Aus Essen stellt sich quer

EqLogoUndTextNeu.png

EqLogoKlein.png 12px-FacebookLogo.png 14px-Eq-Twitterlogo.png, E-Mail: Post_icon.png
info<a>Essen-stellt-sich-quer.de

1ordnerZu.gif
Essen stellt sich quer »
1ordnerZu.gif
Essen extrem rechts »
1ordnerAuf.gif
Essen erinnert + gedenkt »
11ordnerZu.gif
- Übersicht
11ordnerZu.gif
27.1.: Auschwitzbefreiungstag »
11ordnerAuf.gif
9.11.: Reichspogromnacht »
111ordnerAuf.gif
- 9.11.2016
111ordnerZu.gif
- 9.11.2015
111ordnerZu.gif
- 9.11.2014
111ordnerZu.gif
- 9.11.2013
111ordnerZu.gif
- 9.11.2012
111ordnerZu.gif
- 9.11.2011
111ordnerZu.gif
- 9.11.2010
111ordnerZu.gif
- 9.11.2009
111ordnerZu.gif
- 9.11.2008
11ordnerZu.gif
Stolpersteine
11ordnerZu.gif
Je suis Paris
11ordnerZu.gif
8.05.: Tag der Befreiung
11ordnerZu.gif
Antirassistische Wochen 2014
11ordnerZu.gif
Umgang mit Geschichte »
11ordnerZu.gif
2008: Zug der Erinnerung
1ordnerZu.gif
Allgemeine Tipps »
1ordnerZu.gif
Infotisch & Downloads »
1ordnerZu.gif
Seitenübersicht

9. November: Nazi-Aufmärsche und jährlich wiederkehrendes Gedenken zur Reichspogromnacht

Gedenken zur Pogromnacht

Vielen Essenern ist es ein besonderes Anliegen, den 9. November trotzdem nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

200px-Eq-stolp-15s.jpg Ob dezentrale Gedenkaktionen an Stolpersteinen in Essen, ob bei der zentralen Gedenkaktion in der Essener Innenstadt - Auch dieses Jahr müssen wir uns gegen die Aufmärsche Rechtsradikaler wehren. Am 10. November will die Pegida-ähnliche Gruppe "Bürger gegen Politikwahnsinn" wieder aufmarschieren - Essen-stellt-sich-quer ruft zur Gegenkundgebung auf. In den letzten Jahren ist die NPD gerne aufmarschiert. Bisher (Stand 08. November) ist uns kein Termin bekannt.

Alle Termine um den 9. November:

Weitere Gedenktermine:


Inhaltsverzeichnis

9.11., 17:00 Uhr: Zentrales Gedenken in der Innenstadt

Pressemitteilung vom 3.11.

Siehe auch die facebook-Veranstaltung dazu

Bündnis gegen Rassismus und Faschismus



Pressemitteilung

Gedenkdemonstration und –kundgebung
Zur Reichspogromnacht 1938

EqLogoKastenTrans160.png
Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Steubenstr. 49, 45138 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png
www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, 3. November 2015

In Erinnerung an den 9. November 1938
Nie wieder Faschismus
Nie wieder Krieg

Vor 78 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert, zertrümmert, Menschen zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslager verschleppt, ermordet. Auch in Essen wütete am 9. November 1938 der nackte Terror des faschistischen Regimes. Er war ein grausamer Auftakt hin zur industriell organisierten Vernichtung von Juden, Sinti und Roma in den Gaskammern von Auschwitz und vielen anderen Konzentrationslagern.

Die Novemberpogrome waren wesentlicher Teil der Kriegsvorbereitung. Sie dienten der weiteren Untermauerung der Rassenideologie der Faschisten, mit der sie bis 1945 Unterjochung, Versklavung und Vernichtung sogenannter „minderwertiger Rassen“ legitimierten. Der 9. November steht für die Erinnerung an den Holocaust, an den millionenfachen Mord an Juden.

Dieser Tag steht heute auch für den Protest gegen Rassismus, gegen Faschismus und Krieg. Heute brennen Flüchtlingsunterkünfte, werden Geflüchtete, Migranten, Andersaussehende und Andersdenkende bedroht, gejagt, verletzt und ermordet. Dem stellen wir uns entgegen!

Wir rufen auf zu einem Gedenken in Essen: Zu einer Demonstration von der damals brennenden Alten Synagoge zum Hirschlandplatz , wo eine Gedenkkundgebung stattfinden wird. Die jüdische Bankiersfamilie, nach der der Platz benannt wurde, wurde Opfer der faschistischen Diktatur so wie Tausende jüdische Essener Familien. In völliger Geschichtsvergessenheit genehmigte die Stadt Essen Monat für Monat dem Pegida-Ableger „Bürger gegen Politikwahnsinn“ diesen Platz für ihre rassistischen Hasstiraden. Auch dagegen richtet sich unser Protest.

Mittwoch,9. November, 17.00 Uhr
Gedenken vor der Alten Synagoge, Edmund-Körner-Platz
Demonstration zur Kundgebung auf dem Hirschlandplatz
Ende um 18.30 Uhr


Aufruf-Flugblatt

100px-EqFlugi9Nov2016GedenkaktionInnenstadt.jpg
Flugblatt
PDFicon.gif (176.2 KB)

In Erinnerung an den
9. November 1938

Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!

Flugi9Nov2016GedenkaktionInnenstadtBild1.jpg

Brennende Synagoge
in der Steeler Straße

Vor 78 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert, zertrümmert, Menschen zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslager verschleppt, ermordet. Auch in Essen wütete am 9. November 1938 der nackte Terror des faschistischen Regimes. Er war ein grausamer Auftakt hin zur industriell organisierten Vernichtung von Juden, Sinti und Roma in den Gaskammern von Auschwitz und vielen anderen Konzentrationslagern.

Die Novemberpogrome waren wesentlicher Teil der Kriegsvorbereitung. Sie dienten der weiteren Untermauerung der Rassenideologie der Faschisten, mit der sie bis 1945 Unterjochung, Versklavung und Vernichtung sogenannter „minderwertiger Rassen“ legitimierten. Der 9. November steht für die Erinnerung an den Holocaust, an den millionenfachen Mord an Juden.

Dieser Tag steht heute auch für den Protest gegen Rassismus, gegen Faschismus und Krieg. Heute brennen Flüchtlingsunterkünfte, werden Geflüchtete, Migranten, Andersaussehende und Andersdenkende bedroht, gejagt, verletzt und ermordet. Dem stellen wir uns entgegen!

Wir rufen auf zu einem Gedenken in Essen: Zu einer Demonstration von der damals brennenden Alten Synagoge zum Hirschlandplatz , wo eine Gedenkkundgebung stattfinden wird. Die jüdische Bankiersfamilie, nach der der Platz benannt wurde, wurde Opfer der faschistischen Diktatur so wie Tausende jüdische Essener Familien. In völliger Geschichtsvergessenheit genehmigte die Stadt Essen Monat für Monat dem Pegida-Ableger „Bürger gegen Politikwahnsinn“ diesen Platz für ihre rassistischen Hasstiraden. Auch dagegen richtet sich unser Protest.

Jüdische Menschen
werden kontrolliert
Flugi9Nov2016GedenkaktionInnenstadtBild2.jpg



Mittwoch, 9. November, um 17.00 Uhr

Gedenken vor der Alten Synagoge, Edmund-Körner-Platz.

