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Seitenübersicht

Infobrief 102

**************************
.* ESSEN-STELLT-SICH-QUER *
.**************************
.Runder Tisch für Menschenrechte
.- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus -
.
.c/o Anti-Rassismus-Telefon
. Maxstr. 11(*)
. T/Fax: 0201 - 23 20 60
.
.Antworten, Ab- und Neubestellungen bitte nur über:
.info@essen-stellt-sich-quer.de
.
.-----------------------------------
.Infobrief Nr.102 (16.05.2008)
.-----------------------------------

Inhaltsverzeichnis

.I. So, 18.05. 17:00, E-Freisenbruch: Runder (Stadtteil-)Tisch

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Hier der Flugblattinhalt vom "Runden Tisch Freisenbruch":

* Einladung zum "Runden Tisch Freisenbruch"
  • am 18.05.2008 um 17 Uhr
  • im Heliand-Zentrum, Bochumer Landstr. 270.

Der "Runde Tisch Freisenbruch" hat sich nach der Informationsveranstaltung der Essener Antifa am 13.04.2008 gegründet. Wir sind engagierte Bürgerinnen udn Bürger aus Freisenbruch und Umgebung, die in einem nazifreien und gewaltfreien Stadtteil leben wollen.

Wir dürfen die Augen nicht verschließen und nach dem St. Florians-Prinzip leben und handeln. Jeder der wegschaut macht sich zum Gesinnungstäter.

ES PASSIEREN TÄGLICH DINGE MIT RECHTSRADIKALEN HINTERGRUND IN UNSEREM STADTTEIL:

  • Jugendliche werden massiv eingeschüchtert, bedroht und

angegriffen.

  • Wände, Haltestellen, Telekom und RWE-Kästen werden mit
  • Nazi-Parolen beschmiert. Überall findet man Aufkleber der rechtsradikalen "AG ESSEN"

Nur gemeinsam können wir etwas dagegen tun.

Wir wollen friedlich und mit Zivilcourage zeigen, dass hier kein Platz für die Faschisten und deren Gesinnungsfreunde ist.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger aus Freisenbruch und Umgebung auf, sich an dem "Runden Tisch Freisenbruch" zu beteiligen!

Wir rufen alle Organisationen und Institutionen in unserem Stadtteil auf, einen Vertreter oder eine Vertreterin zu dem "Runden Tisch Freisenbruch" zu entsenden und aktiv mitzumachen!

Eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern aus Freisenbruch und Umgebung gegen Neonazis und rechte Gewalt.

Kontakt: Runder_Tisch_Freisenbruch@yahoo.de


.II. So, 18.05. 16:00, VHS: Essens wilder Norden

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Essens wilder Norden: Literarischer Spaziergang durch die Essener Altstadt. Treffpunkt: Heinrich-Heine-Buchhandlung, Viehofer Platz 8.

Referent: Dr. Walter Wehner .

Aus der Reihe "Vor 75 Jahren"; Die Essener Volkshochschule führt Veranstaltungen durch zum Thema "Nationalsozialismus und seine Spuren in Essen".

Vor 75 Jahren war der Essener Segeroth eines der verrufensten Stadtviertel. "Klein-Moskau" oder das "Rote Viertel" galten noch als harmlose Bezeichnungen, die Kämpfe der KPD und SPD mit den braunen Organisationen der neuen Machthaber schufen legenden und Mythen. Mit seinen heute fast verschwundenen Friedhöfen, Schulen, Straßenzügen, mit Großmarkt, Schrottplätzen, Bordell hat er aber nicht nur Stadtgeschichte geschrieben, sondern auch eine Fülle literarischer Äußerungen hervorgerufen. Beidem nachzuspüren, ist Ziel des Spazierganges.

Kursgebühr 10 Euro.

VHS-Kurs-Nummer: 072.16346.

