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Seitenübersicht

Rechtsradikales Gedankengut bei Rot-Weiss-Essen Fans


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Auch der Fußballverein Rot-Weiss-Essen hat ein Problem mit rechtsextremen Fans. Gewaltbereite Hoolingans organisieren sich in Gruppen und mischen sich in die Politik ein. Für den RWE sind diese "Fans" immer wieder ein Problem.
  • September 2014 Hooligans verschiedener Ruhrgebietsstädte wollen in Essen "gegen Salafisten" demonstrieren.
  • Januar 2014 Es gibt weite Bereiche, in denen rechtes und ausgrenzendes Gedankentum vorherrscht. Bei der Diskussion um Homophobie glauben offenbar selbst Vertreter des RWE-Fanprojektes, dass man Beleidigungen gegen Schwule erst einmal so hinnehmen solle.


Inhaltsverzeichnis

WAZ/NRZ, 05.11.2014 Homophobie im Profi-Fußball

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WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 5.11.2014

Homophobie im Profi-Fußball


Der Freiburger Kulturtheoretiker Klaus Theweleit spricht über Schwulenfeindlichkeit im Profifußball. Thema des Vortrags: „Homophobie – keine Ahnung, was das ist“. Er ist am Montag, 10. November, 19 Uhr, zu Gast im Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI), Goethestraße, Rüttenscheid. Theweleit erörtert am Beispiel der Männerbastion Fußball, welche Denkmuster und Mechanismen homophobem Verhalten zugrunde liegen. Der Abend ist Auftakt der Reihe „Homophobie im globalen Kontext“. Um Anmeldung wird gebeten bei Maria Klauwer, KWI, 7204-153, E-Mail: maria.klauwer<a>kwi-nrw.dePost_icon.png

NRZ, 29.10.2014 Polizei hat die Problemfans im Blick

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NRZ / Essen,Mittwoch, 29.10.2014

Polizei hat die Problemfans im Blick

Bis zu 40 polizeibekannte Essener Hooligans könnten an den Ausschreitungen in Köln beteiligt gewesen sein


An der Straßenschlacht von Köln am vergangenen Sonntag könnten auch hiesige Hooligans beteiligt gewesen sein. „Wir haben Erkenntnisse, dass sich 20 bis 40 Problemfans aus Essen in Richtung Köln bewegt haben“, sagte Polizeisprecher Marco Ueberbach gestern auf Nachfrage. Ob und in welcher Form die behördenbekannten Störer an den gewalttätigen Ausschreitungen in der Domstadt beteiligt waren, sei allerdings unklar. „Die Videos müssen noch ausgewertet werden, das wird eine Weile dauern“, sagte Ueberbach. Bei der Kölner Polizei hat eine Ermittlungsgruppe damit begonnen, die von Gewalt und Ausschreitung begleitete Hooligan-Zusammenrottung aufzuarbeiten. 25 Beamte sollen das Filmmaterial sichten, um Straftaten aufzudecken und Randalierer zu identifizieren. Ueberbach betonte gestern, dass auch die Essener Polizei verstärkt ein Auge auf die bekannten Störer aus der örtlichen Fußballszene habe. Bislang gebe es aus Sicht seiner Behörde aber keine Anzeichen für eine geplante Kundgebung der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“, die inzwischen zwei weitere Demonstrationen für den 15. November in Berlin und Hamburg angemeldet hat.   j.m.

Hooligans "gegen Salafisten" marschieren in Essen auf

WAZ, 24.09.2014 Leservotum zu Hooligans und Salafisten

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WAZ / Essen, Rubrik Online Leservotum,Mittwoch, 24.09.2014

Leservotum zu Hooligans und Salafisten


Online-Leservotum

Die neue Frage: Hooligans wollten am Sonntag gegen Salafisten demonstrieren. Wie ist Ihre Haltung zum Salafismus?

