Aus Essen stellt sich quer

EqLogoUndTextNeu.png

EqLogoKlein.png 12px-FacebookLogo.png 14px-Eq-Twitterlogo.png, E-Mail: Post_icon.png
info<a>Essen-stellt-sich-quer.de

Diese Webseiten sind veraltet und wurden seit Juni 2017 nicht mehr aktualisiert.
Bitte haben Sie Geduld - es wird an einer Lösung gearbeitet.
1ordnerZu.gif
Essen stellt sich quer »
1ordnerZu.gif
Essen extrem rechts »
1ordnerZu.gif
Essen erinnert + gedenkt »
1ordnerZu.gif
Allgemeine Tipps »
1ordnerZu.gif
Infotisch & Downloads »
1ordnerZu.gif
Seitenübersicht
|

Infobrief 99

**************************
.* ESSEN-STELLT-SICH-QUER *
.**************************
.Runder Tisch für Menschenrechte
.- gegen Rassismus und Rechtsradikalismus -
.
.c/o Anti-Rassismus-Telefon
. Maxstr. 11(*)
. T/Fax: 0201 - 23 20 60
.
.Antworten, Ab- und Neubestellungen bitte nur über:
.info@essen-stellt-sich-quer.de
.
.-----------------------------------
.Infobrief Nr. 99 (22.04.2008)
.-----------------------------------

Inhaltsverzeichnis

.I. bis 30.04., VHS: Foto-Ausstellung,"Stille Heldinnen"

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids. Auch in Afrika wächst die Zahl alter Menschen. Diese vergessene Generation gehört zu den Ärmsten der Armen. Weil ihre Kinder an Aids sterben, sorgen vor allem die Großmütter für die Enkelkinder. Die Hälfte der heute 12 Millionen Aids-Waisen Afrikas wächst bei ihnen auf. Die großformatigen Portraits des Osnabrücker Fotografen Christoph Gödan drücken vor allem eines aus: die Würde dieser Frauen im Kampf gegen die Krankheit.

Veranstaltergemeinschaft: HelpAge Deutschland, EXILE Kulturorganisation Essen und Volkshochschule Essen

Informationen und Führungen unter 0201-74 79 88-0


.II. Do, 10.04., 19 Uhr, VHS: Fotografien aus Krisengebieten

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Ethik und Ästhetik des Leidens - Fotografien aus Krisengebieten

eine Veranstaltung im Rahmen der der Ausstellung "Stille Heldinnen" Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids

Referenten: Prof. Cindy Gates, FH Dortmung Fachbereich Design

Michael Bünte, HelpAge Deutschland

Zur Fotoausstellung vom 3.-30. April in der VHS: Auch in Afrika wächst die Zahl alter Menschen. Diese vergessene Generation gehört zu den Ärmsten der Armen. Weil ihre Kinder an Aids sterben, sorgen vor allem die Großmütter für die Enkelkinder. Die Hälfte der heute 12 Millionen Aids-Waisen Afrikas wächst bei ihnen auf. Die großformatigen Portraits des Osnabrücker Fotografen Christoph Gödan drücken vor allem eines aus: die Würde dieser Frauen im Kampf gegen die Krankheit.

Veranstaltergemeinschaft: HelpAge Deutschland, EXILE Kulturorganisation Essen und Volkshochschule Essen

