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Seitenübersicht

März 2016: Islamisten-Hassprediger soll in Essen auftreten

Noch nicht einmal zwei Tage sind seit den IS-Anschlägen in Brüssel vergangen.

Da wurde bekannt, dass zu Ostern ein islamistischer Hassprediger in Essen sprechen sollte. Ein geplanter Termin in Duisburg ist zuvor gekippt worden. Auch in Essen folgte die Absage.


Inhaltsverzeichnis

Veranstaltung abgesagt

WAZ/NRZ, 25.04.2016 Moscheevereine wollen sich stärker einbringen

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WAZ/NRZ / Essen,Montag, 25.04.2016

Moscheevereine wollen sich stärker einbringen

Grundsatzerklärung verabschiedet


Der Vorstoß der Essener Islam-Kommission nach der Steeler Hassprediger-Affäre um die Uthman-Moschee lief nicht ins Leere: Am Freitag haben Vertreter von 20 Moscheevereinen unter dem Dach der „Kommission Islam und Moscheen in Essen“ eine Grundsatzerklärung unterzeichnet, in der sie sich zum Grundgesetz bekennen und eine kritische Auseinandersetzung mit Extremismus und Terrorismus ankündigen. Zudem wollen die Muslime sich mit Sicherheitsbehörden austauschen. Der Kampf gegen den Extremismus ist eine Bürgerpflicht, heißt es in dem Papier. Dazu gehöre auch, eine „defensive Haltung“ abzulegen und sich in kommunaler Verantwortung in der Mitte der Gesellschaft einzubringen.

Zu den Unterzeichnern zählen auch Vertreter der Uthman-Moschee, die am Freitag einstimmig in die Essener Islam-Kommission aufgenommen wurde, berichtete deren stellvertretender Vorsitzender Azzadine Karioh: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.“ Zwei am Freitag verhinderte Moscheevereine sollen die Grundsatzerklärung noch nachträglich unterzeichnen. Unter dem Dach der Kommission sind insgesamt 22 örtliche Moscheevereine vertreten. j.m.
Bildunterschrift:
Die Uthman-Moschee wurde von der Stadt geschlossen. FOTO: ULRICH VON BORN

WAZ/NRZ, 19.04.2016 Muslime: Bekenntnis zur Verfassung / Kommentar

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WAZ/NRZ / Essen,Dienstag, 19.04.2016

Muslime: Bekenntnis zur Verfassung

Konsequenz aus Hassprediger-Affäre: Islam-Kommission will Moscheevereine auf die Werte der Republik verpflichten. Gebetsverbot in Steele aufgehoben


Von Gerd Niewerth

Zuerst sorgte die Uthman-Moschee in Steele wegen des ausgeladenen belgischen Hasspredigers für Schlagzeilen. Dann legte das Bauordnungsamt die „Baustellen-Moschee“ still, weil es keine Bauabnahme gegeben hatte. Knapp drei Wochen später stehen die Zeichen wieder auf Entspannung. „Die Gemeinde darf ein Gebäude für Gebete und Versammlungen nutzen“, sagte Integrationsdezernent Andreas Bomheuer.

Es handelt sich um das rote Gebäude, in dem sich der eigentlich für Frauen vorgesehene Gebetsraum befindet. „Es ist ein Provisorium, aber wichtig ist, dass wir wieder beten können“, sagte ein Sprecher der Uthman-Moschee.

Weitaus komplizierter sind die politischen Konsequenzen aus der Hassprediger-Affäre. Zur Erinnerung: Der umstrittene belgische Prediger Tarik Ibn Ali hatte Ostersonntag in dem Steeler Gotteshaus predigen wollen – nur wenige Tage nach dem von islamistischen Terroristen begangenen Brüsseler Attentat. OB Thomas Kufen erklärte den Imam daraufhin in Essen für unerwünscht. Die Gemeinde lud Ibn Ali aus und belegte ihn mit einem Hausverbot.


„Moscheevereine, die
sich der Erklärung
nicht anschließen,
disqualifizieren
sich selbst.“
Andreas Bomheuer,
Dezernent

Muhammet Balaban, Vorsitzender der Kommission Islam und Moscheen in Essen (KIM-E), drängt die darin zusammengeschlossenen 22 Moscheenvereine dieser Stadt nun dazu, sich in einer Selbstverpflichtung zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und zu den Werten der Republik zu bekennen. „Wir müssen uns mehr öffnen und Mechanismen schaffen, die solche Vorfälle verhindern“, sagte Balaban.

Für Freitag hat er deshalb eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Islam-Kommission anberaumt, an der alle Vereinsvorsitzenden und Imame teilnehmen sollen. Ferner sollen die Moscheevereine den Rat und Sachverstand der Islam-Kommission einholen, wenn sie auswärtige Prediger einzuladen beabsichtigen.

Kommissions-Vize Azzadine Karioh schwebt „eine Art Qualitätssiegel“ vor. Um die demokratische Selbstverpflichtung ausführlich in den Moscheevereinen besprechen zu können, erbittet der Vorstand der Islam-Kommission zudem ein Rederecht in den einzelnen Vereinen. Integrationsdezernent Andreas Bomheuer weist auf die „große Verunsicherung in der Essener Bevölkerung“ hin und fordert die Moscheevereine auf, sich der Selbstverpflichtungs-Erklärung anzuschließen. „Wer es nicht tut, disqualifiziert sich selbst.“


(nur WAZ:) Kommentar Auf die Taten kommt es an

Von Gerd Niewerth

In den allermeisten Moscheen in dieser Stadt passiert dasselbe wie in christlichen Kirchen: Fromme Menschen halten andächtig Zwiesprache mit ihrem Gott. Doch nicht immer geht es so harmlos zu. Wenn nämlich religiöse Fanatiker und Hassprediger das große Wort schwingen, ist höchste Vorsicht geboten. Spätestens seit den barbarischen Attentaten von Paris und Brüssel gelten insbesondere obskure Moscheen mehr denn je als finstere Brutstätten des islamistischen Terrors.

Dass sich Essener Muslime unter dem Dach der Islam-Kommission nun demonstrativ zum freiheitlichen, demokratischen Staat bekennen wollen, ist grundsätzlich zu begrüßen. Es scheint so, als ziehe man aus der Affäre um den ausgeladenen belgischen Hassprediger die richtige Schlussfolgerung.

