tisch - Kray ist bunt organisieren gemeinsam Gegenaktionen

Trotz vielfältiger Proteste und Kundgebungen in den letzten Jahren, will die NPD auch in diesem Jahr wieder am 9. November in Essen zum „Gedenken an die Mauertoten“ aufmarschieren, diesmal in Essen-Kray. Die Mauertoten sind wie immer nur ein vorgeschobener Grund, das stille aber ausdrucksstarke Gedenken an die Pogrome vom November 1938 zu stören.
Das "Bündnis gegen Rechtsradikalismus und Rassismus - Essen stellt sich quer" und der "Runde Tisch - Kray ist bunt" rufen deshalb dazu auf, den Aufmarsch der NPD zu verbieten. Wenn er doch stattfinden kann, rufen wir gemeinsam zu Gegenaktionen auf.
„Eine Kundgebung der NPD am 9. November ist widerwärtig“ hat Oberbürgermeister Pass zu Recht festgestellt. Wir freuen uns, dass auch die Stadtspitze eindeutig Stellung bezieht.


1400 brennende Synagogen, angezündet durch einen gesteuerten nazistischen Mob, 30.000 Verhaftungen jüdischer Bürger, Hunderte Tote. Dies ist der Anlass zum Gedenken an den 9. November 1938 und zu dem was folgte.
Millionen Menschen jüdischen Glaubens, Sinti, Roma, Homosexuelle, sozialdemokratische und kommunistische Politiker, Gewerkschafter und bekennende Christen, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter – sie alle werden durch das Auftreten der NPD an diesem Tag verhöhnt und ihr Andenken wird in den Schmutz gezogen. Wir wollen dies nicht zulassen!

Wir begrüßen es, dass die Polizei über ein Verbot nachdenkt. Wir erwarten, dass sie dieses Verbot auch gerichtsfest, nötigenfalls durch mehrere Instanzen, wohlorganisiert und fristenwahrend, ausspricht.

Wir sehen in dem instinktlosen Vorhaben der NPD auch einen Angriff auf die interreligiösen Aktionen in Kray, wie die Verlegung einer Bodenintarsie der Künstlerinitiative „Engel der Kulturen“ auf dem Krayer Markt. Dieses Symbol steht für die Gemeinsamkeit im interkulturellen Dialog. Dieses Symbol wurde unter großer Anteilnahme der Krayer Bürger dort installiert.

Die Künstler selbst erklären dazu: „So steht Engel der Kulturen immer auch als klares Statement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamophobie, Fundamentalismus und die damit einhergehende Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen.“
Deshalb freuen wir uns, dass die Gruppe „Engel der Kulturen“ unseren Protest gegen die NPD und damit den Schutz der Kunstinstallation auf dem Krayer Markt begleiten möchte.


Wir rufen auf zu Demonstration und Kundgebung:

1938 -2014 Für das Gedenken an die Pogromnacht – Nie wieder Faschismus! - Gegen die antisemitischen Geschichtsleugner der NPD – Gegen die Kundgebung der NPD auf dem Krayer Markt!

Treffpunkt zur Auftaktkundgebung um 16:00 Uhr auf der Kreuzung Kiwittstraße/Marienstraße. Danach Demonstration bis zur Kirche St. Barbara an der Krayer Straße. Dort Zwischenkundgebung mit Gedenken an das Ehepaar Kreulich (ca. 17:00 Uhr)
Weiter mit Demonstration von der Kirche St. Barbara über die Joachimstraße auf den Krayer Markt. Platzbesetzung rund um die Bodenintarsie „Engel der Kulturen“. Kundgebung bis die NPD aufgibt, falls sie wirklich kommen darf.
Bei den Kundgebungen werden mehrere Bundestagsabgeordnete, Vertreter von Parteien, der Kirchen, Organisationen aus Kray und einige Initiativen zu Wort kommen.
Wir hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme der Essener und besonders der Krayer Bürger und Bürgerinnen. Machen Sie mit! Zeigen Sie den Neo-Nazis dass sie nicht erwünscht sind!

Mit der Bitte um Veröffentlichung

Max Adelmann
Sprecher des Bündnisses
Essen stellt sich quer

Dirk Kurz
Ein Sprecher des Bündnisses
Runder Tisch – Kray ist bunt


Einige Redebeiträge

Essen-stellt-sich-quer

Rede-Manuskriptvorlage von Max Adelmann, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

DemoFoto20141109.jpgVor 76 Jahren fanden die Pogrome und Anschläge auf die Synagogen in Deutschland statt, tausende jüdische Geschäfte und Einrichtungen wurden zerstört, etwa 400 Menschen ermordet, Frauen vergewaltigt. Zigtausende Juden wurden verhaftet und deportiert.

Die Geschichte des Antisemitismus und Antijudaismus in Deutschland begann schon im Mittelalter, doch was 1933 mit einer Reihe von Diskriminierungen gegen die Juden in Deutschland begann, war die Pogromnacht der Beginn der systematischen Verfolgung und Vernichtung der in Deutschland lebenden Juden bis hin zu ihrer Vernichtung von sechs Millionen europäischer und nordafrikanischer Juden.

Es waren nicht nur die SS, SA oder andere Nazifunktionäre die sich an den Pogromen beteiligten, viele aus der Bevölkerung nahmen daran teil, aus allen Schichten der Gesellschaft. Der 9. November ist Ausdruck der antisemitischen Massenbasis des Nationalsozialismus. Es ist in dieser Form einzigartig in dieser Welt.

In Deutschland war all dies möglich, da viele Menschen es unterstützt, mitgemacht oder auch nur zugeschaut haben.

  • Zuschauen ist eine der Sachen, die eine menschenunwürdige Politik möglich machen.
  • Zuschauen und Schweigen ist Zustimmung.

Man schaue sich heute den Antiziganismus an, Sinti & Roma sind fast überall in Europa verhasst, keiner will sie, jeder Staat will sie in ein anderes Land hetzen oder ghettoisieren.

Menschen gehen wieder mit Fackeln auf die Straße, zünden Häuser an, ermorden Menschen. Und was machen die europäischen Staaten? Die lassen die Hetzer gewähren, machen Politik für die Rassisten, in dem die letzten Habseligkeiten und Häuser platt gemacht werden, aus angeblichen humanitären Gründen wie Hygienevorschriften. 500.000 Sinti und Roma haben ihr Leben in den KZs und Vernichtungslagern verloren, viele Angehörige oder Überlebende kämpfen bis heute mit den Bürokraten auf einen Anspruch auf Entschädigung oder Rente. Wer seinen Frust auf die Juden loswerden will, nutzt statt des Worts "Jude" einfach "Israel", wer seinen Frust auf die Sinti und Roma loswerden will, nutzt statt des Worts "Zigeuner" einfach "Rumänen" oder "Bulgaren".

Immer, wenn ein deutscher Mob auf die Straßen geht, Flüchtlingsheime angreift, werden diese oft noch von Anwohnern vor Ort unterstützt und in Schutz genommen; man müsse Ihre berechtigten Sorgen verstehen. Was gibt es da zu verstehen, wenn Menschen aus einem Kriegsgebiet kommen und das Einzige was ihnen entgegen schlägt, ist ein hasserfüllter Mob? Ich möchte daran erinnern, dass es einmal ein Grundrecht auf Asyl gab. Viele Juden und andere Verfolgte konnten aus Nazideutschland nicht in andere Länder flüchten, weil diese nicht bereit waren, sie aufzunehmen. Vollbesetze Schiffe wurden wieder zurück geschickt, wohlwissend, dass es den Tod für die flüchtenden Juden bedeutete.

Aus diesem Grund wurde dieses Gesetz geschaffen, schließlich sollte man annehmen aus vergangenen Fehlern gelernt zu haben. Nur zwei Wochen nach dem tödlich und rassistisch motivierten Mordanschlag in Mölln 1992 vereinbarten die damaligen Regierungsparteien, sowie Teile der Opposition dieses Grundrecht abzuschaffen, 1 Jahr später wurde es mit einer zwei Drittel Mehrheit im Bundestag beschlossen. Waren sich die Politiker des Bundestages in vielen Dingen miteinander uneinig und zerstritten, fanden sie doch in der Flüchtlingspolitik eine gemeinsame Linie. Das Unfassbare daran ist, dass damit eine Entscheidung zugunsten der Rassisten und Mördern gefallen war. Statt geschlossen den Opfern beizustehen, wurden die Opfer zu Tätern gemacht, einfach weil sie da, und nicht Deutsch waren; ihre alleinige Existenz wurde zum Problem für Deutschland. Man kann die Verantwortung aber nicht gänzlich auf Politiker abschieben, sondern letztendlich haben sie die Stimmung der Bevölkerung wahrgenommen und eben als Volksparteien danach gehandelt.

Es ist paradox, damit der aus der Heimat verdammte Ausländer in Deutschland keinen Arbeitsplatz wegnimmt, gibt es das Arbeitsverbot und ein Gesetz, das ganz im Sinne des NPD-Slogans „Arbeit zuerst für Deutsche“ orientiert ist, so dass Flüchtlingen, wenn sie denn überhaupt eine Arbeitserlaubnis erhalten, nur die Arbeit übrig bleibt, die kein Deutscher machen will - die sogenannte Drecksarbeit. Eine Arbeit, die so niedrig bezahlt wird, dass es ihnen unmöglich macht, sich von den staatlichen Leistungen zu lösen und somit eine der Bedingungen für die Einbürgerung nicht erfüllen kann. Aber auf der anderen Seite jammern Minister, Politiker und „besorgte“ Deutsche, dass die Flüchtlinge nur wegen der sozialen Leistungen hierher kommen und sich nicht integrieren. Ich nenne so etwas Fremdenhass, dafür hat es noch nie rationaler oder logischer Gründe bedurft!

Wir alle müssen aus den Fehlern lernen und dafür Sorge tragen, dass diese sich nicht wiederholen. Aber aus Fehlern können wir nur lernen, wenn wir die Erinnerungen an die Grausamkeiten wach halten und keinen Schlussstrich unter diese Geschichte ziehen, sondern die Shoa ein Teil von Deutschland bleibt.

Wenn Neonazis auf der Straße den Nationalsozialismus verherrlichen, müssen wir auf die Straße gehen und uns denen in den Weg stellen. Was für Konsequenzen die Nazis aus ihren biologischen Rassismus gezogen haben, wissen wir alle nur zu gut.

Die Begründung der NPD um heute hier aufzumarschieren ist fadenscheinig und vorgeschoben. Warum? Weil man den Mauertoten auch an anderen Tagen gedenken kann. Wenn man diesen Toten gedenken möchte, so muss man auch den Toten an der damaligen Grenze zwischen BRD und DDR gedenken. Insofern ist der Grund für den Aufmarsch der NPD hier und heute in Kray ein Beweis für die Geschichtsverleugnung durch die NPD.

Seit Jahren erleben wir diese bewusste Störung des Gedenkens an die Pogromnacht. Wir lassen uns unser Gedenken nicht nehmen. Diese antisemitischen, von Fremdenhass erfüllten traurigen Gestalten, die nachher den Mauertoten - neben einer öffentlichen Toilette stehend, -versuchen wollen, eine Gedenkfeier durchzuführen, werden wir unsere Meinung dazu sagen und zeigen.

Essen! Essen! Das sind wir! Wir wollen keine Nazis hier!


Anti-Rassismus-Telefon

Rede-Manuskriptvorlage, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Wir sind hier, weil wir wie jedes Jahr am 9. Nov. 1938 erinnern wollen, damit sich das Greuel nicht wiederholt. So viel Elend und Zerstörung hat diese Ideologie gebracht. die damals in Deutschland herrschte.
Und jetzt sind sie wieder da, sie scheuen sich nicht mal, das Unglück, das ihre geistliche Väter über Deutschland gebracht haben, die Folge des Krieges und der Teilung Deutschlands als Vorwand zu nehmen.
Was sie wirklich meinen ist: Rassismus.

Rassismus tötet. Er tötet Menschen, er tötet die Humanität um uns und in uns:

  • Für das, was um den 9. November 1938 und in den folgenden Jahren an Horror geschehen ist, ist Rassismus die Ursache.
  • Für die Opfer der NSU, für die Toten in Mittelmeer, für die Opfer der Festung Europa heute auch.

Rassismus tötet auch die Humanität in uns: Wenn die Menschen, die aus dem Elend zu uns kommen um Schutz zu suchen, hier auf Misshandlungen, auf Drangsalierung , Einschüchterung, Ablehnung stoßen: Rassismus ist die Ursache.

Nach all dem Horror, der in diesem Land seinen Ursprung gehabt hatte, schien es, dass es eine Wende stattgefunden hätte, dass die Menschen hier - und in anderen Länder auch..., denn nicht nur hier ist und war Rassismus beheimatet - einen neuen Anfang machen würden.
"Politisch Verfolgte genießen Asylrecht."

Aber leider war damit noch nichts erreicht. Die Geschichte, wie diese Prinzip entleert wurde, ist bekannt, es ist bekannt, wie die Asylgesetze so geändert wurden, dass für Verfolgte Deutschland zu erreichen beinah unmöglich wurde. Es ist bekannt, wie damals im Laufe dieser Änderungen der Asylgesetze um 1994/95 der Rassismus tobte, und wie viele Opfer er machte.

