Aus Essen stellt sich quer

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Seitenübersicht

Infobrief 104

**************************
.* ESSEN-STELLT-SICH-QUER *
.**************************
.Runder Tisch für Menschenrechte
.- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus -
.
.c/o Anti-Rassismus-Telefon
. Maxstr. 11(*)
. T/Fax: 0201 - 23 20 60
.
.Antworten, Ab- und Neubestellungen bitte nur über:
.info@essen-stellt-sich-quer.de
. 
.-----------------------------------
.Infobrief Nr.104 (21.08.2008)
.-----------------------------------

Inhaltsverzeichnis

.I. Sa, 05.07. 10:45, Gladbeck, Innenstadt: Nazis stoppen

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

 

Anfangs verteilten die "Freien Nationalisten" Flyer mit ausländerfeindlichen Parolen an Butendorfer Haushalte, nun plant die dem rechtsextremen Spektrum zugeordnete Gruppierung am 5. Juli eine Kundgebung vor dem Gladbecker Rathaus. Titel: "Hol dir deine Stadt zurück - gegen Moscheebau, Ausländerwahlrecht und Multikultur."

Aber es regt sich Widerstand.

  • Am Samstag, 5.7. 10:45 uhr
  • 45964 Gladbeck-Fußgängerzone - Hochstraße zwischen Hertie und Horster Str.

Öffentliche Verkehrsmittel: Es ist nahe der zentralen Haltestelle Goetheplatz. Vom S-Bahnhof Gladbeck-West (von Essen: RE14, S9) ca. 800 meter entfernt (oder Umsteigen und 3-4 Halte-Stationen).

Hallo,

der Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 5.7.08 in Gladbeck nimmt Formen an.

Die Initiative Gladbeck-stellt-sich-quer und DIE LINKE. Gladbeck übernehmen innerhalb des "Gladbecker Bündnis gegen Rechts - Courage" eine von vielen Aktionen.

Hier unser Teil der Protestaktion:

Ab 10.30 Uhr wird, von Hertie bis zur Horster Str. und von dort bis zur Lambertikirche, das Kunststoffband auf dem Boden ausgerollt. Alle 50 Meter stellt sich ein Helfer zunächst auf das Band, damit es nicht wegfliegt oder Passanten stolpern.

Die Helfer sind mit Megaphonen ausgerüstet. Sie heben um 10.45 Uhr (vorher Uhrenvergleich anstellen oder aufpassen, wann der erste bei Hertie das Band anhebt) das Band hoch und halten es möglichst straff. Um 10.50 Uhr sprechen Sie durch die Megaphone folgenden Text mit dem sie die Passanten auffordern, bis kurz nach 11 Uhr das Band anzufassen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

dies ist eine Protestaktion gegen den Naziaufmarsch vor unserem Rathaus. Dort haben sich Nazis versammelt.

Wir, das "Gladbecker Bündnis gegen RECHTS" bitten Sie, dieses Band für ca. 10 Minuten anzufassen und damit ihren Protest gegen die braune Brut zum Ausdruck zu bringen.

Sie alle wissen, wozu Nazis im letzten Jahrhundert fähig waren. Kriege, Verfolgung und Ausrottung ganzer Völker gehen auf das Konto der Nazis.

Lassen Sie es nicht mehr soweit kommen! Setzen Sie ein Zeichen und wehren Sie sich mit uns gegen gegen Faschismus und rechtes Gedankengut!

Fassen Sie das weiße Band an - stoppen Sie die Nazis!

Weitere Informationen: http://www.gladbeck-stellt-sich-quer.de

und aus der WAZ-Gladbeck: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gladbeck/2008/6/27/news-58671364/detail.html

Zur letzten Absprache treffen sich viele Aktive schon um 9:00 Uhr in der Gladbecker Innenstadt (genauen Ort bitte beim Anti-Rassismus-Telefon erfragen). Sehr dringend werden noch Leute mit Megaphonen benötigt.


.II. Sa, 05.07. 11:00 E-Innenstadt: Infostand zu Büschel

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

 

Das Essener Friedensforum informiert:

Liebe Freundinnen und Freunde,

Ihr habt sicherlich alle schon von der bundesweiten Großdemo am 30. August am Atomwaffenlager Büchel in der Nähe von Kochem gehört. (...) Mittlerweile fordern Repräsentanten aller Parteien (- und wenn auch nur aus technischen Sicherheitsgründen- ) außer der CDU den Abzug der letzten US-Atomwaffen aus der Bundesrepublik.

