Aus Essen stellt sich quer

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.V. Do, 28.08. 17:00 Zeche Carl Solitreffen

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

 

Wir erhielten folgenden Aufruf:

An die Unterzeichnenden des Appells "Für den Erhalt der Zeche Carl"

sowie weitere Initiativen, Gruppen und Organisationen, die sich in den vergangenen Jahren am Internationalen Kulturfest am 1. Mai in der Zeche Carl beteiligt haben

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zuletzt berichtete die NRZ am 14.08.08 über den aktuellen Stand. Dieser Artikel ist - neben einem Beitrag aus dem "Westanzeiger" - nochmals unten angefügt und entspricht nach Auskunft von Kollegen der Zeche weitgehend den Tatsachen: Die endgültige Zerschlagung des soziokulturellen Zentrums Zeche Carl ist seitens der schwarz-grünen Stadtregierung offenbar ausgemachte Sache - unabhängig von den üblichen Worthülsen wie "Übergangszeit", "angestrebtes neues Betriebskonzept" usw.

Fakt ist, dass am 1.10.2008 mit der Entlassung der kompletten Belegschaft auf der Zeche zunächst die Lichter ausgehen werden.

Nach den bisherigen Informationen sollen Teilbereiche wie die Kinderbetreuung und der Veranstaltungssektor an freie Träger oder andere Interessenten "verscherbelt" werden. Ein Tod auf Raten also, und zwar in schnellen Raten. Damit ist natürlich auch unserem gemeinsamen, traditionellen Internationalen Kulturfest am 1. Mai, seit vielen Jahren der größten Veranstaltung an diesem Feiertag, ein "Begräbnis 3. Klasse" beschert worden.

Somit haben sich leider unsere im "Appell für den Erhalt der Zeche Carl" vom 23.06.2008 formulierten Befürchtungen allesamt bestätigt.

Die Stadtspitze versucht offenbar, diesen Kahlschlag so geräuscharm wie möglich durchzuziehen und geht dabei mit einer bemerkenswerten Arroganz und Diskussionsresistenz vor (siehe die inhaltsfreie Antwort aus dem OB-Büro auf unseren Appell).

In dieser Situation laden wir Euch hiermit in Absprache mit Kollegen der Zeche Carl ein zu einem

öffentlichen Solidaritätstreffen

am Donnerstag, d. 28.08.2008,

um 17:00 - 19:30 Uhr

in der Zeche Carl.

Mit diesem Treffen wollen wir

  • unsere anhaltende Solidarität mit der Belegschaft der Zeche Carl beweisen,
  • uns von Belegschaftsvertreter/innen aus erster Hand über den aktuellen Stand informieren lassen,
  • öffentlich dokumentieren, dass es auch außerhalb der Einrichtung relevante Gruppen in unserer Stadt gibt, die sich mit der "Abwicklung" dieser Säule der Essener kommunalen und internationalen Kulturarbeit nicht abfinden wollen und
  • gemeinsam mögliche Maßnahmen und Aktionen für den Erhalt der Zeche Carl besprechen.

Zu diesem Treffen wird ausdrücklich keine Presse eingeladen, um den ergebnisoffenen Charakter des Treffens und eine freie Diskussion über mögliche Aktionsplanungen nicht einzuschränken. Dies schließt eine anschließende, offensive Pressearbeit natürlich ein.

Ging es bei unserem Appell "Für den Erhalt der Zeche Carl" noch darum, pro Organisation nur eine Unterschrift zu sammeln, so rufen wir für das Treffen am nächsten Donnerstag dazu auf, mit unbegrenzter Anzahl pro Organisation so zahlreich wie möglich teilzunehmen. Daher bitten wir Euch darum, diese Einladung sowohl innerhalb Eures Vereins als auch an befreundete Gruppen und Einzelpersonen weiterzuleiten.

Kommt zahlreich und bringt viele eigene Ideen und Vorschläge mit!

Mit kollegialem, solidarischen Gruß

Heinz-W. Hammer


NRZ-Artikel auf www.derwesten.de

Schach(t)matt

NRZ- Essen, 14.08.2008, WOLFGANG KINTSCHER

KULTUR. Die Zeche Carl soll Ende September den Vollbetrieb einstellen und nur noch auf Sparflamme laufen, bis neue Konzepte und Träger gefunden sind. 22 Mitarbeiter wechseln in eine Transfergesellschaft.

Am Samstag feiern sie wieder ihre traditionelle Reggae-Party. "Cool Runnings" heißt dort das Motto, zu Deutsch so was wie: "Gute Reise". Die kann man der Zeche Carl und all ihren Mitstreitern nur wünschen, denn vier Wochen nach dem Abrutsch des Stadtteil- und Kulturzentrums in die Insolvenz ist noch nicht klar, wohin die Reise in Altenessen geht.

Immerhin, die nächsten Schritte scheinen vorgezeichnet, und sie klingen nach einem geordneten Teilzusammenbruch mit jetzt schon angekündigtem Wiederaufbau. Konkret: Der Vollbetrieb auf Zeche soll offenbar in Bälde eingestellt, den 22 fest angestellten Mitarbeitern gekündigt werden. Sie kommen zeitlich befristet in einer so genannten Transfergesellschaft unter den Fittichen der städtischen Tochterfirma "Essener Arbeit" (EABG) unter.

Grund für die klare Ansage, die der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf Otto Neukirchen den Mitarbeitern nach NRZ-Informationen heute Mittag verkünden will: Der Zeche Carl fehlt es schlicht an Masse (sprich: Vermögenswerten), um aus eigener Kraft und mit etwas Gläubigerhilfe den Betrieb weiterzuführen. Das Konzept des Stadtteil- und Kulturzentrums bisheriger Prägung ist offenbar wirtschaftlich nicht tragfähig.

Für eine Übergangszeit, von der noch nicht recht klar ist, wie lange sie dauert, soll die Zeche dennoch auf Sparflamme weiterarbeiten, soll das Vermietungsgeschäft für Partys und Konzerte so gut es eben geht ebenso aufrecht erhalten wie die Stadtteilarbeit zwischen Erwerbslosen-Café und Kursprogramm. Die Kinderbetreuung, heißt es, lasse sich auf andere Standorte verlagern.

In der Zwischenzeit, so der Plan, arbeitet im Hintergrund ein Team daran, für Carl ein neues Betriebskonzept zurecht zustricken; eines, das dauerhaft wirtschaftliche Tragfähigkeit beweist. An seiner Spitze als eine Art Moderator: der erst im Frühjahr aus dem Amt geschiedene Regierungsvizepräsident Jürgen Riesenbeck (62), passionierter Schachspieler, Essener, Sozialdemokrat.

Dass die Stadtspitze mit ihm einen ausgewiesenen SPD-Genossen für den Job gewinnen konnte, darf als kluger Schachzug im Sinne der Sache gelten, nimmt er doch bei Mitarbeitern, in der Rats-Opposition wie in der "Szene" die Sorge, Schwarz-Grün könnte der Versuchung erliegen, die Zeche Carl abzuwickeln. "Wir haben von ihm einen guten Eindruck", sagen Carlisten.

Wichtiger noch ist aber, welchen Eindruck Riesenbeck und seine Mitstreiter, darunter ein Wirtschaftsprüfer der Märkischen Revision GmbH, von den Betriebskonzepten für die "neue" Zeche Carl haben. 2009 soll klar sein, wie es weitergeht.

Um nicht zu sagen: ob.

Teilinfo.png Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Seite Infobrief Nr.103 VIII

Teilinfo.png Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Seite Infobrief Nr.106 VIII


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