Dann Demonstration zur Kundgebung auf dem Hirschlandplatz
Ende um 18.30 Uhr

C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild2.png
V. i. S. d. P.: Essen stellt sich quer, Steubenstraße 49, 45138 Essen


9.11., ganztägig: dezentrale Gedenkaktionen um die Essener Stolpersteine

Pressemitteilung vom 3.11.

Siehe auch die facebook-Veranstaltung dazu

Bündnis gegen Rassismus und Faschismus



Pressemitteilung

Aktion
Stolpersteinreinigung 2016
EqLogoKastenTrans160.png
Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Steubenstr. 49, 45138 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png
www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, 3. November 2015

Reichspogromnacht 9. November 1938
Stolpersteine gegen das Vergessen

Vor 78 Jahren am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte demoliert und geplündert, Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger zertrümmert, Menschen zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslagern gebracht, jüdische Menschen ermordet. Es war ein weiterer wesentlicher Schritt hin zur sogenannten „Endlösung der Judenfrage“ und endete in den Gaskammern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern, in einem unvorstellbaren industriemäßig organisierten Mord an 6 Millionen Jüdinnen und Juden und 500 000 Sinti und Roma.

Mit den Stolpersteinen, dem Kunstprojekt von Gunter Demnig, wird in vielen Städten Deutschlands und auch in Europa an das Schicksal der von den Nazis diskriminierten, verfolgten und ermordeten Menschen erinnert. Sie geben Opfern wieder einen Namen. Auch in Essen sind an vielen Orten Stolpersteine verlegt worden, in denen die Namen der Diskriminierten, Deportierten und Ermordeten eingraviert sind.

Wir wenden uns an Essener Bürgerinnen und Bürger, an Schülerinnen und Schüler, im Gedenken an die Pogromnacht am Mittwoch, dem 9. November 2016 die in der Nähe Ihrer Wohnung, Ihrer Schule oder Ihrer Arbeitsstätte verlegten Stolpersteine zu putzen, sie mit Blumen und Kerzen zu schmücken. Auch an den Mahn- und Gedenktafeln an Orten des Verbrechens und der Opfer des Faschismus in Essen können Sie Blumen niederlegen, Kerzen anzünden. als Zeichen der Erinnerung an die Brandnacht, an die Pogrome, an die Opfer des Holocaust.

Wir erinnern auch daran, dass hunderttausenden Menschen die Flucht aus Deutschland gelang, weil ihnen in vielen Ländern der Welt Asyl gewährt wurde. Nur so konnten sie überleben. Angesichts unserer Geschichte trägt unser Land heute eine besondere Verantwortung im Umgang mit Asylsuchenden und in der Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus.

Organisatorisches:
Die Liste der Stolpersteine nach Stadtteilen sortiert finden Sie unter „Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.“

http://www.hvessen.de/fileadmin/user_upload/Stolpersteine/Stolpersteine_2016/STO_sortiert_Stadtteil.pdf

Teilen Sie mit, welche Stolpersteine Sie übernehmen wollen an:
Antirassismus-Telefon 0201/ 23 20 60 E-Mail: artessen<a>gmx.dePost_icon.png

Begrüßen würden wir es, wenn Sie mit Fotos und einige Zeilen Ihre Aktion dokumentieren und an die E-Mail-Adresse artessen<a>gmx.dePost_icon.png senden würden.

Praktisches:
Empfehlung: Putzen mit Essigwasser und einem schon benutzten Schwamm oder mit handelsüblichem Putzmittel für Metalle und einem weichen Tuch, auf keinen Fall Drahtbürste verwenden.

Es rufen auf:
Bündnis gegen Rassismus und Faschismus „Essen stellt sich quer“, Unperfekthaus, Soziokulturelles Zentrum Zeche Carl, Bürgerinitiative „Stolpersteine in Essen-Süd“, Alte Synagoge Essen - Haus jüdischer Kultur, Pro Asyl Essen, Sago-Künstlerduo, Kray ist bunt, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Essen, SPD Unterbezirk Essen, Jusos Essen, SJD-Die Falken Essen, Die Linke Kreisverband Essen, Bündnis 90 - Die Grünen KV Essen, DGB-Jugend MEO, GEW Essen, Chor „Stimmen gegen Rechts“, Deutsche Friedensgesellschaft – DFG/VK Essen, Antirassismus-Telefon, Essener Friedensforum, Pax Christi Diözesanverband Essen, DKP Essen, SDAJ Essen, Essen steht AUF, MLPD Essen.


Flugblatt-Aufruf Stolpersteine gegen das Vergessen

100px-C_Flyer_Stolpersteine_2016.jpg
Flugblatt
PDFicon.gif (628.5 KB)

Reichspogromnacht 9. November 1938

Stolpersteine gegen das Vergessen


Vor 78 Jahren am 9. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte demoliert und geplündert, Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger zertrümmert, Menschen zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslagern gebracht. In dieser Nacht wurden auch jüdische Menschen ermordet. Es war der Anfang der „Endlösung der Judenfrage“ und endete in den Gas- kammern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern in einem unvorstellbaren industriell organisierten Mord an 6 Millionen Jüdinnen und Juden und 500 000 Sinti und Roma,

Mit den Stolpersteinen, dem Kunstprojekt von Gunter Demnig, wird in vielen Städten Deutschlands und Europa an das Schicksal der von den Nazis ermordeten Menschen erinnert. Sie geben Opfern wieder einen Namen. Auch in Essen sind an vielen Orten Stolpersteine verlegt worden, in die Namen der Diskriminierten, Deportierten und Ermordeten eingraviert sind.

Wir wenden uns an Essener Bürgerinnen und Bürger, an Schülerinnen und Schüler, im Gedenken an die Pogromnacht am Mittwoch, dem 9. November 2016 die in der Nähe Ihrer Wohnung, Ihrer Schule oder Ihrer Arbeitsstätte verlegten Stolpersteine zu putzen, sie mit Blumen und Kerzen zu schmücken.
Auch an den Mahn- und Gedenktafeln an Orten des Verbrechens und der Opfer des Faschismus in Essen können Sie Blumen niederlegen, Kerzen anzünden. als Zeichen der Erinnerung an die Brandnacht, an die Pogrome, an die Opfer des Holocaust.

Wir erinnern auch daran, dass hunderttausenden Menschen die Flucht aus Deutschland gelang, weil ihnen in vielen Ländern der Welt Asyl gewährt wurde. Nur so konnten sie überleben. Angesichts unserer Geschichte trägt unser Land heute eine besondere Verantwortung im Umgang mit Asylsuchenden und in der Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus.

Die Liste der Stolpersteine nach Stadtteilen sortiert finden Sie bei „Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.“
www.hv-essen.de -> Projekte -> Stolpersteine. Dort gibt es eine Liste nach Stadtteilen sortiert.
Teilen Sie bitte mit, welche Stolpersteine Sie übernehmen wollen : Anti-Rassismus-Telefon 0201/ 23 20 60 (Damit es keine Doppel-Aktionen gibt.)
Mail: artessen<a>gmx.dePost_icon.png
Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Fotos und einigen Zeilen Ihre Aktion dokumentieren und an die E-Mail-Adresse artessen<a>gmx.dePost_icon.png senden.