Anmeldungen zu den Veranstaltungen: Volkshochschule Essen, Burgplatz 1, D-45127 Essen, www.vhs-essen.de (Weitere Informationen: Dr. Walter Wehner, T. 0201 - 88 43 209, walter.wehner@vhs.essen.de).


.III. Mi, 21.05. 19:00, VHS: Afghanistan

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Volkshochschule Essen und das Essener Friedens-Forum informieren:


 NEIN zur Bundeswehr in Afghanistan

Ein Gesprächsabend mit Petra Hinz, Essener Bundestagsabgeordnete der SPD

  • am Mittwoch, 21. Mai, 19:00 Uhr
  • in der Volkshochschule, Burgplatz 1

Die Bundesrepublik gerät immer tiefer in den Sumpf des Krieges gegen den Terror in Afghanistan. Im Herbst wird der Bundestag erneut über die Verlängerung und Erweiterung des Bundeswehrmandates entscheiden.

Petra Hinz, Essener Bundestagsabgeordnete der SPD, hat seit Beginn ihrer ersten Amtszeit 2005 in allen Bundestagsabstimmungen zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan mit NEIN gestimmt. Sie fordert mehr ziviles und entwicklungshilfepolitisches Engagement:

"Ich kann nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, deutsche Soldatinnen und Soldaten in den Kampfeinsatz zu schicken. Es ist an der Zeit, erneut an die Erfolge des gewaltfreien Widerstandes zu erinnern: Denn Freiheit und Demokratie wurden in den seltensten Fällen durch den Einsatz von Militär gesichert und durchgesetzt. Kaum ein Konflikt wurde mit Waffengewalt gelöst, meist wurden Freiheit und Demokratie gewaltfrei von der Bevölkerung der Länder erkämpft."

Das Gespräch mit Petra Hinz bietet die Möglichkeit, die Auslandseinsätze der Bundeswehr aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und mögliche Handlungsalternativen kritisch zu diskutieren.

Mittwoch, 21. Mai, 19:00 Uhr Volkshochschule, Burgplatz 1

Informationen: Tel. 0201 / 88 43 200


.IV. Di, 27.05. 20.00, VHS: Menschen-Recht-Nahrung

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Menschen - Recht - Nahrung

Viele Menschen in Entwicklungsländern hungern, weil sie kein Land zum Anbau von Nahrungsmitteln besitzen. Oft fehlt auch der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden viele Kleinbauern in den südlichen Ländern der Welt Opfer industrieller Großprojekte.

FIAN berichtet von Kleinbauern in El Salvador, denen die Vertreibung wegen der Errichtung eines Staudamms droht. FIAN ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich besonders der Ernährungslage von Menschen in Entwicklungsländern widmet.

Die FIAN-Gruppe Ruhrgebiet West veranstaltet in Kooperation mit dem Eine Welt Forum Essen diesen Vortrag mit anschließender Diskussion.

  • am Dienstag, den 27. Mai um 18:40 Uhr
  • an der Volkshochschule in Essen zu diesem

Quelle: NEWSLETTER im Mai 2008 / Koordination für entwicklungspolitische Bildungsarbeit - Region westliches Ruhrgebiet und rechter Niederrhein / Vera Dwors, EXILE Kulturkoordination e.V., Wandastraße 9, 45136 Essen / fon +49-201-747988-30 fax +49-201-747988-80 vera.dwors@exile-ev.de www.exile-ev.de


.V. Mi, 28.05. 20.00, VHS: Gott-Aids-Afrika

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"Gott, Aids, Afrika" - Lesung mit Bartholomäus Grill

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Buch "Gott, Aids, Afrika" der beiden deutschen Autoren Stefan Hippler und Bartholomäus Grill:

"Alle sechs Sekunden eine Ansteckung mit dem tödlichen Virus. Jeden Tag 8.000 Aids-Tote. Im vergangenen Jahr fünf Millionen Neuinfektionen. Weltweit sind nahezu 42 Millionen Menschen HIV-positiv."