Das Essener Friedens-Forum möchte dafür werben, auch aus Essen mindestens einen Bus nach Büchel fahren zu lassen. Wir können jedoch unmöglich eine Bürgschaft übernehmen.

Deshalb wenden wir uns mit dem Vorschlag an Euch, möglichst schnell zu klären, wie viele Menschen aus Euren Kreisen sich beteiligen wollen und schon jetzt ein feststehende Kartenkontingent zu bestellen. Nach Auskunft aus Duisburg wird die Einzelkarte etwa 12 Euro kosten. Wenn jede der angeschriebenen Organisationen für ein feststehendes Kartenkontingent bürgt, könnten wir risikolos einen (oder mehr) Bus(se) festmachen.

Die Zeit drängt jedoch, da die Busunternehmen um diese Zeit sehr gut ausgelastet sind.

Bitte meldet Euch möglichst bald zurück an kontakt@essener-friedensforum.de

Alles Weitere klären wir, wenn feststeht, dass wir mindestens einen Bus anheuern können.

Am Samstag wird das Essener Friedensforum ab 11.00 Uhr mit einem Informationsstand in der Essener Innenstadt über Büschel informieren. (siehe unten)

Teilinfo.png Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Seite Infobrief 105


.III. Sa, 12.07. 08:00 Bonn: "Kein Fußbreit den Faschisten!"

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

 
"Kein Fußbreit den Faschisten!"

Das Bonner Aktionsbündnis "Kein Fußbreit den Faschisten!" ruft für den 12. Juli auf zu einer Demonstration gegen Nazis; der Anlass:

Für den 12.07.08 hat das neonazistische "Aktionsbüro Mittelrhein" eine Demonstration unter dem Motto "Freiheit gibt es nicht geschenkt" in Bonn Duisdorf angemeldet. Die Demonstration richtet sich gegen die "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien", die unter anderem jugendgefährdende Texte im sogenannten Rechtsrock-Bereich indiziert. Der Verkauf rechtsextremer CDs ist eine wichtige Einnahmequelle für die rechte Szene.

Nach über 10 Jahren ist dies der erste Versuch der Nazis, wieder in Bonn zu demonstrieren.

Wir, Bonner Bürgerinnen und Bürger, Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Initiativen und Vereine setzen ein Zeichen:

Für Neonazis und Faschisten ist in Bonn kein Platz!

Dies ist unsere Stadt!

  • Gemeinsam gegen Rassismus und rechte Gewalt!
  • Für ein Leben in bunter Vielfalt und gegenseitigem Respekt!
  • Gemeinsam gegen Neonazi-Organisationen und -Parteien!
  • Für die Umsetzung des antifaschistischen Auftrages unseres Grundgesetzes!

Wir rufen auf zu einer Demonstration:

Kein Fußbreit den Faschisten!

Naziaufmarsch verhindern!

12.Juli 2008

08:00 Uhr DGB-Haus Bonn

Endenicher Straße 127

Aktuelle Informationen unter: www.bonn-stellt-sich-quer.de

Unter der Federführung des DGB-Bonn bildet sich ein breites Bündnis, um einen geplanten Neonazi-Aufmarsch im Bonner Stadtteil Duisdorf am Samstag, 12. Juli 2008 zu verhindern.

Für eine Gegendemonstration nach Bonn-Duisdorf unter dem Motto "Kein Fußbreit den Faschisten" ist der Treffpunkt um 8 Uhr am Bonner DGB-Haus, Endenicher Str. 127 (vom Hbf Bonn zu Fuß knapp 10 Min. entfernt, Hauptausgang links durch die Unterführung und immer geradeaus).

Ziel ist, durch die Anwesenheit möglichst vieler protestierender Menschen in Duisdorf den Marsch der Neonazis unmöglich zu machen - phantasievoll, friedlich und wirkungsvoll!

Aktuelle Infos finden sich unter http://www.bonn-stellt-sich-quer.de

Dort ist auch die Unterschrift unter den Demonstrationsaufruf möglich (per Mail an bonn@dgb.de).