C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild1.jpg

Empfehlung: Putzen mit Essigwasser und einem schon benutzten Schwamm oder mit handelsüblichem Putzmittel für Metalle und einem weichen Tuch, auf keinen Fall Drahtbürste verwenden

Teilen Sie uns bitte mit, welche Stolpersteine Sie reinigen wollen: Anti-Rassismus-Telefon 0201/ 23 20 60 E-Mail: artessen<a>gmx.dePost_icon.png


C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild2.png

C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild3.jpg

Zu dieser Aktion rufen auf:
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – BdA Essen, Anti-Rassismus-Telefon, Essen steht AUF, Pax Christi Diözesanverband Essen, Jusos Essen, Bürgerini. „Stolpersteine in Essen-Süd“, DKP Essen, Essener Friedensforum, Die Linke KV Essen, SJD-Die Falken Essen, SPD UB Essen, Alte Synagoge Essen - Haus jüdischer Kultur, Pro Asyl Essen, Sago-Künstlerduo, DGB-Jugend MEO, Bündnis 90 - Die Grünen KV Essen, Unperfekthaus, GEW Essen, Chor „Stimmen gegen Rechts“, Kray ist bunt, Deutsche Friedengesellschaft – DFG/VK Essen, SDAJ Essen, Kulturzentrum Zeche Carl, Bündnis Essen stellt sich quer


Facebook-Aufruf

Siehe auch die facebook-Veranstaltung dazu

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Reichspogromnacht 9. November 1938

Stolpersteine gegen das Vergessen

EqLogoKastenTrans160.png
Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png
www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Vor 78 Jahren am 9. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte demoliert und geplündert, Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger zertrümmert, Menschen zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslagern gebracht. In dieser Nacht wurden auch jüdische Menschen ermordet. Es war der Anfang der „Endlösung der Judenfrage“ und endete in den Gas- kammern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern in einem unvorstellbaren industriell organisierten Mord an 6 Millionen Jüdinnen und Juden und 500 000 Sinti und Roma,

Mit den Stolpersteinen, dem Kunstprojekt von Gunter Demnig, wird in vielen Städten Deutschlands und Europa an das Schicksal der von den Nazis ermordeten Menschen erinnert. Sie geben Opfern wieder einen Namen. Auch in Essen sind an vielen Orten Stolpersteine verlegt worden, in die Namen der Diskriminierten, Deportierten und Ermordeten eingraviert sind.

Wir wenden uns an Essener Bürgerinnen und Bürger, an Schülerinnen und Schüler, im Gedenken an die Pogromnacht am Mittwoch, dem 9. November 2016 die in der Nähe Ihrer Wohnung, Ihrer Schule oder Ihrer Arbeitsstätte verlegten Stolpersteine zu putzen, sie mit Blumen und Kerzen zu schmücken. Auch an den Mahn- und Gedenktafeln an Orten des Verbrechens und der Opfer des Faschismus in Essen können Sie Blumen niederlegen, Kerzen anzünden. als Zeichen der Erinnerung an die Brandnacht, an die Pogrome, an die Opfer des Holocaust.

Wir erinnern auch daran, dass hunderttausenden Menschen die Flucht aus Deutschland gelang, weil ihnen in vielen Ländern der Welt Asyl gewährt wurde. Nur so konnten sie überleben. Angesichts unserer Geschichte trägt unser Land heute eine besondere Verantwortung im Umgang mit Asylsuchenden und in der Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus.


Abends: Stolpersteine: Gedenkkerzen auf Von-Einem und Von-Seeckt-Straße

WAZ, 08.11.2016 Bürgerinitiative ruft zum Gedenken an den Stolpersteinen auf

NRZ20161108-BIstolpersteine.png

WAZ / Aus den Stadtteilen,Dienstag, 08.11.2016

Bürgerinitiative ruft zum Gedenken an den Stolpersteinen auf

Nachbarn der Von-Seeckt- und Von-Einem-Straße erinnern am 9. November mit Kerzen an die Opfer der Pogromnacht


Rüttenscheid. Die Initiative „Stolpersteine in Essen-Süd“ folgt dem stadtweiten Aufruf des Bündnisses „Essen stellt sich quer“, an die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu gedenken. So erinnert die Initiative an die ehemaligen Nachbarn in den Straßen des Quartiers, die Opfer des deutschen Nationalsozialismus wurden. Die Bürgerinitiative wird am 9. November an den 27 Stolpersteinen in der Von-Einem- und Von-Seeckt-Straße Gedenkkerzen aufstellen. Die Initiative ruft auch die Nachbarn auf, an allen Stolpersteinen in Essen-Süd mit Kerzen und Blumen der Diskriminierten und Verfolgten zu gedenken.

Für die 25 Stolpersteine an der Kreuzung Von-Seeckt-/Von-Einem-Straße hatte sich eine Bürgerinitiative aus Nachbarn eingesetzt, die sich im Zuge der Debatte um die Straßenumbenennung fand. In dieser historischen Auseinandersetzung habe die Initiative gelernt, dass Nationalsozialismus Alltag in den Straßen war, sagte Anwohner Reinhard Völzke kurz vor der Verlegung im vergangenen Jahr. So leisteten die Nachbarn umfassende Recherchen zum Judenhaus, das bis zu einem Bombardement direkt an der Kreuzung Von-Seeckt-/Von-Einem-Straße stand. Dabei gelang es den Nachbarn, das Schicksal von 25 Juden aufzuarbeiten, an die mit den Stolpersteinen erinnert wird.

298 Stolpersteine in ganz Essen
Die Messingtafeln sind dabei ein Kunstprojekt des Kölners Gunter Demnig, das in vielen Städten Deutschlands und auch in Europa an das Schicksal der von den Nazis diskriminierten, verfolgten und ermordeten Menschen erinnert. In Essen sind mittlerweile 298 Stolpersteine verlegt worden. Dafür sucht der Historische Verein für Stadt und Stift Essen immer freiwillige Bürger, die eine Putzpatenschaft übernehmen wollen und die Steine regelmäßig reinigen.

Weitere Informationen gibt es am Antirassismus-Telefon unter  23 20 60. Eine Liste mit allen Stolperstein-Standorten in den Essener Stadtteilen sowie weitere Informationen und Ansprechpartner finden sich auch im Internet auf: www.hv-essen.de/projekte/stolpersteine
Bildunterschrift:
Im Südviertel erinnern 27 Stolpersteine an verfolgte NS-Opfer. FOTO: ULRICH VON BORN

17:00 Uhr: Stolpersteine in Borbeck, Germaniaplatz

WAZ/NRZ, 11.11.2016 Borbecker schrubbten 27 Stolpersteine

WAZ20161111-BorbeckSchrubbt.png

WAZ / E-West,Freitag, 11.11.2016

Borbecker schrubbten 27 Stolpersteine

Am Jahrestag der Pogromnacht erinnerten Awo- und SPD-Mitglieder an die Opfer der Nazi-Diktatur


Borbeck. Rund 50 Mitglieder der Awo- und SPD-Ortsvereine des Großraums Borbeck machten sich am Abend des 9. November auf den Weg, um am Jahrestag der Pogromnacht von 1938 an die Opfer der Nazi-Diktatur zu erinnern. Bei strömendem Regen besuchten sie die 27 „Stolpersteine“, die im Borbecker Zentrum an die Ermordeten zu erinnern, die einst in Borbeck lebten. Auf deren Einzelschicksale weist die Aktion „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig hin, der vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Nazi-Opfer Gedenktafeln aus Messing in den Fußweg einlässt.