Informationen und Führungen unter 0201-74 79 88-0


.III. Do, 10.04., 19 Uhr, Casa: Flüchtlinge im Ruhestand

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Flüchtlinge im Ruhestand

Ein Projekt von Mirjam Strunk

Für die Suche nach einem besseren Leben haben sie ihre Heimat verlassen und mitunter ihr Leben riskiert. Sie sind vor Krieg, Völkermord, Unterdrückung und Perspektivlosigkeit aus ihren Ländern nach Europa, nach Deutschland geflohen und schließlich in Essen gelandet. Jetzt sprechen sie über ihre Aufbrüche und die damit verbundenen Erwartungen, von Fluchtplänen und ¿wegen, von Grenzen, ihrer Überschreitung und von Neuanfängen im Ruhrgebiet. Auf der Bühne stehen am 10. April 2008 noch einmal acht Menschen zwischen 17 und 65 Jahren aus Bosnien, Burma, Deutschland, Indien, Kongo, Ruanda und Russland. Dabei reicht das biografische Spektrum dieser Transitexperten von der indischen 'Dauertouristin' bis zum ehemaligen Diplomaten und Bürgerkriegsflüchtling aus Ruanda, vom burmesischen Ex-Mönch und Elektrotechniker bis zum pensionierten Betriebswirtschaftler und DDR-Flüchtling, vom kongolesischen 'Duldungsexperten' zum russland-deutschen Heimkehrer in die Heimat der Ur-Großeltern, von der Ingenieurs-Studentin und Balkankriegsvertriebenen bis zum deutschen Sozialarbeiter und Flüchtlingsberater. Eustache Nkerinka, ehemaliger Botschafter Ruandas, im Stück "Flüchtling im Ruhestand": Seismographisch reagieren. Tickets sind erhältlich unter: 0201-8122200, www.schauspiel-essen.

weitere Aufführungstermine: 03.05., 04.05


.IV. Sa, 12.04., 12-14 Uhr, E-Burgplatz: Tibet-Demo

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Auf der Webseite

http://www.tibet-initiative.de/frames.html?Seite=/Kap1/Kap1-6/Kap1_6-32.html

ruft die Tibet-Initiative auch zu einer Protestversammlung in Essen auf. Weitere Inforamtionen liegen uns leider derzeit nicht vor.


.V. So, 13.04., 17.00 Uhr, E-Freisenbruch: Bürgerversammlung

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Die autonomen Gruppen in Essen rufen zur Bürgerversammlung in Freisenbruch auf: Es wird dort auch überlegt, ob man am Sa, 26.04 auch eine Demonstration dazu machen will.

Es reicht!

Freisenbruch und die angrenzenden Stadtteile werden immer mehr zu einer Hochburg für Nazis. Die Präsenz rassistischer, neonazistischer und antisemitischer Inhalte ist nicht mehr zu übersehen: An den Laternenpfählen werden die Aufkleber der rechtsradikalen Aktionsgruppe Essen, der NPD und ihrer Jugendorganisation JN (Junge Nationaldemokraten) nahezu täglich erneuert, über Nacht werden rassistische Parolen an Häuserwände gesprüht, Pöbeleien und Übergriffe gegen jegliche, nicht ins menschenverachtende Weltbild der Nazis passende Personen, sind an der Tagesordnung.

Die Präsenz von Nazis in den Stadtteilen Freisenbruch, Steele und Kray ist längst nicht mehr unter der Kategorie "ein paar Ewiggestrige" zu verbuchen. Das Auftreten der Nazis hat sich verändert: Vorbei sind die Zeiten, in denen man sie schon von Weitem an ihrer Kleidung oder ihren abrasierten Haaren erkannte. Nazis bewegen sich heute in vielen Städten wie andere Jugendliche, die einer bestimmten Subkultur angehören, mit völliger Selbstverständlichkeit durch den Alltag, ohne darauf zu verzichten, ihre Gesinnung über Buttons (Anstecker) oder T-Shirts nach außen zu tragen.

Der Essener Osten wird offenbar seit Jahren von Nazis zunehmend als geeigneter Ort empfunden, um dort zu wohnen, zu arbeiten und um ihre politische Einstellung mit Aufklebern, verbal und durch militante Übergriffe kund zu tun. Offenkundig lässt es sich für Nazis in dieser Gegend gut leben. Sie werden - aus Angst, aus Ignoranz, aus Blindheit gegenüber dem Phänomen oder auch aus Sympathie - in Ruhe gelassen. Zwar sind sich in der Ablehnung von Neonazismus und Rechtsextremismus fast alle gesellschaftlichen Gruppen einig, doch außerhalb von Wahlkampfzeiten bleiben konkrete Aktivitäten gegen Aufmärsche und Veranstaltungen der extremen Rechten aber meist jugendlichen Antifaschist/inn/en überlassen, die bei ihrem Engagement oftmals noch mit staatlicher Repression und zivilgesellschaftlicher Ablehnung zu kämpfen haben.

