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.VIII.a) Appell "Für den Erhalt der Zeche Carl"- Einleitung

Essen, d. 04.06.08

An Initiativen, Gruppen, Organisationen und Einrichtungen sowie Künstlerinnen und Künstler, die sich in den vergangenen Jahren am Internationalen Kulturfest zum 1. Mai in der Zeche Carl beteiligt bzw. dieses unterstützt haben

Betreff: Appell "Für den Erhalt der Zeche Carl"

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

zunächst einige technische Vorbemerkungen:

Diese Initiative erfolgt nach Zustimmung von Mitarbeitenden der Zeche Carl.

...

Dieser Brief geht ausdrücklich (noch) nicht an die politischen Parteien Essens, da deren Ratsfraktionen zugleich Adressaten des Appells sind.


Zum Inhalt dieses Anschreibens:

Wie Sie/Ihr sicherlich aus der örtlichen Presse erfahren habt, steht die Zeche Carl vor großen finanziellen Problemen, deren Ursachen umstritten sind. Tatsächlich scheint auf jeden Fall die Existenz dieser zentralen Säule der Essener kommunalen und internationalen Kulturarbeit akut bedroht zu sein. Damit herrscht nicht nur unter den Beschäftigten der Zeche große Zukunftsangst. Mit einer möglichen Schließung dieser Kulturstätte würde auch eine wichtige Auftrittsmöglichkeit für viele Künstlerinnen und Künstler ebenso entfallen wie das traditionelle Internationale Kulturfest am 1. Mai.

Damit betrifft die aktuelle Entwicklung auch alle Gruppen, die sich, zum Teil seit über 15 Jahren, mit eigenen Beiträgen an diesem Ereignis beteiligen.

Aus all diesen Gründen sollten wir nicht schweigend beiseite stehen, sondern gemeinsam unsere Stimme erheben für den Erhalt der Zeche Carl.

Anbei sende ich Ihnen/Euch einen Appell »Für den Erhalt der Zeche Carl« sowie zur Kenntnis eine Pressemitteilung des Betriebsrates der Zeche Carl und bitte Euch sehr herzlich, diesen Aufruf zu unterstützen.

Es geht hierbei nicht darum, dass von jeder Organisation möglichst viele Mitglieder unterschreiben, sondern dass sich möglichst viele einzelne Gruppen dem Appell anschließen, also von jeder Organisation die Unterschrift eines Vertreters bzw. einer Vertreterin.

Zustimmungserklärungen werden bis spätestens 22.06.08 (Termin wurde verlängert) an hwhammer@tele2.de (oder Postadresse) erbeten, damit wir mit unserer Initiative nicht Opfer der bevorstehenden Sommerpause werden. Alle Unterstützer/innen erhalten dann die an die im Appell genannten Adressaten gesandte Fassung inclusive der kompletten Unterzeichnerliste nochmals zugesandt.

Ich bedanke mich im Voraus für Eure Unterstützung und verbleibe

mit kollegialem, solidarischen Gruß

Heinz-W. Hammer

(Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. Essen) FG BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Essen, <http://www.cubafreundschaft.de/> www.cubafreundschaft.de, c/o Heinz-W. Hammer, Im Klipp 23, 45143 Essen, Tel. & Fax: 0201 _ 622 630


Zustimmungserklärung:

Wir unterstützen mit unserer Unterschrift den Appell "Für den Erhalt der Zeche Carl":

Name der Gruppe:

Vertreter/in:

Künstler/in, Literat/in:

Ort, Datum:


.VIII.b) Appell "Für den Erhalt der Zeche Carl"

An
  • Herrn OB Wolfgang Reiniger,
  • die Ratsfraktionen von
  • CDU
  • SPD
  • Bündnis 90/Die Grünen
  • FDP/AE und
  • Die Linke./DKP/AUF
  • die Bezirksvertretung V
  • das Kulturbüro 2010,
  • z.Hd. Herr Prof. Dr. Oliver Scheytt und
  • Herr Dr. h.c. Fritz Pleitgen
  • die Geschäftsführung des Trägervereins der Zeche Carl sowie
  • die örtlichen Medien (Presse, Funk & TV)