Das Anti-Rassismus-Telefon Essen, das in diesem Jahr zwanzig Jahre alt wird, wurde damals mit dem utopischen Wunsch gegründet, sich bald überflüssig zu machen.
Es kam stattdessen noch mehr Rassismus, noch mehr Opfer. An diese Hoffnung sollten wir uns trotz allem klammern.

Wenn wir heute noch, statt in Würde und Trauer der Opfer der Pogromnacht zu gedenken, gezwungen sind, gegen die Rechte aufzutreten, so sollten wir weiterhin beharren: wir müssen dafür sorgen, dass diese Gedanken - kann man sie Gedanken nennen?...- , wie sie hier vor uns gezeigt werden, aus der Gesellschaft der Menschen verbannt werden.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Wir wollen hier eine vollkommene Absage an Rassismus und Antisemitismus.
Rassismus ist keine Meinung, sonder ein Verbrechen.

Wir wollen weiterhin dran arbeiten, dass Rassismus aus unserer Gesellschaft verbannt wird.

Darum wollen wir gegenüber allen Rassisten betonen: hier sind Flüchtlinge willkommen.
Wir stehen damit nicht allein. Die Erfahrungen z.B. an den Runden Tischen der Flüchtlingsheime in Essen zeigen, dass es viele sind, die eine Wilkommenskultur gestalten wollen. Diese Kultur der Offenheit und Menschlichkeit ist das, was wir der Un-kultur, die wir heute antreffen werden, entgegensetzen können.

In Essen, in Deutschland sind Nazis nicht willkommen!


VVN/BdA (Verein der Verfolgten des Nazi-Regimes / Bund der Antifaschisten)

Rede-Manuskriptvorlage, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Liebe Mitmenschen,

heute ist der 9.11.2014. Vor 76 Jahren war die Reichspogromnacht. Nazi-Banden zogen durch die Straßen und plünderten und legten Brände in Wohnhäuser, Geschäfte und Gebetshäusern.

Immer wieder werden an diesem Tag Gedenkreden gehalten und Trauermärsche durchgeführt. Vorgestern hat Esther Bejerano, eine Überlebende aus Ausschwitz, hier in Essen noch einiges über die, meiner Meinung nach krankhaften, Aktionen der Nazis, nicht nur an dem Tag der Reichspogromnacht sondern auch was Deutsche anderen Menschen im Nationalsozialismus angetan haben, erzählt.
Ich finde das Gedenken total wichtig...

...und ich finde es auch wichtig, dass noch ein Schritt mehr passiert. Nun aber erstmal dazu warum wir immer noch Gedenken müssen und immer wieder daran erinnern müssen, damit sich dieser Teil der Geschichte nicht nochmal so oder so ähnlich wiederholt.

Auch heute ist Rassismus noch immer an der Tagesordnung. Fangen wir bei den bekannten Rassist*innen an:
Die sogenannte Partei „NPD“, die klare Kontakte in die gewaltbereite rechte Szene besitzt, hat seit ein paar Jahren ihre NRW-Landeszentrale in Essen-Kray. Kurz nachdem sie da war, fand mensch in Kray an einigen Stellen Schmierereien mit klarem Bezug zum Nationalsozialismus. Zum Beispiel wurde ein Hakenkreuz an die evangelische Kirche gesprüht, aber auch die Geflüchteten-Unterkünfte fielen den Nazischmierereien zum Opfer.

In Dortmund wurde die Partei „die Rechte“ in den Stadtrat gewählt, obwohl oder gerade weil sie bekannt ist für ihre oft gewaltbereiten faschistischen Aktivitäten. Viele Mitglieder sind zum Beispiel in Köln gesehen worden als nationalistische Hooligans mit rassistischen Parolen durch die Straßen liefen, Menschen, die nicht in ihr Weltbild passten, bedrohten oder ihre Geschäfte angegriffen haben und am Ende ein Polizeiauto umwarfen.

An dieser Stelle hört der Rassismus in Deutschland aber nicht auf.
Jeden Tag, wenn man die Nachrichtenlandschaft durchforstet, findet man Informationen zu Übergriffen mit rassistischem Hintergrund oder Geschichten wo Rassismus bekannt ist, aber nichts getan wird.

Die ARD Sendung Monitor berichtet zum Beispiel am 22.02.2014 davon, dass es viel öfter bei nicht weißen Menschen zu Personenkontrollen von der Polizei kommt, dem sogenannten Racial Profiling. Bis heute hat sich aber bei der Polizei nichts daran geändert, obwohl sogar Menschen, die bei der Polizei arbeiten, sagen, dass dieses nicht dem Gesetz entspricht.

Immer wieder hört mensch auf der Straße oder an Stammtischen usw., dass gesagt wird „das Boot ist voll“ und „raus mit den ganzen Ausländern.“ Dass es sich bei den Geflüchteten um Menschen handelt, die aus ihrer Heimat gezwungenermaßen fliehen mussten, sehen die Wenigsten. Auch dass Neonazis heute am 9.11.in Kray auf die Straße gehen dürfen, ohne dass ein Versuch von der Polizei unternommen wird diese Kundgebung zu verbieten, ist für mich ein Zeichen dass dieser Neofaschismus toleriert wird.

Liebe Mitmenschen, es ist fünf vor zwölf. Wir müssen gemeinsam ein Zeichen gegen die Intoleranz, Diskriminierung und den Rassismus in unserer Gesellschaft setzen. Aber was können wir tun?

Heute könnten wir uns zum Beispiel alle gemeinsam widersetzen und uns nicht auf einen Platz drängen lassen, sondern uns aktiv den Neonazis der NPD in den Weg stellen.

Oder eine andere größere Aktion unterstützen auf die ich hier hinweisen will. Um Europa wird bzw. ist zurzeit eine Mauer gebaut. Diese Mauer wurde gebaut um Menschen nicht nach Europa zu lassen, egal aus welchem Grund sie kommen. Darum sind am Freitag Menschen von Berlin los gefahren um nicht nur der Mauertoten zu gedenken, sondern es aktiv zu verhindern, dass es weiterhin zu Mauertoten kommt. Sie versuchen die Mauer um Europa abzubauen, durch die es immer mehr Tote gibt, nur weil diese Menschen aus ihren Ländern flüchten müssen. Während des Faschismus in Deutschland sind auch viele geflüchtet, was wir als VVN bestätigen können. Viele haben den Faschismus deshalb überlebt, weil sie aufgenommen worden sind.

Peter Gingold, ein Mensch, der aufgrund seiner Flucht nach Frankreich im Widerstand gegen die Nazis gekämpft hat, schreibt in seinem Buch: „Ich hatte viel Angst, kam oft in Situationen, wo mir das Herz in die Hose rutschte. Ich habe oft nicht gewusst, ob ich ein Löwenherz oder ein Hasenherz besitze. Mut ist doch nichts anderes als seine Angst zu überwinden. Ich war, wie wir alle im Widerstand, in Situationen in denen es um Leben oder Tod ging.“

Heute geht es in solchen Situationen wie dem Widerstand gegen Nazis und Rassismus meistens nicht um Leben oder Tod. Du kannst es lernen, deine Angst zu überwinden. Wenn du zum Beispiel spürst: Da stimmt etwas nicht, da geschieht etwas Unrechtes, Gemeines, was dir alltäglich begegnen kann. Da hängt zum Beispiel ein Klebezettel mit Nazilosungen, rassistischen Sprüchen. Oder wie heute, da wollen Neonazis auf einem Platz ihre menschenfeindlichen Parolen verbreiten. Sollte mensch aus Angst diesen Zettel nicht abreißen oder Nazis blockieren. Einfach nicht eingreifen? Oder wagt mensch es sich? Wage es, auch wenn zunächst mal der Schweiß ausbricht. So kann mensch im Alltäglichen lernen, Mut – oder mit anderen Worten – Zivilcourage aufzubringen.

Lasst uns zusammen das Problem an der Wurzel fassen, die NPD verbieten und dem rechten Rand den Geldhahn zudrehen. Sowie radikal gegen rassistische und menschenfeindliche Einstellungen vorgehen.

Keine Zukunft der Vergangenheit
Nie wieder Faschismus


Pro Asyl / Flüchtlingsrat Essen

Rede-Manuskriptvorlage, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Sehr geehrte Damen und Herrn,

ich spreche hier im Name des Vorstandes von PA/Flüchtlingsrat Essen, die leider nicht hier sein können, sondern anderswo an dasselbe erinnern wie wir hier. Am 9. November nämlich gedenken Menschen überall auf verschiedener Art und Weise die Pogromnacht.
Es war der Anfang des Schreckens: Tausende von Menschen, Juden, Romas, Gewerkschaftler, politische Menschen, Menschen, deren Lebensweise den Herrschenden nicht gefiel... alle waren Opfer. Das Gedenken soll hoffentlich uns allen eine Lehre sein, damit das Schrecken sich nicht wiederholt.

Ist das Vergangenheit, vergessen und vorbei? Wir meinen nicht. Auch heute versuchen die Kräfte von Rechts Menschenverachtung zu propagieren. Neben dem Antisemitismus, der immer noch bei diesen wütet, sind die Flüchtlingen ihr Ziel. Und die Roma, die schon unter den Nazi gelitten haben, sind wieder in der Mitte feindlicher Aufmerksamkeit.
Die Menschen, die aus dem Elend und der Verfolgung flüchten, werden zu einer Last, ja eine Gefahr für uns stilisiert. Statt hier eine Zufluchtsort zu finden, werden in einigen Orten weiterhin schikaniert, gedemütigt. Für die Städte sind sie Kostenfaktoren, für die, die sei betreuen sollten, sind sie manchmal Objekt von Feindschaft . Man fragt sich ob die Humanität verbannt ist.

Ist sie aber nicht. Man darf nicht akzeptieren, dass Flüchtlinge Objekt von Feindschaft werden, und viele akzeptieren es nicht.

Mit Freude stellt Pro Asyl fest, dass in Essen immer mehr Menschen das Schicksal von Flüchtlingen wahrnehmen und sich daran beteiligen wollen, ihnen das Ankommen in unserer Stadt zu erleichtern. So gehen bei Pro Asyl viele Angebote ein zu ehrenamtlichen Unterstützung; sei es durch Sprachunterricht , sei es durch Beteiligung an den Runden Tischen, die es im Umfeld einiger Heime bereits gibt, sei es durch Einbeziehung von Flüchtlingen in bestehende Aktivitäten. Seit längerer Zeit, spätestens seit dem die Stadt eine - kurzfristige - Notstandeinrichtung in einer Turnhalle in der Lohstrasse eingerichtet hat, finden in vielen Stadtviertel Solidaritätsveranstaltungen statt.

Flüchtlingen sind in Essen willkommen!

So soll es sein. so soll es bleiben.


SPD

Rede-Manuskriptvorlage von Dirk Heidenblut, kann vom gesprochenen Wort abweichen.


Es ist richtig und gut, dass nicht nachgelassen wird alljährlich an die Ereignisse in der Reichspogromnacht zu erinnern und damit zugleich an die unendliche Zahl von Toten, die eine verblendete Nazi-Rassenideologie, rassistischer Menschenhass, verursacht hat.

Die in perfider Unmenschlichkeit vorangetriebene Ausrottung von Juden oder Sinti und Roma, die Verschleppung, Einkerkerung und Tötung von Sozialdemokraten, Kommunisten und all derjenigen, die noch mit gesundem Menschenverstand versucht haben zu helfen oder Opposition zu machen.

Ich bin dankbar, dass so viele bereit sind die Erinnerung wach zu halten. Es ist dabei für mich unfassbar, dass auf dieser Veranstaltung laut skandiert wird – Nazis raus – und das zu Recht, denn die provokative Anmeldung einer Demo der NPD unter fadenscheinigen Argumenten um rechte Propaganda und rassistische Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten, macht das nötig. Und macht auch noch einmal deutlich, das NPD-Verbot muss kommen, die NPD-Zentrale in Kray muss weg.

Wir wollen, und dies nicht nur aufgrund der Geschichte, sondern aus Überzeugung, ein buntes Essen, ein Miteinander der Kulturen. Der Engel der Kulturen, der dankenswerterweise hier auch vertreten ist, steht klar dafür.

Die SPD hat sich schon in der Nazizeit bis zuletzt mit allen demokratischen Mitteln gegen die Nazidiktatur gestellt und in dieser Tradition, die Otto Wels mit seiner letzten Rede, mit der er ein entschiedenes Nein zum Ermächtigungsgesetz ausrief, verdeutlichte, stehen wir auch Heute und wehren uns gegen jede antisemitische Tendenz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.
Lassen Sie mich eins klar sagen: Die Einzigen, die hier nicht Zuhause sein dürfen, die raus müssen, sind die Nazis.


Die Linke

Rede-Manuskriptvorlage von Niema Movassat, kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

heute vor 76 Jahren brannten auch hier in Essen jüdische Synagogen und Einrichtungen. Am 9.November 1938 zogen die Nazihorden durch die Straßen, verfolgten Menschen jüdischen Glaubens. Es war ein Vorbote des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte– die industrielle Vernichtung von 6 Millionen Juden sowie unzähliger Sinti, Roma, Schwulen und Lesben, Menschen mit Behinderungen und politischen Gegnern.Kurz: Alles was nicht in das verbrecherische Menschenbild der Faschisten passte.

Wir sind hier und heute auf der Straße, weil wir sagen: Nie wieder! Nie wieder Rassismus und Antisemitismus!