Bei der Gedenk-Wanderung in Borbeck wurde nicht nur der Name jedes Opfers genannt. Jeder Stolperstein wurde auch mit Bürste und Putzmittel vom Alltagsschmutz gereinigt und mit einer Grabkerze geschmückt. Zwischenzeitlich schloss sich auch noch eine Gruppe von Borbecker Schülerinnen der Aktion an. „Diese Aktion soll darauf hinweisen, wohin eine menschenverachtende Diktatur führen kann. Diejenigen, die das Glück hatten, der Verfolgung zu entkommen, verdanken das Ländern, die ihnen Asyl gewährten“, zog Karlheinz Freudenberg, Vorsitzender der Awo Schönebeck, einen Bezug zur Gegenwart.
Bildunterschrift:
Mit Bürste und Putzmitteln reinigten Mitglieder von Awo und SPD die in Borbeck verlegten 27 „Stolpersteine“, die an die jüdischen Mitbürger erinnern. FOTO: AWO
In anderen Lokalteilen erschien dieser Artikel geringfügig gekürzt.


WAZ, 08.11.2016 Erinnerung an die Opfer der Nazi-Diktatur

NRZ20161108-ErinnerungAnDieOpfer.png

WAZ / E-West,Dienstag, 08.11.2016

Erinnerung an die Opfer der Nazi-Diktatur

Gedenkstunde der Awo und SPD in Borbeck


Borbeck. Zu einer Aktion, die an die Verbrechen der Reichspogromnacht 1938 erinnern soll, laden die Awo-Ortsvereine aus dem Großraum Borbeck zusammen mit den Borbecker Ortsvereinen der SPD am Mittwoch, 9. November, um 17 Uhr alle Bürger auf den Germaniaplatz ein. Gemeinsam will man aktiv der Nazi-Verbrechen und der sechs Millionen Opfer gedenken. An viele Einzelschicksale der Ermordeten erinnert die Aktion „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig, der vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Nazi-Opfer Gedenktafeln aus Messing in den Fußweg einlässt. Auch in Borbeck wird an elf Plätzen mit 27 „Stolpersteinen“ an die zwischen 1933 und 1945 systematisch umgebrachten Borbecker erinnert. Und diese Stolpersteine sollen im Rahmen der Gedenk-Aktion gereinigt und mit Kerzen geschmückt werden. An jeder dieser kleinen Plaketten will man sich das Leben und Sterben der Nazi-Opfer in Erinnerung rufen – auch um aus ihrer Geschichte zu lernen. Vielen Menschen, die die Verfolgung durch die Nazis überlebten, gelang dies durch Flucht in Länder, die ihnen Asyl gewährten.

10.11.,18:30 Uhr: Gegenkundgebung zur Pegida-artigen Gruppe

Pressemitteilung: Aufruf zur Kundgebung gegen die Nazigruppe „Bürger gegen Politikwahnsinn“

Siehe auch die facebook-Veranstaltung dazu

Bündnis gegen Rassismus und Faschismus



Pressemitteilung

Kundgebung gegen die Nazigruppe
„Bürger gegen Politikwahnsinn“
Am 10. November 2016
EqLogoKastenTrans160.png
Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Steubenstr. 49, 45138 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png
www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, 3. November 2015

Stoppen wir die Nazigruppe "Bürger gegen Politikwahnsinn"!

10. November: Treffpunkt: Hans-Toussaint-Platz um 18:30 Uhr

Die Nazi-Truppe "Bürger gegen Politikwahnsinn" meldet jeden zweiten Mittwoch im Monat eine Kundgebung mitsamt Demonstrationszug durch die Essener Innenstadt an. Es wird immer wieder rassistisch gehetzt. Minderheiten, besonders Muslime, werden verbal attackiert. Es fallen antisemitische Parolen. Hitlergrüße.

Regelmäßig ergibt sich dort ein Bild von Teilnehmern, die man als braune Mischung von NPD, Pro NRW, Identitäre, Hooligans, Neonazis und vorgeblich „besorgte“ Bürger mit Kontakten in die tiefbraune Szene von NRW bezeichnen kann.

Am 09. November gedenken wir vom Bündnis Essen stellt sich quer mit vielen Gleichgesinnten auf dem Hirschlandplatz den Morden, Verbrechen und Schrecken durch die Nazis, die in den Novemberpogromen 1938 begonnen haben. Tags darauf, am 10. November, werden sich dort, am selben Platz dann Nazis treffen.

Das werden wir nicht hinnehmen. Dagegen werden wir demonstrieren!


Wir beurteilen die Gruppe:
Zum aktuellen Zustand der Nazigruppe "Bürger gegen Politikwahnsinn"

Die Gruppe "Bürger gegen Politikwahnsinn" ist eine Ansammlung von Personen der extremen Rechten aus Essen und Umgebung. Gegründet hat die Gruppe, die sich zunächst noch "Essen gegen Politikwahnsinn" nannte, das ehemalige Pro-NRW-Mitglied Holm Teichert. Zu Beginn des Jahres sprießten überall sogenannte "Bürgerwehren" aus dem Boden. Auch in Essen wollte sich solch eine Gruppe bilden, was aber durch frühen zivilgesellschaftlichen Widerspruch unterbunden werden konnte. Teichert konnte nichtsdestotrotz die allgemein aufgeladene Stimmung in Deutschland hier in Essen nutzen, kanalisieren, und zu Anfangszeiten bis zu 80 Personen auf die Straße mobilisieren. Zunächst nahmen neben Rechten und eindeutigen Nazis auch noch sogenannte besorgte Bürger*innen teil. Auf den Demonstrationen "gegen Politikwahnsinn" wurde von Anfang an gegen die deutsche Asylpolitik gehetzt, es wurde von großen Verschwörungen gegen Deutsche geredet und Angst gegenüber Asylbewerber*innen und Migrant*innen geschürt. Das Feindbild ist klar: Kirchen, Gewerkschaften, die Medien, Grüne, Linke und natürlich die Politik im Allgemeinen.

Nachdem die TeilnehmerInnenzahlen aufseiten der "Bürger gegen Politikwahnsinn" zurückgingen, wurde der offene Schulterschluss mit klar neonazistischen Organisationen und Initiativen gesucht. Die Teilnehmer*innen der aktuellen Demonstrationen rekrutieren sich ausnahmslos aus der rechten Szene. Das Anbiedern an NPD, AfD und Pro NRW hat szeneintern Früchte getragen. Auf den letzten Demonstrationen standen neben Teichert Nazi-Hooligans, NPD Kader und Pro NRW Aktivisten. Allerdings ist durch das Einbinden neofaschistischer Organisationen das Ansehen in Essen nicht gestiegen, sondern stagniert. Die "Bürger gegen Politikwahnsinn" spulen daher seit einiger Zeit mit den immer gleichen Personen den ewig gleichen Ablauf ab: Ein paar Redebeiträge mit Klagen über die "links-grün-versiffte Gutmenschenherrschaft" und die "Merkel-Diktatur", gesangliche Eskapaden zur "Erhaltung des deutschen Liedgutes", orchestriertes Deutschlandfahnenschwenken, eine Runde durch die Stadt laufen und dasselbe nochmal, bis noch der letzte am sogenannten "offenen Bürgermikrofon" seine oder ihre kruden Verschwörungstheorien und rassistische Hetze abgelassen hat.

