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29.08.2015: Hetz-Tournee der rechtsradikalen Splittergruppe „ProNRW“ durch Essen

EQ-ProNRW20150829.jpgFür Samstag, den 29. August hat Pro NRW im Rahmen der Essener Oberbürgermeisterwahl eine besondere "Tour" angemeldet. Im Zweistundentakt sollten an vier verschiedenen Orten Kundgebungen durchgeführt werden (Schonnebeck, Optipark, Altenessen und Frintrop)- auch direkt vor Essener Flüchtlingsheimen.

Der Termin wurde nur wenige Tage vorher bekannt. An der größten betroffenen Flüchtlingunterkunft, dem Opti-Park in der Altendorfer Straße, hat u.a. Pro Asyl Essen zur Gegenkundgebung aufgerufen.

  • Bei der Oberbürgermeisterwahl am 13.09.2015 erhielt der Pro NRW-Kandidat 3,8% (33,9% Wahlbeteiligung). Andere als rechtsradikal bekannte OB-Kandidaten traten nicht an. Die Stadtteile Vogelheim (8,5%), Karnap (7,3%) und Frintrop (7,1%) haben am meisten Pro NRW gewählt.


Inhaltsverzeichnis

WAZ, 15.09.2015 Wo kleine Parteien stark waren - und wo nicht

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WAZ / Essen,Dienstag, 15.09.2015

Wo kleine Parteien stark waren - und wo nicht

Grüne, FDP, Pro NRW und Linke in der Analyse der OB-Wahl


Die Grünen
7,5 Prozent der Stimmen holte Grünen-Kandidatin Gönül Eglence stadtweit, souverän verteidigten die Grünen so ihre Stellung als dritte politische Kraft in Essen. Allerdings gab es schon zweistellige Wahlergebnisse, was die Dinge etwas relativiert. Die Einzelanalyse in den Stadtteilen zeigt das mehr oder weniger bekannte Bild: Je hipper ein Stadtteil, je mehr gutsituiertes Öko-Bürgertum oder jüngeres Szene-Publikum beheimatet ist, desto besser für die Grünen. 12,6 Prozent der Rüttenscheider wählten Grün, auf 12,7 kam Eglence im Südviertel, auf 9,8 in Werden. Die guten Ergebnisse im Stadtkern (12%) oder im Südostviertel (10,9%) fallen wegen der dort geringen Wahlbeteiligung zwar zahlenmäßig nicht so sehr ins Gewicht, sind aber trotzdem interessant. Man darf vermuten, dass Eglence hier auch wegen ihres deutschtürkischen Hintergrunds einiges Vertrauen bei Wählern mit Migrationshintergrund genoss. Schwach schnitten die Grünen allerdings im Essener Norden ab - in Vogelheim erhielt Eglence beispielsweise ganze 3,2 Prozent.

FDP
Stadtweit erhielt OB-Kandidat Christian Stratmann 4,4 Prozent, in Kettwig (6,1%) und Bredeney (6%) schnitt er am besten ab. Normalerweise ist die Zahl der FDP-Freunde in diesen Stadtteilen durchaus etwas höher, aber viele dort wählten wohl lieber gleich Thomas Kufen in der Erkenntnis, dass Stratmann chancenlos war. Insgesamt zeigt sich für den FDP-Mann stadtweit ein eher homogenes Bild, ohne allzuviele Ausschläge. Nur im Stadtkern und im Ostviertel hat es nur zu einer 2 vor dem Komma gereicht.

Pro NRW
Rechtsausleger Tony-Xaver Fiedler von Pro NRW holte am Sonntag 3,8 Prozent der Stimmen. Damit übertraf der OB-Kandidat das Ergebnis seiner Partei von 2014 um 2,1 Prozent. Ihr Wahlziel haben die Rechtspopulisten damit übertroffen. In 16 Stadtteilen lagen sie über fünf Prozent. Ihr bestes Ergebnis fuhren sie mit 8,5 Prozent in Vogelheim ein, gefolgt von 7,3 Prozent in Karnap und 7,1 Prozent in Frintrop. Dort hatte Pro NRW die aufgeheizte Stimmung gegen Asylbewerber ausgenutzt, die in der ehemaligen Walter-Pleitgen-Schule untergebracht sind. Beim Blick auf die abgegebenen Stimmen relativiert sich allerdings das Wahlergebnis. In Frintrop kreuzten 178 Wähler auf dem Stimmzettel die Rechtsaußenpartei an, in Karnap, wo ein großes Flüchtlingsdorf entsteht, taten dies 103 Wahlberechtigte. Die meisten Stimmen holte Pro NRW in Katernberg (234) und Stoppenberg (219).