Gleich will hier die NPD aufmarschieren. An diesem historischen Tag. Nazis sind niemals auf der Straße zu dulden. Aber schon gar nicht am 9.November. Wessen Geistes Kind die NPD ist zeigt sie eben dadurch, dass sie sich am 9.November auf die Straße traut. Sie stellt sich damit in die menschenverachtende Tradition des nationalsozialistischen Deutschlands.

Wir sagen hier und heute laut und deutlich: Wir dulden keine Faschisten! Wir protestieren gemeinsam gegen den NPD Aufmarsch. Wir sagen: In Essen ist kein Platz für Rassismus und Faschismus!

Der 9.November ist auch ein Tag, an dem es gilt, deutlich gegen neue rassistische Tendenzen in der Gesellschaft den Mund aufzumachen. Denn die rechte Gefahr ist nicht immer so offensichtlich wie heute.

So erlangt die Hetze gegen Flüchtlinge und gegen Sinti und Roma immer neue Dimensionen. Angeblich sei das Boot voll, mehr oder weniger offen wird das proklamiert von führenden Politikern in diesem Land. Die CSU war sich sogar nicht zu schade dafür in den Europawahlkampf mit dem Spruch „Wer betrügt, der fliegt“ zu ziehen.

Und die AfD, die auch mit offen rassistischen Parolen in den Wahlkampf zog, konnte jüngst in drei ostdeutsche Landtage einziehen. Und das rassistische Buch von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ erlangte eine Rekordauflage.

Rassismus ist in der Gesellschaft zunehmend wieder akzeptiert. Dagegen müssen wir auch laut unsere Stimme erheben. Denn das Hauptproblem sind nicht ein paar Nazis, die Gefahr ist, dass deren Hetze in der Mitte der Gesellschaft sich verankert, dass ihre Positionen mehrheitsfähig werden.

Rassismus und Antisemitismus weit in der Mitte der Gesellschaft haben die Verbrechen der Nationalsozialisten ermöglicht. Nie wieder darf das passieren!

Die Hetze, die wir gegen Flüchtlinge erleben, ist in doppelter Hinsicht absurd. Zum einen, weil die Flüchtlingszahlen in Deutschland im Verhältnis zur Bevölkerungszahl von 80 Millionen nicht sonderlich hoch sind. So gab es dieses Jahr knapp 160.000 Asylanträge in Deutschland. Dass kleine Libanon mit seinen 4 Millionen Einwohnern hat aber 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Andere Länder leisten im Verhältnis zu ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten deutlich mehr für Menschen in Not.

Und zum anderen muss man sich nicht wundern, dass wenn man Waffen in alle Welt liefert – Deutschland ist heute 3.größter Waffenexporteuer der Welt - man so Krisen und Konflikte befeuert, die Folge auch Flüchtlingsbewegungen sind.

Dass man es in Deutschland nicht schafft, Menschen in Not würdig unterzubringen, sie sogar, wie in Burbach und Essen geschehen, geschlagen werden vom Sicherheitspersonal, ist eine Schande für dieses Land. Menschen, die in Not zu uns kommen, verdienen Unterstützung und Hilfe statt Repression und Gängelung! Wir brauchen eine würdevolle Unterbringung für Geflüchtete, Arbeitserlaubnisse und eine menschliche Behandlung!

Der Monat November erinnert uns übrigens noch an ein anderes Thema, das bis heute nicht aufgeklärt ist.

Die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrundes, NSU. Denn im November 2011 kam durch die Selbsttötung von zwei ihrer Mitgliedern, Bönhard und Mundlos, ans Licht der Öffentlichkeit. Dass eine Nazibande jahrelang mordend durchs Land ziehen konnte! Dass dies möglich war, ist schon eine Schande. Dass bis heute eine Verwicklung von staatlichen Stellen in die Mordserie nicht ausgeschlossen werden kann, müsste breiteste Empörung im ganzen Land auslösen. Ich zitiere mal aus dem Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Thüringer Landtags: „Die Häufung falscher und nicht getroffener Entscheidung und die Nichtbeachtung einfacher Standards lassen aber auch den Verdacht gezielter Sabotage und bewussten Hintertreibens und Auffindendes der Flüchtlingen.“

Das ist unfassbar. Die NSU-Mordserie muss umfassend aufgeklärt werden. Diejenigen staatlichen Akteure, die die Verantwortung tragen für das Scheitern der Strafverfolgung, müssen belangt werden. Es darf und kann nicht sein, dass in Deutschland Nazis unbehelligt mordend durchs Land ziehen können. Auch da gilt: Nie wieder!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir werden uns weiter gegen die Nazis stellen. Ob heute hier in Kray. Oder wenn, wie in Köln, Nazi-Hooligans durch die Straßen ziehen und Angst und Schrecken verbreiten können. Wir wollen keine Faschisten mehr auf der Straße, keine „Ausländer raus“ Parolen. Wir wollen nicht, dass staatliche Stellen Rassisten verharmlosen und nicht entschieden gegen sie vorgehen. Wir sagen hier und heute „Ja“ zu Toleranz, zum gemeinsamen Miteinander.

In diesem Sinne „Nazis raus aus Kray!“

Danke für die Aufmerksamkeit


Weitere Unterstützungsaufrufe

Gesonderte Unterstützungsaufrufe:

Am 7. 11. erhielten wir die Unterstützung des Essener Friedensforums PDFicon.gif für die Gegenkundgebung

Essener Friedensforum unterstützt Kundgebung von »Essen stellt sich quer« gegen die NPD-Aktionen zum 9.November

Am 9.11. will die NPD in Essen eine Kundgebung durchführen. Das Essener Friedensforum unterstützt den Aufruf des Bündnisses Essen stellt sich quer zur Gegenkundgebung.
Letztes Jahr hetzten NPD-Redner in der Innenstadt gegen alle, die multikulturelles Leben unterstützen, sie würden dies mit "Lügen" schönreden. Sie kritisierten damit direkt Sozialdemokraten, Linke, Grüne und Gewerkschaften sowie Antifaschisten und weitere Demokraten...
Ein NPD-Redner forderte, dass sogenannte »Asylantenheime« in Grenznähe gebaut werden sollten, ‚um die deutsche Bevölkerung vor Lärm, Müll und Kriminalität zu schützen‘.
In Essen demonstrierende Mitglieder der NPD griffen den Plan befürwortend auf, Flüchtlinge durch Verschlechterungen von Hilfe abzuschrecken und forderten Sachleistungen statt der bisherigen Unterstützung für Asylbewerber.
Zusätzlich forderten die NPD-Propagandisten die Verschärfung der Residenzpflicht, nach der es Flüchtlingen verboten ist, etwa einen Regierungsbezirk zu verlassen.
Begründung für die noch stärkere Einengung der Bewegungsfreiheit: ‚Wir wollen wissen, wo sie sich aufhalten.‘
Eine solche grundgesetzwidrige Hetze darf es in unserer Stadt nie wieder geben. Wir fordern das Verbot der NPD- Kundgebung und fordern alle Demokraten auf, sich der Gegendemonstration von Essen stellt sich quer anzuschließen und ein Zeichen für ein lebendiges Miteinander zu setzen.
Das gilt nicht nur am Tag des Gedenkens an die Pogrome Nazi-Deutschlands gegen jüdische Bürger, sondern alle Zeit.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Treffpunkt um 16:00 Uhr auf der Kreuzung Kiwittstraße/Marien-straße. Danach Demonstration bis zur Kirche St. Barbara an der Krayer Straße. Dort ist dann die Zwischenkundgebung mit Gedenken an das Ehepaar Kreulich (ca. 17:00 Uhr)
Weiter geht es mit der Demonstration von der Kirche St. Barbara über die Joachimstraße auf den Krayer Markt. Im Anschluss: Platzbesetzung rund um die Bodenintarsie „Engel der Kulturen“. Kundgebung bis die NPD aufgibt, falls sie

wirklich kommen darf.

Am 4. 11. unterstützen die Grünen Essen die Gegenkundgebung.

9. November darf kein Gedenktag von Neo-Nazis werden!

Zur angekündigten Kundgebung der NPD ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht in Kray erklärt Gönül Eglence, Vorstandssprecherin der GRÜNEN:
„Am 9. November 1938, der staatlich verordneten Pogromnacht, wurden an die 400 Menschen ermordet. SA und andere Nazi-Helfer setzten in Essen wie in ganz Deutschland über 1400 Synagogen und viele jüdische Geschäfte in Brand. Tatsächlich steht dieses Datum für den Beginn der systematisch zum Holocaust führenden Judenverfolgung im deutschen Machtbereich.
Auch 76 Jahre später gibt es deshalb viele gute Gründe, diesen Jahrestag im stillen Gedenken zu begehen und von allen nationalistischen Aufmärschen im Geiste der Tätet aus der Nazizeit frei zu halten.
Die Grünen rufen deshalb gemeinsam mit dem Bündnis „Essen stellt sich quer“ dazu auf, die Aktion der NPD, die wie immer Vorwände für ihr Auftreten am Tag der Verbrechen ihrer Vorgängerorganisation NSDAP sucht, nicht unwidersprochen hinzunehmen.
Wenn die NPD wie polizeilich angemeldet am Abend des 9. November zwischen 18.30 Uhr versucht, mit ihrer Aktion die Pogromnacht von 1938 vergessen zu machen, wollen wir das mit einer deutlich größeren Gegenkundgebung früher behindern."
Wer ein friedliches Zeichen gegen Nationalismus und Rassenwahn setzen will, ist herzlich zur Gegenkundgebung am 9.11. nach Kray eingeladen, auch vor der NPD-Landeszentrale im Hinterhof der Marienstraße.

Das Motto von Anwohnern gegen die unliebsame Nachbarschaft von NPD-Dummköpfen (Originalton Bundespräsident Gauck) lautet: "Kray ist bunt!"

Am 06.11. unterstützten die Essener Jusos die Gegenkundgebung.

Jusos Essen unterstützen Gegenkundgebung am 9.11.

Am 9.11. wird die NPD auf dem Krayer Markt eine Kundgebung veranstalten. Die Jusos Essen unterstützen den Aufruf des Bündnisses Essen stellt sich quer zur Gegenkundgebung.
„Die alljährlich stattfindende Veranstaltung der NPD am 9.11. ist widerlich und an Menschenverachtung kaum zu überbieten“, empört sich Romina Eggert, stellv. Vorsitzende der Jusos Essen. „Unter dem Deckmantel des Gedenkens an die Mauertoten verhöhnen die Neonazis die Opfer der Reichspogromnacht und alle, die durch den Holocaust zu Tode kamen.“
„Wir können und wollen diese ekelhafte Provokation nicht hinnehmen“, ergänzt Oliver Kann, Vorstandsmitglied der Jusos Essen. „Es wäre auch wünschenswert, dass sich die Polizeipräsidentin entschiedener gegen solche Veranstaltungen positionieren würde, denn Essen ist eine bunte und vielfältige Stadt. Wir rufen daher alle Essener Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Gegenkundgebung zu beteiligen und somit ein starkes Zeichen gegen die NPD und ihr krudes Geschichtsbild zu setzen!“

Die Auftaktkundgebung wird um 16:00 Uhr auf der Kreuzung Kiwittstraße/Marienstraße stattfinden. Bei den Kundgebungen werden mehrere Bundestagsabgeordnete, wie auch Vertreterinnen und Vertreter von Parteien, der Kirchen, Organisationen aus Kray und einiger Initiativen zu Wort kommen.


WAZ, 08.11.2014 Kundgebungen treffen in Kray aufeinander

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WAZ / Essen,Samstag, 8.11.2014

Kundgebungen treffen in Kray aufeinander

Polizei sieht keinen Anlass für Verbot


Wenn sich die rechten Provokateure am Sonntag, 9. November, auf dem Krayer Markt positionieren werden, dann wollen ihnen 200 bis 400 Teilnehmer der Gegenkundgebung gegenüber stehen, sie wollen zu hören und zu sehen sein. Die Polizei hat derzeit weiterhin keinen Grund, die Veranstaltung der NPD zu verbieten.

Breite Unterstützung vieler Parteien gibt es für die Gegendemo, darunter etwa Jungsozialisten und Grüne. Die Veranstaltung von „Essen stellt sich quer“ beginnt zunächst mit einem Umzug durch den Stadtteil. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Kreuzung Kiwittstraße/Marienstraße, von dort geht es unter anderem über die Krayer Straße zur St. Barbara-Kirche, wo eine Kundgebung stattfinden soll. Worauf die Teilnehmer verzichten werden, sagt Polizei-Sprecher Lars Lindemann, „ist die Parteizentrale der NPD symbolisch mit Kartons zuzumauern.“ Später auf dem Krayer Markt werden sich dann die Teilnehmer beider Kundgebungen in Sichtweite gegenüberstehen, die Polizei dazwischen werde sie trennen. Die Veranstaltung von Essen stellt sich quer soll um 22 Uhr enden. Bereits um 21 Uhr will die NPD ihre Versammlung mit rund 40 Teilnehmern auflösen; ihr Motto „25 Jahre Mauerfall – in Gedenken an die Mauertoten“.