  • 22% Ängstigt mich.
  • 29% Beunruhigt mich.
  • 32% Ärgert mich.
  • 17% Stört mich nicht.
1463 abgegebene Stimmen, nicht repräsentativ

WAZ/NRZ, 23.09.2014 Polizei nennt Hooligans gewalttätig

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WAZ/NRZ / Essen Termine,Dienstag, 23.09.2014

Polizei nennt Hooligans gewalttätig

Auch einschlägig bekannte Personen aus der Essener Fanszene mischten mit. Beim Marsch durch die Innenstadt provozierten Randalierer die Einsatzkräfte


Von Gerd Niewerth

Am Tag nach der bizarren Hooligan-Randale in der Innenstadt bemühten sich Polizei und Staatsschutz, die Hintergründe dieses Protestes zu erhellen. Fest steht: Bei den genannten „Hooligans gegen Salafisten“ handelt es sich um ein neuartiges Phänomen. „Es ist das erste Mal, dass sie hier in dieser Form aufgetreten sind“, bestätigt ein Polizeisprecher. Und fügt hinzu: „Einige gehören zur Essener Hooligan-Szene und sind einschlägig bekannt.“

Der martialische Aufmarsch der in Schwarz gekleideten und zum Teil vermummten Randalierer beschert Essen nach der Anti-Israel-Demo im Juli abermals eine zweifelhafte bundesweite Aufmerksamkeit. Denn es handelt sich um einen Personenkreis, dessen Nähe zu Rechtspopulisten und Neonazis unübersehbar ist. „Insgesamt zeigten sich die 15-48-Jährigen extrem aggressiv. Ein Großteil ist als Gewalttäter aus der Fußballszene bekannt“, so die Polizei.

Etwa 90 Personen haben sich am Sonntagnachmittag an drei Stellen getroffen: am Café Nord, am Limbecker Platz und vor dem Cinemaxx. Im Sozialen Netzwerk brüsten sie sich mit Gruppenfotos, die vor dem Kino und auf dem Willy-Brandt-Platz aufgenommen wurden. Beim Zug durch die City Richtung Hauptbahnhof bedrohten sie die Einsatzkräfte massiv. Mit Rufen wie „Setzt schon mal Eure Helme auf“ und „Holt die Knüppel raus“ verhöhnten und provozierten sie die Uniformierten, die die Gruppe später nahe dem Bahnhof geschickt einkesselte.

Um die zentrale Frage, warum die Hooligans ausgerechnet Essen als Aufmarschplatz wählten, ranken sich verschiedenste Gerüchte. Eines besagt, dass der vom Christentum zum Islam konvertierte Hassprediger Pierre Vogel in der Ruhrmetropole eine Kundgebung abhalten wollte. Wohl kein Zufall: In der Nähe der Chaoten fiel ein Funktionär der rechtsextremen, ausländerfeindlichen Splittergruppe Pro NRW auf.

Die Polizei macht deutlich, dass es sich bei der bizarren Hooligan-Aktion keinesfalls um eine Demonstration gehandelt hat. Zwar lasse das Versammlungsgesetz Spontan-Demos zu. Doch auch dafür gelten klare Spielregeln: So muss es einen Verantwortlichen geben und mit der Polizei kooperiert werden. „Niemand hat eine Demo angemeldet“, betont der Polizeisprecher.

In dubiosen Internetforen stößt die Essener Hooligan-Randale bereits auf ein breites Echo. Es ist eine Welt, in der sich Hakenkreuz-Fans und Ewiggestrige, Drogensüchtige und Kampftrinker, vermeintliche Fans und obskure Hasstypen schwadronierend herumtummeln.


Rot-Weiss Essen distanziert sich scharf

  • Gegen zwei Personen wurden Widerstandsanzeigen erstattet. Sie hatten die Angabe ihrer Personalien verweigert und kamen vorübergehend ins Gewahrsam.
  • Rot-Weiss-Boss Michael Welling verurteilt die Randale scharf: „Das hat mit Fußball nichts zu tun, jeder Demokrat sollte sich davon distanzieren.“
  • Hintergründe über „Hooligans gegen Salafisten“ bei waz.de
    Bildunterschrift:
    Sehr aggressiv traten die Hooligans am Sonntag in Essen auf. Die Polizei kesselte sie nahe dem Hauptbahnhof ein und stellte die Personalien fest.   FOTOS: SEBASTIAN KONOPKA