Wir betrachten die "Bürger gegen Politikwahnsinn" als ernstzunehmendes Symptom der allgemeinen Verschiebung des öffentlichen Diskurses nach rechts. Die Gruppe mag zwar angesichts der knapp 580.000 Einwohner*innen in Essen marginal sein. Dass aber Neonazis und Rassist*innen monatlich in Essen demonstrieren und marschieren können, sich vernetzen und auch überregionale Strukturen aufbauen, festigen und bislang Nichtsagbares offen auf die Straße tragen, ist für uns ein unhaltbarer Zustand. Jeder brennenden Unterkunft für Geflüchtete sind enthemmte Worte, ist Hetze vorausgegangen. Auch wenn bislang keine direkte Gewalt gegenüber Geflüchteten vonseiten dieser Gruppierung ausgegangen ist, gärt in der Gruppe und ihrem Umfeld das Klima, das in den Pogromen in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen oder Heidenau gipfelte. Als antifaschistisches Bündnis und als Essener Zivilgesellschaft ist es unsere Pflicht dem braunen Ungeist entgegenzutreten und Nazis und Rassisten wieder und wieder die Stirn zu bieten. Für Nazis ist in unserer Stadt kein Platz!


Flugblatt: Weitere Informationen zur Pegida-artigen Gruppe

100px-Eq9Nov2016ZustandBgPw.jpg
Flugblatt
PDFicon.gif (171.6 KB)

Zum aktuellen Zustand der Nazigruppe
"Bürger gegen Politikwahnsinn"


Die Gruppe "Bürger gegen Politikwahnsinn" ist eine Ansammlung von Personen der extremen Rechten aus Essen und Umgebung. Gegründet hat die Gruppe, die sich zunächst noch "Essen gegen Politikwahnsinn" nannte, das ehemalige Pro-NRW-Mitglied Holm Teichert. Zu Beginn des Jahres sprießten überall sogenannte "Bürgerwehren" aus dem Boden. Auch in Essen wollte sich solch eine Gruppe bilden, was aber durch frühen zivilgesellschaftlichen Widerspruch unterbunden werden konnte. Teichert konnte nichtsdestotrotz die allgemein aufgeladene Stimmung in Deutschland hier in Essen nutzen, kanalisieren, und zu Anfangszeiten bis zu 80 Personen auf die Straße mobilisieren. Zunächst nahmen neben Rechten und eindeutigen Nazis auch noch sogenannte besorgte Bürger*innen teil. Auf den Demonstrationen "gegen Politikwahnsinn" wurde von Anfang an gegen die deutsche Asylpolitik gehetzt, es wurde von großen Verschwörungen gegen Deutsche geredet und Angst gegenüber Asylbewerber*innen und Migrant*innen geschürt. Das Feindbild ist klar: Kirchen, Gewerkschaften, die Medien, Grüne, Linke und natürlich die Politik im Allgemeinen.

Nachdem die TeilnehmerInnenzahlen aufseiten der "Bürger gegen Politikwahnsinn" zurückgingen, wurde der offene Schulterschluss mit klar neonazistischen Organisationen und Initiativen gesucht. Die Teilnehmer*innen der aktuellen Demonstrationen rekrutieren sich ausnahmslos aus der rechten Szene. Das Anbiedern an NPD, AfD und Pro NRW hat szeneintern Früchte getragen. Auf den letzten Demonstrationen standen neben Teichert Nazi-Hooligans, NPD Kader und Pro NRW Aktivisten. Allerdings ist durch das Einbinden neofaschistischer Organisationen das Ansehen in Essen nicht gestiegen, sondern stagniert. Die "Bürger gegen Politikwahnsinn" spulen daher seit einiger Zeit mit den immer gleichen Personen den ewig gleichen Ablauf ab: Ein paar Redebeiträge mit Klagen über die "links-grün-versiffte Gutmenschenherrschaft" und die "Merkel-Diktatur", gesangliche Eskapaden zur "Erhaltung des deutschen Liedgutes", orchestriertes Deutschlandfahnenschwenken, eine Runde durch die Stadt laufen und dasselbe nochmal, bis noch der letzte am sogenannten "offenen Bürgermikrofon" seine oder ihre kruden Verschwörungstheorien und rassistische Hetze abgelassen hat.

EqLogoNeuTrans.pngWir betrachten die "Bürger gegen Politikwahnsinn" als ernstzunehmendes Symptom der allgemeinen Verschiebung des öffentlichen Diskurses nach rechts. Die Gruppe mag zwar angesichts der knapp 580.000 Einwohner*innen in Essen marginal sein. Dass aber Neonazis und Rassist*innen monatlich in Essen demonstrieren und marschieren können, sich vernetzen und auch überregionale Strukturen aufbauen, festigen und bislang Nichtsagbares offen auf die Straße tragen, ist für uns ein unhaltbarer Zustand. Jeder brennenden Unterkunft für Geflüchtete sind enthemmte Worte, ist Hetze vorausgegangen. Auch wenn bislang keine direkte Gewalt gegenüber Geflüchteten vonseiten dieser Gruppierung ausgegangen ist, gärt in der Gruppe und ihrem Umfeld das Klima, das in den Pogromen in Hoyerswerda, Rostock- Lichtenhagen oder Heidenau gipfelte. Als antifaschistisches Bündnis und als Essener Zivilgesellschaft ist es unsere Pflicht dem braunen Ungeist entgegenzutreten und Nazis und Rassisten wieder und wieder die Stirn zu bieten,

Für Nazis ist in unserer Stadt kein Platz!


12.11., Stammtisch-Kämpfer*innen-Ausbildung - gegen rechte und rassistische Sprüche

Pressemitteilung vom 4.11.2016

Siehe auch die facebook-Veranstaltung dazu

Bündnis gegen Rassismus und Faschismus



Pressemitteilung

Workshopangebot
Stammtischkämpfer gegen Rassismus
EqLogoKastenTrans160.png
Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Steubenstr. 49, 45138 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png
www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, 4. November 2015

Stammtischkämpfer - Argumente gegen Rechts

Das bundesweite Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ und „Essen stellt sich quer“ bieten ein Seminar gegen Stammtischparolen an. Es findet Samstag, 12. November ab 10:00 Uhr in der Zeche Carl* statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten lediglich um eine verbindliche Anmeldung. Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall, an der Kasse des Supermarktes, auf dem Spielplatz, in der Bahn oder in der Uni-Lerngruppe.

Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.

Dazu wollen wir uns im Training mit Strategien beschäftigen die es uns ermöglichen, rechten Parolen und ihren Anhängern Paroli zu bieten. Wir wollen gängige rechte Positionen untersuchen und wir wollen gemeinsam üben das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen zu streiten, statt für Ausgrenzung und Rassismus. Die StammtischkämpferInnen-Schulung umfasst ein Tagesseminar und dauert 6 Stunden (Pausen eingerechnet).