.IV. Sa, 30.08. Büschel: gegen Atomwaffen

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

 
KOMMT NACH BÜCHEL

Bundesweite Aktionen am Atomwaffenlager Büchel (zwischen Cochem/Mosel und Nürburgring)

Lasst uns alle die letzten Atomwaffen aus Deutschland symbolisch in die Tonne kehren

  • 30. August 2008:
  • ab 10 Uhr: Umrundung des Atomwaffenlagers, Start am Haupttor
  • ab 12 Uhr 30: Busankunft Nebentor, Teilumrundungen
  • ab 15 Uhr: Großkundgebung Haupttor mit Nina Hagen, vielen weiteren speziellen Gästen, Besenaktionen u.v.m.

Organisiert Busse oder kontaktiert BusorganisatorInnen (wie z.B. Stuttgart, Darmstadt, Mutlangen...) und bringt Besen mit!

Informiert Euch und bestellt unseren Newsletter!

Unterstützt uns durch Eure Spende!


Kommt nach Büchel!

  • 23.8. - 1.9. 2008:
  • Aktionscamp

Alle Infos: www.atomwaffenfrei.de

Wir sind viele - lasst uns noch mehr werden:

Beteiligt Euch an den Aktionen in Büchel im August 2008!


Warum Büchel?

Dort lagern 20 Atombomben. Ihre Wirkung entspricht mehreren Hundert Hiroshima-Bomben. Deutsche Soldaten üben den Atomwaffeneinsatz mit Tornado-Flugzeugen.

Die Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" will ein atomwaffenfreies Deutschland bis spätestens 2010 als wegweisenden Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt.


Daher fordern wir die Bundesregierung auf,

  • den Abzug der restlichen 20 US-Atomwaffen aus Deutschland zu veranlassen,
  • keine Kampfbomber und Soldaten für den Einsatz von Atomwaffen mehr zur Verfügung zu stellen,
  • den kompletten Ausstieg Deutschlands aus der nuklearen Teilhabe einzuleiten!

Die Aktionen im Rahmen der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" wurden vom Trägerkreis "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen" ins Leben gerufen.

Außerdem sind von verschiedenen Gruppen folgende Aktionen in Büchel geplant:

  • Workcamp der Friedenswerkstatt Mutlangen vom 16. August - 3. September
  • Umrundungen zwischen 23. und 29. August
  • Pacemakers-Fahrradrundkurs (203 km) am 30. August
  • Gewaltfreie Aktionen zivilen Ungehorsams frühestens nach Ende der 7. Umrundung

Kontakt: Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei", Koordination, Roland Blach, Tel. 0711 - 215 51 12, Mail: ba-wue@dfg-vk.de, www.atomwaffenfrei.de

Bankverbindung: IPPNW, Sparkasse Rastatt-Gernsbach, Konto-Nr: 600 164 74, BLZ: 665 500 70, Stichwort: "unsere zukunft"

Die Zahl der Menschen, die sich aktiv für einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland einsetzen, nimmt ständig zu. In Essen organissiert das Essener Friedensforum Fahrgelegenheiten (siehe oben). Auch viele Prominente reihen sich ein. Auf der Web-Seite der Kampagne "unsere Zukunft atomwaffenfrei" finden sich Aussagen von Künstlern wie Nina Hagen und Konstantin Wecker, von dem Arzt und Friedensaktivisten Prof. Horst Eberhard Richter aber auch von Kirchenvertretern sowie Politikern aus verschiedenen Parteien. Mehr unter http://www.atomwaffenfrei.de/die_kampagne/prominente/index.html


.V. Ausblick: Holcaust-Gedenktag (9.11)

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

 

Der Runde Tisch Freisenbruch informiert:

Wir haben die Zusage von Herrn van der Kemp, Autor des Buches "Achtung Achtung! Ende Ende! Geschichte einer Kindheit und Jugend in dunkler Zeit 1932-1951", als Zeitzeuge an der geplanten Gedenkveranstaltung, am 9. November 2008 im Heliandzentrum,als Zeitzeuge teilzunehmen.

Bitte diesen Termin schon mal vormerken.