Doch nicht auf hehre Worte und sicherlich ehrlich gemeinte Absichten kommt es an, sondern auf konkrete Taten. Dass sich Erfolge von heute auf morgen einstellen, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Denn viele Muslime haben es sich im Laufe von Jahrzehnten in einer Parallelgesellschaft bequem gemacht, die eigenen und oft archaischen Wertvorstellungen gehorcht.

Gerade deshalb wird es höchste Zeit, dass sich die Moscheevereine in die Karten schauen lassen – und zwar nicht nur von der Islam-Kommission.

Wer nichts zu verbergen hat, dem dürfte diese Offenheit nicht sonderlich schwer fallen.
Bildunterschrift:
In der Uthman-Moschee darf künftig wieder gebetet werden – aber vorerst nur in dem roten Gebäude. FOTO: ULRICH VON BORN

WAZ/NRZ, 07.04.2016 Problem-Moschee bleibt dicht

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 07.04.2016

Problem-Moschee bleibt dicht

Hassprediger-Affäre: „Klärendes Gespräch“ mit Stadt ändert an Nutzungsverbot nichts. Islamblog berichtet über weitere Auftritte des belgischen Imams in Essen


Von Gerd Niewerth

Die Hassprediger-Affäre kurz vor Ostern hatte die Beziehungen zwischen der Stadt und der marokkanischen Uthman-Moschee in Steele schwer belastet. In einem „klärenden Gespräch“ im Rathaus sind die beiden Seiten am Mittwoch nun wieder aufeinander zugegangen. Am strikten Nutzungs- und Gebetsverbot in der marokkanischen Problem-Moschee ändern die atmosphärischen Verbesserungen jedoch nichts. „Das Gebäude der Gemeinde darf nach wie vor bis auf Weiteres nicht als Moschee genutzt werden, da keine Zulassung als Versammlungsstätte vorliegt“, heißt es in einer Presseerklärung.

Vor zwei Wochen hatte die auf der Bochumer Landstraße 122b, direkt neben dem S-Bahnhof Steele-Ost gelegene Uthman-Moschee den belgischen Hassprediger Tarik Ibn Ali ausgeladen. Der umstrittene Imam hätte Ostersonntag in der Moschee sprechen sollen – ein Affront nur wenige Tage nach dem fürchterlichen Terroranschlag von Brüssel, verübt von islamistischen Selbstmord-Attentätern.


„Wir werden weiter an vertrau-
ensbildenden Maßnahmen arbeiten.“
Andreas Bomheuer, Integrationsbe-
auftragter und Kulturdezernent

Auf Druck der Stadtspitze und mit Unterstützung des Islam-Funktionärs Muhammet Balaban (Vorsitzender der Kommission Islam und Moscheen in Essen – KIM-E) wurde der belgische Islamist ausgeladen und von der Gemeinde brüsk mit einem lebenslangen Hausverbot belegt.

Tags darauf folgte der nächste Schlag. Weil die Moschee eine Baustelle ist und keine Bauabnahme vorliegt, erließ die Stadt eine Ordnungsverfügung, die den Moscheebetrieb mit sofortiger Wirkung untersagte. Ein schwerwiegender Eingriff, der in der Gemeinde – wenn auch zu Unrecht – als unmittelbare Bestrafung für die Hassprediger-Affäre ausgelegt wurde.

Am Gespräch gestern beim Integrationsbeauftragten Andreas Bomheuer nahm neben den Uthman-Vorstandsmitgliedern auch Muhammet Balaban teil. „Die Gemeinde hat keinen Zweifel daran gelassen, dass sie Teil der Essener Stadtgesellschaft sein will und Integration für die Mitglieder eine bedeutende Rolle spielt“, erklärte Bomheuer. Die Vorsitzenden hätten nochmals bekräftigt, dass sie sich von Gewalt und Terror distanzieren, was durch die direkte Ausladung Tarik Ibn Alis und den Ausspruch eines lebenslangen Hausverbotes für den Hassprediger untermauert worden sei.

Stadt und Moschee-Gemeinde sprachen außerdem darüber, wie man in Zukunft enger zusammenarbeiten kann, um die marokkanische Gemeinde besser in die Stadt und den Stadtteil zu integrieren. „Mit der Kommission Islam und Moscheen ist vereinbart, dass wir gemeinsam an vertrauensbildenden Maßnahmen arbeiten werden“, sagt Andreas Bomheuer. Muhammet Balaban verließ den Gildehof mit zufriedener Miene: „Ein positives Signal.“

Unterdessen wirft das Islam-Blog der hessischen SPD-Politikerin Sigrid Hermann-Marschall neue Fragen zu den Vorgängen in Essen auf. Sie weist auf Youtube-Videos hin, die den Hassprediger bei zwei weiteren Auftritten – 2013 und 2015 – in der El-Moahidin-Moschee im Nordviertel zeigen. Zu dieser Gemeinde gehört auch der Rechtsanwalt Azzadine Karioh, der Balabans Stellvertreter im Islam-Dachverband ist. Dieser Zeitung gegenüber sagte Karioh zu Tarik Ibn Alis Auftritten in der El-Moahidin-Moschee: „Ich weiß von diesen Besuchen nichts.“
Bildunterschrift:
Die Problem-Moschee auf der Bochumer Landstraße 122b: Hier hatte der höchst umstrittene belgische Prediger Tarik Ibn Ali Ostersonntag auftreten sollen. Auf Druck der Stadtspitze wurde er jedoch wieder ausgeladen. FOTO: ULRICH VON BORN

WAZ/NRZ, 01.04.2016 Islam-Verband will Problem-Moschee aufnehmen

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WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 01.04.2016

Islam-Verband will Problem-Moschee aufnehmen

Vorsitzender Muhammet Balaban: „Bekenntnis zur deutschen Verfassung ist Voraussetzung“


Von Gerd Niewerth

Nach der Schließung der Problem-Moschee auf der Bochumer Landstraße 122b sieht die Stadtverwaltung jetzt die islamische Uthman-Gemeinde am Zuge. „Sie muss zusehen, dass die Bauvorschriften strikt eingehalten werden“, betont Stadtsprecherin Silke Lenz. Erst dann könne eine ordnungsgemäße Bauabnahme erfolgen.