Mit diesen Zahlen beginnt das Buch, das sicherlich für alle unverzichtbar ist, die sich mit dem Thema "Aids / HIV" in Afrika auseinander setzen. Furchtlos sprechen die Autoren unbequeme Wahrheiten aus - und scheuen auch die Auseinandersetzung mit der katholischen Amtskirche nicht.

Bartholomäus Grill ist Journalist und Afrika-Experte. Von 1993 bis 2007 berichtete er als Zeit-Korrespondent aus Afrika. 2003 erschien sein von der Kritik gefeiertes Buch

"Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents". Seit 2005 gehört Grill zum afrikapolitischen Beraterkreis des Bundespräsidenten.

  • am Mittwoch, 28. Mai 2008, 20:00 Uhr
  • in der Zentralbibliothek Essen,
  • Eintritt: 4,00 Euro.

Eine Veranstaltung der EXILE-Kulturkoordination in Kooperation mit der Stadtbibliothek Essen - gefördert von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Quelle: NEWSLETTER im Mai 2008 / Koordination für entwicklungspolitische Bildungsarbeit - Region westliches Ruhrgebiet und rechter Niederrhein / Vera Dwors, EXILE Kulturkoordination e.V., Wandastraße 9, 45136 Essen / fon +49-201-747988-30 fax +49-201-747988-80 vera.dwors@exile-ev.de www.exile-ev.de


.VI. Do, 29.05. 18:30, E-Altenessen: Weltcafe Kunst Westafrika

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  • Das nächste Weltcafé (jeden 4. Do im Monat) findet statt am:
  • Donnerstag, 29.05.08
  • ab 18.30 Uhr
  • im Foyer der evangelischen Kirchengemeinde Altenessen in der Hövelstraße 73
  • Eintritt frei

"Westafrikanische Stammeskunst"

Referent: Peter Gutsche

Der Vortrag zur westafrikanischen Stammeskunst versteht sich ausdrücklich nicht als eine Perspektive, die sich ethnologisch oder gar kulturell versteht.

Das, was hier als Distanz verstanden werden kann, begreift sich ausdrücklich als Respekt vor einer Kultur und vor einem Kult, dessen Übersetzung ich alleine aus europäischer, d.h. kunstästhetischer Rezeptionsperspektive sehe.

Eine europäische Perspektive meint die Anerkennung vor der beeindruckend starken und formal gewinnenden Formenvielfalt dieser Form von traditioneller afrikanischer Kunst, die selbst dem Begriff nach fragwürdig erscheint.

Es geht um eine Einladung an das Sehen, an das fast taktile Aufspüren zweier Elemente, die für Kunst immer wichtig bleiben: Natur und Kult(ur), denn beide Einflussgrößen haben dann das entstehen lassen, was mein Blick als unbedingt gewinnend sieht. Ansonsten möge man sich einen ersten Eindruck verschaffen:

Veranstalter: Flüchtlingsausschuss der evangelischen Kirche, Evangelische Kirchengemeinde Altenessen, , ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen,

Weitere Informationen unter Tel: 0201 / 20539

Wegbeschreibung: Buslinie 140, Haltestelle Hövelstraße / Ab Hbf: U11 / U17 bis Altenessen Bhf

Das WELTCAFÉ ist ein offener Treffpunkt für Menschen aller Sprachen. Im WELT-CAFÉ finden Sie Zeit und Raum, um

  • mit anderen ins Gespräch zu kommen
  • Kontakte zu knüpfen
  • sich über Migration und Flucht auszutauschen
  • kleine Kulturbeiträge zu genießen

Und das Ganze natürlich bei Kaffee, Tee, Wasser, Wein und Knabbereien zu kleinen Preisen. Das WELT-CAFÉ findet jeden 4. Donnerstag im Monat in der Zeit von 18:30 bis 21.00 Uhr im Café-Treff in der Hövelstr. 73 statt.


.VII. Di, 03.06. 19:00, Cafe Central: Olympia - One Dream?