Die Linke
In den Vierteln rund um die Innenstadt konnte OB-Kandidat Wolfgang Freye am meisten punkten, im Stadtkern und im Ostviertel war sogar eine 8 vor dem Komma. Auch in Holsterhausen (6,9%), Frohnhausen (6,5%) und Altendorf (5,8%) war Freye recht stark. Im Essener Süden war dafür nicht viel zu holen, Burgaltendorf mit 1,9 Prozent markierte den Tiefpunkt. Insgesamt musste Freye mit 3,8 Prozent zufrieden sein - es gab schon mal mehr für die Linken. F.S./schy
Bildunterschrift:
OB-Wahlen sind hart für die „Kleinen“: hier Christian Stratmann.

WAZ/NRZ, 14.09.2015 So haben die Stadtteile gewählt

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WAZ/NRZ / Essen,Montag, 14.09.2015

So haben die Stadtteile gewählt

Die Ergebnisse von Paß (SPD), Kufen (CDU), Eglence (Grüne), Freye (Linke) und Fiedler (Pro NRW) im Einzelnen


OB-Wahl 13.09.2015: (in Prozent)
Paß Kufen Eglence Freye Fiedler
Stadtkern: 33,8  32,4  12 8,9 3,8
Ostviertel: 40,9 33,5 6,7 5,4 4,6
Nordviertel: 44,2 24,8 7,8 8,3 5,3
Westviertel: 36,6 41,4 6,5 6,3 1,9
Südviertel: 32,4 35,5 12,7 5,8 3,4
Südostviertel: 32,7 35,1 10,9 5,9 4,4
Altendorf: 38,8 33,9 6,2 5,8 5,8
Frohnhausen: 36,8 31,3 9,3 6,5 3,8
Holsterhausen: 34,4 33,7 11,5 6,9 3,3
Rüttenscheid: 30,8 40,4 12,6 4,2 1,9
Huttrop: 32,0 41,7 9,5 3,9 3,6
Rellinghausen: 29,3 46,7 9,3 3,4 3,0
Bergerhausen: 33,1 42,9 9,1 3,3 2,7
Stadtwald: 30,4 48,1 8,3 3,3 1,6
Fulerum: 33,9 43,6 8,9 3,6 2,1
Schönebeck: 30,7 50,3 6 2,4 3,5
Bedingrade: 33,5 47,2 4,5 2,5 4,6
Frintrop: 35,7 39,8 6,1 3,1 7,1
Dellwig: 39,4 39,7 3,4 3,5 5,5
Gerschede: 38,1 38,1 6 3,8 5,7
Borbeck-Mitte: 34,5 43,5 6,2 3,6 4,5
Bochold: 36,3 40,9 4,5 4,1 5,8
Bergeborbeck: 39,5 39 4,3 4,2 6,5
Altenessen-Nord: 40,6 35,3 4,2 3,8 6,3
Altenessen-Süd: 42,2 32,0 5,3 4,8 6,3
Bredeney: 19,7 62,9 5,2 1,6 2
   
Paß Kufen Eglence Freye Fiedler
Schuir: 22,9 57,4 7,4 1,8 2,6
Haarzopf: 26,5 52,1 6,5 2,2 2,7
Werden: 26,3 51,6 9,8 3,1 1,4
Heidhausen: 24,2 53,9 8,1 2,3 2,2
Heisingen: 28,7 53,6 6,8 2,0 1,8
Kupferdreh: 31,1 48,0 7,3 2,7 3,4
Byfang: 25,4 57,6 6,5 2,2 1,9
Steele: 31,9 43,3 7,8 4,2 3,6
Kray: 39,4 36,7 5,6 4,0 5,1
Frillendorf: 34,9 40,8 6,9 3,2 4,2
Schonnebeck: 36,5 38,8 5,4 3,1 6,7
Stoppenberg: 40 35,3 5,1 4,2 6,4
Katernberg: 43,6 33,2 5,3 3,8 6,2
Karnap: 46 28,7 4,2 4,6 7,3
Margarethenhöhe: 34,8 40,4 9,9 4,0 2,2
Fischlaken: 25,5 53,4 8,2 2,0 2,5
Überruhr-Hinsel: 37,2 39,5 7,6 2,6 3,5
Überruhr-Holthausen: 33,2 45,7 6,9 3,4 3,2
Freisenbruch: 36,8 39,9 5,6 4,0 4,7
Horst: 31,4 45,8 7 4,0 3,1
Leithe: 37,3 38,6 5,4 3,7 5,1
Burgaltendorf: 27,8 55,0 6,1 1,9 1,8
Kettwig: 27,8 49,4 7,4 3,1 2,6
Vogelheim: 47,7 29,8 3,2 3,6 8,5