Die von der Stadt erlassene Ordnungsverfügung, die der Uthman-Gemeinde seit vergangenen Donnerstag jegliche religiösen Veranstaltungen sowie Gebete untersagt, hat die Gläubigen hart getroffen. „Wir beten in unserer Moschee nicht mehr“, sagt Faisal Elouariachi, der stellvertretende Vorsitzende.

Die Uthman-Moschee war in der vergangenen Woche in die Schlagzeilen geraten, weil sich der umstrittene belgische Imam Tarik Ibn Ali in Steele als Prediger angekündigt hatte – übrigens schon zum zweiten Mal nach 2013. Dem Mann aus Antwerpen eilt der Ruf voraus, ein Hassprediger zu sein und sogar einen der Paris-Attentäter vom vergangenen November radikalisiert zu haben. Als Oberbürgermeister Thomas Kufen der Gemeinde unmissverständlich zu verstehen gab, dass der Hassprediger in Essen unerwünscht sei, lud sie den Islamisten wieder aus und erteilte ihm Hausverbot. „Die Gemeinde muss jetzt beweisen, dass sie sich als Teil unserer freiheitlichen Gesellschaft versteht und in guter Nachbarschaft leben will“, erklärt die Stadtsprecherin.

Nach Auskunft von Muhammet Balaban, dem Vorsitzenden der Kommission Islam und Moscheen in Essen (KIM-E), soll das von marokkanischen Einwanderern geprägte Islamische Uthman-Zentrum schon bald Mitglied des Dachverbandes werden. Zurzeit gehören der KIM-E 22 Moscheevereine dieser Stadt an. „Die Aufnahme in die Kommission setzt allerdings voraus, dass sich die Uthman-Gemeinde zu den Prinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und zu den Werten der deutschen Verfassung bekennt“, sagte Balaban dieser Zeitung.

In der kommenden Woche will der Islam-Funktionär im Rathaus eine Gesprächsrunde bei Dezernent Andreas Bomheuer initiieren, an der auch die Uthman-Architekten teilnehmen sollen.
Bildunterschrift:
Das Innere der geschlossenen Uthman-Moschee in Steele: Der Gebetsraum ist weitgehend fertiggestellt, der Rest hingegen gleicht einer Baustelle. FOTO: GN

WAZ, 31.03.2016 Leserbriefe Fakten ignoriert / Nicht wehrhaft

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WAZ / Essen, Rubrik Leserforum,Donnerstag, 31.03.2016

Fakten ignoriert / Nicht wehrhaft


Fakten ignoriert?

Hassprediger-Auftritt abgesagt. Nach dem Brüsseler Terror werden europäische Vernetzungsdefizite und Bewertungsprobleme erneut benannt. Dies gilt auch auf lokaler Ebene für Duisburg und Essen in eklatanter Weise. Der umstrittene Hassprediger, der erst unter Druck von den angeblich uninformierten Moschee-Vorsitzenden kurzfristig ausgeladen wurde, radikalisiert laut belgischen Medien Islamisten! Werden hier Fakten bewusst ignoriert oder bagatellisiert? Ist der Rechtsstaat im Begriff, im Zustand der demokratischen Toleranz untergraben zu werden?
Dr. Gerhard Rossenbeck, Essen


Nicht wehrhaft

Hassprediger-Auftritt abgesagt. Nicht der Hassprediger in Steele ist das eigentliche Problem, sondern die, die ihn eingeladen haben und mitten unter uns leben. Das ist wohl nicht strafbar, aber eine wehrhafte Gesellschaft würde jetzt alles tun, um diese Leute auszuweisen. Unsere natürlich nicht.
Kai Tosken, Essen

WAZ, 30.03.2016 Leserbriefe Unglaubwürdig / Gewaltbereit / Wie dumm

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WAZ / Essen, Rubrik Leserforum,Mittwoch, 30.03.2016

Unglaubwürdig / Gewaltbereit / Wie dumm


Unglaubwürdig

Hassprediger-Auftritt abgesagt. Aha, die Moschee-Gemeinde in Essen wusste also nicht, wen sie da zum Predigen eingeladen hat?! Wer sich ein wenig mit dieser Thematik beschäftigt, braucht nur im Internet recherchieren um herauszufinden, welch Geistes Kind dieser Typ ist. Ich halte die Aussage der Gemeinde im höchsten Maße für unglaubwürdig.
Ralph Gödeke, Essen


Gewaltbereit

Hassprediger-Auftritt abgesagt. Was muss nach den Attentaten von Paris und Brüssel noch passieren, damit man diese dem IS nahestehenden gewalt- und kriegsbereiten Mörderbanden und deren Sprachrohre unschädlich macht?
Udo Derlath, Essen


Wie dumm?

Hassprediger-Auftritt abgesagt. Der „Prediger des Todes“ ist seit Jahren in der islamischen Welt unterwegs. Und die Einladenden in den Moschee-Vereinen wollen nichts über den Hintergrund dieser Person gewusst haben? Für wie dumm hält man die deutsche Gesellschaft?
Herbert Nagel, Essen

NRZ, 30.03.2016 Leserbrief Hausverbot

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NRZ / Essen, Rubrik Leser-Klartext,Mittwoch, 30.03.2016

Hausverbot


Hass-Prediger: Da hat unser Oberbürgermeister im richtigen Moment das richtige getan. So eine Aktion war schon lange überfällig, damit einigen dieser religiösen Sektierer klar wird, wo sie hier sind. Es ist doch wohl im höchsten Maße unglaubwürdig, hier leben zu wollen, aber die Lebensweise der hier schon immer Lebenden zu verteufeln. Auch ist es eine Dreistigkeit zu behaupten, man habe nicht gewusst wer dieser selbsternannte Prediger aus Belgien ist, wo er doch schon 2013 genau hier bei der gleichen Gemeinde zu Gast war. Es muss nun auf alle muslimischen Organisationen Druck ausgeübt werden, solche Leute aus ihren Moscheen offiziell zu verbannen. Es muss Schluss sein mit Reden und es ist Zeit zu handeln. Es kann nicht sein, dass die Vorsitzenden der großen muslimischen Verbände sich durch die Talkshows reichen lassen und dort lächelnd auf den Rechtsstaat verweisen, der zu handeln hätte. Wenn der Rechtsstaat aber handeln will, versteckt man sich eben hinter der Religionsfreiheit. So haben es dann solche Typen wie dieser Tarik leicht, ihr Unwesen zu treiben. Ich möchte solche Leute nicht nur an 365 Tagen nicht in Essen haben, sondern auch nicht in Belgien und an keiner Stelle in Europa. Hausverbot für alle Moscheen in Europa, ausgesprochen durch die eigenen muslimischen Verbände, wäre ein erstes Zeichen in Richtung Glaubwürdigkeit.
Wilfired Kuhn, per Mail