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Olympia 2008 in Beijing:

One World - One Dream .. doch wer träumt wovon?

  • Di,3. Juni 2008, von 19:00-21:00 Uhr
  • im Café Central, Grillo-Theater, Essen Innenstadt
  • Anmeldung erforderlich: andrea.kamrath@politischer-salon.de

Die diesjährigen Olympischen Spiele werden die größten und teuersten der Geschichte werden. Ihr Motto: "One World - One Dream".

Aber haben alle Akteure den gleichen Traum? Die chinesische Regierung träumt davon, ihr internationales Ansehen zu erhöhen, die benachteiligten Gruppen in China von mehr sozialer Gerechtigkeit und besseren Arbeitsbedingungen, die Sportler von erfolgreichen und fairen Wettkämpfen, die Sportartikelindustrie von einer Erhöhung ihrer Gewinne.

Wovon wird in Deutschland bei dem Gedanken an die Olympischen Spiele geträumt? Von spannenden Fernsehübertragungen? Von mehr Frieden und Völkerverständigung, wie es die Olympische Charta vorsieht? Oder auch von mehr sozialer und ökologischer Gerechtigkeit - nicht nur in China?

Gäste:

Dr. Nora Sausmikat, Sinologin, Asienstiftung, Essen

Maik Pflaum - CI-Romero, Clean Cloth Campaign, Münster

Tim Glaser, Geschäftsführer der Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V., Köln

Moderation: Dr. Ludger Fittkau, Journalist (WDR, Deutschlandfunk, SWR)

im Rahmen der Reihe "Politischer Salon Essen", eine Kooperation von Schauspiel Essen und der Initiative Politischer Salon Essen


.VIII. Mi,04.06. 19.30, ZecheCarl: schafft ... viele Vietnams

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"Schafft ein, zwei, drei ... viele Vietnams"

Der Vietnam-Krieg und die Bewegung der Deserteure

Mit Stephen Summer (Kriegsveteran u. Vietnam-Deserteur)

Film. "Sir! No Sir!" (David Zeiger, USA 2005)

Der Film "Sir! No Sir!" ist eine Art Zeitmaschine. Kriegsveteranen berichten über die massenhafte Verweigerung und den Widerstand unter den US-amerikanischen Soldaten während des Vietnamkriegs. Anfangs waren es Einzelgänger, die öffentlich erklärten: Wir gehen nicht nach Vietnam! Was von wenigen Deserteuren und einzelnen "Nein!"-Sagern ausging, wurde zum "militärischen" Massenprotest gegen den Vietnamkrieg, im Verein mit der Anti-Kriegsbewegung, zu deren Hauptaktivisten bald auch Soldaten und Veteranen zählten.

Ein Protagonist des Films, der Vietnam-Veteran Stephen Summer, wird anwesend sein und über die Desertion damals und heute berichten. Er ist heute noch in der Anti-Kriegs-Bewegung aktiv und unterstützt Deserteure aus dem Irak-Krieg.

  • Mittwoch, 4. Juni, 19:30 Uhr
  • zeche carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Essen. http://www.rlc-essen.org


.IX. Info: ProAsyl-Beratungszeiten geändert

Die offenen Termine für die Flüchtlingsberatung von ProAsyl / Flüchtlingsrat Essen in der Maxstr. 11(*) haben sich geändert.
  • Jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr
  • Jeden Mittwoch von 10 bis 14 Uhr
  • Jeden Donnerstag von 14 bis 18 Uhr
  • und weiterhin auch nach Vereinbarung.

Weitere Infos unter Tel. 0201 / 2 05 39


.X. Info: ProAsyl-Rundbrief Mai 2008 (Anlage)

Der aktuelle Rundbrief von ProAsyl / Flüchtlingsrat Essen

(Infobrief-Mai2008.pdf) ist in der Anlage beigefügt.