NRZ, 06.11.2014 Polizei sieht keinen Grund für Demo-Veto

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NRZ / Essen,Donnerstag, 6.11.2014

Polizei sieht keinen Grund für Demo-Veto

Behörde: Bislang keine Ansätze für ein Verbot


Bislang hat die Polizei keine Gründe für ein Verbot der geplanten NPD-Demo am 9. November auf dem Krayer Markt ausmachen können. Dies berichtete Polizeisprecher Lars Lindemann gestern auf Nachfrage. In einem Gespräch mit den Anmeldern habe man sich auf die Spielregeln der umstrittenen Kundgebung am Jahrestag der Pogromnacht und des Mauerfalls verständigen können. Noch sei die Veranstaltung aber nicht offiziell bestätigt worden. „Die Prüfung ist nicht abgeschlossen“, sagte Lindemann. Auch mit Vertretern der Gegendemo von „Essen stellt sich quer“ hat sich die Polizei unter Verzicht auf eine Aktion einigen können: Das symbolische Zumauern der NPD-Zentrale an der Marienstraße mit Umzugskartons bleibt ein frommer Wunsch des Bürgerbündnisses. Der Protestzug durch Kray aber findet statt, beginnt um 16 Uhr an der Kiwittstraße und führt nach Angaben der Polizei über die Krayer Straße zur Barbarakirche. Über die Joachimstraße geht’s dann weiter bis zur Nordseite des Krayer Markts. Die NPD-Kundgebung, die um 18.30 Uhr beginnt, und die Gegendemo enden spätestens um 22 Uhr.   j.m.

WAZ, 06.11.2014 Polizei hat keine Gründe für Verbot rechter Demo

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WAZ / Essen, Rubrik Kurz gemeldet,Donnerstag, 6.11.2014

Polizei hat keine Gründe für Verbot rechter Demo


Nach derzeitigem Stand gibt es laut Polizei keinen Ansatzpunkt, die rechte Demo auf dem Krayer Markt zum Datum der Pogromnacht am 9. November zu verbieten. Die Polizei prüfe das aber weiterhin, sagt Polizei-Sprecher Peter Elke. Oberbürgermeister Reinhard Paß kommentiert indes: „Wie ein Hohn klingt es, wenn Menschen mit einer antisemitischen Gesinnung diesen Tag nutzen wollen, um öffentlich ihre kruden Ansichten zur Schau zu tragen. Eine Kundgebung der NPD und ihrer Sympathisanten am Gedenktag empfinde ich als widerwärtig.“

NRZ, 04.11.2014 „Essen stellt sich quer“ am 9. November

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NRZ / Essen,Dienstag, 4.11.2014

„Essen stellt sich quer“ am 9. November

Demo gegen Rechts angemeldet


Die Reaktion auf die rechten Pläne am Jahrestag der Reichspogromnacht und des Mauerfalls hat nicht lange auf sich warten lassen: Das Bürgerbündnis „Essen stellt sich quer“ hat eine Gegendemo angemeldet und mobilisiert gegen die NPD-Demo am 9. November auf dem Krayer Markt. Ob die Veranstaltung stattfinden wird, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte Polizeisprecher Lars Lindemann gestern. Verbotsgründe werden geprüft. Details will die Polizei nennen, wenn die Gespräche mit beiden Anmeldern geführt worden seien. Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“, hat einen sechsstündigen Protest mit „mindestens 200 Teilnehmern“ bei der Polizei angemeldet. Die Demo soll auf der Kreuzung Am Zehnthof/Marienstraße starten, um in zwei Gruppen durch den Stadtteil bis zum Krayer Markt zu ziehen. Vor dem Haus Marienstraße 66 ist eine Kundgebung samt Kunstaktion geplant: Die Landeszentrale der NPD soll mit gestapelten Umzugskartons eingemauert werden. Vor der Kirche St. Barbara soll dem Ehepaar Greulich gedacht werden, das von den Nazis zum Tode verurteilt wurde. j.m.

WAZ, 04.11.2014 Polizei prüft Verbot von rechter Demo

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WAZ / Essen,Dienstag, 4.11.2014

Polizei prüft Verbot von rechter Demo

25 Gegenveranstaltungen am 9. November, dann will die NPD auf den Krayer Markt


Im Vorjahr gingen die Parolen der rechten Provokateure am 9. November im Pfeifkonzert ihrer Gegner unter. Was die NPD-Anhänger nicht abhält, erneut eine Kundgebung für Sonntag anzumelden. Unter fast identischem Motto „25 Jahre Mauerfall – in Gedenken an die Mauertoten“ wollen sich 40 Teilnehmer (18.30 bis 21 Uhr) auf dem Krayer Markt versammeln, so lautet die Anmeldung einer Einzelperson, sagt Polizeisprecher Lars Lindemann. Das Abstimmungsgespräch mit dem Anmelder habe begonnen. Derzeit prüft die Polizei, „ob es Ansatzpunkte gibt, um ein Verbotsverfahren anzustreben“, sagt Lindemann. 2013 lief ein Verbot ins Leere. Die Polizeipräsidentin hatte erstmals die Demo am Termin der Reichpogromnacht untersagt, die NPD legte dagegen Beschwerde ein. Das Gericht entschied zu ihren Gunsten. Daraufhin landete ein Fax mit der Beschwerde der Essener Polizei gegen den Beschluss beim Oberverwaltungsgericht in Münster. Weil die Beamten im Vorfeld nicht deutlich genug gemacht hätten, erneut Beschwerde einreichen zu wollen, nahm das Fax in Münster keiner entgegen. Es war Freitagabend, die Belegschaft des OVG hatte bereits Feierabend. Ärgerlich, aber heute wisse die Polizei, dass die Argumente nicht für ein Verbot gereicht hätten. Umso genauer wird die Polizei nun wohl ihre Argumente prüfen müssen.

Bei der NPD geht man davon aus, dass die Demonstration nicht untersagt wird. „Die Polizei will bestimmt nicht noch einmal auf die Nase fallen. Und vielleicht hat die Polizeipräsidentin ja auch aus dem Vorjahr gelernt“, sagt NPD-Landesvorsitzender Claus Cremer. In Essen, sagt er, habe eine solche Veranstaltung „seit Jahren Tradition. Und die wollen wir beibehalten.“ Seine Partei hat die Abendstunden für die Demo ausgewählt, „damit der feierliche Charakter beim kleinen Jubiläum 25 Jahre Mauerfall besser rüberkommt“. Claus Cremer erwartet am Sonntag eine ruhige Veranstaltung: „Von unserer Seite wird es ruhig bleiben.“

Angemeldet sind für den 9. November derzeit 25 Gegendemonstrationen, darunter die von „Essen stellt sich quer“. Sie planen ihre Kundgebung ebenfalls in Kray, mit rund 200 Teilnehmern, von 16 bis 22 Uhr. Das Abstimmungsgespräch soll am heutigen Dienstag stattfinden. tosch/sag
Bildunterschrift:
Eine Gegendemo 2013. FOTO: KV

NRZ, 03.11.2014 NPD will am Gedenktag aufmarschieren

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NRZ / Essen,Montag, 3.11.2014

NPD will am Gedenktag aufmarschieren

Kundgebung am 9. November in Kray


Essen steht eine erneute Provokation von Rechts ins Haus: Am Jahrestag der Reichspogromnacht will die NPD auf dem Krayer Markt aufmarschieren – erneut unter einem mutmaßlich scheinheiligen Motto: „25 Jahre Mauerfall – in Gedenken an die Mauertoten“. Die Polizei bestätigte jetzt auf Anfrage eine entsprechende Anmeldung der Kundgebung. Zu dem Aufmarsch zwischen 18.30 Uhr und 21 Uhr erwarte der Anmelder nach eigenen Angaben etwa 40 Teilnehmer. Wie die Behörde mit dem Ansinnen der NPD umgehe, sei noch nicht klar, sagte Polizeisprecher Lars Lindemann. Es habe noch kein Kooperationsgespräch stattgefunden.

Im vergangenen Jahr hatte Essens Polizeipräsidentin erstmals eine NPD-Kundgebung am Jahrestag der Pogromnacht untersagen wollen. Doch die Gerichte konnten der Begründung einer gravierenden Störung der öffentlichen Ordnung und anderen Bedenken nicht folgen. Vielmehr würde ein Verbot einer solchen Veranstaltung selbst an solch einem denkwürdigen Tag die Grundrechte der Versammlungsfreiheit und der freien Meinungsäußerung in nicht vertretbarer Weise einschränken, hieß es im Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Der Gang vor die nächste Instanz misslang: Angeblich kam das entsprechende Fax der Essener Behörde nicht rechtzeitig beim Oberverwaltungsgericht an, lautete damals zumindest die offizielle Version (die NRZ berichtete).

Antifaschisten und bürgerliche Organisationen haben für den 9. November nach Angaben der Polizei vorsorglich bereits 25 Kundgebungen an unterschiedlichen Plätzen im Stadtgebiet angemeldet, um den Rechten Paroli bieten zu können. j.m.

NRZ, 01.11.2014 NPD will aufmarschieren

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NRZ / Essen, Rubrik Titelseite-Ankündigung,Samstag, 1.1.2014

NPD will aufmarschieren


Essen steht eine erneute Provokation von Rechts ins Haus: Die NPD plant für den 9. November, Jahrestag der Reichspogromnacht, eine Kundgebung in Kray.

08.11. Antifaschistischer Ratschlag

Einladung zum Antifaschistischen Ratschlag

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Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Einladung des Bündnisses

Essen stellt sich quer

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Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png
www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, im Oktober 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
und alle die in Essen aktiv etwas gegen Rechtsradikalismus und Rassismus tun…

Wir möchten Sie heute herzlich zu unserem Antifaschistischen Ratschlag am Samstag, dem 8. November 2014 einladen. Die Veranstaltung findet ganztägig in der Zeche Carl von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.
Während des Antifaschistischen Ratschlags präsentieren alle teilnehmenden Gruppen, Vereine, Verbände, Organisationen, Schulen, Jugendzentren usw. sich selbst und ihre Arbeit.
Alle sollen die Möglichkeit bekommen, möglichst viele Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen, sich zu vernetzen und neue Partner_Innen in ihrem Engagement gegen Rechts zu gewinnen.

Beginnend mit einem spannenden Vortrag über die aktuelle Situation extrem rechter und rechtspopulistischer Gruppierungen in Essen soll anschließend die öffentliche Wahrnehmung antifaschistischer Aktivitäten diskutiert werden. Danach werden sich Projekte und Gruppen mit ihrer Arbeit vorstellen. Dies wird in Form eines „Marktes der Möglichkeiten“ stattfinden. Nicht nur klassische „Infostände“ oder Ausstellungen sollen dabei ihren Platz haben, sondern auch künstlerische Projekte wie zum Beispiel Poetry-Slams, Theaterstücke oder Musik.
Anschließend starten wir in eine Workshop-Phase, in der es um Themenfelder antifaschistischer Arbeit, Aktionsformen, Mobilisierung, Finanzierung und Vernetzung gehen soll. Hier wird es darum gehen, den bisherigen theoretischen Überlegungen eine Basis für eine praktische Umsetzung zu geben. Wir suchen Ideen – finden sie – und geben sie an alle weiter!


Workshop-Beschreibungen:
1 Themenfelder antifaschistischer Arbeit
Erschöpft sich antifaschistische Arbeit darin gegen „NPD“ und „Die Rechte“ zu demonstrieren?
Oder gehört mehr dazu? Ist Israelkritik grundsätzlich antisemitisch? Wenn ich gegen Salafismus bin, bin ich dann Islamophob? „Argumente“ gegen Flüchtlinge – Was sind nur Ängste und wo fängt Rassismus an?
Was wird in Essen in Bezug auf solche Fragestellungen getan? Wer weiß etwas? Wer tut etwas? – Und wenn ja, was?
2 Aktionsformen:
Klassisch (Demo, Kundgebung), phantasievoll, provokant, lustig, satirisch… ???
Was gibt es für Aktionsformen gegen Neonazismus und Rassismus in Essen? Wer setzt was ein? Was wurde in Essen bisher nicht probiert? Wer traut sich das zu?
3 Aktivierungsideen:
Tun wir etwas gegen solche Argumente:
- Wegen der paar Hansel braucht man sich nicht aufzuregen.
- Einfach links liegen lassen. Darauf aufmerksam zu machen wertet die nur auf…
4 Finanzierungsideen:
Es gibt in Essen Bestrebungen einen „Kommunalen Aktionsplan gegen Rassismus und Rechtsradikalismus – Für Toleranz und Respekt“ zu fordern. Damit soll die Stadtverwaltung Essen es ermöglichen antifaschistische und antirassistische Arbeit zu fördern und zu unterstützen – auch finanziell. Wie finanzieren wir solche Arbeit bis es mal soweit ist? (Verein, Sponsoring)
5 Wie vernetzen wir uns? Welche Infos sind sinnvoll?
Wie organisieren wir einen Informationsaustausch zwischen politisch / religiös / organisatorisch völlig unterschiedlichen Gruppen? Welche Medien nutzen wir dazu? Über was tauschen wir uns aus?
6 Stammtischparolen – erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus
Wem ist dies nicht schon mal passiert? Da ist man irgendwo mit Menschen zusammen und einer läßt plötzlich einen schlimmen ausländerfeindlichen Spruch vom Stapel oder erklärt kurzerhand eine ganze Gruppe von Menschen zu Verbrechern. – Da bleibt einem erst mal die Spucke weg.
Das soll aber nicht so sein! Wie kann man das ändern?
Dr. Klaus-Peter Hufer, Prof. der Uni DUE, Referent der Kreis-VHS Viersen, wird eine Übersicht über seine Workshops und Beispiele seiner Arbeitsweise geben.


Laut gegen Rechts!

