Rückblick: Eine Strasse wurde nach Käthe-Larsch benannt.
Am 30.12.2011 um 12.00 Uhr, wurde mit der Benennung einer Straße
die Altenessenerin Käthe Larsch geehrt. Sie hatte bereits
am 29. Mai 1935 ihren Mut, gewaltlos mit Flugblättern
gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime vorzugehen,
mit dem Leben bezahlen müssen und wurde im Zuge brutaler
physischer wie psychiatrischer Verhörmethoden der Gestapo
ein Opfer des NS-Staats:
Mehr: http://www.lokalkompass.de/essen-steele/kultur/ehrung-einer-widerstandskaempferin-einweihung-der-kaethe-larsch-strasse-ecke-friedrich-ebert-str-d121389.html
Straßenbenennungen spiegeln den Umgang mit der Geschichte wieder.
Sei es darum, dass der Widerstand und das Leid der Essener Kommunistin
Käthe Larsch nicht geehrt werden soll, weil sie eben "Kommunistin" gewesen ist
(bei den Essener Stolpersteinen hat es diese Diskussion nicht gegeben) -
oder seien es die schon seit jeher nach Demokratiefeinden benannten Straßen.
Gegen die Bennenung der Straße nach Käthe-Larsch gab es einige Widerstände:
Dazu Leserbriefe und Berichterstattung in den Medien:
http://www.essen-stellt-sich-quer.de/index.php/Eq:Strassennamen
Und hier ein Rückblick zu der Auseinandersetzung um die
Von-Seeckt-Straße und die Von-Einem-Straße:
http://www.essen-stellt-sich-quer.de/index.php/Eq:Strassennamen#April_2008:_Mahnstein_gegen_braune_Vergangenheit
Von-Seeckt-Straße
( am 20. November 1937 umbenannt
nach Hans von Seeckt (22.4.1866 - 27.12.1936),
Generaloberst, von 1920 bis 1926 Chef der Heeresleitung.
Von Seeckt, ein überzeugter Monarchist und Antirepublikaner,
baute die Reichswehr als "Staat im Staate" aus und verhinderte
- auch mit der Förderung monarchistisch-nationalistischer Tradition
- ihre Integration in die demokratische Ordnung.
Er befürwortete die revanchistische Politik
gegen Frankreich und Polen und betrieb
die illegale Aufrüstung der Reichswehr.
Von Seeckt gehörte mit seiner anti- demokratischen Einstellung
zu den Gegnern der Weimarer Republik.
Mit seiner Politik arbeitete er den Nationalsozialisten in die Hände.)
Von-Einem-Straße
( am 20. November 1937 umbenannt
nach Karl von Einem gen. von Rothmaler (1.1.1853 - 7.4.1934),
von 1903 bis 1909 preußischer Kriegsminister,
während des Ersten Weltkrieges Befehlshaber der 3. Armee.
Der erzkonservative, antidemokratisch eingestellte Generaloberst
engagierte sich während der Weimarer Republik im Bund der Aufrechten,
einer nationalistischen monarchistischen Vereinigung,
deren Vorsitzender er in den 1930er Jahren wurde.
Auch von Einem zählte zu den entschiedenen Gegnern der Demokratie
und gehörte damit zu den Wegbereitern des Nationalsozialismus )
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