Vor der OB-Wahl

NRZ, 11.09.2015 Der Scharfmacher

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NRZ / Essen, Rubrik NRZ-SERIE: OB-Wahl in Essen,Freitag, 11.09.2015

Der Scharfmacher

Tony-Xaver Fiedler, Pro NRW, Angestellter, Jahrgang 1989


Die Szene entbehrte nicht einer gewissen Komik: Vorn am Mikrofon zog Tony-Xaver Fiedler über Flüchtlinge her, und dahinter applaudierte – niemand. Gähnende Leere bei seiner Tournee durch vier Essener Stadtteile, bei denen Pro NRW gerade mal die beiden polizeilich geforderten Ordner aufbieten konnte und einzig in Frintrop ein paar Gleichgesinnte die Deutschlandfahne schwenkten – während Gegendemonstranten in Scharen kamen. Fiedler, einst aktiv im Rechtsaußen-Sumpf zwischen Republikanern und DVU und der rechstextremen „German Defence League“ freundschaftlich verbunden, ist Generalsekretär der Bürgerbewegung Pro NRW und Bezirksvertreter in Köln-Kalk. Das dürftige Echo in Essen darf nicht übers Wahlpotenzial hinwegtäuschen: Dank 1,7 % Stimmenanteil zur Kommunalwahl 2014 stellt Pro NRW hier zwei Ratsmitglieder.
Bildunterschrift:
Tony Xaver Fiedler FOTO: STEFAN AREND

Nach der Veranstaltung

NRZ, 31.08.2015 Ansteckend fröhlich

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NRZ / Essen,Montag, 31.08.2015

Ansteckend fröhlich

Der Protest gegen Pro NRW am Wochenende zeigte: Wütend sein geht auch anders


Von Wolfgang Kintscher

Es ging nicht nur um den Mann da auf der an­de­ren Stra­ßen­sei­te und sein skur­ril klei­nes Pu­bli­kum von zwei (!) Zu­hö­rern. Da­für hät­ten die gut 300 De­mons­tran­ten vor der Flücht­lings­un­ter­kunft am Op­ti-Ge­wer­be­park – un­ter ih­nen gleich vier OB-Kan­di­da­ten – am Sams­tag nicht so viel Ra­batz ma­chen müs­sen. Zu­mal der Ver­kehr an der viel­be­fah­re­nen Kreu­zung die meis­ten plum­pen Pa­ro­len ja eh schluck­te.

Nein, es ging wohl eher um die­ses Si­gnal an al­le, wie man sei­ne Wut über po­pu­lis­ti­schem Alar­mis­mus und nicht nur ver­ba­le Asyl-Brand­stif­ter auch ka­na­li­sie­ren kann: krea­tiv, bunt und fröh­lich satt durch­ge­hend ver­bies­tert. Wo der hin­ge­raun­ten War­nung vor ge­sund­heit­li­chen Ge­fah­ren durch Asyl­su­chen­de mit ro­ten Po­cken be­geg­net wird, die man sich ge­gen­sei­tig ins Ge­sicht malt. Wo man nicht viel Wohl­fei­les re­det, son­dern aus­harrt, bis die Hetz­ti­ra­den ein En­de ha­ben und Pro NRW-Mann To­ny-Xa­ver Fied­ler, der nicht mal die ei­ge­nen Rats­mit­glie­der zu mo­bi­li­sie­ren ver­moch­te, ei­nen Stadt­teil wei­ter­zieht.

Wer Fra­gen ha­be, mö­ge vor­tre­ten, sag­te der OB-Kan­di­dat der rechts­po­pu­lis­ti­schen Bür­ger­be­we­gung – und die­se Ge­le­gen­heit nutz­te ei­ne jun­ge Frau an der vier­ten Sta­ti­on in Frin­t­rop: Im Glau­ben, sie auf sei­ner Sei­te zu ha­ben, über­ließ Fied­ler ihr das Mi­kro­fon und kas­sier­te un­ter Ge­joh­le der Ge­gen­de­mons­tran­ten ei­ne ver­ba­le Be­schimp­fungs-Breit­sei­te.