Essen, d. 16. Juni 2008

APPELL: Für den Erhalt der Zeche Carl

Im "Infobrief 3", Mai 2008, von Pro Asyl - Flüchtlingsrat Essen wird in einem Beitrag zur aktuellen Situation der Zeche Carl Stellung genommen:

1. Mai-Fest auf Zeche Carl vor dem Aus?

 

Die Teilnahme am internationalen Kulturfest auf der Zeche Carl ist für ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen seit vielen Jahren ein fester Termin. Bei meist sonnigem Wetter werden zusammen mit dem Antirassismustelefon Essen und den Freunden vom Friedensform Informationsstände gestaltet. Eine bunte und besonders freundliche Atmosphäre prägt das Fest, wo verschiedene Organisationen aus den Bereichen Friedens- und Menschenrechtsarbeit, Umweltschutz, Jugend und Kultur sowie politische Parteien zusammenkommen, um bei Podiumsdiskussionen, Konzerten und Speisen einen Austausch zu finden. (...) Mit Sorge erfüllte uns in diesem Jahr die Nachricht, dass das Fest wahrscheinlich das letzte Mal stattgefunden haben wird. Zukunftsangst - ganz konkret vor dem Verlust des Arbeitsplatzes bestimmt auch die aktuelle Situation der Mitarbeiter des Kulturzentrums und hauptamtlichen Organisatoren des alljährlichen Festes. Die Zeche Carl steht vor großen finanziellen Schwierigkeiten. Ein Aus für die Zeche Carl wäre für viele gesellschaftspolitisch engagierte Essener Bürgerinnen und Bürger ein herber Verlust. Neben dem 1. Mai-Fest finden dort übers Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt. Das soziokulturelle Zentrum als Ort der Begegnung und des kritischen Austausches muss erhalten bleiben. (Uwe Pfromm)

Auch wir, die Unterzeichnenden, beteiligen uns seit z.T. über 15 Jahren mit eigenen Kulturbeiträgen und Informationsständen am Internationalen Kulturfest in der Zeche Carl sowie übers Jahr an weiteren Veranstaltungen in dieser wichtigen Essener Kultureinrichtung und teilen die in dem Artikel geschilderte Sorge. Es ist für uns undenkbar, dass die Stadt Essen diese zentrale Einrichtung, eine Säule der Essener kommunalen und internationalen Kulturarbeit, womöglich schließen könnte. Umso mehr waren wir entsetzt von der Mitteilung, dass wegen der aktuellen Finanzkrise die Verantwortlichen zum 1. Mai 2008 bereits vier hauptamtliche Kolleginnen und Kollegen der Zeche gekündigt haben. Wir wehren uns dagegen, dass die Stadt Essen einerseits Millionenbeträge in »Leuchtturmprojekte« stecken kann, andererseits jedoch die Breitenkultur - und hierzu gehört beispielhaft und zweifelsohne die Zeche Carl - "am langen Arm verhungern lassen" könnte.

Daher solidarisieren wir uns hiermit mit den Kolleginnen und Kollegen der Zeche Carl und unterstützen die Forderung des Betriebsrates nach Wiedereinstellung der entlassenen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Abteilungen, die bereits seit zwischen zehn und zwanzig Jahren (!) bei der Zeche arbeiten.

  • Die Unterzeichnenden unterstützen die Forderung des Betriebsrates nach Entwicklung eines Betriebsfortführungskonzeptes wie in dessen beigefügter Pressemitteilung vom 08.05.08 vorgestellt.
  • Wir fordern hiermit die Verantwortlichen des Trägervereins und des Rats der Stadt Essen auf, gemeinsam mit der Belegschaft und dem Betriebsrat eine tragfähige Lösung zu entwickeln, die den Weiterbetrieb dieses wichtigen soziokulturellen Zentrums bei voller Personalstärke garantiert.

Die Unterzeichnenden:

Organisation / Musikgruppe / Künstler/in / Literat/in / Verlag

.....................................

.....................................