Inhalt (Seite,Titel)

Nachrichten aus der Kommune

  • 1 Offener Brief des Runden Tisches: Wie weiter mit Neonazis in Essen?
  • 3 Grenzenlose Ausgrenzung - Antirassismusarbeit an der Erich-Kästner-Gesamtschule
  • 3 Diskussion um Sicherheitsbefragung im Integrationsbeirat geht weiter
  • 4 1. Mai-Fest auf Zeche Carl vor dem Aus?

Über den Tellerrand

  • 4 Kölner Studie zur Situation Illegalisierter
  • 6 Geht es wirklich nur um Tibet? Zur Diskussion um den Olympia-Boykott

Rechtspraxis

  • 7 Europäischer Gerichtshof erklärt EU-Drittstaatenregelung für nichtig
  • 8 Job-Center muss Stromkosten übernehmen

Termine, Impressum

siehe Anlage: Infobrief-Mai2008.pdf PDFicon.gif (130.3 KB)


.XI. Info: Zeit startet "Netz gegen Nazis"

.XI. Info: Zeit startet "Netz gegen Nazis"

Quelle: http://www.zeit.de/online/2008/19/netz-gegen-nazis-editorial

Netz gegen Nazis: http://www.netz-gegen-nazis.de

(c) ZEIT online 4.5.2008 - 22:41 Uhr

DIE ZEIT startet heute das Projekt "Netz gegen Nazis", eine Internetplattform, die helfen will, dem Rechtsextremismus mit Rat und Tat entgegenzutreten

Die gewalttägigen Demonstrationen am 1. Mai haben wieder bewusst gemacht, was Interessierte ohnehin schon wissen: Der organisierte Rechtsextremismus ist in Deutschland immer noch sehr präsent. Doch braucht es nicht medienwirksame Auftritte oder die oft auch politisch inszenierte Debatte über das Verbot der NPD, um darauf aufmerksam zu machen, dass Rechtsextreme sich in Deutschland immer stärker den Weg in unseren Alltag bahnen - in Vereinen, in Schulen, in Organisationen aller Art und nicht zuletzt im Internet.

Um auf diesen Umstand nicht nur aufmerksam zu machen, sondern Möglichkeiten zu schaffen, sich zu informieren und dieser Entwicklung zu begegnen, hat die ZEIT gemeinsam mit Partnern ein umfangreiches Ratgeber- und Wissensportal gegen Rechtsextremismus ins Leben gerufen: "Netz gegen Nazis", zu finden unter www.netz-gegen-nazis.de.

Mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Feuerwehrverband, dem Deutschen Fußball-Bund, der DFL Deutschen Fußball Liga, dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) als Fernsehpartner und der VZ-Gruppe (schülerVZ, studiVZ und meinVZ) als Online-Partner hat die ZEIT, auf Initiative ihres Verlegers Stefan von Holtzbrinck und nach einer Idee von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, dieses Portal heute an den Start gebracht.

"In Deutschland gibt es zum Glück schon viele gute Initiativen gegen Rechtsextremismus", sagt di Lorenzo: "Unsere Idee geht ein übergreifendes Projekt an: Wir wollen ein bundesweites Forum schaffen, auf dem Betroffene einander Rat geben können, was zu tun ist, wenn rechtsextremistisches Gedankengut in ihren Alltag eindringt". So bietet das Portal in seinem WISSEN-Bereich einen lexikalischen Teil an, in dem die wichtigsten Begriffe, Symbole, Personen, Organisationen und viele andere Dinge erläutert werden, die der rechtsextremistischen Szene und ihrem Umfeld zugerechnet werden können. Daneben werden im HANDELN-Bereich der Website die wichtigsten Fragen rund um den Rechtsextremismus im Alltag gestellt und von Fachleuten und den Usern diskutiert: Was mache ich, wenn in meinem Fußball-Verein, in meiner Schule oder auch in meiner Familie plötzlich rechtsextremistisches Gedankengut auftaucht? Wie verhalte ich mich, wenn ich oder andere Personen bedroht sind, oder sich bedroht fühlen?