Ei­ne Straf­an­zei­ge woll­te er des­halb stel­len, wie er auch schon am Mor­gen meh­re­re De­mons­tran­ten, die Tril­ler­pfei­fen nutz­ten, mit ei­ner Straf­an­zei­ge we­gen Kör­per­ver­let­zung ein­ge­deckt hat­te.

Ein An­trags­de­likt, das die Po­li­zei ver­fol­gen muss. Ach­sel­zu­ckend.
Bildunterschrift:
 
  • Den Populisten den Marsch geblasen: Die Essener Formation Banda Senderos brachte gute Laune vors Asylheim am Opti-Gewerbepark. FOTOS: STEFAN AREND
  • Rot angemalte „Pocken“ sollten signalisieren: „Von Nazis bekomm ich Ausschlag“.

WAZ, 31.08.2015 Fröhlicher Protest an der Flüchtlings-Unterkunft

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WAZ / Essen,Montag, 31.08.2015

Fröhlicher Protest an der Flüchtlings-Unterkunft


Den fröhlichen Widerstand gegen eine Kundgebung der rechtspopulistischen Partei „Pro NRW“ probten mehr als 300 Demonstranten am Samstag an der Landesunterkunft für Flüchtlinge im Opti-Park am Rande der City/B 224. Den Takt dazu gab die Ethno-Formation „Banda Senderos“, die ein Stegreifkonzert mit Blechbläsern und Flüstertüte zum Spaß der zahlreichen Teilnehmer improvisierten. Oberbürgermeister Reinhard Paß und verschiedene Initiativen hatten zur der Kundgebung aufgerufen, nachdem bekannt geworden war, dass „Pro NRW“ an vier Standorten Veranstaltungen abhalten will. Aber gerade mal drei bis vier Vertreter von „Pro NRW“ fanden sich jeweils ein; der Polizei-Einsatz mit einer kompletten Hundertschaft wirkte entsprechend überdimensioniert. MG/Foto: Arend

Weitere Reaktionen im Internet

 
  • Mehrere Standorte
    • Artikel und Fotos: Im Internet-Blog Jerry ohne Tom gibt es einen ausführlichen Bericht über die Standorte Schonnebeck, Opti-Park und Altenessen - mit vielen Fotos.
    • Fotos: Die WAZ bietet online zwei Fotostrecken an. Sie beginnt mit dem Stop von Pro NRW auf dem leeren Markt in E-Frintrop (Titel: „Pro NRW ohne Zuschauer“) und endet mit der Gegenveranstaltung vor dem Opti-Park.
  • Am Frintroper Markt
    • Fotos: Die facebook-Seite der Grünen zeigt auch Fotos vom gähnend leeren Markt in Frintrop.
    • Soli-Erklärung: Auf der facebook-Seite des Bürger- und Verkehrsvereins Frintrop wird auf die fehlenden Zuschauer am Frintroper Markt hingewiesen. Zudem hat der Verkehrsverein im Vorfeld sein "facbook-Cover" beschriftet mit „Frintrop ist bunt, nicht braun“
    • Flüchtlingshilfe: Die facebook-Seite der Essener Antifa meldet aus Frintrop, dass während der Pro NRW-Veranstltung „praktische Flüchtlingshilfe“ geleistet worden sei. 200 Wassereis hat die Essener Antifa an die Kinder der Flüchtlingsunterkunft der Frintroper Walter-Pleitgen-Schule verteilt.


Vor der Veranstaltung

28.08.2015 Essen-stellt-sich-quer: Hetz-Tournee der rechtsradikalen Splittergruppe

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



 
Pressemitteilung
Samstag, 29. August:
Hetz-Tournee der rechtsradikalen Splittergruppe „ProNRW“ durch Essen
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Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
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www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

28. August 2015

In der Ratssitzung der Stadt Essen am Mittwoch dieser Woche sagte der Oberbürgermeister Reinhard Paß diesen wichtigen Satz:


„Wer den Flüchtlingen, die hier bei uns in Essen Schutz suchen, hasserfüllt, fremdenfeindlich oder gar gewaltsam gegenüber tritt, der hat in unserer Stadtgesellschaft keinen Platz.“


Diese Aussage ist, besonders nach der Hetz-Demonstration in Frintrop am 14. August, sehr richtig und sehr wichtig.
Reinhard Paß bedankte sich ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern und Initiativen für ihr Engagement. Der OB appellierte an alle Bürger, sich an diesem Engagement ein Beispiel zu nehmen. „Helfen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten. Leisten Sie den Ihnen möglichen Beitrag dazu, um die Herausforderungen zu bewältigen und damit unsere Gesellschaft zusammenzuhalten.“

Diese Aussagen waren kaum bekannt geworden, da wurde veröffentlicht, dass die kleine rechtsradikale Splittergruppe „Pro NRW“ am Samstag, 29. August zu einer Hetztournee durch die Stadt Essen aufruft.