Ort: Zeche Carl, Wilh.-Nieswandt-Allee 100, Essen, U11, U17: Altenessen Mitte

Wir benötigen eine verbindliche Anmeldung bis zum 11.11.2016 an unsere Mailadresse: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png mit den Angaben unseres Anmeldeformulars (Anhang)


Flugblatt: Teilnahmeinfos und Anmeldeinformationen

100px-Eq-FlugiNov2016Stamm.jpg
Flugblatt
PDFicon.gif (232 KB)


Eq-FlugiNov2016StammBild1.png

Du magst solche Stammtischparolen nicht?
Du hast etwas gegen rechte Hetze?
Du fühlst Dich manchmal nicht schlagfertig genug um zu entgegnen?
Wir helfen Dir!

Eq-FlugiNov2016StammBild2.png

Das bundesweite Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus und „Essen stellt sich quer“ bieten ein Seminar gegen solche Stammtischparolen an. Es findet Samstag, 12. November ab 10:00 Uhr in der Zeche Carl* statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten lediglich um eine verbindliche Anmeldung.

EqLogoNeuTrans.png

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.

Eq-FlugiNov2016StammBild3.jpg

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall, an der Kasse des Supermarktes, auf dem Spielplatz, in der Bahn oder in der Uni-Lerngruppe.

Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.
Dazu wollen wir uns im Training mit Strategien beschäftigen die es uns ermöglichen, rechten Parolen und ihren Anhängern Paroli zu bieten. Wir wollen gängige rechte Positionen untersuchen und wir wollen gemeinsam üben das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen zu streiten, statt für Ausgrenzung und Rassismus. Die StammtischkämpferInnen-Schulung umfasst ein Tagesseminar und dauert 6 Stunden (Pausen eingerechnet). *Ort: Zeche Carl, Wilh.-Nieswandt-Allee 100, Essen, U11, U17: Altenessen Mitte


Ausschneiden und einsenden an: Anti-Rassismus-Telefon/ESSQ, Steubenstr. 49, 45138 Essen oder: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png

Ich melde mich verbindlich zur Teilnahme am Seminar “Stammtischkämpfer/in“ am 12.11.2016 um 10:00 Uhr in der Zeche Carl an:

Name, Vorname:
Straße/Nr.:
PLZ, Ort:
Telefon:
Mail:
Unterschrift:


Weiteres Gedenken

WAZ, 21.11.2016 Leserbrief Polizei half nicht

WAZ20161121-LBpolzeiHalfNicht.png

WAZ / Essen,Montag, 21.11.2016

Polizei half nicht


Schicksal der Familie Heinemann. In Ihrem sehr fundierten Artikel fehlt meines Erachtens noch ein wichtiger Aspekt: Die Zerstörung des Hauses der Familie Heinemann am Haumannplatz und der Überfall in der Pogromnacht 1938 geschahen in Sichtweite des Polizeipräsidiums. Doch die Polizei griff nicht ein, und auch die Feuerwehr blieb tatenlos. Diese Beamten hatten keine Skrupel, im vorauseilenden Gehorsam ihre Pflichten zu verletzen.
Werner Koschorreck, Essen

WAZ/NRZ, 18.11.2016 Von Bürgerstolz und Vernichtung

WAZ20161118-Buergerstolz.png

WAZ/NRZ / Essen,Feitag, 18.11.2016

Von Bürgerstolz und Vernichtung

Salomon Heinemann war erfolgreicher Jurist. In der Pogromnacht wurde sein Leben zerstört. Sein früheres Kanzleihaus soll auch an sein Schicksal erinnern


Von Christina Wandt

Dass er das Wesen dieses Hauses bewahrt, hat ihm der Denkmalschutz auferlegt, dass er an dessen Erbauer erinnert, hat Investor Albert Sevinc selbst entschieden. Und so lud der Düsseldorfer Architekt am Mittwochabend zur Erinnerungsfeier für Salomon und Anna Heinemann an die Zweigertstraße 50 in Rüttenscheid. Dort erstrahlt ein aufwendig umgebauter Gebäudekomplex, der zahlreiche Büro- und Wohnräume beherbergt und dessen Herzstück das frühere Kanzleihaus Heinemann ist.

1865 wurde Salomon Heinemann in Essen geboren; als Sohn einer gutbürgerlichen jüdischen Familie machte er am Burggymnasium Abitur, studierte anschließend Jura, erwarb einen Doktortitel. Als zielstrebigen jungen Mann beschreibt ihn die Sozialwissenschaftlerin Kristin Platt an diesem Abend, und als so kunstsinnige wie großzügige Persönlichkeit. Bestrebt, „eine angesehene Wirtschaftskanzlei zu etablieren“, habe Salomon Heinemann sich für eine Adresse mitten im Essener Justizviertel entschieden. Als Architekten für sein modernes Kanzleihaus beauftragt er Edmund Körner, der auch die 1913 fertiggestellte (Alte) Synagoge entworfen hat.


„Die SA hat sie im
Schlaf überfallen,
ihr Haus zerstört.“
Kristin Platt,
Universität Bochum

Salomon Heinemann ist da längst erfolgreicher Rechtsanwalt und Notar, mit seiner Frau Anna, geborene Wertheimer, bewohnt er am nahen Haumannplatz ein Wohnhaus, das Zeitzeugen als stattlich beschreiben. „Anna war seine große Liebe“, weiß Kristin Platt und zitiert aus Gedichten, die Anna für Salomon schrieb. Bei den beiden sind Kunst und Künstler zu Gast, Bibliothek, Schallplattensammlung und expressionistische Kunstwerke gehören zum Haus wie schlicht vornehmes Mobiliar.

Salomon Heinemann zählt auch zu den Gründungsmitgliedern des Folkwang Museumsvereins. Zu jenen Essener Bürgern also, die 1922 den Ankauf der Sammlung Osthaus ermöglichen, den Grundstein für das Museum Folkwang legen. Doch mit der NS-Machtergreifung gibt Heinemann alle öffentlichen Ämter auf. Die Kanzlei kann er trotz Berufsverbots noch erhalten, weil sein dort beschäftigter Neffe christlich getauft ist.

Seit 1933 kämpft das Ehepaar mit wachsender Ausgrenzung und existenziellen Sorgen. In der Pogromnacht vom 9. zum 10. November werden die beiden im Schlaf von SA-Männern überfallen, ihr Haus verwüstet. Zerstört wird auch die Kunstsammlung, die das kinderlose Paar seiner Heimatstadt hatte vermachen wollen. Nur Tage später wählen Anna und Salomon Heinemann den Freitod – sie gelten als erste Opfer unter den damals 2500 Essener Juden.

Gedacht werden soll an sie nicht nur an diesem Abend: Eine Plakette erinnert die neuen Nutzer des alten Kanzleihauses an Verdienste und Schicksal der Heinemanns.


Denkmalgeschütztes Ensemble in Rüttenscheid

  • Das Zweigertkarree umfasst vier Gebäude an Zweigert- und Kortumstraße. Sie wurden früher von der Staatsanwaltschaft genutzt. Darunter das Kanzleihaus von Salomon Heinemann von 1913/14. Das von Edmund Körner entworfene Haus steht seit 2012 unter Denkmalschutz.
  • In dem Gebäudekomplex sind 32 Eigentumswohnungen von 40 bis 215 qm Größe, vier großzügige Büroeinheiten und vier Mietwohnungen; im Erdgeschoss soll ein Restaurant entstehen.
 