WAZ/NRZ, 29.03.2016 Lob für rasche Schließung der Moschee

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WAZ/NRZ / Essen,Dienstag, 29.03.2016

Lob für rasche Schließung der Moschee

GCJZ: Muslime haben Grund zur Selbstkritik


Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) begrüßt die schnelle Reaktion der Stadt bei der Abwehr eines islamistischen Hasspredigers. Es belege, „dass in konsequenter Anwendung geltenden Rechts im Kampf gegen Hass und Terror mehr möglich ist, als es so häufig erscheint“. Gleichzeitig zeige der Fall die Grenzen des „Dialogs der Religionen“ auf. Die formale Distanzierung der Moschee-Gemeinde und die Aussage, nichts über die Einstellung des Predigers gewusst zu haben, sei unglaubwürdig. Man erwarte daher eine „nachhaltige“ Schließung der Moschee. „Die Gefahren des Dschihadismus zu erkennen und die Akteure handlungsunfähig zu machen, bleibt Aufgabe der Ordnungskräfte – wahrscheinlich für Jahrzehnte“, so die GCJZ.

Friedliche Muslime müssten begreifen, dass im Kampf gegen islamistischen Terror auch Islamkritik Teil der Lösung und eben nicht rassistisch sei. „So wie Juden und Christen Zweifel und Selbstkritik nicht als Störung ihrer Religion, sondern als unvermeidliche Voraussetzung für Pluralismus anerkennen.“

WAZ/NRZ, 29.03.2016 Leserbrief Warum hier?

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WAZ/NRZ / Essen, Rubrik Leserforum / Leser-Klartext,Dienstag, 29.03.2016

Warum hier?


Problem-Moschee geschlossen. Man kann es nicht glauben, dass diesem Prediger des Todes, der Ungläubige gleichstellt mit Tieren, die man versklaven und umbringen darf, die Einreise nach Deutschland nicht verwehrt wird. Aber noch schlimmer ist es, dass dieser bekannte Hassprediger, ein Hetzer gegen die westliche Kultur, von deutschen Moschee-Vereinen eingeladen wird. Es stellt sich die Frage, welcher Personenkreis hinter dem Islamischen Kulturzentrum Uthman Ibn Affan in Steele eigentlich steckt. Warum sich diese Leute in unserer Kultur, die sie total verachten, aufhalten, kann nur unserem Sozialsystem und der laschen Rechtsprechung geschuldet sein.
Friedel Frentrop, Essen

WAZ, 29.03.2016 Leserbrief Terror-Sympathie

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WAZ / Essen, Rubrik Leserforum,Dienstag, 29.03.2016

Terror-Sympathie


Problem-Moschee geschlossen. Die WAZ stellt die Frage „Wie groß ist die Terrorzelle?“ Angesichts des gerade noch abgewendeten Auftritts des Hasspredigers in Steele darf man wohl eher die Frage stellen „Wie groß ist der Kreis der Sympathisanten mit den Auswüchsen einer Religion?“ Mit Blick auf den zähen Fahndungsfortschritt in Paris und Brüssel kann der Kreis an Sympathisanten, die ein Verstecken dieser Extremisten im islamischen Umfeld ermöglichen, wohl nicht allzu klein sein. Man beobachtet einen Islam, der sich eher über Mohamed-Karrikaturen empört als über den IS und den Kulturbruch der eigenen Religion. Es wird Zeit, dass die islamische Mehrheitsgesellschaft anfängt, den Saustall der eigenen Religion auszumisten.
Horst Bühne, Essen

NRZ, 26.03.2016 Auftritte von Hasspredigern abgesagt

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NRZ / Die Seite 3 (Mantel),Samstag, 26.03.2016

Auftritte von Hasspredigern abgesagt

Moscheevereine machen Rückzieher


An Rhein und Ruhr. Zwei Auftritte von Salafisten am Osterwochenende in Essen und Duisburg sind nach massiver Kritik abgesagt worden. Die Moscheevereine haben einen Rückzieher gemacht. Bei den Islamisten handelt es sich nach Auskunft des NRW-Innenministeriums um den in Deutschland bekannten belgischen Hassprediger Tarik Chadlioui, bekannt unter „Tarik Ibn Ali“, sowie um den Imam Abdelkader Chouaa.

Chadlioui sollte während eines Seminars in Duisburg sprechen, er wurde aber ausgeladen. Später sei auch ein Auftritt in Essen nach Kritik des Oberbürgermeisters abgesagt worden. Thomas Kufen (CDU) habe gegenüber den in der Kommission Islam und Moscheen organisierten Muslimen deutlich gemacht, „dass dieser selbst ernannte Prediger in Essen unerwünscht sei“, teilte die Stadtverwaltung mit.

Chouaa soll in Duisburg selbst zurückgezogen haben. Dort erklärten Oberbürgermeister Sören Link (SPD) und der Vorsitzende des Integrationsrates, Erkan Üstünay: „Wir brauchen keine religiösen Hetzer in unserer Stadt. Radikale Einstellungen, gleich ob religiös oder politisch motiviert, schaden dem erfolgreichen und friedlichen Zusammenleben in Duisburg.“
Bildunterschrift:
  • Hassprediger Tarik Chadlioui FOTO: HANDOUT
  • Imam Abdelkader Chouaa FOTO: HANDOUT

WAZ, 26.03.2016 Auftritte von Salafisten gestoppt

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WAZ / Politik (Mantel),Samstag, 26.03.2016

Auftritte von Salafisten gestoppt

Veranstaltungen islamistischer Prediger in Essen und Duisburg wurden nach massivem Druck der Stadtspitzen abgesagt. Essener Moschee geschlossen


Essen/Duisburg. In Duisburg sei kein Platz für radikale Prediger, erklärte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Ähnlich deutlich äußerte sich Essens OB Thomas Kufen. Nach massiver Kritik wurden zwei geplante Auftritte von Salafisten am Osterwochenende in den Ruhrgebiets-Städten abgesagt.