  • Um 10:00 Uhr in Schonnebeck, Karl-Meyer-Platz soll gegen Flüchtlingsunterkünfte gehetzt werden.
  • Um 12:00 Uhr am Optipark (Erstaufnahmelager für Flüchtlinge), Altendorfer Straße/Hans-Böckler-Straße hetzt man gegen Flüchtlinge als Gesundheitsrisiko.
  • Um 14:00 Uhr auf dem Altenessener Markt versucht man einige Schlägereien zur Ausländerhetze zu nutzen und
  • um 16:00 Uhr auf dem Frintroper Markt versucht man dann abschließend Wohnungseinbrüche und Sexualdelikte den Flüchtlingen in der Notunterkunft Walter-Pleitgen-Schule unterzuschieben.

An jedem dieser Orte will der „OB-Kandidat“ der rechtsradikalen Splittergruppe für Diskussionen über diese ekligen Themenauswahl zur Verfügung stehen.

Das Bündnis Essen stellt sich quer fordert die Bürger auf, Gegenproteste an den Kundgebungsorten zu organisieren. Dieser Wanderzirkus von zugereisten Politkaspern darf keinen Platz in Essen haben!

Wir gehen davon aus, das sich viele Essener, in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen, die runden Tische, die Sportvereine (die gerade sehr großes Engagement bewiesen haben) und alle aufrechten Bürgerinnen und Bürger dieser rechtsradikalen Splittergruppe vor Ort zeigen, dass sie in der Essener Stadtgesellschaft keinen Platz hat – und zwar laut, klar und deutlich!

Kein Platz den Rassisten in Essen!


28.08.2015 ProAsyl Essen: „Von Nazis bekomme ich Ausschlag“

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Pro Asyl / Flüchtlingsrat Essen
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Friedrich-Ebert-Str. 30
45127 Essen
Tel: 0201 - 205 39
Fax: 0201 - 23 20 60

Essen, den 28.08.2015

Pressemitteilung:
„Von Nazis bekomm ich Ausschlag“


ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen unterstützt den Aufruf von Willkommen in Essen

Am morgigen Samstag, 29. August plant PRO NRW in Essen mehrere Wahlkampfveranstaltungen. Von 12:00 bis 14:00 Uhr beabsichtigen sie, eine davon an der Erstaufnahmestelle Optipark für Asylsuchende zu halten.

Wir Essener werden nicht zulassen, dass rassistisch und fremdenfeindlich motivierte Aktionen bei unseren Flüchtlingsunterkünften stattfinden! Aus diesem Grund wollen wir ein klares Zeichen gegen diese rechtspopulistisch motivierte Provokation setzen (...). Kommt alle, bezieht Stellung, macht die Welle, lasst uns zusammenstehen - gegen rechts und für die Menschen, die bei uns Schutz suchend im Optikpark leben. Lasst uns Ihnen zeigen, dass sie bei uns willkommen sind!

  • Wann: Samstag, 29. August 2015
  • Zeit: ab spätestens 12:00 Uhr
  • Wo: Optipark, Eingang Jobcenter, Altendorfer Straße 97-101

Als Flashmob-Aktion wollen wir mit Punkten im Gesicht Rassisten abschrecken und die "la Ola"-Welle machen :-)


Links zu "WIE - Willkommen in Essen": Internet, (fb-Anmeldung erforderlich:) facebook


28.08.2015 OB Reinhard Paß: „Rechte Brandstifter und Demagogen“

In einer Videobotschaft auf seiner facebook-Seite ruft der Essener Oberbürgermeister Reinhard Pass zur Teilnahme an der Gegenveranstaltung auf. Im Text (unten dokumentiert) verweist er auf weitere Information auf der facebook-Seite von Essen-stellt-sich-quer.
FbRPass.jpgReinhard Paß
Morgen trifft sich der braune Mob in Essen. Ich habe dazu eine ganz klare Auffassung und ein deutliches Statement: Rechte Brandstifter und Demagogen haben in unserer friedlichen und weltoffen Stadt nichts zu suchen. Essen ist eine lebens- und liebenswerte Stadt, die Flüchtlinge willkommen heißt und ihnen die Hand reicht. Das beweisen die Essenerinnen und Essener mit ihrem stetigen Einsatz für Flüchtlinge und ihre vielen Hilfsaktion.
August 28