Bildunterschrift:
  • Ein Schmuckstück: Das frühere Kanzleihaus Heinemann an der Zweigertstraße erstrahlt in neuem Glanz.FOTO: STEFAN AREND
  • Justizrat und Kunstfreund: Salomon Heinemann in den 1930er Jahren.

Teilinfo.png Weitere Berichte von Einzelschicksalen gibt es auf unserer Seite zu den Stolperstein

9.11., 17:00 Uhr: Okumenischer Gottesdienst in Altkatholischer Friedenskirche

WAZ/NRZ, 02.11.2016 Gottesdienst erinnert an Pogromnacht

WAZ20161102-GottesdienstPogromnacht.png

WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 02.11.2016

Gottesdienst erinnert an Pogromnacht

Gedenken an die Gräueltaten der Nazis


Mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst am Mittwoch, 9. November, erinnert die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Essen (ACK) an die Gräueltaten der Pogromnacht im nationalsozialistischen Deutschland. Der Gottesdienst findet um 17 Uhr in der Altkatholischen Friedenskirche an der Bernestraße 1 statt.

Am Abend des 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden geschlagen, verhaftet, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet, ihre Geschäfte geplündert, Wohnhäuser gebrandschatzt, Friedhöfe geschändet. „Mit unserem Gottesdienst wenden wir uns gegen das Vergessen“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft.

Schüler tragen Gedichte vor
In diesem Jahr stehen Literaten und ihre Leiden während der NS-Zeit im Mittelpunkt des Gottesdienstes: Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule der Kliniken Essen-Mitte und Mitglieder der ACK tragen Gedichte vor, die unter dem unmittelbaren Eindruck von Bedrückung, Verfolgung und Vernichtung geschrieben wurden. Die Autoren sind Paul Celan, Nelly Sachs, Else Lasker-Schüler, Stefan Zweig und Oskar Loerke.

Die Predigt hält in diesem Jahr Professor Joachim Gardemann von der Fachhochschule Münster über den Satz „Ich trage Verantwortung über das, was ich tue und das, was ich tun kann.“

9.11., 18:00 Uhr: Gedenken am Engel" der Kulturen

WAZ/NRZ, 09.11.2016 „Kray ist bunt“ gedenkt der Pogromnacht

WAZ20161109-KrayBunt.png

WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 09.11.2016

„Kray ist bunt“ gedenkt der Pogromnacht


Aus Anlass der Pogromnacht am 9. November 1938 erinnert der Runde Tisch „Kray ist bunt“ am heutigen Mittwoch an den Brand der Synagogen vor 78 Jahren und an die endgültige Entrechtung der deutschen Juden durch die nationalsozialistischen Machthaber, die an diesem Tag ihren Anfang nahm. In der Gedenkveranstaltung um 18 Uhr am Engel der Kulturen auf dem Krayer Markt geht es aber nicht nur um das Gedenken an die historischen Opfer, sondern auch um die Mahnung für eine weltoffene Gesellschaft, frei von Hass und Vorurteilen.

9.11., 19:00 Uhr: Gedenkveranstaltung in Alter Synagoge

WAZ/NRZ, 27.10.2016 Gedenktag an die Judenverfolgung

WAZ20161027-GedenktagJudenverfolgung.png

WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 27.10.2016

Gedenktag an die Judenverfolgung


Der 9. November ist in der jüdischen Erinnerungskultur der Gedenktag an den Untergang des deutschen Judentums. Am 9. November 1938 wurden in Deutschland die Synagogen angezündet. Die Nationalsozialisten verhafteten über 30 000 Menschen und trieben 400 in den Tod. Es war ein Fanal für die Verfolgung, die im Massenmord an den europäischen Juden endete. Wie gehen die unterschiedlichen Einwandergruppen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland kamen, mit der Geschichte um? Am Gedenktag spricht der Psychologe Haci Halil Uslucan vom Zentrum für Türkeistudien um 19 Uhr in der Alten Synagoge. Am selben Tag findet um 17 Uhr in der Altkatholischen Friedenskirche, Bernestraße 1, auch ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt.

WAZ/NRZ, 04.11.2016 Gedenkfeier der Stadt in der Alten Synagoge

WAZ20161104-Gedenkfeier.png

WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 04.11.2016

Gedenkfeier der Stadt in der Alten Synagoge

An die Opfer der Pogromnacht erinnern


Zu einer Gedenkfeier anlässlich der Reichspogromnacht am 9. November 1938 lädt die Stadt am Mittwoch, 9. November, um 19 Uhr in den Hauptraum der Alten Synagoge ein. Oberbürgermeister Thomas Kufen und Schalwa Chemsuraschwili von der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen werden Ansprachen halten, bevor mit dem Gebet „El male rachamim“ der Ermordeten gedacht wird. Hauptredner wird Professor Haci Halil Uslucan vom Zentrum für Türkeistudien sein. Er wird in seinem Vortrag „Zuwanderer in Deutschland in einer multireligiösen Gesellschaft und vor der deutschen Geschichte“ Fragen der Integration, die Abwehr von Extremismus, um das Verhindern von gewalttätigen Auseinandersetzungen und das Erlernen von Demokratie ansprechen.

Am selben Tag findet bereits um 17 Uhr in der Altkatholischen Friedenskirche an der Bernestraße der Gedenkgottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen statt.

Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen angezündet, Menschen getötet, Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört. Damit beginnt das Fanal für die Verfolgung, die im Massenmord an den Juden endete.

9.11., 19:30 Uhr: Gedenkfeier in ev. Kirche am Markt

NRZ, 09.11.2016 Gedenken an die Pogromnacht

NRZ20161109-Pogromnacht.png

NRZ / Essen-Kettwig,Mittwoch, 09.11.2016

Gedenken an die Pogromnacht

Die Evangelische Jugend und die Jugend der Freien evangelischen Gemeinde gestalten den Gottesdienst. Anschließend erfolgt der Gang zum Findling


Von Petra Treiber


Kettwig. Ganz still wird es werden in der evangelischen Kirche am Markt, wenn am heutigen Jahrestag der Pogromnacht nach und nach die Lichter erlöschen im Kirchenraum. 66 Kerzen, die für 66 Menschen jüdischen Glaubens stehen, die einst in Kettwig lebten, hier geboren wurden, aufwuchsen, zur Schule gingen und arbeiteten. Kettwiger, die durch die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland ihr Leben verloren.

Mädchen und Jungen der Evangelischen Jugend Kettwig und der Jugend der Freien evangelischen Gemeinde Kettwig werden die Namen der Betroffenen verlesen, ihre Berufe, wo sie lebten, soweit bekannt. Ausgesuchte Texte begleiten das Ganze. „Für die Jugendlichen ist das schon eine bewegende Sache. Sie haben sich mit dem Thema Judenverfolgung beschäftigt, das ja immer wieder aktuelle Bezüge bekommt“, erzählt Torsten Schreiner, Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde Kettwig.