Runder-Tisch-Freisenbruch

Eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern aus Freisenbruch und Umgebung gegen Neonazis und rechte Gewalt.

http://runder-tisch-freisenbruch.de.tl/


.VI. Telefonkette Nazi-Infostände in Freisenbruch/Steele

Der Runde Tisch Freisenbruch bittet um Mithilfe:
Um gegen einen möglichen Infostand der NPD oder Pro-NRW in Steele schnell reagieren zu können möchten wir eine Telefonkette einrichten. Wer sich bisher noch nicht eingetragen hat kann uns seine Telefonnummer zusenden und wird dann in die Telefonkette aufgenommen.

Runder-Tisch-Freisenbruch

Eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern aus Freisenbruch und Umgebung gegen Neonazis und rechte Gewalt.

http://runder-tisch-freisenbruch.de.tl/


.VII. Kommunalwahl-Aktion: "Keine Stimme den Nazis"

Der Runde Tisch Freisenbruch stellt den ersten Entwurfstext für eine gemeinsame Aktion in Essen (und darüber hinaus) vor:
Keine Stimmme den Nazis

Rechtsextreme Gruppen bei den Kommunalwahlen und den Landtagswahlen in NRW !

Im Jahr 2009 sind Kommunalwahlen, im Jahr 2010 die Landtagswahlen in NRW. Die Rechtsradikalen werden mit Sicherheit versuchen, ihre Kandidaten für diese Wahlen aufzustellen und mit ihrer Taktik der "neuen Bürgerlichkeit" auf Stimmenfang zu gehen. Die altbekannte NPD, die REP's aber auch Pro-Essen (Pro-NRW) werden, mit dem Rückenwind aus der sächsischen Kommunalwahl, versuchen in die Bezirksvertretungen und Stadtparlamente einzuziehen.

Wir in Essen müssen dem gemeinsam begegnen. Wir rufen alle aufrechten Demokraten, ebenso wie alle demokratischen Parteien und Organisationen auf sich an einem Bündnis gegen Rechts aktiv zu beteiligen.

Runder-Tisch-Freisenbruch

Eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern aus Freisenbruch und Umgebung gegen Neonazis und rechte Gewalt.

http://runder-tisch-freisenbruch.de.tl/

Teilinfo.png Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Seite Infobrief 106 .III.



.VIII. Info: Nazi-Gruppe "AG-Essen" im Landtag NRW

Absender: Frank Müller, Büro Thomas Kutschaty MdL, Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf, Fon +49 (211) 884-2666, Fax +49 (211) 884-3212, frank.mueller<a>landtag.nrw.dePost_icon.png, http://www.thomas-kutschaty.de


LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN

14. Wahlperiode

Drucksache 14/7024

16.06.2008

Datum des Originals: 13.06.2008/Ausgegeben: 19.06.2008

Die Veröffentlichungen des Landtags Nordrhein-Westfalen sind einzeln gegen eine Schutzgebühr beim Archiv des Landtags Nordrhein-Westfalen, 40002 Düsseldorf, Postfach 10 11 43, Telefon (0211) 884 - 2439, zu beziehen. Der kostenfreie Abruf ist auch möglich über das Internet-Angebot des Landtags Nordrhein-Westfalen unter www.landtag.nrw.de

Antwort

der Landesregierung

auf die Kleine Anfrage 2518

des Abgeordneten Thomas Kutschaty SPD

Drucksache 14/6791

Aktivitäten der Aktionsgruppe Essen

Wortlaut der Kleinen Anfrage 2518 vom 14. Mai 2008:

Die Aktionsgruppe Essen (AG Essen) ist eine seit 2007 in Essen agierende rechtsextremistische Gruppierung. Die AG Essen steht dabei in der Tradition der 2005 aufgelösten Kameradschaft

"Josef Terboven". Neben diesem impliziten Bekenntnis zum Nationalsozialismus fällt die Organisation hauptsächlich durch ihre Zusammenarbeit mit NPD, JN und weiteren rechtsextremistischen Gruppierungen auf. Der Aufruf "Fight for your rights - fight Israel!", der sich auf der Internetseite findet, lässt weitere Rückschlüsse auf die zugrundeliegende Ideologie zu.

Zur Idee der Aktionsgruppen ist auf der Internetseite der Aktionsgruppe Ruhr-Mitte nachzulesen: "Die Idee der Aktionsgruppe gibt es bereits viele Jahre, wir greifen diese nun auf, um die Koordination zwischen den örtlichen Gruppen voranzutreiben und zu professionalisieren. War es doch lange Zeit so, dass viele Einzelaktivisten im Ballungsraum Ruhrgebiet ihr eigenes Süppchen kochten. Liegen Städte wie Gladbeck, Essen, Gelsenkirchen, Bottrop oder Oberhausen doch beieinander, so war eine wirkliche Vernetzung nie möglich."