FbRPass.jpgReinhard Paß

Ganz konkret: Das Aktionsbündnis Essen stellt sich quer liefert dazu weitere Informationen auf seiner Facebook-Seite.
August 28 at 6:23am · Edited


NRZ, 29.08.2015 Gegen den „braunen Mob“ am Asylheim

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NRZ / Essen,Samstag, 29.08.2015

Gegen den „braunen Mob“ am Asylheim

Aufruf zur Demo gegen Pro NRW


Die rechtspopulistische Partei „Pro NRW“ hat für den heutigen Samstag mehrere Kundgebungen im Stadtgebiet angekündigt. Eine davon soll in der Nähe der Flüchtlings-Unterkunft im Opti-Gewerbepark an der Altendorfer Straße stattfinden. Mehrere Bündnisse, Parteien und „Pro Asyl“ riefen gestern zur Gegen-Demo ab 12 Uhr am Opti-Gewerbepark auf. „Pro NRW“ plant insgesamt vier Kundgebungen, an denen jeweils laut Polizeiangaben etwa 50 Teilnehmer mitmachen werden: auf dem Marktplatz in Schonnebeck, am Opti-Gewerbepark, am Einkaufszentrum Altenessen sowie auf dem Frintroper Markt. Die Kundgebungen finden im Lauf des gesamten Tages statt.

Oberbürgermeister Reinhard Paß, der von einem Treffen des „braunen Mobs“ spricht, forderte die Stadtgesellschaft zum Schulterschluss auf: „Rechte Brandstifter und Demagogen haben in unserer friedlichen und weltoffen Stadt nichts zu suchen. Essen ist eine lebens- und liebenswerte Stadt, die Flüchtlinge willkommen heißt und ihnen die Hand reicht.“ Das bewiesen die Essener mit ihrem stetigen Einsatz für Flüchtlinge und ihren vielen Hilfsaktionen.

WAZ, 29.08.2015 Rechte Demo vor Asylheim

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WAZ / Essen,Samstag, 29.08.2015

Rechte Demo vor Asylheim

Oberbürgermeister ruft Essener zur Gegenkundgebung auf


Die rechtspopulistische Partei „Pro NRW“ hat für den heutigen Samstag mehrere Kundgebungen im Stadtgebiet angekündigt. Eine davon soll in der Nähe des Flüchtlingsheims am Opti-Gewerbepark an der Altendorfer Straße stattfinden. Mit ungewöhnlich deutlichen Worten ruft Oberbürgermeister Reinhard Paß mit einer Video-Stellungnahme im Internet die Essener auf, sich dem „braunen Mob“ und den „Rattenfängern“ in den Weg zu stellen.

„Pro NRW“ plant vier Kundgebungen, an der jeweils laut Polizeiangaben etwa 50 Teilnehmer mitmachen werden: Auf dem Marktplatz in Schonnebeck, am Opti-Gewerbepark, am Einkaufszentrum Altenessen sowie auf dem Frintroper Markt. Die Kundgebungen finden im Lauf des gesamten Tages statt. Mehrere Bündnisse und Parteien, darunter Linke und „Pro Asyl“, rufen zur Gegen-Demo am Optipark um 12 Uhr auf.
Bildunterschrift:
Reinhard Paß FOTO: HEIDRICH

WAZ, 29.08.2015 Aktivistin: „Von Nazis bekomm ich Ausschlag“

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WAZ / Essen, Rubrik Leute,Samstag, 29.08.2015

Aktivistin: „Von Nazis bekomm ich Ausschlag“


Sophie Wiefels, Anglistikstudentin und Aktivistin der Flüchtlings-Initiative „Willkommen in Essen“, reagiert auf den Aufmarsch von Rechtsextremen am Samstagmittag am Opti-Park mit einem Flashmob. „Wir malen uns rote Punkte ins Gesicht“, sagt sie und deutet aufs Poster mit dem Titel „Von Nazis bekomm ich Ausschlag“. So soll die provokative Polemik der Rechtsextremen, wonach von Flüchtlingen eine Gesundheitsgefahr ausgehe, ins Lächerliche gezogen werden. Foto: SW



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