Zusätzlich wird es am Abend nach dem ganztägigen Ratschlag noch ein Konzert „Laut gegen Rechts“ geben, bei dem Bands, die sich klar für eine tolerante und offene Gesellschaft aussprechen, ihr Bestes geben, um Sie zu unterhalten. Es warten Künstler_Innen aus den Bereichen Rock, Punk und Rap auf sie.
(Konzerteintritt: 10,00 €, ermäßigt für Schüler, Studenten, Azubis 6,00 €) Die Teilnahme am Antifaschistischen Ratschlag ist frei, jedoch bitten wir um schriftliche Anmeldung und Kauf eines Verzehrbons (5,00 €) an der Tageskasse. Dafür gibt es von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr alkoholfreie Getränke und einen Mittagimbiss. Es gibt zusätzlich eine „Kombikarte“ für die Teilnahme am Antifaschistischen Ratschlag und dem Konzert „Laut gegen Rechts“ für nur 8,00 €.


Mit freundlichen Grüßen

Max Adelmann
Sprecher des Bündnisses
Essen stellt sich quer

Für Rückfragen:
Mail: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png


Das beiliegende Anmeldeformular bitte ausgefüllt einsenden an: Essen stellt sich quer im Büro des Anti-Rassismus-Telefons, Friedrich-Ebert-Straße 30, 45127 Essen oder per Mail an: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png


Einzelpersonen Anmeldeformular

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Einladung an Gruppen zum Antifaschistischen Ratschlag

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Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Einladung des Bündnisses

Essen stellt sich quer

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Essen, im Oktober 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
und alle die in Essen aktiv etwas gegen Rechtsradikalismus und Rassismus tun…

Wir möchten Sie heute herzlich zu unserem Antifaschistischen Ratschlag am Samstag, dem 8. November 2014 einladen. Die Veranstaltung findet ganztägig in der Zeche Carl von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.
Während des Antifaschistischen Ratschlags präsentieren alle teilnehmenden Gruppen, Vereine, Verbände, Organisationen, Schulen ...

... den vollständigen Text anzeigen

WAZ, 15.10.2014 Antifaschistischer Ratschlag in Zeche Carl

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WAZ / Essen-West,Mittwoch, 15.10.2014

Antifaschistischer Ratschlag in Zeche Carl


Altenessen. Der „Antifaschistische Ratschlag“ findet am Samstag, 8. November, von 10 bis 18 Uhr in der Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee statt. Gruppen, Vereine, Verbände, Schulen und Jugendzentren präsentieren sich selbst und ihre Arbeit. Ein Vortrag beleuchtet die aktuelle Situation extrem rechter und rechtspopulistischer Gruppierungen in Essen. Anschließend soll über die öffentliche Wahrnehmung antifaschistischer Aktivitäten diskutiert werden. Nachmittags beginnt die Workshop-Phase, abends gibt es ein „Konzert gegen Rechts“.

08.11. Rock gegen Rechts / Laut gegen Rechts

Siehe auch Rock gegen Rechts am vorherigen Tag

Konzert-Flugblatt

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Flyer zum Konzert (2 Seiten) PDFicon.gif (393.7 KB) / Plakat

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Omas Zwerge
Dead Memory
Holger Burner
Sunflowers of Death

Zeche Carl
Samstag 8. November 2014 um 19:30 Uhr


Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, Essen-Altenessen, U11 bis Altenessen-Mitte, P am Haus



Essq-SchriftGross.png EqLogoKastenTrans114.png
Eq2014RockGegRechts-08h.png Eq2014RockGegRechts-12h.png Eq2014RockGegRechts-10h.png Eq2014RockGegRechts-11h.png

Omas Zwerge – sind vier Jungs aus dem Ruhrpott, die schon lange zusammen Musik machen, die wilde Zeiten erlebt und den Punkrock noch nicht hinter sich gelassen haben, Die vier Jungs sind schwer zu fassen. Die anstehende EP NEUE ZEIT? hingegen zeigt eine gereifte, jedoch immer noch frische, freche und freie Punkrockband.
Songs wie „Bang Bang“, „Kleptomanie“ oder „Unsere Lieder“ sind schnell, fetzig, laut, und bringen mit Bässen und Texten die Meute zum unkontrollierten Sing-, Schrei-, Tanz- und Springeinlagen. Eskalation vorprogrammiert! Mit 5 Tracks auf der digitalen EP bietet Omas Zwerge ab diesem Konzert Live einen tollen Vorgeschmack auf das Album WEGE RICHTUNG KLARHEIT welches Anfang 2015 erscheinen wird.
Definitiv der Beginn einer neuen Zeit!


Zuvor geben junge Newcomerbands und ein gestandener Politrapper ihre aussage- kräftigen Statements ab:

Dead Memory beendet ihre „White Rabbit“ – Tour 2014 bei uns und bieten mit unbändiger Energie eine musikalische Reise die Euch aus dem alltäglichen Trott reißen wird. Diese Band versteht es live zu überzeugen und ihr Publikum von der ersten Minute an mitzureißen und zu begeistern. Guter und gradliniger Rock aus dem Pott!

Holger Burner macht Rap für die Bewegung. Tracks die Werbung machen für Blockaden, Streiks und Widerstand, ob gegen Naziaufmärsche, Atomtransporte oder Ausbeutung unserer Arbeitskraft.

Sunflowers of Death lassen wir für sich selber sprechen: Helianthuscrust. 50% Helianthus, 50% Crust vereint zu 100% verzerrter Sonnenblumenpower. Die Sunflowers of Death haben das Genre perfekioniert und sind bereit, alle die würdig sind, zu unterwerfen.

Na denn...

Mit freundlicher Unterstützung von:

Eq2014RockGegRechts-05.png Eq2014RockGegRechts-02.png Eq2014RockGegRechts-04.png Eq2014RockGegRechts-03.png


Oktober 2014: Pressemitteilung von Essen-stellt-sich-quer

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Pressemitteilung des Bündnisses

Essen stellt sich quer

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Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
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Essen-stellt-sich-quer


Essen, im Oktober 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 8. November 2014 lädt Essen stellt sich quer gemeinsam mit der Zeche Carl zu einem „Rock gegen Rechts“ – Konzert in die Kaue der Zeche Carl ein. Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro (ermäßigt 6 Euro).

Es treten auf:
Omas Zwerge
Dead Memory
Holger Burner
Sunflowers of Death

Hier die Beschreibungen:

Omas Zwerge – sind vier Jungs aus dem Ruhrpott, die schon lange zusammen Musik machen, die wilde Zeiten erlebt und den Punkrock noch nicht hinter sich gelassen haben, Die vier Jungs sind schwer zu fassen. Die anstehende EP NEUE ZEIT? hingegen zeigt eine gereifte, jedoch immer noch frische, freche und freie Punkrockband. Songs wie „Bang Bang“, „Kleptomanie“ oder „Unsere Lieder“ sind schnell, fetzig, laut, und bringen mit Bässen und Texten die Meute zum unkontrollierten Sing-, Schrei-, Tanz- und Springeinlagen. Eskalation vorprogrammiert! Mit 5 Tracks auf der digitalen EP bietet Omas Zwerge ab diesem Konzert Live einen tollen Vorgeschmack auf das Album WEGE RICHTUNG KLARHEIT welches Anfang 2015 erscheinen wird. Definitiv der Beginn einer neuen Zeit!

Zuvor geben junge Newcomerbands und ein gestandener Politrapper ihre aussagekräftigen Statements ab:

Dead Memory beendet ihre „White Rabbit“ – Tour 2014 bei uns und bieten mit unbändiger Energie eine musikalische Reise die Euch aus dem alltäglichen Trott reißen wird. Diese Band versteht es live zu überzeugen und ihr Publikum von der ersten Minute an mitzureißen und zu begeistern. Guter und gradliniger Rock aus dem Pott!

Holger Burner macht Rap für die Bewegung. Tracks die Werbung machen für Blockaden, Streiks und Widerstand, ob gegen Naziaufmärsche, Atomtransporte oder Ausbeutung unserer Arbeitskraft.

Sunflowers of Death lassen wir für sich selber sprechen: Helianthuscrust. 50% Helianthus, 50% Crust vereint zu 100% verzerrter Sonnenblumenpower. Die Sunflowers of Death haben das Genre perfekioniert und sind bereit, alle die würdig sind, zu unterwerfen. Na denn…

Bildmaterial finden Sie im Anhang der Mail. Es wäre schön, wenn dies nicht nur im Terminteil, sondern auch im redaktionellen Teil Berücksichtigung findet.

Mit der Bitte um Veröffentlichung.

Max Adelmann
Sprecher des Bündnisses
Essen stellt sich quer


Alle Termine der Essener Aktionswochen gegen Neonazismus und Rechtspopulismus

Alle Termine der Aktionswochen

Aktionswochen
Flyer

Eq-2014Aktionswochen.jpg
2 Seiten, gefaltet
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28. Oktober: Umgang mit rechtsradikalen Parteien wie AfD

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

20141028GruenUmgangAfd.pngDienstag, 28. Oktober 2014, 19:00:

Zum Umgang mit rechtsradikalen Parteien wie AfD und Neonazis in den Parlamenten und Drumherum

Nicht alles, was rechtsradikale Parteien in Parlamenten, Stadträten, in Bezirksvertretungen, Bürgerversammlungen oder als Presseerklärung von sich geben, verdient gleich das Prädikat „faschistisch„.
Trotzdem oder gerade deshalb bewirken die neu- und altrechten Gruppierungen unser volle Aufmerksamkeit und Kritik, denn sie können schleichend viele bisher anerkannte Standards des solidarischen und toleranten Zusammenlebens aushöhlen.
Dabei ist es notwendig, diese rechten Gruppen differenziert zu betrachten, um sie mit unterschiedlichen Strategien wieder zurückdrängen zu können.
Verbotsdebatten können hier sicherlich nur ein kleiner Mosaikstein gegen die rechtspopulistischen Bewegungen sein.

Verena Schäffer, Landtagsabgeordnete der Grünen in NRW und Spezialistin für den Bereich Rechtsextremismus, bietet zu diesem Problembereich einen Vortrag, dessen Konsequenzen im Anschluss zur Debatte freigegeben sind.


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Flugblatt PDFicon.gif (115.4 KB)
Eq2014RockGegRechts-02.png Eine Veranstaltung von:

Grünes Zentrum, Essen-Mitte, Kopstadtplatz 13


30. Oktober: Film "Zeit für Zeugen" Hommage

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Donnerstag, 30. Oktober 2014, 19:30 Uhr:

Zeit für Zeugen
Eine filmische Hommage an Ettie und Peter Gingold


Der Film erinnert an das Lebenswerk der jüdischen Kommunisten Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französischen Widerstandsbewegung Résistance kämpften.

Sie leisteten entschiedenen Widerstand unter Einsatz ihres Lebens, waren 1944 an der Befreiung von Paris beteiligt und engagierten sich ihr Leben lang als Kommunisten und Antifaschisten in der BRD gegen jede Tendenz von neuem Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Als Zeitzeugen traten sie vor Schulklassen, Jugendgruppen und auf Demonstrationen und Kundgebungen auf.

Der Film beinhaltet Interviews mit den Gingolds, historische Aufnahmen sowie Interviews mit Weggefährten.


Im Anschluss wird Alice Czyborra, Tochter der Gingolds, sowie ein junger Antifaschist mit dem Publikum diskutieren.


Parteibüro der DKP, Essen-West, Hoffnungsstraße 18

Eine Veranstaltung von: DKP Essen


02. November: Reisebericht: Kampf um Freiheit in Kurdistan

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Sonntag, 2. November 2014, 17:00 Uhr:

Der Kampf um Demokratie und Freiheit in Rojava (Westkurdistan) gegen den Faschismus der ISIS

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Bericht von Essener Teilnehmern einer ICOR – Delegation


Deutsch-Kurdischer-Verein, Am Freistein 50, 45141 Essen

Eine Veranstaltung von: MLPD


03. November: Vortrag: Antisemitismus aktuell

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Montag, 3. November 2014, 19:00 Uhr:

„Antisemitismus Aktuell“
Themenabend mit Dr. Uri Robert Kaufmann
(Leiter der Alten Synagoge)


Der gesellschaftliche Antisemitismus bricht sich nach den jüngsten Ereignissen im Nahen Osten vermehrt Bahn.

Zuletzt sorgte in Essen im Juli eine Kundgebung für Aufsehen, auf der sich Israelkritik und Antisemitismus zu einer unüberschaubaren Gemengelage vermischten. Doch derlei Erscheinungsformen treten nicht nur in Deutschland zu Tage.

Dr. Uri Robert Kaufmann wird in einem Vortrag von aktuellen Untersuchungen zum Antisemitismus ausgehen und die Problematik auch international vergleichend betrachten.

Alte Synagoge, Edmund-Körner-Platz 1, 45127 Essen

Eine Veranstaltung von: Jusos Essen, SPD Essen


WAZ, 30.10.2014 Diskussion über Antisemitismus

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WAZ / Essen, Rubrik Kurz gemeldet,Donnerstag, 30.10.2014

Diskussion über Antisemitismus


In den „Antifaschistischen Wochen“ vom 28. Oktober 2014 bis zum 15. November in Essen laden Jusos und SPD zur Diskussion mit dem Leiter der Alten Synagoge, Uri Robert Kaufmann, ein.