Anlage: Pressemitteilung des Zeche Carl-Betriebsrates vom 08.05.08

V.i.S.d.P. & Kontakt: Heinz-W. Hammer, Im Klipp 23, 45143 Essen, hwhammer@tele2.de


.VIII.c) Appell "Für den Erhalt der Zeche Carl" - Anlage

Absender:

Der Betriebsrat
Zeche Carl e.V.
Wilhelm-Nieswandt-Allee 100
45326 Essen
betriebsrat@zechecarl.de

08.05.2008

Pressemitteilung

Betriebsrat der Zeche Carl fordert Rücknahme der Kündigungen von vier Kolleg/Inn/en

Der 1.Mai 2008, Tag der Arbeit und Tag der Solidarität unter den Beschäftigten, ist ein schwarzer Tag für das soziokulturelle Zentrum Zeche Carl. An diesem Tag beginnen die Kündigungsfristen für vier langjährige Mitarbeiter des Hauses. Es handelt sich um Kolleg/Inn/en aus den Bereichen Verwaltung, Technik und Veranstaltungsplanung, die schon länger als zehn Jahre bzw. in einem Fall seit über zwanzig Jahren für die Zeche Carl arbeiten. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz haben sie für die reibungslose Planung und Durchführung von hunderten Veranstaltungen gesorgt.

Der Betriebsrat der Zeche Carl hat allen vier Kündigungen widersprochen. Er solidarisiert sich mit den Betroffenen Kolleg/Inn/en und unterstützt sie bei ihren Kündigungsschutzklagen. Der Betriebsrat hält die von der Geschäftsführung der Zeche Carl ausgesprochenen Kündigungen weder aus betriebsbedingten Gründen für unvermeidlich, noch hat eine den gesetzlichen Ansprüchen genügende Sozialauswahl stattgefunden. Die Geschäftsführung verfügt über kein Konzept zur Betriebsfortführung und kann noch nicht einmal für das laufende Geschäftsjahr einen seriösen Wirtschaftsplan vorlegen. Der Betriebsrat fordert deshalb die Geschäftsführung und den Verwaltungsrat der Zeche Carl e.V. dazu auf, die Kündigungen zurückzunehmen und mit einem Runden Tisch, unter Beteiligung des Betriebsrates und der Gewerkschaft Verdi, alternative Konzepte der Sanierung des Hauses zu prüfen.

Der Betriebsrat hat der Geschäftsführung konkrete Vorschläge für eine alternative Sanierungsstrategie und zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen unterbreitet. Mit Unterstützung durch eine externe betriebswirtschaftliche Beratung gilt es zunächst ein Betriebsfortführungskonzept zu entwickeln. Sollte sich ein Personalabbau tatsächlich als unvermeidlich herausstellen, ließen sich über eine Transferagentur bzw. eine Transfergesellschaft betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Die Eröffnung einer beruflichen Alternative ist das Mindeste, was der gemeinnützige Verein Zeche Carl seinen langjährigen Mitarbeitern schuldig ist.

Bisher galt in der Zeche Carl in allen Krisen immer ein einfaches, aber höchst solidarisches Prinzip: "Alle oder Keiner". Entweder schaffen wir es gemeinsam eine Perspektive für das Kulturzentrum zu entwickeln, oder wir machen gemeinsam das Licht aus und geben der Stadt Essen die Schlüssel zurück. Mit dieser Devise hat das Haus schon zahlreiche Krisen überstanden und seit über 25 Jahren einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt Essen geleistet. Die Mehrarbeit und die Verzichtsbereitschaft der Mitarbeiter/innen, die immer wieder auf Teile ihres Gehaltes verzichtet haben, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern, hat hierzu einen wichtigen Teil beigetragen. Zuletzt im Sommer letzten Jahres mit zwei Monaten Kurzarbeit, zum Jahresende mit der Nicht-Auszahlung des Weihnachtsgeldes und in den Monaten März und April 2008 mit einem Verzicht auf ca. 10 Prozent des Bruttogehaltes. Diese Zugeständnisse der Belegschaft werden durch die Kündigungen ad absurdum geführt. Sollte sich die Zeche Carl tatsächlich von dem Prinzip der Solidarität verabschieden, wird dies das Ende des Zentrums in seiner bisherigen Form bedeuten.

Teilinfo.png Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Seite Infobrief Nr.106 VIII

Teilinfo.png Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Seite Infobrief Nr.105 V


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