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung über Strukturen und Aktivitäten der rechtsextremen Szene in Essen vor?

2. Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung über Strukturen, Aktivitäten und Vernetzung der rechtsextremen Szene im Ruhrgebiet vor?

3. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über Mitgliederstärke, Strukturen, finanzielle Möglichkeiten und Ziele der Aktionsgruppe Essen?

4. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über Verbindungen und Kontakte der AG Essen zu anderen rechtsextremen Organisationen und Parteien sowie sonstigen Zusammenschlüssen (bundesweit und regional)?

5. Wie bewertet die Landesregierung die Arbeit der AG Essen?


Antwort des Innenministers vom 13. Juni 2008 namens der Landesregierung:


Vorbemerkung

Rechtsextremistische "Aktionsgruppen" verfügen regelmäßig nur über minimale Organisationsstrukturen. Sie übernehmen koordinierende Funktionen im aktionsorientierten rechtsextremistischen Spektrum. Entscheidungen werden in den Aktionsgruppen weitgehend selbständig getroffen, auch wenn es ortsübergreifende Kontakte zwischen den jeweiligen Aktionsgruppen gibt zur vernetzten Mobilisierung zu Veranstaltungen und anderen Aktionen sowie zum Informationsaustausch.


Zur Frage 1

Mitglieder der Aktionsgruppe Essen (AG Essen) haben an einer NPD-Demonstration gegen den Bau einer Moschee am 08.12.2007 in Essen teilgenommen. Hierbei führten sie ein Banner mit dem Text 2Nein zur Moschee - Nein zu Multikulti" mit. Die Mitglieder der AG Essen marschierten im so genannten "Schwarzen Block" der Autonomen Nationalisten mit. Einzelne der Gruppierung bzw. deren Umfeld zuzurechnende Personen sind in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.

Im Zusammenhang mit einer Demonstration am 26.04.2008 der Essener Antifa in Essen-Freisenbruch kam es zu Störversuchen durch Rechtsextremisten, welche durch Polizeikräfte unterbunden wurden. Ferner wurden rechtsextremistische Farbschmierereien auf dem Aufzugsweg der Demonstration festgestellt.


Zur Frage 2

Die rechtsextremistische Szene im Ruhrgebiet ist sehr heterogen. Es gibt mehrere regional aktive Aktionsgruppen, Kameradschaften sowie "Autonome Nationalisten", die zum Teil auch überregional zum Teilnehmerkreis bei Demonstrationen gehören. Die Bündelung / Vernetzung von Aktivitäten und Informationsflüssen erfolgt dabei häufig über das Internet. Viele Gruppierungen verfügen über eigene Webseiten und verweisen über Verlinkungen oft gegenseitig aufeinander. Die kurzfristige Mobilisierung zu Aktionen erfolgt zudem über den Einsatz von Mobiltelefonen.


Zur Frage 3

Die AG Essen orientiert sich an festgefügten Feindbildern (Antifaschismus, Multikultur und polizeiliche Repression). Ferner kann von der auf der Webseite der AG Essen veröffentlichten Aussage "Fight Israel" eine antisemitische Grundhaltung abgeleitet werden. Auf Grund des Auftretens bei Demonstrationen wird der Kern der Gruppierung auf 10-15, einschließlich des Umfeldes auf ca. 30 Personen zwischen 16 und 25 Jahren geschätzt.

Zu den finanziellen Möglichkeiten der AG Essen liegen keine Erkenntnisse vor.


Zur Frage 4

Es bestehen überregionale und regionale Kontakte zu anderen rechtsextremistischen Aktionsgruppen und Kameradschaften. Über diese Verbindungen werden Informationen ausgetauscht und zu gemeinsamen Aktionen mobilisiert. Die Teilnahme an einer NPD-Demonstration im Dezember 2007 sowie Reden zweier Aktivisten bei der Veranstaltung deuten auf eine punktuelle Zusammenarbeit mit der NPD hin. Eine zielgerichtete Kooperation mit der NPD/JN lässt sich nicht belegen.