Weitere Informationen zum Vorfall
Während der Artikel von einem „Funktionär der rechtsextremen, ausländerfeindlichen Splittergruppe Pro NRW“ spricht, berichtet Blick nach rechts, dass eine Person als Mönchengladbacher Stadtrat Dominik R. von Pro NRW (hier auch ArchivKopie) identifiziert sei.  (Essen-stellt-sich-quer Redaktion)

 

Am 28. September 2013 marschierte offenbar die Gruppe in Dortmund auf:


Anzeige Artikel:WAZ 29.09.2014: Hooligans und Neonazis im Verbund

WAZ/NRZ, 23.09.2014 Hooligans gegen Salafisten: Experte warnt

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WAZ/NRZ / Rhein-Ruhr/Nordrhein-Westfalen, Rubrik Kurz gemeldet/Kompakt,Dienstag, 23.09.2014

Hooligans gegen Salafisten: Experte warnt


Essen / An Rhein und Ruhr. Die Versammlung einer rechtsextremen Gruppe namens „Hooligans gegen Salafisten“ am Sonntag in Essen könnte nach Expertenmeinung der Auftakt für eine „Eskalationsspirale“ gewesen sein. „Da nutzt eine Seite die andere zur Legitimierung ihres gewaltorientierten Handelns“, sagt Alexander Häusler, der zu Rechtsextremismus und Neonazismus an der FH Düsseldorf forscht. „Das könnte ein gefährliches Ausmaß annehmen, je nachdem, wer von Seiten rechtsextremistischer Gruppen noch auf den Zug springt.“ dae

WAZ/NRZ, 22.09.2014 Polizei kesselt Hooligans ein

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WAZ/NRZ / Essen,Montag, 22.09.2014

Polizei kesselt Hooligans ein

Chaoten, die sich gegen Salafisten zusammen gerottet haben, randalierten Sonntag in der Essener Innenstadt - Einsatzkräfte hatten die Lage im Griff


Von Gerd Niewerth

Wenn ihre Klubs in den Arenen der Bundesliga aufeinandertreffen, sind sie erbitterte Feinde. Doch wenn es gegen Salafisten geht, stehen sie Seite an Seite. „Hooligans gegen Salafisten“ nennt sich eine aggressive Gruppierung, die am Sonntagabend einen spektakulären Großeinsatz der Polizei in der Essener Innenstadt auslöste.

Zeugen berichteten, dass drei Dutzend dieser Hooligans vom Limbecker Platz aus durch die Innenstadt zogen. „Wir haben uns über Facebook und andere Kanäle verabredet“, sagte Sarah Genschur, die aus Warendorf nach Essen gekommen war. Andere hatten sich von Herne, Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund auf den Weg in die Essener City gemacht.

„Wir hatten Hinweise bekommen und waren gut vorbereitet“, berichtete der zuständige Dienstgruppenleiter. Neben Einsatzkräften der eigenen Behörde, die kurzfristig aus Altenessen abgezogen wurden, traf massive Verstärkung der Polizei aus Duisburg, Gelsenkirchen und Recklinghausen ein: erfahrene Beamte mit Helmen, Knüppeln, Kabelbindern und Diensthunden ohne Maulkorb.

Die Taktik der Polizei ging voll auf. Am Willy-Brandt-Platz wurden die allesamt in Schwarz gekleideten Hooligans eingekesselt und zu dem kleinen, eingezäunten Parkplatz an der Hachestraße gegenüber der Hauptpost gedrängt. Der Hass gegen Salafisten mündete nun in erbitterten Hass gegen die massiert auftretenden Einsatzkräfte.

Als diese von jedem einzelnen Hooligan die Personalien festgestellen wollten, kam es zu Handgreiflichkeiten. Immer wieder drohte die angespannte Situation gefährlich zu eskalieren.