Bei den Islamisten handelt es sich nach Auskunft des NRW-Innenministeriums um den belgischen Hassprediger Tarik Chadlioui, bekannt unter dem Namen Tarik Ibn Ali, sowie um den Imam Abdelkader Chouaa. Beide Prediger werden von Behörden mit Terroranschlägen in Verbindung gebracht. Tarik Ibn Ali sollte während eines Seminars in Duisburg sprechen, wurde aber ausgeladen. Später wurde auch ein Auftritt in Essen nach Kritik des Oberbürgermeisters abgesagt, teilte die Stadt mit. Chouaa soll in Duisburg selbst zurückgezogen haben.

Tarik Ibn Ali ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes häufig in Deutschland und besonders in NRW aktiv gewesen und soll Kontakt zu dem Salafisten Pierre Vogel haben. In Belgien sei er Teil salafistischer Netzwerke. Laut belgischen Medien radikalisiere er dort aktiv Islamisten.

In Duisburg erklärten Oberbürgermeister Sören Link (SPD) und der Vorsitzende des Integrationsrates, Erkan Üstünay: „Wir brauchen keine religiösen Hetzer in unserer Stadt. Radikale Einstellungen schaden dem friedlichen Zusammenleben. Deshalb wenden wir uns zusammen mit einer breiten Mehrheit der Duisburger Bevölkerung entschieden gegen solche Auftritte und Veranstaltungen“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Weiter heißt es: „Wir wollen den seit vielen Jahren erfolgreich praktizierten Weg des interreligiösen Dialogs weiter gehen – wir in Duisburg reden miteinander und nicht übereinander“, erklärten Link und Üstünay.

Als der Duisburger Moscheeverein Ali abgesagt hatte, sollte es zu einem Auftritt in Essen kommen. Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) machte gegenüber den in der Kommission Islam und Moscheen organisierten Muslimen aber deutlich, „dass dieser selbst ernannte Prediger in Essen unerwünscht sei“, teilte die Stadtverwaltung mit. Beide Seiten seien sich einig, dass sich die Moschee im Stadtteil Steele damit außerhalb der Gesellschaft bewegen würde. „Daher ist es folgerichtig, dass die Moschee reagiert hat, indem sie den Hassprediger ausgeladen und mit einem Hausverbot belegt hat“, heißt es in der Mitteilung. Die Moschee-Gemeinde erklärte, man habe nicht gewusst, dass Tarik Ibn Ali ein Hassprediger sei, „sonst hätten wir ihn niemals eingeladen“, sagte der stellvertretende Gemeinde-Vorsitzende Faisal Elouariachi.

Am Donnerstag wurde die Uthman-Moschee in Essen-Steele auf Anordnung der Stadt geschlossen und steht damit für religiöse und kulturelle Veranstalungen vorläufig nicht mehr zur Verfügung. Das Haus habe keine Genehmigung als Versammlungsstätte und werde auch keine erhalten, erklärte die Stadtspitze auf Nachfrage dieser Zeitung.

Das Innenministerium betonte, die Polizei werde am Wochenende trotz der Absagen die Szene beobachten: „Wir haben die salafistische Szene im Blick, auch im Hinblick auf die Entwicklung in Duisburg und Essen.“ ni/mawo/dpa
Bildunterschrift:
  • Tarik Ibn Ali aus Antwerpen wird „Prediger des Todes“ genannt. Er wollte am Osterwochenende in Duisburg und Essen predigen. FOTO: HANDOUT
  • Auch der islamistische Prediger Abdelkader Chouaa sollte in Duisburg auftreten, sagte aber offenbar die Teilnahme von sich aus ab.FOTO: HANDOUT

WAZ/NRZ, 26.03.2016 Stadt schließt Problem-Moschee in Steele

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WAZ/NRZ / Essen,Samstag, 26.03.2016

(WAZ:) Stadt schließt Problem-Moschee in Steele
(NRZ:) Stadt Essen legt Problem-Moschee still

Begründung: Es gibt keine Bauabnahme. Massiver Druck insbesondere von der Stadtspitze veranlasste Steeler Islam-Gemeinde, den belgischen Hassprediger auszuladen und ihm Hausverbot zu erteilen


Von Frank Stenglein und Gerd Niewerth

Die Uthman-Moschee an der Bochumer Landstraße in Steele, in der Ostersonntag der belgische Hassprediger Tarik Ibn Ali predigen wollte, ist vorläufig geschlossen worden. Für religiöse und kulturelle Veranstaltungen steht sie nicht mehr zur Verfügung. „Das Haus hat keine Genehmigung als Versammlungsstätte und wird auch keine bekommen“, hieß es auf Anfrage dieser Zeitung aus der Stadtspitze. Folglich dürfte eine Veranstaltung, wie sie Ostersonntag geplant war, dort schon aus baurechtlichen Gründen gar nicht stattfinden.

Auf massiven Druck hatte die marokkanische Moschee-Gemeinde den umstrittenen Prediger aus Antwerpen am Donnerstagmorgen wieder ausgeladen. „Wir haben ihm ein lebenslanges Hausverbot für unsere Moschee erteilt“, erklärte Faisal Elouariachi, der stellvertretende Vorsitzende, und fügte hinzu: „Wir wussten nicht, dass der Mann ein Hassprediger ist. Sonst hätten wir ihn niemals eingeladen.“

(nur NRZ:) Absage binnen Stunden
Die Stadt will nun das Baurecht nutzen, damit die Moschee kein Sammelbecken für Islamisten wird. Bei der Ausladung von Tarik Ibn Ali spielte Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) offenbar seine guten Kontakte zu Essener Muslimen aus. Über die Kommission Islam und Moscheen (KIM) in Essen – Vorsitzender ist der türkischstämmige Islam-Funktionär Muhammet Balaban – machte Kufen Druck und erreichte schließlich binnen Stunden die Absage. Obwohl es schon eine besondere Geschmacklosigkeit darstellt, wenige Tage nach Brüssel zu einer islamistischen Hasspredigt einzuladen, wies Kufen den Eindruck zurück, seine schnelle Reaktion habe etwas mit dem Anschlag in Belgien zu tun. „Ich möchte solche Leute in Essen an 365 Tagen im Jahr nicht haben“, so Kufen.