Zur Frage 5

Die AG Essen gehört zum aktionsorientierten Teil des rechtsextremistischen Spektrums in Essen. Ihre Mitglieder lassen sich zur Teilnahme an Demonstrationen und Aktionen gegen den politischen Gegner mobilisieren. Das Aggressionspotenzial der Gruppe zeigt sich in der Beteiligung an den rechtsextremistischen "Schwarzen Blöcken" und den Gewalttaten einzelner

Mitglieder.



.IX. Info: Pro-NRW gründet "Kreisverband Essen"

Hier die Pressemitteilung von Pro-NRW vom 12.06.2008:
Erfolgreiche Kreisverbandsgründung in Essen

Unter der bewährten Versammlungsleitung des stellvertretenden pro NRW Vorsitzenden Daniel Schöppe aus Dormagen, fand gestern in einer gutbürgerlichen Gaststätte im Herzen von Essen, die konstituierende Mitgliederversammlung des neu gegründeten pro NRW Kreisverbandes Essen statt. Auf der sehr gut besuchten Versammlung wurden die Vorraussetzungen für eine zukünftig erfolgreiche kommunale Arbeit von pro NRW in der Ruhrgebietsgroßstadt Essen geschaffen. Es herrscht eine regelrechte Aufbruchsstimmung.

Zunächst wurde Bernd Weyrich mit überwältigender Mehrheit zum Kreisvorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretern bestimmte die Mitgliederversammlung den von der FDP zu pro NRW übergewechselten selbstständigen Apotheker Henryk Dykier sowie Frau Ulrike Brankmann. Als Schatzmeister wurde einstimmig der Heizungs- Lüftungsbauer Siegfried Swiontek von der Mitgliederversammlung gewählt. Jürgen Ehrentraut sowie André Bronheim vervollständigen als Beisitzer den neuen Kreisvorstand. Dieser beschloss sodann, unter Leitung des Kreisvorsitzenden Bernd Weyrich auf seiner noch am Abend durchgeführten ersten Vorstandssitzung einstimmig die Kommunalwahlteilnahme von pro NRW in Essen.

Mit der Bürgerbewegung pro NRW haben die Menschen in Essen endlich eine politische Kraft an ihrer Seite, die sich primär für die Interessen der einheimischen Bevölkerung stark macht. Das schließt vor allem den Kampf gegen Islamisierung, Überfremdung und islamistische Terrorgefahr ein. Pro NRW in wird Essen sowohl zum Stadtrat als auch zu den Bezirksvertretungen kandidieren. Der Kreisvorsitzende Bernd Weyrich kündigte zudem eine groß angelegte öffentlichkeitswirksame Kampagne gegen den in Essen geplanten Bau einer protzigen islamistischen Großmoschee an. Mit einer erfolgreichen Kampagne gegen den geplanten Moscheebau in Essen werden wir die Vorraussetzungen schaffen, für unseren Ratseinzug in Fraktionsstärke in den Essener Stadtrat; so der hoch motivierte und neu gewählte Essener Kreisvorsitzende Bernd Weyrich.


.XXX. Zum Inhalt dieses Info-Briefes

Der Inhalt dieser Info-Briefe von Essen-stellt-sich-quer

ist nicht immer mit den Teilnehmern des "Runden Tisches für Menschenrechte" abgestimmt. Er soll zügig über Ergebnisse des Runden Tisches und seiner Arbeitsgruppen berichten, weitere Materialien dokumentieren, aber auch zeitkritische Informationen schnell verbreiten. Beim Zusammenführen und Darstellen der vielen Informationen sind Fehler nicht immer zu vermeiden. Bitte haben Sie Verständnis dafür und korrigieren Sie uns! Der Widerstand gegen die NeoNazis kann nicht bunt genug sein, denn es gibt viele Gründe sich gegen Rechtsextremismus zu wenden. Der Runde Tisch möchte ein möglichst breites und umfassendes Forum sein, wo Entscheidungen im Konsens getroffen werden. Das soll andere nicht davon abhalten, eigene Aktivitäten zu entwickeln. Wir wünschen uns durchaus Aktionen über den Runden Tisch hinaus. - Selbst wenn im Runden Tisch kein Konsens erreicht werden kann, dokumentieren wir gerne, worüber wir informiert werden.


Unsere Kontaktadresse, das Anti-Rassismus-Telefon, ist umgezogen:
von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
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