Die Szene in der abgeriegelten Hachestraße hatte etwas Gespenstisches und Beklemmendes: Hier das starke Polizeiaufgebot mit bellenden Hunden und etlichen Polizeiwagen mit Blaulicht – dort die vermeintlichen Fußballfans, viele tätowiert und mit einer Dose Bier an der Lippe. Auf dem Bürgersteig: immer mehr Schaulustige, darunter etliche auch mit Bierflaschen. Schon seit Monaten sorgen die „Hooligans gegen Salafisten“ für Schlagzeilen. In den meisten Berichten werden sie in einem Atemzuge genannt mit rechtsextremen und neonazistischen Gruppen. „Wir hatten ein erstes Treffen in Köln“, sagte Andreas aus Herne, einer der Wortführer. Angesprochen auf die Verbindung zu den so genannten „Nazi Hools“ beteuerten sie hingegen: „Wir sind nicht rechtsextrem.“ Jasmin, ebenfalls aus Warendorf, sagte: „Wir sind keine Nazis.“

Gegen 19 Uhr hatte die Polizei den Einsatz beendet.


Das neue Feindbild der Hooligan-Szene: Salafisten

  • Die Hooligans, die Sonntagabend in Essen demonstrierten, behaupten, Fans von Borussia Dortmund, Schalke 04, Rot-Weiss Essen und MSV Duisburg zu sein. Der Hass gegen Salafisten sei es, der sie einige.
  • Zu gemeinsamen Aktionen verfeindeter Fans ist es in den letzten Wochen in einigen deutschen Städten gekommen. Dieses Mal haben sie sich Essen als Schauplatz ausgesucht. Aber die Polizei war rechtzeitig im Bilde.
    Bildunterschrift:
     
  • Aggressiv war die Stimmung, als die Einsatzkräfte der Polizei die gewaltbereiten Hooligans am Parkplatz Hachestraße eingekesselt hatten   FOTOS: SEBASTIAN KONOPKA
  • Nur mit Zwang waen sie bereit, ihre Personalien feststellen zu lassen.

WAZ, 22.09.2014 Demo von Hooligans gegen Salafisten

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WAZ / Rhein-Ruhr (Mantel),Montag, 22.09.2014

Demo von Hooligans gegen Salafisten


Essen. Überraschender Massenauflauf im Essener Stadtzentrum: Rund 80 Fußball-Hooligans versammelten sich am Sonntagnachmittag nach Angaben der Polizei, um gegen eine angebliche Offensive von Salafisten zu demonstrieren. Wie es hieß, handelte es sich um gewaltbereite Problemfans. Die Polizei war mit starkem Aufgebot vor Ort und sprach Platzverweise aus. Festgenommen wurde niemand.

Homophobie bei RWE

WAZ/NRZ, 09.01.2014 Das ist doch alles menschlich

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WAZ/NRZ / Sport Essen,Donnerstag, 09.01.2014

Das ist doch alles menschlich

Fußball Roland Sauskat vom AWO Fan-Projekt entdeckt im Umfeld von Rot-Weiss Essen kein Problem im Umgang mit Homosexualität


Von Rolf Hantel

Es ist ein „gutes Signal“, findet der DOSB-Vizepräsident Michael Vesper, andere nennen den Schritt mutig und wegweisend, zollen dem ehemaligen Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (31) größten Respekt für seine Entscheidung, sich als Homosexueller zu bekennen. Aber wie sieht es im Alltag aus? Ist Homosexualität im Fußball ein Problem. Wir fragten bei Roland Sauskat nach, der als Leiter des AWO-Fanprojekts einen engen Kontakt zur Basis der Rot-Weißen pflegt.

Ist schwul sein im Fußball auch ein Thema an der Hafenstraße?
Sauskat: Natürlich ist es ein Thema. Auch in dem Theaterstück „Balls – Fußball ist unser Leben“, das vor zwei Jahren im Schauspiel Essen aufgeführt wurde, wird Homophobie und Ausgrenzung angesprochen. In diesem Stück heißt es sinngemäß, dass die Person, die sich outet, schon so ein Typ wie Olli Kahn sein müsste.


