Aus Essen stellt sich quer

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Seitenübersicht

Infobrief 101

**************************
.* ESSEN-STELLT-SICH-QUER *
.**************************
.Runder Tisch für Menschenrechte
.- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus -
.
.c/o Anti-Rassismus-Telefon
. Maxstr. 11(*)
. T/Fax: 0201 - 23 20 60
.
.Antworten, Ab- und Neubestellungen bitte nur über:
.info@essen-stellt-sich-quer.de
.
.-----------------------------------
.Infobrief Nr.101 (05.05.2008)
.-----------------------------------

Inhaltsverzeichnis

.I. Mi, 07.05. 19:00, VHS: Altendorfer Moscheebau

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Aus dem Flugblatt der VHS:

Die Volkshochschule Essen und die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) präsentieren:

Essen kontrovers

Ärger um ein Gotteshaus:

Moscheebau in Altendorf Ausdruck städtischen Miteinanders?

Aus einem Schuh-Lager soll ein Gotteshaus werden: Die geplante Moschee im ehemaligen Böhmer-Gebäude an der Straße "In der Hagenbeck" in Altendorf schürt Sorgen um ein nachbarschaftliches, respektvolles Miteinander: Verschlechtert das islamische Zentrum mit dem symbolischen Minarett das gesellschaftliche Klima im Wohnumfeld? Oder fördert das vielseitig nutzbare Zentrum die Integration der zugewanderten Muslime, wie der Ditib-Verein als Bauherr und Betreiber der Moschee verspricht? Wird es wirklich eine örtliche Versammlungsstätte oder doch ein Anziehungspunkt der gesamten Region?

Der Verunsicherung im Stadtteil und den Vorwürfen, Altendorf werde ein Türkenviertel, entgegnen andere, dass auch die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein Recht auf ein repräsentatives Gotteshaus hätten. Wie ist der Stand des Antragverfahrens und vielleicht noch wichtiger - was sagt der Umgang mit dem Moscheebau über die stadtgesellschaftliche Einwandererintegration aus?

Darüber diskutieren miteinander und mit dem Publikum im VHS-Bistro LernBar:

  • Dr. Oylar Saguner, Moschee-Architekt und Ditib-Vorstand
  • Wolfgang Weber, SPD, Ratsausschuss f. Zuwanderung u. Integration
  • Prof. Klaus Wermker, Leiter Büro für Stadtentwicklung
  • Gerd von Oepen, Vorsitzender Bürgerschafts-Initiative Altendorf
  • Thorsten Scharnhorst, Moderation

Mittwoch, 7. Mai, 19:00 Uhr

Volkshochschule/LernBar, Burgplatz 1

Informationen: Tel. 0201 / 88 43 200

VHS, Burgplatz 1, 45127 Essen,
e-mail: info@vhs-essen.de,

Internet: www.vhs-essen.de


.II. Di, 13.05. 19:30, OB: Gewerkschaftsmorde + CocaCola

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Harte Fakten zu soften Drinks

Was hat Coca Cola mit Gewerkschaftsmorden und der Verletzung von Wasser-Rechten zu tun?

Dienstag, 13. Mai 2008, 19.30 Uhr, Ev. Pauluskirche, Duisburger Straße 331, 46049 Oberhausen

Referenten:

Jochen Schüller, freier Journalist, Beauftragter für das Sonderprogramm ¿Kolumbien¿ von Brot für die Welt

Carlos Olaya, Lebensmittelarbeiter-Gewerkschaft SINALTRAINAL in Kolumbien

Sie ist aus unserem Leben kaum noch wegzudenken, die braune Brause mit dem vielen Zucker. Wohl jeden unserer Kühlschränke und/oder Keller hat sie schon mal von innen gesehen, in unseren Wohnhäusern ebenso, wie in unseren Gemeindehäusern und Kirchen, Kantinen und Kneipen. Der Schriftzug "Coca-Cola" gehört zu den bekanntesten Markenzeichen weltweit und gilt als "Ikone des westlichen Lebensstils" (Wikipedia). Immer wieder gerät Coca Cola aber auch in die Kritik, und das längst nicht nur wegen der Gefahr für unsere Gesundheit, die bei regelmäßigem Konsum kaum von der Hand zu weisen ist. Coca Cola wird vorgeworfen, in Indien durch seinen immensen Verbrauch von über 500 Millionen Litern Wasser im Jahr der einheimischen Bevölkerung den Zugang zum Trinkwasser zu verwehren, und in Kolumbien Druck auf kritische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuüben und an Morden an Gewerkschaftern der Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal beteiligt zu sein.

