Aus Essen stellt sich quer

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.VIII. Doku: WAZ vom 10.12.(heute)

WAZ Essen, 10.12.2007 Lokalseite 1
GROSSEINSATZ DER POLIZEI

Mit harten Bandagen

Motor Show, Weihnachtsmarkt, Demos und Fußball-Derby beschäftigten am Samstag über 1000 Polizisten. Bilanz: Friedliche Kundgebungen, ein verhinderter Spielabbruch und 40 freiheitsentziehende Maßnahmen

Von Christopher Friedburg

Essen, ein einziges Einsatzgebiet. Am Samstag hatten über 1000 Polizisten alle Hände voll zu tun. Neben dem normalen Streifendienst galt es Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt zu zeigen und rund um die Motor Show den Verkehr zu leiten. Hinzu kamen die NPD-Demo in Frohnhausen, die in Altendorf startende Gegenbewegung und das brisante Fußball-Duell zwischen RWE und Fortuna Düsseldorf.

Rauchbomben fliegen. Ein grün-weißer Motorradfahrer jagt den Werfern hinterher, die Haken schlagend in den Gervinuspark ausweichen. Nun prischt die Reiterstaffel durch das Unterholz. Vermummte jugendliche liefern sich ein

ZWISCHENÜBERSCHRIFT: Verfolgungsjagd im Gervinuspark

Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. In einer Supermarkt-Filiale versuchen sie sich zu verstecken - ohne Erfolg. Vor den Augen erschreckter Passanten setzen die Beamten 29 Krawallmacher fest.

Am geplanten MoscheeStandort herrscht derweil Ruhe. Ein türkischer Großvater, geht mit seinem Enkel entspannt die Nöggerathstraße entlang. Eipzig die massive Polizeipräsenz und der Hubschrauber am Himmel erinnern an die zugespitzte Lage. Denn nur ein paar hundert Meter entfernt, sammeln sich knapp 250 Rechte, um gegen den Bau des muslimischen Gebetshauses zu protestieren.

Die Gegendemonstration startet an der Röntgenstraße. Es ist ein buntes Völkchen: von flaggeschwenkenden Niederländern über Udo-Lindenberg-Doppelgänger bis hin zur engagierten Oma. Doch zur Zugspitze hin werden die Teilnehmer immer jünger, das Bunte weicht einer schwarzen Einheitskleidung.

Die Polizei hat rigide Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Ab 11 Uhr wird ein Ring von Absperrungen um die betroffenen Stadtteile gelegt. Damit sind die wichtigsten Verkehrsrouten zwischen dem Essener Nordwesten und Südwesten unterbunden, der Verkehr auf der Altendorfer Straße fließt nur sehr zäh.

Während das Aufeinandertreffen der Polit-Kontrahenten am Westbahnhof glimpflich verläuft, kocht beim sportlichen Wettkampf an der Hafenstraße die Stimmung. Schon im Vorfeld führten Schlägereien zu sieben Festnahmen. Als Randalierer im Gäste-Block beinahe einen Spielabbruch provozieren, reagiert die Polizei und verschiebt mehrere hundert Kräfte ans Georg-Melches-Stadion. Beim Nachspiel auf der Straße werden fünf Personen aus dem Verkehr gezogen.

Trotz mancher Beschwerden friedlicher Demonstranten über die kompromisslose Gangart-ist Einsatzleiter Fritz Unterberg mit dem Verlauf des Tages zufrieden: "Unsere Maxime - frühes Eingreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten - hat sich bewährt."

Kommentar 2. Lokalseite Siehe auch Lokalsport

ZWISCHENÜBERSCHRIFT: Einsatzstatistik

Die 29 Vermummten vom Gervinuspark und fünf Fußballfans kamen zur weiteren Gefahrenabwehr in Gewahrsam. Zwei Autonome, vier NPDler und sieben Schläger wurden wegen Straftaten festgenommen.


FOTO-Zusammenstellung 8 Fotos: Viel zu tun hatte die Polizei am Samstag. Den meisten Ärger verursachten vermummte Linke in Frohnhausen und die Fans aus Düsseldorf an der Hafenstrage. Motorräder, Pferde, Einsatzwagen und der kreisende Pollzei-Hubschrauber gehörten einen Tag lang zum Stadtbild im Nordwesten. Fotos: WAZ, Kerstin Kokoska

WAZ Essen, 10.12.2007, Lokalseite 2

KOMMENTAR

Überflüssig

Von Michael Köster

Die Personalsituation ist angespannt, der Überstunden-Berg wächst stetig. Als ob die nicht gerade fürstlich entlohnten Polizisten der Einsatzhundertschaft am zweiten Adventssamstag nicht schon genug zu tun hätten, dürfen sie sich auch noch beim Katz-und-MausSpiel mit dumpfen Phrasendreschern und übermütigen Krakelern herumtollen oder pyromanisch-veranlagte Randalierer im FußballStadion zur Räson bringen.

Das im Grundgesetz verankerte Recht auf Versammlungsfreiheit ist zweifellos ein hohes Gut, doch nervt es den Altendorfer Bürger gewaltig, wenn er stundenlangen Unannehmlichkeiten ausgesetzt ist. Vorwürfe in Richtung Polizei sind allerdings völlig fehl am Platze. Die verhindert Schlimmeres.


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