„Man verliebt sich
halt in einen
Menschen - egal ob
Mann oder Frau“
Roland Sauskat,
Leiter des Essener
AWO-Fanprojekts

Wie haben Sie auf die Nachricht von Hitzlspergers Outing reagiert?
Ich bin ja viel bei Facebook unterwegs. Wir haben als Fanprojekt einen kurzen Eintrag eingestellt (auf dieser Seite). Aber ich habe mich über viele Kommentare geärgert. Einige schreiben „Schwuchtel!“, andere fordern, dass sich end- lich auch andere prominente Fußballer, die vermeintlich schwul sind, outen sollten. Das ist schon unterirdisch.

Welche Erfahrungen haben Sie im Umfeld von Rot-Weiss Essen? Der Verein engagiert sich ja seit Jahren intensiv gegen Rassismus und Ausgrenzung.
Auf der Tribüne hat es schon immer Gesänge zum Thema gegeben. Haben wir gegen Osnabrück gespielt, hieß es „lila-weiß ist schwul“. Oder bei einem Aufstiegsspiel gegen Eintracht Trier, damals noch mit Frank Kurth im Tor, trugen die Trierer, glaube ich, rosa Stutzen. Da haben die RWE-Fans „Schwule, Schwule“ geschrien. Das muss man sich auch auf anderen Plätzen anhören. Aber diese Reaktionen sind auf 90 Minuten Fußball bezogen. Danach ist es wieder vergessen. Und dann überhört man schon mal Dinge, sofern sie nicht allzu verletzend sind. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass im Umfeld der Essener Ultras das Thema eher positiv behaftet ist und nicht mit Ausgrenzungen einhergeht.

Bisher hat sich noch kein aktiver Fußballer zu seiner Homosexualität bekannt. Wie schätzen Sie die Gefahr ein, danach beschimpft oder provoziert zu werden?
Einiges müssen die Spieler schon aushalten. Aber wenn es zu viel wird, sind auch die Mitspieler gefordert, die betreffenden Leute zur Räson zu rufen. Der Trainer müsste ebenfalls klären: Bis dahin geht es und nicht weiter. So etwas kann man sogar vor einem Spiel regeln.

Was glauben Sie würde passieren, wenn sich ein RWE-Spieler als Homosexueller outen würde?
Ich bin davon überzeugt, dass es eine große Zahl von Unterstützern bei uns geben würde. Aber man weiß natürlich nie, wer so alles auf der Tribüne steht. Alle kann man halt nicht erreichen.

Würde das Problem Homophobie auch in den Aufgabenbereich des Fan-Projektes fallen?
Natürlich würden wir auch da versuchen zu helfen. Es gibt ja auch schon im Fußball Schwulen- und Lesben-Fanclubs (siehe Kasten). Man versteht manchmal nicht, warum so ein Aufsehen gemacht wird. Wir hatten bis vor kurzem einen schwulen Außenminister, seit Jahren hat Berlin einen schwulen Oberbürgermeister. Das ist doch alles menschlich. Man verliebt sich halt in Menschen – egal ob Mann oder Frau.


GEFUNDEN

Der Facebook-Eintrag des Essener AWO-Fanprojektes:

„Bravo, Thomas Hitzlsperger. Was in nächster Zeit auf ihn einprasseln wird, wird er im Moment bestimmt auch selbst noch nicht einschätzen können. Dafür schon im Vorfeld meinen/unseren Respekt und viel Kraft und Durchhaltevermögen.“

Schwul-lesbische Fanclubs im Fußball

  • Queer Football Fanclubs (QFF) ist eine Vereinigung europäischer schwul-lesbischer Fußball-Fanorganisationen, die zur WM 2006 gegründet wurde.
  • Toleranz für gesellschaftliche Minderheiten im Fußball steht bei der QFF an oberster Stelle. Gegen jegliche Diskriminierung.
  • Deutsche Queer-Fanclubs: Andersherum auf Schalke (seit 2010), MonacoQueers (Bayern München/2012), Queerpass Bochum (VfL Bochum/Sept. 2011), Rainbow Borussen (Bor. Dortmund/ 2004), Rainbow Duisburg (MSV /2009), RuhrZebras (MSV/2013), Warm Up 95 (Fort. Düsseldorf/2010).
    Bildunterschrift:
    Roland Sauskat vom Essener AWO-Fanprojekt.   FOTO: ULRICH VON BORN

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