Immer wieder wird daher der Ruf nach einem Boykott von Coca Cola-Produkten laut. So fordert u.a. der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) seit Mai 2007 die ihm angeschlossenen Jugendverbände zu einem solchen Boykott auf. Die Synode des Kirchenkreises Oberhausen hat im November 2007 beschlossen, einen solchen Boykott durch die ihr angeschlossenen Gemeinden und kreiskirchlichen Einrichtungen bei nächster Gelegenheit zu beraten.

Deshalb laden wir sehr herzlich zu dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Mit Jochen Schüller und Carlos Olaya konnten wir zwei Experten als Referenten und Gesprächspartner gewinnen, die aktuell und kompetent Informationen aus der Perspektive der Betroffenen vermitteln.

Frank Meißburger, Pfarrer Helmut Müller, Vorsitzender

Veranstalter: Ausschuss "Kirchlicher Entwicklungsdienst und Ökumene" des Evangelischen Kirchenkreises Oberhausen

Quelle: NEWSLETTER im Mai 2008 / Koordination für entwicklungspolitische Bildungsarbeit - Region westliches Ruhrgebiet und rechter Niederrhein / Vera Dwors, EXILE Kulturkoordination e.V., Wandastraße 9, 45136 Essen / fon +49-201-747988-30 fax +49-201-747988-80 vera.dwors@exile-ev.de www.exile-ev.de


.III. So, 18.05. 17:00, E-Freisenbruch: Runder (Stadtteil-)Tisch

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Hier der Flugblattinhalt vom "Runden Tisch Freisenbruch":

* Einladung zum "Runden Tisch Freisenbruch"
  • am 18.05.2008 um 17 Uhr
  • im Heliand-Zentrum, Bochumer Landstr. 270.

Der "Runde Tisch Freisenbruch" hat sich nach der Informationsveranstaltung der Essener Antifa am 13.04.2008 gegründet. Wir sind engagierte Bürgerinnen udn Bürger aus Freisenbruch und Umgebung, die in einem nazifreien und gewaltfreien Stadtteil leben wollen.

Wir dürfen die Augen nicht verschließen und nach dem St. Florians-Prinzip leben und handeln. Jeder der wegschaut macht sich zum Gesinnungstäter.

ES PASSIEREN TÄGLICH DINGE MIT RECHTSRADIKALEN HINTERGRUND IN UNSEREM STADTTEIL:

  • Jugendliche werden massiv eingeschüchtert, bedroht und angegriffen.
  • Wände, Haltestellen, Telekom und RWE-Kästen werden mit Nazi-Parolen beschmiert.
  • Überall findet man Aufkleber der rechtsradikalen "AG ESSEN"

Nur gemeinsam können wir etwas dagegen tun.

Wir wollen friedlich und mit Zivilcourage zeigen, dass hier kein Platz für die Faschisten und deren Gesinnungsfreunde ist.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger aus Freisenbruch und Umgebung auf, sich an dem "Runden Tisch Freisenbruch" zu beteiligen!

Wir rufen alle Organisationen und Institutionen in unserem Stadtteil auf, einen Vertreter oder eine Vertreterin zu dem "Runden Tisch Freisenbruch" zu entsenden und aktiv mitzumachen!

Eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern aus Freisenbruch und Umgebung gegen Neonazis und rechte Gewalt.

Kontakt: Runder_Tisch_Freisenbruch@yahoo.de


.IV. Di, 27.05. 20.00, VHS: Menschen-Recht-Nahrung

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Menschen - Recht - Nahrung

Viele Menschen in Entwicklungsländern hungern, weil sie kein Land zum Anbau von Nahrungsmitteln besitzen. Oft fehlt auch der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden viele Kleinbauern in den südlichen Ländern der Welt Opfer industrieller Großprojekte.

FIAN berichtet von Kleinbauern in El Salvador, denen die Vertreibung wegen der Errichtung eines Staudamms droht. FIAN ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich besonders der Ernährungslage von Menschen in Entwicklungsländern widmet.

Die FIAN-Gruppe Ruhrgebiet West veranstaltet in Kooperation mit dem Eine Welt Forum Essen diesen Vortrag mit anschließender Diskussion.