Synagoge wurde angezündet
Einige Jugendliche sind schon seit Jahren dabei; die Gedenkfeier zur Pogromnacht am 9. November in der evangelischen Kirche am Markt hat inzwischen auch Tradition in Kettwig. Das zweite Mal wird die Feier in diesem Jahr gemeinsam mit den Jugendlichen der Freien evangelischen Gemeinde gestaltet. „Die Zusammenarbeit klappt sehr gut“, sagt deren Pfarrer Ulrich Schmidt. Die FeG ist zudem Gastgeber für den gemeinschaftlichen Ausklang der Veranstaltung, die nicht nur in der Kirche stattfindet. Der Findling an der Landsberger Straße ist Ziel einer kleinen Wanderung, die die Teilnehmer des Gedenkgottesdienstes nach Vor der Brücke unternehmen. Der Stein erinnert an den Standort des Bethauses, das seit 1801 genutzt wurde. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde die Synagoge von SA-Leuten aus Bochum und Velbert angezündet, Wohnungen wurden zudem zerstört.

Die jüdische Gemeinde war klein (1871 gab es gerade mal 23 Gläubige), hatte aber dennoch eine funktionierende Infrastruktur und pflegte den Austausch mit den Juden in Heiligenhaus und Velbert. Es gab eine jüdische Schule, die in einem Hinterhaus in der Werdener Straße untergebracht war; sie wurde 1914 mit der evangelischen Volksschule zusammengelegt.

Auf Kettwiger Gebiet existierten zwei jüdische Friedhöfe: Seit 1790 bestatteten die Juden ihre Angehörigen am Blomericher Weg (heute Ratinger Stadtgebiet). Und ab 1888 diente ein Grundstück am Görscheider Weg als letzte Ruhestätte. Dort fanden bis 1945 Beerdigungen statt. 59 Grabsteine sind heute noch auf diesem jüdischen Friedhof zu finden, der seit der Gebietsreform 1975 zum Heiligenhauser Stadtgebiet gehört.

Wenn die Schüler am Gedenktag an der Landsberger Straße den Findling aufsuchen, wird jeder einen Stein mitnehmen und ihn dort niederlegen – wie bei jüdischen Friedhöfen üblich – aus Respekt vor den Toten.



Gedenkgottesdienst

  • Der Gottesdienst zum Gedenken an die Pogromnacht 1938 findet am heutigen 9. November um 19.30 Uhr in der ev. Kirche am Markt, Hauptstraße, statt.
  • Anschließend gehen die Teilnehmer gemeinsam zum Gedenkstein in Vor der Brücke. Die Freie evangelische Gemeinde lädt zum Ausklang in das Gemeindehaus, Steinweg 7, ein.
 
Bildunterschrift:
  • Zum Gedenken an die jüdische Gemeinde Kettwig wurde dieser Findling an der Landsberger Straße/Mintarder Weg aufgestellt. In der Nähe stand das 1938 durch Brand geschändete jüdische Bethaus. FOTOS: HEINZ-WERNER RIECK
  • 59 Grabsteine sind auf dem jüdischen Friedhof Görscheider Weg erhalten.

WAZ/NRZ, 08.11.2016 Gedenkfeier für die Opfer der Pogromnacht

WAZ20161108-GedenkfeierPogromnacht.png

WAZ/NRZ / Aus den Stadtteilen / E-Kettwig,Dienstag, 08.11.2016

Gedenkfeier für die Opfer der Pogromnacht


Kettwig. Zum Gedenken an die Opfer der „Reichspogromnacht“ findet morgen, 9. November, um 19.30 Uhr eine Feier in der evangelischen Kirche am Markt (Hauptstraße 83) statt.

Dazu laden die Jugendorganisationen der evangelischen Kirchengemeinde Kettwig und der Freien evangelischen Gemeinde Kettwig alle Bürger ein. Im Anschluss gehen die Gemeinden zum Gedenkstein in Vor der Brücke. Der Ausklang ist dann im Gemeindehaus, Steinweg 7.

14.11., 19:30 Uhr: Lieder aus Theresienstadt im Aalto

WAZ/NRZ, 05.11.2016 Lieder aus Theresienstadt im Aalto-Foyer

WAZ20161105-LiederTheresienstadt.png

WAZ/NRZ / Essen,Samstag, 05.11.2016

Lieder aus Theresienstadt im Aalto-Foyer

Ilse Weber schrieb über das Lagerleben


„Wann wohl das Leid ein Ende hat?“, unter diesem Titel präsentieren die Aalto-Opernchormitglieder Michaela Sehrbrock (Gesang/Rezitation) und Marion Steingötter (Klavier) am Montag, 14. November, um 19.30 Uhr im Aalto-Foyer eine Auswahl von Liedern und Gedichten von Ilse Weber. Die tschechisch-jüdische Schriftstellerin wurde 1942 mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert. Sie arbeitete dort in der Kinderkrankenstation und schrieb Gedichte und Lieder, die den grausamen Alltag des Lagerlebens widerspiegeln: lyrische Trostgesänge oder kämpferische Aufrufe, die Hoffnung nicht zu verlieren. Ilse Weber und ihr Sohn wurden 1944 in Auschwitz ermordet, ihr Mann überlebte. Nach Kriegsende konnte er die Texte seiner Frau in Sicherheit bringen. Die Gedichte und Lieder setzen Ilse Weber bis heute ein einzigartiges, berührendes Denkmal.

Tickets (16 Euro) unter 8122-200 www.theater-essen.de
Bildunterschrift:
M. Sehrbrock FOTO: OH

16.11., 17:00 Uhr: Kranzniederlegung in der Nöggerathstraße

WAZ, 08.11.2016 Kranzniederlegung

NRZ20161108-Kranzniederlegung.png

WAZ / E-West,Dienstag, 08.11.2016

Kranzniederlegung


Die Bezirksvertretung III (Altendorf, Frohnhausen, Holsterhausen, Fulerum, Haarzopf) lädt am Mittwoch, 16. November, zum Gedenken an die Opfer der Zwangsarbeit während des Naziregimes ein. Um 17 Uhr wird am Ehrenmal in der Nöggerathstraße (gegenüber den Häusern 127 - 131) ein Kranz niedergelegt.

22.11., 19:00 Uhr: Dokumentarfilm über jüdische Schicksale

WAZ/NRZ, 22.11.2016 Film erinnert an jüdische Schicksale

WAZ20161122-FilmJuedSchicksale.png

WAZ/NRZ / Essen,Dienstag, 22.11.2016

Film erinnert an jüdische Schicksale

Gespräch mit Regisseur im Filmstudio


„Wir sind Juden aus Breslau“ heißt der Dokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies, den der Filmemacher heute, 22. November, ab 20 Uhr im Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Straße, vorstellt. 14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films, die zur Zeit der Machtergreifung der Nazis noch Heranwachsende waren. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, bevor Hitler an die Macht kam, sondern teilen auch das gemeinsame Schicksal der Judenverfolgung durch Nazi-Deutschland: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels mitgewirkt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen.

Der Film, der in Zusammenarbeit mit der Alten Synagoge Essen und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Essen e.V. gezeigt wird, will gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus eine historische wie emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine verantwortlich zu gestaltende Zukunft schlagen. Tickets: 9/8 Euro.

weiteres Material

Hier unsere Termine als JPG-Datei:

Breite 600 Pixel 600px-9nov2016ESSQtermine.jpg


Breite 450 Pixel 450px-9nov2016ESSQtermine.jpg


Breite 300 Pixel 300px-9nov2016ESSQtermine.jpg


(anklickbar) Breite 800 Pixel und 1137 Pixel


nach oben Hauptseite E-Mail: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png