Dies sind nur einige der Themen, zu denen wir die Nutzer der Site aufrufen, mit uns und miteinander ihre Erfahrungen auszutauschen. Prominente Persönlichkeiten rufen darüber hinaus in Video-Clips zum Engagement gegen Neonazis auf. Mehrmals täglich wechselnde Berichte, Reportagen und ein tagesaktueller Pressespiegel, sowie eine umfangreiche Bibliographie relevanter Publikationen zum Thema kommen hinzu. Begleitet wird das Portal außerdem von Aktionen der Partner und einem Gewinnspiel.

"Netz gegen Nazis" will also nicht agitieren, sondern informieren. Das Projekt "Netz gegen Nazis" soll Demokratie, Toleranz und Pluralismus in der gesamten Gesellschaft fördern, Diskurse über Ursachen und Auswirkungen des Rechtsextremismus fördern und möglichst viele Menschen zu Aktivitäten gegen den Rechtsextremismus ermutigen.

Wir wollen, ganz im Sinne des Auftrages, dem wir uns als liberale Wochenzeitung verpflichtet fühlen, gemeinsam mit allen demokratischen Kräften aufklären: Uns mit nüchternem Blick abgrenzen gegen alle Formen der Gewalt, aus welcher Richtung sie auch immer kommen mag - und gegen alle Personen und Organisationen, die Gewalt als Mittel politischer

Auseinandersetzung befürworten.

http://www.netz-gegen-nazis.com/category/format/presseschau

Von besonderem Interesse kann die tägliche Rubrik "Nach dem Rechten sehen" sein, Hier wird eine tägliche Presseschau zum Rechtsextremismus zusammengestellt. (auch als RSS-Feed abonnierbar)).


http://www.netz-gegen-nazis.com/seite/buecher-zum-download

hier gibt es drei Bücher zum kostenlosen Download (PDF-Format)

Imre Kertész, "Roman eines Schicksallosen" - Rowohlt,

2002,22. Auflage 2008, isbn 978 3 499 225765, 287 Seiten, 8,7 Mb, PDF

Hilde Kammer und Elisabet Bartsch "Jugendlexikon des Nationalsozialismus - Begriffe aus der Zeit der Gewaltherrschaft" 1933-1945, Rowohlt, 1. Auflage Oktober 2006, isbn 978 3 87134 562, 368 Seiten, 3,1 Mb, PDF

Toralf Staud "Moderne Nazis - Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD" - Kiepenheuer & Witsch 2005, 3. Auflage 2006,

isbn 978-3-462-03638-1, 236 Seiten, 1,4 Mb, PDF


.XXX. Zum Inhalt dieses Info-Briefes

Der Inhalt dieser Info-Briefe von Essen-stellt-sich-quer

ist nicht immer mit den Teilnehmern des "Runden Tisches für Menschenrechte" abgestimmt. Er soll zügig über Ergebnisse des Runden Tisches und seiner Arbeitsgruppen berichten, weitere Materialien dokumentieren, aber auch zeitkritische Informationen schnell verbreiten. Beim Zusammenführen und Darstellen der vielen Informationen sind Fehler nicht immer zu vermeiden. Bitte haben Sie Verständnis dafür und korrigieren Sie uns! Der Widerstand gegen die NeoNazis kann nicht bunt genug sein, denn es gibt viele Gründe sich gegen Rechtsextremismus zu wenden. Der Runde Tisch möchte ein möglichst breites und umfassendes Forum sein, wo Entscheidungen im Konsens getroffen werden. Das soll andere nicht davon abhalten, eigene Aktivitäten zu entwickeln. Wir wünschen uns durchaus Aktionen über den Runden Tisch hinaus. - Selbst wenn im Runden Tisch kein Konsens erreicht werden kann, dokumentieren wir gerne, worüber wir informiert werden.


Unsere Kontaktadresse, das Anti-Rassismus-Telefon, ist umgezogen:
von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
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