  • am Dienstag, den 27. Mai um 18:40 Uhr
  • an der Volkshochschule in Essen zu diesem

Quelle: NEWSLETTER im Mai 2008 / Koordination für entwicklungspolitische Bildungsarbeit - Region westliches Ruhrgebiet und rechter Niederrhein / Vera Dwors, EXILE Kulturkoordination e.V., Wandastraße 9, 45136 Essen / fon +49-201-747988-30 fax +49-201-747988-80 vera.dwors@exile-ev.de www.exile-ev.de


.V. Mi, 28.05. 20.00, VHS: Gott-Aids-Afrika

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"Gott, Aids, Afrika" - Lesung mit Bartholomäus Grill

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Buch "Gott, Aids, Afrika" der beiden deutschen Autoren Stefan Hippler und Bartholomäus Grill:

"Alle sechs Sekunden eine Ansteckung mit dem tödlichen Virus. Jeden Tag 8.000 Aids-Tote. Im vergangenen Jahr fünf Millionen Neuinfektionen. Weltweit sind nahezu 42 Millionen Menschen HIV-positiv."

Mit diesen Zahlen beginnt das Buch, das sicherlich für alle unverzichtbar ist, die sich mit dem Thema "Aids / HIV" in Afrika auseinander setzen. Furchtlos sprechen die Autoren unbequeme Wahrheiten aus - und scheuen auch die Auseinandersetzung mit der katholischen Amtskirche nicht.

Bartholomäus Grill ist Journalist und Afrika-Experte. Von 1993 bis 2007 berichtete er als Zeit-Korrespondent aus Afrika. 2003 erschien sein von der Kritik gefeiertes Buch "Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents". Seit 2005 gehört Grill zum afrikapolitischen Beraterkreis des Bundespräsidenten.

Mittwoch, 28. Mai 2008, 20:00 Uhr in der Zentralbibliothek Essen, Eintritt: 4,00 Euro.

Eine Veranstaltung der EXILE-Kulturkoordination in Kooperation mit der Stadtbibliothek Essen - gefördert von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Quelle: NEWSLETTER im Mai 2008 / Koordination für entwicklungspolitische Bildungsarbeit - Region westliches Ruhrgebiet und rechter Niederrhein / Vera Dwors, EXILE Kulturkoordination e.V., Wandastraße 9, 45136 Essen / fon +49-201-747988-30 fax +49-201-747988-80 vera.dwors@exile-ev.de www.exile-ev.de


.VI. EU-Aufruf geg verlängerte Asylbewerber-Inhaftierung

Auf dem Kulturfest der Zeche Carl am 1. Mai stellte die Essener amnesty international Gruppe u. a. das unten dokumentierte Flugblatt (ohne Datum)

Online-Unterstützungen sind möglich unter http://www.outrageousdirective.org/

Absender:

Cimade - service oecumenique d'entraide mit einem Logo der Organisation ("ici et la-bas" / "Solidaires")

Aufruf an die EU-Parlamentarier

Nein zur Richtlinie der Schande!

Ein Richtlinienentwurf über Inhaftierung und Rückführung illegaler Ausländer wird im Mai 2008 dem Europäischen Parlament unterbreitet.

Seit 1990 hat die von den Regierungen der EU betriebene Politik im Bereich Asyl und Einwanderung eine kontinuierliche Einschränkung fundamentaler Menschenrechte zu Folge. Europa wandelt sich immer mehr in eine abgeschlossene Festung und setzt unverhältnismäßige Mittel ein, um weiteren Zugang zu verhindern und unerwünschte Ausländer abzuschieben.

Der aktuelle Richtlinienentwurf würde, wenn er verabschiedet wird, ein weiteren Rückschritt bedeuten. Geplant ist eine bis zu 18-monatige Haftdauer für Menschen, deren einziges Vergehen es ist, in Europa leben zu wollen. Dies würde eine Verbreitung der Inhaftierungspolitik gegenüber Ausländern bedeuten und könnte einen neuen Standard inhumaner Migrationspolitik setzen. Durch das Inkrafttreten eines fünfjährigen Widereinreiseverbots für alle abgeschobenen Ausländer stigmatisiert dieser Richtlinienentwurf die Illegalisierten zudem und verwandelt sie in Straftäter, die ausgeschlossen bleiben sollen.

Der Richtlinienentwurf, der im Mai dem Parlament unterbreitet wird, ist der erste in diesem Bereich, der Gegenstand eines gemeinsamen Entscheidungsverfahrens mit dem Ministerrat ist. Das Parlament hat also endlich die Möglichkeit, dieser Politik ein Ende zu setzen, die im Gegensatz zu den humanistischen Werten steht, die die Basis des europäischen Projekts bilden um ihm Sinn geben.