„Wir wussten nicht,
dass Tarik Ibn Ali
ein Hassprediger ist.“
Faisal Elouariachi,
Vorstand Uthman-Moschee

Die in Essen seit 1984 bestehende Uthman-Gemeinde hat vor vier Jahren auf einem Grundstück direkt neben dem S-Bahnhof Steele-Ost zwei leerstehende DB-Gebäude übernommen. Diese werden seit geraumer Zeit umgebaut, de facto handelt es sich bei dem Komplex um eine Baustelle. Die Nutzungsuntersagung für den Moscheebetrieb tritt sofort in Kraft. Schon das Freitagsgebet konnte demnach nicht stattfinden. Mitarbeiter des Bauordnungsamtes würden in regelmäßigen Kontrollen darüber wachen, dass die Gemeinde das Nutzungsverbot einhält. Bei Verstößen drohe ein Ordnungsgeld. Der geräumige Gebetsraum in der ersten Etage des weißen Gebäudes ist weitgehend fertiggestellt, andere Gewerke, insbesondere das Treppenhaus sind immer noch Baustelle.

Die Ausladung des belgischen Hasspredigers Tarik Ibn Ali sei Donnerstag per E-Mail erfolgt, erklärte Uthman-Vize Elouariachi. „Wir distanzieren uns von Gewalt und Terror“, betonte Moschee-Sprecher Abdenasser Arkoud. Ein Unbekannter ist Tarik Ibn Ali in der Uthman-Moschee allerdings nicht. Schon 2013 weilte er für einen Vortrag in den Räumlichkeiten auf der Bochumer Landstraße 122b. Im Brüsseler Stadtteil Molenbeek, der als Salafisten- und Dschihadisten-Hochburg gilt und durch die Pariser Attentäter in die Schlagzeilen geriet, gilt der ausgeladene Hassprediger als Star der islamischen Szene.

KIM-Vorsitzender Muhammet Balaban rät den Essener Moschee-Gemeinden grundsätzlich davon ab, Prediger und Imame aus dem Ausland einzuladen. „Es gibt genug fähige Theologen in Deutschland, die außerdem die Gesetze und die Verfassung verinnerlicht haben.“

Nach Informationen dieser Zeitung ist der in Essen und Duisburg unerwünschte belgische Prediger Schengen weit zur polizeilichen Beobachtung ausgeschrieben wegen des Verdachts der Unterstützung terroristischer Vereinigungen.
Bildunterschrift:
  • Bei der Uthman-Moschee handelt es sich um eine Baustelle. Die Stadt ordnete an: Es darf weiter gebaut, aber nicht mehr gebetet werden. FOTO: ULRICH VON BORN
  • (nur NRZ:) Tarik ibn Ali wird nun doch nicht in Essen predigen, der Moschee-Verein hat ihn ausgeladen. FOTO: DIRK BAUER
  • (nur WAZ) Im Gebetsraum: Der Koran neben dem Grundgesetz. FOTO: GN

WAZ, 26.03.2016 Kommentar Geistiges Rüstzeug des Terrors

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WAZ / Essen, Rubrik Kommentar,Samstag, 26.03.2016

Geistiges Rüstzeug des Terrors


Von Frank Stenglein

Sie hatten natürlich nicht die geringste Ahnung, wen sie sich da in die Moschee holten. „Ja nee, is klar...“, wie man im Ruhrgebiet treffend spottet. Viele unter uns sind zwar grenzenlos naiv, wenn es um versteckten Islamismus geht, aber diese dumm-dreiste Ausrede der Steeler Moschee-Gemeinde dürfte wohl nicht mal bei den notorisch Wohlmeinenden verfangen. OB Thomas Kufen hat lobenswert schnell dem Spuk für den Moment ein Ende gemacht und den Auftritt des Hasspredigers Tarik Ign Ali verhindert. Aber machen wir uns nichts vor: Das war keine Einsicht bei den Veranstaltern, sondern ein taktischer Rückzug, der durch Druck innerhalb der muslimischen Interessenvertretung in Essen zustande kam. Ohne die zeitliche Nähe zum Terror von Brüssel wäre vermutlich gar nichts passiert. Die Verhinderung einzelner Veranstaltungen kann aber ohnehin nur ein erster Schritt sein. Es stellt sich die viel wichtigere Frage, welche von religiösen Gewalt-Ideologien besessenen Menschen eigentlich mitten unter uns leben? Und ob sie irgendwann Schlimmeres planen als „nur“ einen Prediger einzuladen. Das geistige Rüstzeug ist ja offenbar vorhanden. Es wäre nach dem wiederholten Terror Zeit aufzuwachen. Auch in Essen.

WAZ, 26.03.2016 Leserbriefe Gegenwehr / Keine Privatsache

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WAZ / Essen, Rubrik Leserforum,Samstag, 26.03.2016

Gegenwehr / Keine Privatsache


Gegenwehr

Hassprediger in Steele. Die Gefahr, die von Hasspredigern ausgeht, ist sicherlich unbestritten. Die Gegenwehr muss aus zwei Bereichen kommen: 1. Die geistige Auseinandersetzung. Hierzu gehört vor allem der geballte Protest der Muslime und der muslimischen Gemeinden mit „handfesten“ Begründungen aus den Glaubensgrundsätzen, wie zum Beispiel aus dem Koran – für das friedliche Zusammenleben aller Menschen. Dies auch, um zu dokumentieren, dass man sich eindeutig distanziert von den Hasspredigern. Nur, wenn die geistige Einstellung gegen Hassprediger bei Muslimen und allen anderen vorhanden ist, können Sicherheitskräfte erfolgreicher werden. 2. Selbstverständlich müssen auch die Sicherheitskonzepte und -ausstattungen ständig verbessert werden.
Horst Lipperheide,Essen


Keine Privatsache

Hassprediger in Steele. Es ist unfassbar, was in Deutschland möglich ist! Einen Hassprediger einzuladen, ist mitnichten eine Privatsache; denn die potenziellen Konsequenzen (Radikalisierung, Terrorismus) gehen uns alle an! Wir verstehen auch den islamischen Kulturverein in Steele nicht. Diese Einladung widerspricht jeglichem Bemühen um Integration und ein friedliches Miteinander der Kulturen in Deutschland.
Herbert Engemann, Essen