Kaufmann wird in seinem Vortrag am Montag, 3. November, 19 Uhr, in der Alten Synagoge (Steeler Straße 29) von aktuellen Untersuchungen zum Antisemitismus ausgehen und die Problematik auch international vergleichend betrachten. Der Eintritt ist frei.

07. November: Musik: Rock gegen Rechts (day 1)

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Bitte beachten Sie auch Rock gegen Rechts am Folgetag!

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Freitag, 7. November 2014, 17:00 Uhr:


20141107RockGegRechts1.jpgRock gegen Rechts

Mit Esther Bejarano und Microphone Mafia, Poetry/Comedy, Chikasaw, Windmaer, Film , Gesprächsrunde



Falkenheim Süd, Holsterhauser Str. 200, 45147 Essen

Eine Veranstaltung von: SJD-Die Falken Essen, DGB-Meo Jugend, VVN-BdA

08. November:
Rock gegen Rechts (2)

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Flyer Vorderseite PDFicon.gif (130 KB)
08. November:
Rock gegen Rechts (2)

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Flyer Rückseite PDFicon.gif (127.7 KB)


WAZ/NRZ, 10.11.2014 „Musik war meine Rettung“

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WAZ/NRZ / Essen,Montag, 10.11.2014

„Musik war meine Rettung“

Die Jüdin Esther Bejarano hat das KZ überlebt – dank ihrer Musik. Heute macht die 89-Jährige Hip-Hop gegen Rechtsextremismus. Jüngst trat sie in Essen auf


Von Verena Kensbock

„Sie haben mich immer Krümel genannt“, sagt die 89-Jährige mit der warmen Stimme, wenn sie aus ihrer Vergangenheit erzählt. „Weil ich so klein war.“ Klein ist Esther Bejarano wirklich. Doch sie ist vor allem stark. Als eine der letzten Überlebenden des einstigen Mädchenorchesters des Konzentrationslagers Auschwitz setzt sie sich heute für eins ein: Aufklärung. Das tut sie mit ihrer eigenen Geschichte. Und mit ihrer Musik.

Seit fünf Jahren ist Esther Bejarano mit der antirassistischen Hip-Hop-Formation „Microphone Mafia“ aus Köln unterwegs, gibt Konzerte und Lesungen, so wie am Freitag im Falkenzentrum in Essen. Dabei konnte die Wahl-Hamburgerin mit dem Genre erst einmal nicht viel anfangen. „Ich wusste gar nicht was das ist - Rap.“ Und dann dieser Name. „Als sie anriefen, habe ich gesagt: Mit der Mafia will ich nichts zu tun haben“, erzählt sie lachend. Doch das hat sich schnell geändert. Über 200 Konzerte hat sie gespielt, ihre Bandkollegen nennen sie „Mutti“.


„Ich wusste erst
gar nicht, was
das ist - Rap“
Esther Bejarano, über die
Anfänge ihrer Zusammen-
arbeit mit der Hip-Hop-Forma-
tion „Microphone Mafia“

Was Musik für sie bedeutet? „Alles“, sagt sie ohne Zögern. „Ohne Musik kann ich mir mein Leben nicht vorstellen.“ Schließlich habe die Musik sie schon ihr Leben lang begleitet. Und sie gerettet.

Geboren wurde Bejarano 1924 im Saarland in einer deutsch-jüdischen Familie. Der Vater war Musiker und Opernsänger und schon früh lernte sie Klavierspielen. Als sie 16 war, wurde sie in ein Zwangsarbeiterlager deportiert, mit 18 Jahren kam sie nach Auschwitz-Birkenau. „Wir haben unsinnig Steine geschleppt. Von der einen Seite des Feldes zur anderen“, erzählt sie. „Hätte ich weiter dort arbeiten müssen, würde ich heute nicht hier sitzen.“ Ihre Rettung war die Musik, genauer: das Häftlingsorchester. Hier spielte sie Akkordeon, ohne jemals ein solches Instrument in der Hand gehabt zu haben: „Ich wusste nur, dass man ziehen muss.“

Sie lernte schnell, es ging ums Überleben. Das Orchester musste beim Marsch der Arbeitskolonnen spielen und wenn neue Transporte ankamen, die „direkt ins Gas gingen“. Für Bejarano und ihre Kameradinnen eine enorme Belastung: „Wir hatten ein schlechtes Gewissen, den Nazis zu helfen, weil die Arbeitskolonnen im Takt unserer Musik marschierten.“

Von Auschwitz kam sie in das Frauen-KZ Ravensbrück. Als Vorarbeiterin für eine Gruppe russischer Frauen hat sie dort - ganz gezielt - die Arbeit sabotiert. „Wenn die Produkte kaputt zurückkamen, haben wir getanzt und gesungen. Das war das einzige, was mir Spaß gemacht hat“, sagt die fast 90-Jährige. Fliehen konnte sie schließlich auf einem der Todesmärsche 1945. „Wir waren schon mindestens fünf Tage unterwegs, irgendwo in Mecklenburg.“ Zusammen mit sechs Freundinnen versteckte sie sich unbemerkt im Wald, legte die Häftlingskleidung ab und entkam so dem Todesmarsch. Hier erlebte sie auch das Kriegsende am 8. Mai.

Nach dem Krieg wollte Bejarano nur eins: weg aus Deutschland. Sie wanderte nach Israel aus, studierte Gesang, doch hat nie wirklich von der Musik gelebt. „Es ist ein brotloser Beruf. Deshalb musste ich wieder anfangen zu kellnern.“ 1960 kehrte die Künstlerin mit Mann und Kindern nach Deutschland zurück und leistet seitdem Aufklärungsarbeit, kämpft gegen das Vergessen und die Intoleranz. Besonders wichtig ist ihr der Kontakt zu Jugendlichen. „Ich sage immer: Ihr seid nicht Schuld an dieser schrecklichen Zeit, aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über die Geschichte wissen wollt.“

Noch heute hat sie Kontakt zu anderen Überlebenden, sogar zu einer Kameradin aus dem Mädchenorchester. Sie nennen sie noch immer Krümel.
Bildunterschrift:
Esther Bejarano hat Auschwitz überlebt - und spielte am Freitag mit einer Hip-Hop-Band in Essen. FOTO: JÖRG SCHIMMEL

WAZ/NRZ, 06.11.2014 Rock-Konzert gegen alte und Neo-Nazis

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 6.11.2014

Rock-Konzert gegen alte und Neo-Nazis

(WAZ:)Im Falkenzentrum wird an die Pogromnacht 1938 erinnert – mit jiddischen Liedern, Arbeitergesängen und Rap
(NRZ:)Jiddische Lieder, Arbeitergesänge und Rap im Falkenzentrum


„Rock gegen Rechts“ – das ist der Versuch, ein Konzert mit politischer Bildung zu verbinden. Dabei soll an die Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnert werden, als in ganz Deutschland Synagogen brannten, jüdische Geschäfte geplündert und Friedhöfe zerstört wurden. Mit den Ausschreitungen, die viele Opfer forderten, vollzog das NS-Regime den Schritt von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden.

Im Falkenzentrum Süd an der Holsterhauser Straße 200 wird am morgigen Freitag, 7. November, ab 17 Uhr Esther Bejarano zu Gast sein, die im Dezember 1924 als Esther Loewy in Saarlouis geboren wurde und den Terror der Nazis überlebte. Die fast 90-Jährige ist Teil eines ungewöhnlichen Projekts: Gemeinsam mit ihrem Sohn Joram und der Kölner Rap-Gruppe „Microphone Mafia“ singt sie jiddische Lieder, Brecht-Vertonungen, italienische Arbeitergesänge und türkisch-kölsche Neukompositionen gegen Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt.

Bejarano, eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz, verkörpert mit ihrer Musik und ihrer Lebensgeschichte den Anspruch der Veranstaltung, „jungen Menschen die Gräueltaten des Nationalsozialismus zu verdeutlichen“, wie Falken-Geschäftsführer Detlef Black erklärt. Gemeinsam mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und der DGB-Jugend wollen die Falken außerdem über die Aktivitäten der heutigen rechtsextremen Szene informieren. Gezeigt wird eine Ausstellung über Aufritte von Nazis der Vergangenheit und der Gegenwart.

Neben Bejarano treten die lokalen Bands Windmaer und Chikasaw auf. Der Eintritt kostet 5 / erm. 3 Euro.
Bildunterschrift:
Laden zu Rock gegen Rechts: (hinten v.l.): Paul Schnittker, Detlef Black, Kai Rolland, Stephan Trzos. Vorn v.l.: Alice Czyborra, Max Adelmann, Margret Rest. FOTO: VAHLENSIECK

08. November: Konferenz: Antifaratschlag

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Ausführlichere Informationen oben im Extra-Kapitel

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Samstag, 8. November 2014, 10:00 Uhr:

Antifaschistischer Ratschlag

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Vorträge, Präsentationen, Diskussionen, Workshops, Infostände – Erstmals ein ausführlicher Austausch zu den Themen Antifaschismus und Antirassismus in Essen.
Teilnehmen werden engagierte Menschen und Fachleute mit verschiedenen Meinungen und Gedanken zum Thema.
Das Anmeldeformular gibt es per Mail bei:
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png oder per Download bei:
www.essen-stellt-sich-quer.de


08. November: Musik: Rock gegen Rechts (day 2)

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Ausführlichere Informationen oben im Extra-Kapitel

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Samstag, 8. November 2014, 19:30 Uhr:

Rock gegen Rechts

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Omas Zwerge –Die anstehende EP NEUE ZEIT? zeigt eine frische, freche und freie Punkrockband. Songs wie „Kleptomanie“ oder „Unsere Lieder“ sind schnell, fetzig, laut, und bringen die Meute zum unkontrollierten Sing-, Tanz- und Springeinlagen. Eskalation vorprogrammiert! Mit 5 Tracks auf der digitalen EP bietet Omas Zwerge ab diesem Konzert Live einen tollen Vorgeschmack auf das Album WEGE RICHTUNG KLARHEIT welches Anfang 2015 erscheint.

Zuvor geben junge Newcomerbands und ein gestandener Politrapper ihre aussagekräftigen Statements ab:
Dead Memory beendet ihre „White Rabbit“ – Tour 2014 bei uns und versteht es ihr Publikum von der ersten Minute an mitzureißen und zu begeistern. Guter und gradliniger Rock aus dem Pott!
Holger Burner macht Rap für die Bewegung. Tracks die Werbungmachen für Blockaden, Streiks und Widerstand, ob gegen Naziaufmärsche, Atomtransporte oder Ausbeutung unserer Arbeitskraft.
Sunflowers of Death : Die Sunflowers of Death haben das Genre perfektioniert und sind bereit, alle die würdig sind, zu unterwerfen.


09. November: Gedenkkundgebung

Ausführlichere Informationen oben im Extra-Kapitel

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Sonntag,9. November 2014

Kundgebung
zum Gedenken an die Pogromnacht von 1938

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Die Novemberpogrome 1938, gelenkt und organisiert vom faschistischen Hitlerregime, markieren den Übergang von Diskriminierung der deutschen Juden hin zu systematischer Verfolgung und Ermordung. Wenig später waren auch Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Sinti und Roma, Zwangsarbeiter und auch Kriegsgefangene die Opfer.
Nie wieder!
So lautet unsere Forderung.
Seit Jahren wird ein geregelter Ablauf unserer Gedenkveranstaltung durch Kundgebungen der NPD behindert. 2013 versuchte die Polizei erstmals die Störung durch die NPD zu verbieten. Der Versuch scheiterte jedoch an der dilettantischen Vorgehensweise der Polizei.
Wir halten offen wo unsere Kundgebung stattfinden wird. Sie wird auf jeden Fall stattfinden – wir entscheiden kurzfristig!
Achtet auf unsere Veröffentlichungen im Internet, auf unserer Facebookseite und in den Medien.


13. November: Theater: „Anders als du denkst“

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Donnerstag, 13. November 2014, 19:00 Uhr:

Berliner Compagnie – ANDERS ALS DU GLAUBST

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Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der Kreatur zu sein, ist sie doch auch Protest gegen Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung der Welt in arm und reich.
Gerechtigkeit und Mitgefühl sind Kernforderungen des Judentums, des Christentums und des Islams. Und dieser Protest äußert sich nicht nur in Mildtätigkeit und Almosen geben, sondern auch im Widerstand gegen diejenigen Strukturen, welche die Ungleichheit hervorbringen.
Von dieser, die Menschen und die Gesellschaft verändernden Kraft der Religionen handelt das Stück. Es möchte den Beweis antreten, dass Toleranz, Verständnis, Solidarität unter den Religionen einer- seits und gegenseitige sachliche Kritik andererseits sich nicht aus- schließen, sondern zu einer für die Zukunft der Welt dringend benötigten gemeinsamen Praxis führen können.
Die Zuschauer werden nach Afrika, in von Menschen gemachte Orte der Hölle geführt. Eine fromme Muslima, ein überzeugter Christ, ein orthodoxer Jude, eine linke Atheistin und einer, der an allem zweifelt, finden eine gemeinsame Aufgabe. In den Höhlen der Macht, bei EU, Weltbank, WTO und IWF lernen sie das Fürchten. Aber sie erleben auch, dass sich was tut auf Erden: Die Besiegten stehen auf. Ein afrikanischer Frühling bricht an. Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen-Altenessen,

Eine Veranstaltung von: Zeche Carl, Pax Christi, DFG-VK, Essener Friedensforum, EvangelischeKircheinEssen, Katholischer Fonds, KEFB, ProAsyl Essen

13. November:
Vorderseite

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13. November:
Rückseite

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WAZ/NRZ, 13.11.2014 Berliner Compagnie in der Zeche Carl

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 13.11.2014

Berliner Compagnie in der Zeche Carl


„Anders als du glaubst“ heißt das Theaterstück über Juden, Christen, Muslime und den Riss durch die Welt, das die Berliner Compagnie am heutigen Donnerstag, 13. November, 19 Uhr, in der Zeche Carl aufführt. Zu erleben sind: eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Natürlich streiten sie, wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe... Mit einfachsten Mitteln, viel Fantasie und großer Spiellaune nehmen sie den Zuschauer mit durch alle Höhen und Tiefen einer abenteuerlichen Reise. Eintritt 10/erm. 8 €.