Als europäische Parlamentarier haben Sie heute ein historische Verantwortung: Reagieren Sie, um in Europa nicht erneut ein System der Lager und Abschiebungen, der Segregation zwischen Staatsbürgern und Unerwünschten, entstehen zu lassen!

Wir rufen Sie auf, Ihrer Verantwortung gerecht zu werden und diesen Entwurf abzulehnen!


.VII.a) Nachlese Antifa-Demo in Freisenbruch: Pressemitteilung

Pressemitteilung der Veranstalter

Antifaschistische Gruppen aus Essen

Kontakt: antifaessen<a>riseup.netPost_icon.png

Pressemitteilung

Essen, den 26.04.2008

Betreff: Antifaschistische Demonstration in Essen-Freisenbruch

Sehr geehrte Damen und Herren,

am heutigen Samstag demonstrierten knapp 200 Antifaschisten gegen neonazistische Umtriebe in Essen-Freisenbruch. Anlass war die Initiative dreier Essener Antifagruppen aufgrund verstärkter Schmierereien, Pöbeleien und tätlicher Angriffe seitens ansässiger Neonazis. Die Demonstration verlief trotz vereinzelter provokativer Versuche ansässiger Neonazis, die Antifaschisten gezielt abzufotografieren, friedlich. Vielerorts schlossen sich durch Sprechchöre, Redebeiträge und Flugblätter informierte Anwohner der Demonstration an oder bekräftigten am Rand des Zuges ihre Solidarität. Dazu Jana Zucker, Pressesprecherin des Zusammenschlusses der Essener Antifagruppen:

"Die Solidarität der Anwohner im Voraus und während der Demonstration hat uns positiv überrascht. Es war uns möglich, eine lautstarke und öffentlichkeitswirksame Demonstration durchzuführen. Erschreckend waren hingegen die am Rande der Demonstrationsstrecke an jedem Laternenpfahl und jedem Stromkasten sichtbaren Naziparolen und Aufkleber insbesondere der rechtsextremen 'Aktionsgruppe Essen'. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!"

Mit freundlicher Bitte um Veröffentlichung.

Bei Rückfragen, für genauere Informationen und Fotos wenden Sie sich gern an die obenstehende Adresse.

Mit freundlichen Grüßen,

Jana Zucker

(Pressesprecherin des Zusammenschlusses Essener Antifagruppen)


.VII.b) Nachlese Antifa-Demo in Freisenbruch WAZ/NRZ - Unsere Stadt E-Ost vom 30.4.2008

Quelle: www.derwesten.de/nachrichten/staedte/essen/ost/2008/4/30/news-42533413/detail.html

WAZ/NRZ - unsere Stadt - Essen Ost, 30.04.2008

Nur gezielte Aufklärung hilft

Von Patrik Toma

Essener Antifaschistische Gruppen demostrieren gegen "rechtsradikale Auswüchse im Bezirk". Bürger für das Thema Neofaschismus sensibilisieren und gleichzeitig ein friedliches Zeichen setzen

Freisenbruch. Jäh wird die Mittagsruhe unterbrochen. Rund 200 Menschen, vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, verschaffen sich Gehör - ausgerüstet mit Megaphonen und einer beachtlichen Polizeieskorte im Schlepptau. Sie wollen auf "rechtsradikale Auswüchse im Bezirk" aufmerksam machen. "Freisenbruch und die angrenzenden Stadtteile werden immer mehr zu einer Hochburg für Nazis", schallt es aus den Lautsprechern.

Zur Demonstration am vergangenen Samstag hatte der Zusammenschluss der Essener Antifaschistischen Gruppen (kurz Antifa-Gruppen) geladen. Ziel der Veranstaltung war nicht nur die Sensibilisierung der Bürger für das Thema Neofaschismus. Gleichzeitig wollten die Antifaschisten ein friedliches Zeichen setzen: Im Vorfeld der Massenkundgebung wurden im Stadtteil Flugblätter in den Umlauf gebracht, die wiederum vor der Gewaltbereitschaft linker "Chaoten" warnten. "Dabei liegt uns nichts ferner als Gewalt", beteuert ein Organisator, der aus Angst vor möglichen Repressalien ungenannt bleiben möchte.

"Diese Angst ist berechtigt", so das Antifa-Mitglied weiter. Die rechte Szene sei dabei, "sich im Stadtteil zu etablieren". Ein Personenkreis von etwa 20 Mann sei derart gut organisiert, um spürbare Aktionen durchführen zu können. Immer öfter komme es zu Übergriffen, "Plakate und an Häuserfassaden geschmierte Parolen" seien deutlich zu sehen. Und tatsächlich: Während des Streifzuges durch die Nachbarschaft sind derartige Schmierereien immer wieder zu entdecken. "Israel, nein danke", ist auf einer Holztür zu lesen, darunter der Zusatz "Frohe Weihnachten".