Hassprediger will in Essen auftreten

WAZ/NRZ, 24.03.2016 Auftritt von Terror-Predigern im Ruhrgebiet alarmiert Behörden

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WAZ/NRZ / Tagesthema / Terror in Brüssel (Mantel),Donnerstag, 24.03.2016

Auftritt von Terror-Predigern im Ruhrgebiet alarmiert Behörden

Belgischer Islamist in Essen – Treffen in Duisburg


Düsseldorf. Ein geplanter Auftritt des belgischen Islamisten Tarik Ibn Ali im Ruhrgebiet versetzt die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft. Am Ostersonntag soll Ibn Ali, den die britische „Daily Mail“ als „Prediger des Terrors“ bezeichnet hat, in der Uthman-Moschee in Essen-Steele auftreten. Die Polizei wird vor dem Gebäude nahe des S-Bahnhofs Steele-Ost Stellung beziehen.

Ibn Ali soll einen der Attentäter von Paris radikalisiert haben und gilt als einer der Ideologen der belgischen Szene. Ihm werden Verbindungen zum in Deutschland verbotenen Salafistenverein „DawaFFM“ nachgesagt. Ibn Ali sollte am Wochenende zunächst bei einem Seminar in der Massjid Ar-Rahman-Moschee im Duisburger Norden auftreten. Nach ersten Berichten über die geplante Rede des Islamisten reagierte der Moscheeverein und lud den Belgier wieder aus. Man habe die Hintergründe nicht gekannt, hieß es. Der NRW-Verfassungsschutz hatte das Hassprediger-Treffen in Duisburg offenbar auf dem Radar. Kurzfristig abgesagt haben soll der Imam Abdelkader Chouaa, der verdächtigt wird, Jugendliche für den IS zu werben. Auch er soll in die Pariser Anschläge verstrickt sein. tobi

WAZ/NRZ, 24.03.2016 Belgischer Hassprediger in Steele

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 24.03.2016

Belgischer Hassprediger in Steele

Tarik Ibn Ali aus Antwerpen soll am Ostersonntag in der Uthman-Moschee predigen. Der Staatsschutz ist eingeschaltet. Antifa protestiert gegen den Auftritt


Von Gerd Niewerth

Sie nennen ihn „Prediger des Terrors“ – nicht zuletzt weil ihm der monströse Ruf vorauseilt, einen der Selbstmord-Attentäter von Paris radikalisiert zu haben. Am Ostersonntag, 27. März, soll der belgische Islamistenprediger Tarik Chadlioui alias „Tarik Ibn Ali“ aus Antwerpen in Essen Station machen: in der Moschee des Islamischen Kulturzentrums „Uthman Ibn Affan“ auf der Bochumer Landstraße 122b nahe dem S-Bahnhof Steele-Ost. Ein brisanter Auftritt, der – erst recht unter dem aktuellen Eindruck des fürchterlichen Brüsseler Terroranschlags – die Sicherheitsorgane auf den Plan gerufen hat.

„Der Staatsschutz ist eingeschaltet, außerdem werden Polizisten am Sonntag vor Ort im Einsatz sein“, kündigte Polizeisprecher Marco Ueberbach an. „Wir werden sehr nah am Geschehen sein, insbesondere weil wir wissen wollen, welche Teilnehmer sich dort einfinden.“ Weil das „Islam-Seminar“ in privaten Räumlichkeiten stattfinde, habe die Polizei keinerlei Handhabe, das umstrittene Treffen zu verbieten.

Eigentlich sollte der mutmaßliche Hassprediger, ein Mann mit marokkanischen Wurzeln, am Osterwochenende auch in der „Massjid Ar-Rahman“-Moschee in Duisburg-Marxloh auftreten. Doch am Mittwoch machte der Moscheeverein plötzlich einen Rückzieher und kündigte an, Tarik Ibn Ali auszuladen. Der stellvertretende Vorsitzende gab als Begründung an, nichts von Tarik Ibn Alis mutmaßlichen Verbindungen zum islamistischen Terror gewusst zu haben. Vor vier Jahren war die Massjid Ar-Rahman-Moschee das Ziel einer Großrazzia gegen Salafisten.


„Wir wollen wissen,
welche Teilnehmer
sich dort einfinden.“
Marco Ueberbach,
Polizeisprecher

Wie in Duisburg machen auch in Essen antifaschistische Gruppen Front gegen die Auftritte der Salafisten. „Radikale Islamisten sind ohne jeden Zweifel offen menschenfeindlich. In ihrer religiös verbrämten Weltanschauung ist weder für Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung noch für Meinungs- und Religionsfreiheit Platz. Imame wie Tarik Ibn Ali verbreiten Hass gegen alle, die nicht in ihr verqueres Weltbild passen. Solchen Einstellungen gilt es, den Kampf anzusagen“, sagt Tessa Kuijer, Sprecherin der „Antifa Essen Z“.

In der Steeler Uthman-Moschee ist der belgische Hassprediger jedenfalls kein Unbekannter. Denn in einem Facebook-Eintrag vom Juli 2013 kündigte die Moschee seinen Vortrag an und beschrieb ihn übrigens als einen „sehr lebensfrohen amüsanten ehrenvollen Mann“.

Ein völlig anderes Bild von Tarik Ibn Ali zeichnet die britische Boulevardzeitung „Daily Mail“, die sich unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 13. November in Paris an seine Fersen heftete. Damals waren 130 Menschen ums Leben gekommen. Den Zeitungsrecherchen zufolge verfügt der Belgier über langjährige Kontakte zu der inzwischen verbotenen Salafisten-Gruppe „Millatu Ibrahim“, außerdem gilt er als einer der Köpfe des ebenfalls verbotenen Islamisten-Netzwerks „shariah4belgium“.