15. November: Lesung: Ingeborg Drewitz

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Samstag, 15. November 2014, 18:00 Uhr:

„Courage- Literaturcafé“
Uwe Neubauer liest Ingeborg Drewitz


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Die Schriftstellerin Ingeborg Drewitz (1923-1986) gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen deutscher Literatur nach 1945. Immer wieder nahm sie Stellung zu den Themen der Gesellschaft, kämpfte um politische Moral im neuen Staat, wurde durch ihr außergewöhnliches soziales Engagement zur Anwältin all derer, die am Rande der Gesellschaft stehen, zur Sprecherin der "sprach- Losen“ ohne Lobby. Persönliche Integrität und Unbestechlichkeit prägten ihren Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit und dem Kampf gegen jede Art von Unterdrückung.
Der Schauspieler und Sprecher Uwe Neubauer liest aus „das Hochhaus", sowie aus ihrem letzten Roman "Eingeschlossen".

Die Lesung wird ergänzt durch autobiografische Texte, die Leben und Werk der engagiert couragierten Ingeborg Drewitz lebendig werden lassen.
Kosten: 7 Euro/ ermäßigt 4 Euro inklusive Imbiss

Mädchen- und Frauenzentrum Courage, Goldschmidtstraße 3, 45127 Essen

Eine Veranstaltung von: Frauenverband Courage



Weitere Termine

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WAZ/NRZ, 04.11.2014 Erinnerung an die Opfer der NS-Euthanasie

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WAZ/NRZ / Essen,Dienstag, 4.11.2014

Erinnerung an die Opfer der NS-Euthanasie

Historiker Götz Aly liest in der Marktkirche


75 Jahre nach der Unterzeichnung des berüchtigten „Euthanasieerlasses“ durch Adolf Hitler im September 1939 erinnert am Mittwoch, 5. November, um 18 Uhr eine Gedenkveranstaltung in der Essener Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, an über 200 000 geistig behinderte oder psychisch erkrankte Menschen, die von 1939 bis 1945 Opfer nationalsozialistischer Euthanasie-Verbrechen wurden.

Im Mittelpunkt stehen eine Lesung des Historikers und Buchautors Götz Aly („Die Belasteten“) und Selbstzeugnisse der Getöteten. Den musikalischen Teil gestalten Aalto-Chordirektor Alexander Eberle (Klavier) und Anna Agathonos (Mezzosopran) mit den „Kindertotenliedern“ von Gustav Mahler. Veranstalter der Gedenkfeier sind mehrere Organisationen der Behindertenhilfe in Essen und das Chor-Forum Essen.

Das Jahr 2014 ist geprägt durch Erinnerungs- und Gedenkveranstaltungen an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor hundert und den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor fünfundsiebzig Jahren.

Dabei gerät häufig ein weiteres Datum in Vergessenheit, das eng mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs im Zusammenhang steht: Wenige Tage nach dem Überfall auf Polen unterzeichnete Adolf Hitler den berüchtigten „Euthanasieerlass“.
Bildunterschrift:
Autor Götz Aly liest.

2.11. - 21.11. + 2015 Theaterstück: "Hüter der Zeit"

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WAZ/NRZ, 19.11.2014 „Hüter der Zeit“ in der Studio-Bühne

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WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 19.11.2014

„Hüter der Zeit“ in der Studio-Bühne


„Hüter der Zeit“ heißt das Schauspiel von Dan Clancy, das am Freitag, 21. November, 20 Uhr, auf dem Spielplan der Krayer Studio-Bühne steht. Vor dem Hintergrund eines Schicksals im KZ Sachsenhausen erzählt der New Yorker Autor mit überraschendem Humor die Geschichte einer unerwarteten Freundschaft. Für Zuschauer ab 16 Jahren. Karten: 14/erm. 12 Euro.

WAZ/NRZ, 05.11.2014 Ein Leben für die Uhr

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WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 5.11.2014

Ein Leben für die Uhr

Die Studio-Bühne zeigt das KZ-Drama „Hüter der Zeit“. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem düstersten Kapitel deutscher Geschichte


Von Gordon K. Strahl

Eine Freundschaft in Krisenzeiten: Regisseur Stephan Rumphorst gelingt es, aus dem KZ-Drama „Hüter der Zeit“ ein eben zeitloses Stück zu machen, das zeigt, wie Menschen ihre Vorurteile überwinden können – wenn sie äußere Umstände dazu zwingen.

Auch wenn der Titel es vermuten lässt, verbirgt sich hinter dem Stück keine Fantasy, sondern es wird ein nur allzu realistisches Kapitel deutscher Historie aufgerollt. Der amerikanische Autor Don Clancy erzählt die Geschichte des jüdischen Uhrmachers Benjamin, der zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs Gefangener im Konzentrationslager Sachsenhausen ist. Immerhin: Dort genießt er eine Sonderstellung, denn er bereitet die Uhren der KZ-Opfer für die oberen Nationalsozialisten auf. Die Wächter stellen ihm den homosexuellen Hans zur Seite: Um sein eigenes Leben zu retten, gab dieser an, sich mit Uhren auszukennen. Doch Benjamin muss bald feststellen, dass dies eine Lüge war – und fühlt sich nur allzu schnell in seinen Vorurteilen gegenüber Schwulen bestätigt. Und auch Hans kann sich besseres vorstellen, als einem Juden zuzuarbeiten. Langsam entdecken sie jedoch Gemeinsamkeiten wie die Liebe zur Oper. Und nicht zuletzt das ständige Drangsalieren eines Wachmanns sorgt für eine allmähliche Annäherung.

Clancy verliert sich nicht in Wehmut, sondern erzählt seine Geschichte durchaus mit Humor. Gerade Hans versteht es, mit sarkastischem Witz manche unerträgliche Situation aufzubrechen.

Der Regisseur Rumphorst holt mit seiner nüchternen Inszenierung das Stück aus seinem geschichtlichen Kontext heraus und verwandelt das KZ-Setting in ein allgemein gültiges Symbol für Unterdrückung und Machtmissbrauch. Dazu tragen auch die von Anke Kortmann entworfenen Kostüme bei: Sie zitieren die Häftlingskleidung, die Gefangene im Konzentrationslager tragen mussten, zwar in Form, aber nicht in der Farbgebung.

Getragen wird das Kammerspiel vor allem von seinen beiden Hauptdarstellern, die vergessen machen, dass der Zuschauer eigentlich in einem Amateurtheater sitzt: Johannes Brinkmann tariert seinen Benjamin zwischen Arroganz und Angst aus, Michael Steinhorsts Hans spielt die witzige Tucke, um von der eigenen Verletzlichkeit abzulenken.

Ein eindringlicher Theaterabend, bei dem man sich fragt, warum ein solch grandioses Stück hierzulande so selten auf dem Spielplan steht. Gut, dass es in Essen eine freie Bühne gibt, der es immer wieder gelingt, solcherlei Stoffe zu entdecken, die auch manch städtischem Theater gut zu Gesicht stehen würden.


Kooperation mit „Schule der Vielfalt“

  • Das Stück (90 Minuten ohne Pause) wird für Zuschauer ab 16 Jahren empfohlen.
  • Die Produktion ist eine Kooperation mit dem Antidiskriminierungsprojekt „Schule der Vielfalt“.
  • Weitere Termine: 7., 8. und 21. November, je 20 Uhr. Karten: 55 46 01.
    Bildunterschrift:
    Johannes Brinkmann (li.), Michael Steinhorst und Sebastian Hartmann in dem KZ-Drama „Hüter der Zeit“ in der Studio-Bühne. FOTO: FRANK VINKEN

Mehr Informationen

9.11. 11:00 Kammerkonzert Essener Philharmoniker

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Um 11 Uhr findet anlässlich des Gedenktages in diesem Jahr das 3. Kammerkonzert der Essener Philharmoniker im Grillo-Theater statt. Gespielt wird Olivier Messiaen: "Quatuor pour la fin du temps". Der OB wird das Kammerkonzert eröffnen.

Quelle: http://www.essener-philharmoniker.de, essen.de, WAZ, 07.11.2014 Lesung in der Alten Synagoge zur Pogromnacht 1938[[#WAZ-sammel|]]


9.11. 15:00 Interreligiöses Friedensgebet

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Um 15 Uhr in der Alten Kirche, Leither Straße, Essen-Kray.

(Quelle: (PDF)Gemeindebrief Ev. Kirche E-Kray, und auf kray-ist-bunt.de)


NRZ, 08.11.2014 Christen und Muslime beten für Frieden

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NRZ / Stadtteile,Samstag, 8.11.2014

Christen und Muslime beten für Frieden


Kray. Unter der Motto „Lasst uns Brücken bauen!“ treffen sich Christen und Muslime am Sonntag, 9. November, um 15 Uhr in der Alten Kirche Kray an der Leither Straße 31 zu einem gemeinsamen Friedensgebet. Veranstalter sind die Evangelische Kirchengemeinde Kray, die Katholische Pfarrgemeinde St. Barbara, die Gemeinde der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee und der Verein für christlich-islamische Begegnung Ruhr. Die zentrale Bitte des gemeinsamen Gebets wird lauten: „Herr, gib Frieden in unserer Welt.“

9.11. 17:00 Ökomenischer Gedenkgottesdienst

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Um 17 Uhr in der Alten Kirche, Leither Straße, Essen-Kray.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen (ACK Essen) veranstaltet seit vielen Jahren an diesem Datum einen ökumenischen Gedenkgottesdienst anlässlich der Reichspogromnacht vom 9. November 1938.

Kerzen für die UnbeachtenIn dieser Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zeigte sich das grausame Gesicht der nationalsozialistischen Diktatur besonders deutlich – und eine ganze Gesellschaft wurde Zeuge: Mitten in Deutschland brannten die Synagogen, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden geschlagen, verhaftet, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet, ihre Geschäfte geplündert, Wohnhäuser gebrandschatzt und Friedhöfe geschändet.

Mit unserem Gottesdienst wenden wir uns bewusst gegen das Vergessen. Auch heute ist es unerlässlich, sich Gedanken über das damalige Geschehen zu machen: Warum diese vernichtende Gewalt? Warum kein Aufschrei und kein Protest gegen die Brunnenvergifter, Brandstifter und Gewalttäter? Warum schwiegen damals auch so viele Christinnen und Christen? Taten der Menschenverachtung, Versagen und Schuld sind untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden; die Erinnerung daran ist eine Voraussetzung dafür, eine bessere Zukunft für alle Menschen zu gestalten. Gerade auch die christliche Kirchen und Gemeinden haben Verantwortung zu übernehmen angesichts unserer Geschichte. Zu dieser Verantwortung müssen wir uns bekennen, jede Generation auf das Neue. Dieser Gottesdienst kann dazu einen entscheidenden Beitrag liefern.

So will der Gottesdienst die Erinnerung an die Reichspogromnacht und das durch sie verursachte Leid wach halten und gleichzeitig nach den Lehren fragen, die aus diesem Verbrechen zu ziehen sind. Dieser Gedenkgottesdienst findet jeweils abwechselnd in einer der zentral gelegenen Kirchen in der Essener Innenstadt statt (Evangelische Marktkirche, Römisch-Katholischer Dom, Alt-Katholische Friedenskirche).

Direkt im Anschluss findet die städtische Gedenkfeier in der Alten Synagoge statt.

(Quelle: ACK Essen)


NRZ, 07.11.2014 Gottesdienst gedenkt der Pogromnacht

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NRZ / Essen,Freitag, 7.11.2014

Gottesdienst gedenkt der Pogromnacht

Kirchen wenden sich gegen das Vergessen


Die Essener Kirchen erinnern am Sonntag mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst an die Reichspogromnacht vor 76 Jahren. Der Gottesdienst findet um 17 Uhr in der evangelischen Marktkirche an der Porschekanzel statt und steht unter der Überschrift „Zukunft braucht Gedenken“. Die Predigt hält Marcel Nieden, Professor für Evangelische Theologie und Historische Theologie an der Universität Duisburg-Essen. „Mit dem Gottesdienst wenden wir uns gegen das Vergessen“, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). „Gerade in der heutigen Zeit, in der auch auf Essener Straßen bei Demonstrationen wieder antisemitische Parolen zu hören sind, ist es unerlässlich, sich Gedanken über das damalige Geschehen zu machen: Die Erinnerung an die Geschichte ist eine Voraussetzung dafür, eine bessere Zukunft für alle Menschen zu gestalten.“ Am Gottesdienst wirken Studenten der Uni , ACK-Mitglieder und Mitarbeiter der Kliniken Essen-Mitte mit. Umrahmt werden Psalmen, Texte und Gebete mit Liedern und Gedichten aus dem KZ Theresienstadt. Die Kollekte ist für die Jüdische Kultusgemeinde Essen bestimmt. Mehr im Internet unter: ack-essen.de.