Machen die Kritzeleien den Essener Osten schon zur "rechten Hochburg"? Bezirksvertreter Frank Müller (SPD), der dabei ist: "Bisher haben wir dieses Problem in der BV VII noch nicht so wahrgenommen." Auch die Polizei konnte bislang kein erhöhtes Ausmaß rechtsradikal motivierter Straftaten feststellen. Rainer Sonntag vom Anti-Rassismus-Telefon ergänzt jedoch: "Von unseren Anrufern wissen wir, dass sie die Anzeige aus Angst vor Scherereien mit der Polizei oder den Tätern selbst oftmals unterlassen."

Für die Jugendlichen ist die Bedrohung allerdings existent. Während ihres Marsches machen sie immer wieder vor Häusern, in denen "landes- und bundesweit bekannte Nazis" wohnen, Halt und informieren Anwohner über Aktivitäten ihrer Nachbarn. "Wir kriegen euch alle", skandiert die Menge. Die richtige Botschaft? Rainer Sonntag ist skeptisch: "Das Anprangern von Einzeltätern ist der falsche Weg, er führt lediglich zu weiteren Provokationen. Viel wichtiger ist es, die schleichende und fremdenfeindliche Grundstimmung durch gezielte Aufklärung zu bekämpfen." Damit meint Sonntag nicht nur die Aufklärung unter Jugendlichen: "Fremdenhass ist kein Jugendproblem mehr."

Dies weiß auch der junge Mitorganisator von der Antifa, der nach der Abschlusskundgebung am Bahnhof Steele-Ost sichtlich erleichtert ist: "Gut, dass alles glatt verlaufen ist. Es sollten wohl ein paar Störaktionen stattfinden, doch die Polizei hatte die Lage gut im Griff." Nun gelte es, ein "aktionsorientiertes Netzwerk" zu schaffen. "Wir in Freisenbruch müssen Zivilcourage zeigen und rechte Straftaten konsequent anzeigen", fordert eine Initiatorin.


.VIII. Über 100 Rundbriefe: in eigener Sache

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Glückwünsche, die wir zur hundertsten Ausgabe erhalten haben.

Auch wir möchten uns bei unseren Lesern bedanken, die gnädigerweise über so manchen Tippfehler und so mancher Verspätung hinweggesehen haben.

In Zukunft wird sich das Redaktionsteam des Rundbriefes ändern. Für alle, die uns mit Informationen versorgen ändert sich allerdings nichts - Unter der bekannten Adresse info@essen-stellt-sich-quer.de bleiben wir weiterhin erreichbar.

Noch einmal zur Erinnerung: Wir können auch nur über Dinge informieren, über die wir informiert werden! Also bitte Leserbriefe, Meinungen und sonstige "sachdienlichen Hinweise" bitte ebenfalls immer an info@essen-stellt-sich-quer.de weiterleiten!

Bitte teilt uns unter der gleichen Adresse auch mit, wer noch alle interessiert ist (oder sein könnte) damit sie mit in den Verteiler aufgenommen werden können!


.XXX. Zum Inhalt dieses Info-Briefes

Der Inhalt dieser Info-Briefe von Essen-stellt-sich-quer

ist nicht immer mit den Teilnehmern des "Runden Tisches für Menschenrechte" abgestimmt. Er soll zügig über Ergebnisse des Runden Tisches und seiner Arbeitsgruppen berichten, weitere Materialien dokumentieren, aber auch zeitkritische Informationen schnell verbreiten. Beim Zusammenführen und Darstellen der vielen Informationen sind Fehler nicht immer zu vermeiden. Bitte haben Sie Verständnis dafür und korrigieren Sie uns! Der Widerstand gegen die NeoNazis kann nicht bunt genug sein, denn es gibt viele Gründe sich gegen Rechtsextremismus zu wenden. Der Runde Tisch möchte ein möglichst breites und umfassendes Forum sein, wo Entscheidungen im Konsens getroffen werden. Das soll andere nicht davon abhalten, eigene Aktivitäten zu entwickeln. Wir wünschen uns durchaus Aktionen über den Runden Tisch hinaus. - Selbst wenn im Runden Tisch kein Konsens erreicht werden kann, dokumentieren wir gerne, worüber wir informiert werden.


Unsere Kontaktadresse, das Anti-Rassismus-Telefon, ist umgezogen:
von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
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