Eine Stellungnahme der Uthman-Moschee zum Auftritt des umstrittenen belgischen Hasspredigers war am Mittwochnachmittag nicht erhältlich.
Bildunterschrift:
Der belgische Imam Tarik Ibn Ali soll Ostersonntag in der Uthman-Moschee in Steele auftreten. Er gilt als Hassprediger. FOTO: DIRK BAUER

NRZ, 24.03.2016 Kommentar Ausladen geht immer noch

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NRZ / Essen, Rubrik Kommentar,Donnerstag, 24.03.2016

Ausladen geht immer noch


Von Jörg Maibaum

Nach den Paris-Attentaten, nach dem Brüsseler Terror tritt ein angeblicher Hassprediger in Steele auf und die Behörden sehen keine Handhabe. Wie bitte? Ja: Was in dem Kontext zigfachen Mordes als ungeheuerlich erscheinen mag, ist behördlicher Alltag. Tarik Ibn Ali wird nicht als Straftäter gesucht, und es gibt keinen Anlass, die Veranstaltung zu verbieten. Willkür sieht der Gesetzgeber nicht vor. Im aktuellen Fall ist Argwohn und Aufmerksamkeit angesagt, aber Hysterie wohl fehl am Platze. Der Mann ist kein Gewaltprediger, sagt der Essener Rechtsanwalt Azzadine Karioh, der wie Tarik Ibn Ali aus Marokko stammt und ihn von Kindesbeinen an kennt. „Er ist ein Schwätzer“ mit einem rückwärtsgewandten Rollenverständnis, ungefährlich, dennoch in der Szene von Molenbeek ein Star, einer, den die Ermittler einfach nicht übersehen konnten. Deshalb sei er mit der Radikalisierung eines Paris-Attentäters in Verbindung gebracht worden, meint Karioh, der den Prediger, wäre er Chef der marokkanischen Gemeinde, allerdings „nicht eingeladen“ hätte. Ausladen geht immer noch.

WAZ, 24.03.2016 Kommentar Wenn Worte wie Waffen wirken

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WAZ / Essen, Rubrik Kommentar,Donnerstag, 24.03.2016

Wenn Worte wie Waffen wirken


Mit jedem grauenvollen Terroranschlag jenseits unserer Grenzen wächst die Furcht vor einem Massaker direkt vor unserer Haustür. Umso größer wird das Verlangen nach mehr Sicherheit. Mindestens genauso gefährlich wie die Kamikazetypen, die mit Sprengstoffgürteln in Bahnhöfe und Flughäfen stürmen, sind die Hassprediger, die ihre Worte als Waffe einsetzen. Die orientierungs- und haltlosen jungen Muslimen Gehirnwäschen verpassen und sie buchstäblich in tickende Zeitbomben verwandeln.

Die Moscheen in unserer Stadt unter Generalverdacht zu stellen, hieße fromme und friedliebende Muslime mit feigen Mördern in einen Topf zu werfen. Gerade deshalb muss viel genauer hingeschaut werden als bisher. Erst recht dorthin, wo Sympathie für den Dschihad auf beklemmende Weise zunimmt.

Nun klagen die in der Terrorbekämpfung eingesetzten Sicherheitskräfte völlig zu Recht über ihre begrenzten Möglichkeiten – dazu zählt insbesondere die schlechte personelle Ausstattung. Den Rahmen der Polizeiarbeit setzt freilich nicht die Polizei fest. Das tut die Politik – leider eben nur mangelhaft.

Antifa Essen Z, 23. März 2015, Islamistischer Hassprediger tritt in Essen auf


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Antifa Essen Z

antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png www.Antifa-Essen.de


Pressemitteilung vom 25.03.2016


Islamistischer Hassprediger tritt in Essen auf


Am kommenden Sonntag, dem 27. März, tritt der international bekannte islamistische Prediger Tarik Ibn Ali in einer Moschee in Essen-Steele auf. Ihm werden Verbindungen zu den Attentätern von Paris nachgesagt.

Am kommenden Wochenende wird Tarik Chadlioui, besser bekannt unter seinem Pseudonym Tarik ibn Ali, für ein mehrtätiges Seminar das Ruhrgebiet bereisen (1). Der islamistische Prediger verfügt laut Recherche der englischen Tageszeitung „Daily Mail“ über langjährige Kontakte zu der mittlerweile verbotenen salafistischen Organisation Millatu Ibrahim (2). Derselben Gruppe gehörte auch der im syrischen Bürgerkrieg gefallene Islamist und Rapper Denis Cuspert alias „Deso Dogg“ an (3). Darüber hinaus soll Tarik Ibn Ali, der als einer der führenden Köpfe des inzwischen ebenfalls verbotenen belgischen Islamisten-Netzwerks „shariah4belgium“ gilt, maßgeblich an der Radikalisierung eines der Pariser Attentäter beteiligt gewesen sein, die im November vergangenen Jahres 130 Menschen getötet hatten (4).

Der Auftritt von Tarik Ibn Ali am kommenden Sonntag ist nicht sein erster Besuch im Islamischen Kulturzentrum „Uthman Ibn Affan“ auf der Bochumer Landstraße in Essen-Steele: Er war dort bereits im Jahr 2013 für eine Predigt eingeladen worden, die Organisatoren sind sich also bewusst, mit wem sie es zu tun haben (5). Die Sprecherin der Antifa Essen Z, Tessa Kuijer, dazu: „Radikale Islamisten sind ohne jeden Zweifel offen menschenfeindlich. In ihrer religiös verbrämten Weltanschauung ist weder für Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung noch für Meinungs- und Religionsfreiheit Platz. Imame wie Tarik Ibn Ali verbreiten Hass gegen alle, die nicht in ihr verqueres Weltbild passen. Solchen Einstellungen gilt es den Kampf anzusagen."


Für mögliche Rückfragen stehen wir unter der E-Mail-Adresse antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


(1) https://www.facebook.com/424472790991740/photosa.509116802527338.1073741828.424472790991740/813900088715673/?type=3&theater

(2) http://www.dailymail.co.uk/news/article-3320770/Preacher-terror-Revealed-hate-filled-Belgian-Muslim-cleric-radicalised-Bataclan-suicide-bomber-Omar-Mostefai.html

(3) http://www.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-den-terror/islamismus-in-nordrhein-westfalen-die-spur-von-millatu-ibrahim-13937586.html

(4) http://www.fr-online.de/darmstadt/darmstadt-fragwuerdiger-prediger-in-darmstadt,1472858,33803490.html

(5) http://www.facebook.com/476074885802491/photos/pb.476074885802491.-2207520000.1458542054./478167018926611/?type=3&theater


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