9.11. 19:00 Uhr: Städtische Gedenkfeier in der Alten Synagoge

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In der Alten Synagoge, Edmund-Körner-Platz 1.

Das Gedenken an die Verwüstung und Zerstörung von über 1.400 Synagogen und Gebetssälen stellt uns jedes Jahr vor eine neue Herausforderung. Der 9. November ist in der jüdischen Erinnerungskultur der spezifische Gedenktag an den Untergang des deutschen Judentums. Damals wurden 30.000 Menschen verhaftet und 400 ermordet oder in den Tod getrieben. Wie in jedem Jahr erinnern an die Pogromnacht 1938 die Stadt Essen und die Jüdische Kultus-Gemeinde Essen in einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung.

Mit

  • Reinhard Paß, Oberbürgermeister der Stadt Essen
  • Jewgenij Budnizkij, Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen

Ablauf

  • Reinhard Paß, Oberbürgermeister der Stadt Essen
  • Rabbiner Shmuel Aronow Jüdische Kultus-Gemeinde Essen
  • Empfänger unbekannt Szenische Lesung mit Musik
    In Amerika sind sie Freunde: der aus Deutschland stammende Martin und der Jude Max. 1932 kehrt Martin in die deutsche Heimat zurück und zwischen den beiden beginnt eine intensive Briefkorrespondenz. Doch mit den politischen Ereignissen in den folgenden Jahren lernt Max ganz neue Seiten seines Freundes kennen, und ihre Geschichte nimmt eine dramatische Wendung.
    Der Briefroman „Adressat unbekannt” von Katherine Kressmann Taylor erschien zum ersten Mal 1938 in der amerikanischen Zeitschrift „Story”. In bewegender Schlichtheit zeichnet dieser erfundene Briefwechsel die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und enthüllt die zerstörerische Wirkung des Nationalsozialismus: wie aus Freundschaft ideologisch motivierter Hass entsteht.
    Ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität.
    Mit Johannes Brinkmann, Sandra Busch und Sebastian Hartmann. Einrichtung: Stephan Rumphorst. Eine Produktion der Studio-Bühne Essen, gefördert vom Kulturbüro der Stadt Essen.
  • Gebet für die Märtyrer „El male rachamim“, „Gott voller Erbarmen“
  • "1914 - Schönheit und Schrecken" ist ein Projekt des Kulturbüro Essen in Kooperation mit ALTE SYNAGOGE, Essen Marketing GmbH, Essener Filmkunsttheater, Folkwang Musikschule, Haus der Essener Geschichte, Ruhr Museum, Schauspiel Essen, Schloß Borbeck, Stiftung Zollverein, Studio-Bühne Essen, Theater Thesth, VHS, Zentralbibliothek und mit freundlicher Unterstützung des NRW Kultursekretariats Wuppertal und des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.


WAZ, 07.11.2014 Lesung in der Alten Synagoge zur Pogromnacht 1938

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WAZ / Essen,Freitag, 7.11.2014

Lesung in der Alten Synagoge zur Pogromnacht 1938

Kammerkonzert am „Tag des Gedenkens“


Die Alte Synagoge lädt am Tag des Gedenkens, Sonntag, 9. November, 19 Uhr, zu einer szenischen Lesung mit musikalischer Begleitung ein. Oberbürgermeister Reinhard Paß und Rabbiner Shmuel Aronow von der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen sprechen Gedenkworte.

In Gedenken an die Verwüstung und Zerstörung von über 1400 Synagogen und Gebetssälen in der Pogromnacht am 9. November 1938 inszenieren Schauspieler der Studio-Bühne Essen diese Lesung. Der 9. November ist in der jüdischen Erinnerungskultur der spezifische Gedenktag an den Untergang des deutschen Judentums. Damals wurden 30 000 Menschen verhaftet und 400 ermordet oder in den Tod getrieben.

Ökumenischer Gottesdienst
Weitere Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens: Bereits um 11 Uhr findet anlässlich des Gedenktages in diesem Jahr das 3. Kammerkonzert der Essener Philharmoniker im Grillo-Theater statt. Der OB wird das Kammerkonzert eröffnen. Um 17 Uhr feiert die AG Christlicher Kirchen einen Ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche.

Im Mittelpunkt der szenischen Lesung „Empfänger unbekannt“ stehen zwei Freunde in Amerika: der aus Deutschland stammende Martin und der Jude Max. 1932 kehrt Martin in die deutsche Heimat zurück und zwischen den beiden beginnt eine intensive Korrespondenz. Doch mit dem aufziehenden Nazi-System lernt Max ganz neue Seiten seines Freundes kennen.

Der Briefroman „Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor erschien zum ersten Mal 1938 in der US-Zeitschrift „StoryS. In bewegender Schlichtheit zeichnet dieser erfundene Briefwechsel die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und enthüllt die zerstörerische Wirkung des Nationalsozialismus: wie aus Freundschaft ideologisch motivierter Hass entsteht.

NRZ, 06.11.2014 Lesung in der Alten Synagoge zur Pogromnacht 1938

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NRZ / Essen,Donnerstag, 6.11.2014

Lesung in der Alten Synagoge zur Pogromnacht 1938

Kammerkonzert am „Tag des Gedenkens“


Die Alte Synagoge lädt am Tag des Gedenkens, Sonntag, 9. November, 19 Uhr, zu einer szenischen Lesung mit musikalischer Begleitung ein. Oberbürgermeister Reinhard Paß und Rabbiner Shmuel Aronow von der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen sprechen Gedenkworte.

In Gedenken an die Verwüstung und Zerstörung von über 1400 Synagogen und Gebetssälen in der Po-gromnacht am 9. November 1938 inszenieren Schauspieler der Studio-Bühne Essen diese Lesung. Der 9. November ist in der jüdischen Erinnerungskultur der spezifische Gedenktag an den Untergang des deutschen Judentums. Damals wurden 30 000 Menschen verhaftet und 400 ermordet oder in den Tod getrieben.

Weitere Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens: Bereits um 11 Uhr findet anlässlich des Gedenktages in diesem Jahr das 3. Kammerkonzert der Essener Philharmoniker im Grillo-Theater statt. Der OB wird das Kammerkonzert eröffnen. Um 17 Uhr feiert die AG Christlicher Kirchen einen Ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche.

Im Mittelpunkt der szenischen Lesung „Empfänger unbekannt“ stehen zwei Freunde in Amerika: der aus Deutschland stammende Martin und der Jude Max. 1932 kehrt Martin in die deutsche Heimat zurück und zwischen den beiden beginnt eine intensive Korrespondenz. Doch mit dem aufziehenden Nazi-System lernt Max ganz neue Seiten seines Freundes kennen.

Der Briefroman „Adressat unbekannt“ von Katherine Kressmann Taylor erschien zum ersten Mal 1938 in der US-Zeitschrift „StoryS. In bewegender Schlichtheit zeichnet dieser erfundene Briefwechsel die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und enthüllt die zerstörerische Wirkung des Nationalsozialismus: wie aus Freundschaft ideologisch motivierter Hass entsteht.

15.11. 20:00 Liederabend zur Menschlichkeit während des Holocaustes

WAZ/NRZ, 10.11.2014 Menschlichkeit in Zeiten des Holocaust

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WAZ/NRZ / Stadtteile,Montag, 10.11.2014

Menschlichkeit in Zeiten des Holocaust

Liederabend in der Pauluskirche


Heisingen. „Lichter der Hoffnung – Menschlichkeit in Zeiten des Holocaust“ ist der Liederabend am Samstag, 15. November, in der Pauluskirche überschrieben (20 Uhr, Stemmering 15). Coline Hardelauf (Gesang/Rezitation) und Dominikus Burghardt (Klavier/Vortrag) präsentieren Lieder und Texte von Ilse Weber und Norbert Glanzberg.

Anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 geht es um das Hoffnungslicht, das von diesen besonderen Menschen ausgeht. Ein Programm, das betroffen macht, ohne in Traurigkeit zu führen, denn Ilse Weber setzt dem Leid in Theresienstadt mit ihren Gedichten, Briefen und Liedern ein Hoffnungszeichen entgegen. Sie sind trotz Gefangenschaft erfüllt von Sehnsucht auf eine bessere Welt. Jahre später greift Norbert Glanzberg als Holocaust-Überlebender Texte von Weber auf und schreibt Lieder, die Schuld und Verantwortung benennen, aber auch Hoffnung aufleuchten lassen.

18.11. Filmvorführung, Buchvorstellung (19.11.) und Ausstellung (22.9.-20.11.) über Oradur

WAZ, 18.11.2014 Kulturzentrum erinnert an „Märtyrerdorf“

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WAZ / Stadtteile,Dienstag, 18.11.2014

Kulturzentrum erinnert an „Märtyrerdorf“

Autorin stellt ihr Buch über Oradour vor


Rüttenscheid. Das deutsch-französische Kulturzentrum lädt im Rahmen seiner Fotoausstellung „Oradour-sur-Glane“ für den morgigen Mittwoch, 19. November, um 19 Uhr zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. Zu Gast ist die Journalistin und Zeithistorikerin Florence Hervé, die ihr Buch „Oradour – Geschichte eines Massakers“ vorstellt. Das französische Dorf Oradour wurde am 10. Juni 1944 von der Panzerdivision „Das Reich“ in Schutt und Asche gelegt. 642 Menschen wurden erschossen oder verbrannt. Als Mahnmal blieben die Trümmer bestehen und erinnern noch heute an das grausame Massaker. Fotos von Martin Graf veranschaulichen das „Märtyrerdorf“ 70 Jahre später.

Zeitzeuge Robert Hébras, der u.a. beim Oradour-Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck seine Geschichte erzählte, musste seine Teilnahme an der Veranstaltung absagen.

Der Eintritt kostet 6 Euro; Reservierung ist möglich unter  77 63 89.

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

WAZ/NRZ, 06.11.2014 Bilder des Massakers als Mahnung für die Gegenwart

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 6.11.2014

Bilder des Massakers als Mahnung für die Gegenwart

Martin Graf hat Frankreichs Trauma im 2. Weltkrieg fotografiert. Deutsch-Französisches Kulturzentrum zeigt Oradour-Bilder


In Frankreich war es ein nationales Trauma, in Deutschland blieb das Massaker lange Zeit unbekannt. Am 10. Juni 1944 löschten deutsche Soldaten das Dorf Oradour-sur-Glane aus. 642 Menschen starben, viele davon Kinder. Bis heute sieht der Ort so aus, wie ihn die SS verlassen hatte. Ein Monument, aber auch ein Ort des aktiven Gedenkens. Rund 300 000 Besucher kommen jährlich. Einer davon war der deutsche Fotograf Martin Graf. Die Bilder der ausgebrannten Ruinen und verlassenen Straßen haben ihn nicht mehr losgelassen. Irgendwann hat Graf dann selber Bilder gemacht. Im Deutsch-Französischen Kulturzentrum, Brigittastraße, sind seine Fotografien bis zum 20. November zu sehen.

Fast malerisch wirken die stillen Schwarzweiß-Fotografien, die Graf mit schwarzem Rahmen auf Leinwand gezogen hat. Sie zeigen die ausgebrannte Kirche von Oradour-sur-Glane, die für viele Einwohner zur Todesfalle wurde, das Auto des Weinhändlers Texerau, der nur zum Mittagessen nach Hause gekommen war. Und immer wieder holt Graf Details dieser zerstörten Welt ganz nah, wie stumme Zeitzeugen. Die gusseiserne Nähmaschine, das verbogene Kinderfahrrad, der verbrannte Kinderwagen im Altarraum der Kirche und ein paar Taschenuhren, die stehengeblieben sind wie die Zeit in diesem Ort. Graf zoomt eine Welt heran, die Patina angesetzt hat und doch in jedem Moment an das erinnert, was heute an Vernichtung in der Welt passiert. MaS

Martin Graf und Autorin Florence Hervé präsentieren das Buch „Oradour“ am 19. November, 19 Uhr. Zeitzeuge Robert Hébras musste die Teilnahme absagen. Der Film „Une vie avec Oradour“ erzählt seine Geschichte am 18. November, (15 u.18 Uhr) im Astra. Reservierung: 776389
Bildunterschrift:
Michel Vincent, Leiter des Deutsch-Französischen Kulturzentrums FOTO: KOEPSE

WAZ/NRZ, 13+17.11.2014 Ein Mahnmal des Krieges

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WAZ/NRZ / Essen Termine, 13.+17.11.2014

(13.11:) Ein Mahnmal des Krieges (17.11.:) Fotos gegen das Vergessen


Dass Oradour nicht einfach nur eine aus dem Schulbuch bekannte Erinnerungsstätte des Zweiten Weltkriegs und seiner Opfer ist, wird dem Fotografen Martin Graf schon vor seinem ersten Besuch 1990 klar. Anonymität und Unvorstellbarkeiten lassen die im Zustand von 1944 verbliebenen Ruinen des Ortes nicht zu. Eindrucksvoll dokumentiert er in Schwarz-weiß-Fotos das Mahnmal des Schreckens. Seine Fotos stellt das Deutsch-Französische Kulturzentrum in der Brigittastr. 34 aus. Der Eintritt ist frei. FOTO: Christof Koepsel

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