Doch was kann gegen Nazis unternommen werden? Ist der Kampf gegen Rechts nicht eher Aufgabe des Staates und seiner Exekutivorgane wie Polizei und Verfassungsschutz? Wir glauben, dass ein aktiver Antifaschismus vonnöten ist, um derartige Verhältnisse zu verändern. Neonazis sind (zumindest in Westdeutschland) vermutlich auch in den nächsten Jahrzehnten nicht in der Lage, wieder eine parlamentarisch wahrnehmbare Kraft zu werden, aber ihr Einfluss auf Jugendkulturen, auf das Freizeitleben anderen Menschen etc. ist mitunter erheblich. Nazis stellen eine alltägliche Gefahr für Leib und Leben vieler Menschen dar, ihre bloße Präsenz, ihr offenes Zuschautragen rassistischer Gesinnung und ihr positiver Rückbezug auf den Nationalsozialismus ist für jeden denkenden Menschen eine Unerträglichkeit. Darum fordern wir, dass Nazis nicht nur in Freisenbruch, Steele oder Kray, sondern überall das Leben so schwer wie möglich gemacht wird.

Den (Essener) Nazibanden entgegentreten.

Für eine antifaschistische Jugendkultur und Gesellschaft!

Einladung zur Informationsveranstaltung

  • am 13.04.2008
  • um 17 Uhr
  • im Heliand-Zentrum, Bochumer Landstr. 270
Antifaschistische Gruppen Essen

Siehe Esreicht.pdf PDFicon.gif (31.7 KB)


.VI. Mi, 16.04., 19 Uhr, VHS: Irans Atomprogramm

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Das Atomprogramm des Iran - Propaganda und Wirklichkeit

Mittwoch, 16. April, 19 Uhr Volkshochschule Essen, Burgplatz 1, 45121 Essen

Der Deutsch-Iraner Ali Fathollah - Nejad, Jg. 1981, ist Politikwissenschaftler und Kulturjournalist. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der gegenwärtigen US-Iran-Krise, zu der er auch ein Forschungspapier mit dem Titel "Iran in the Eye of Storm - Backgrounds of Global Crisis" verfasst hat. Mehr zum Thema unter: http://www.campaigniran.org/casmii/index.php?q=de"

Der Atomwaffensperrvertrag droht nicht zuletzt am Konflikt über das Atomprogramm des Iran zu scheitern. Ein neuer atomarer Rüstungswettlauf und eine militärische Intervention der USA im Iran müssen im Interesse des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit verhindert werden.

USA-Präsident George W. Bush wird nicht müde, den "Schatten eines nuklearen Holocaust" auszumachen, der wegen Irans Entwicklung von Atomwaffen über dem Mittleren Osten liege und "die Sicherheit der USA und ihrer Freunde bedroht". Am 17. Oktober 2007 drohte Bush gar mit dem Dritten Weltkrieg, falls Iran sein Atomwaffenprogramm nicht stoppen würde.

Inzwischen weiß die Welt es besser: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte, dass Teherans Atomprogramm ausschließlich friedlich ist. Und ein Bericht des National Intelligence Estimate (NIE), eine Zusammenfassung der Ergebnisse der amerikanischen Nachrichtendienste, bestätigte im Dezember 2007, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm bereits 2003 gestoppt hat. Damit wird der Blick frei für die tatsächlichen Hintergründe der amerikanischen Drohpolitik und Kriegsvorbereitungen gegen den Iran: Die Islamische Republik ist das größte Hindernis, um einen Zugriff der USA auf den Nahen und Mittleren Osten sowie dessen Energiereserven vollständig durchzusetzen.

Wie aber lässt sich ein neuer Krieg der USA und ihrer Verbündeten verhindern, der das schon jetzt angerichtete Chaos im Nahen und Mittleren Osten um ein Vielfaches potenzieren würde?


.VII. Do, 17.04. : Nächstes Koordinationstreffen Runder Tisch

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Der Runde Tisch trifft sich wieder

  • am Do, 17. 04., 19:00 Uhr
  • im Büro des Anti-Rassismus-Telefons, Maxstr. 11(*).

Wir werden besprechen, wie wir unsere frisch erstellte Stellungnahme an die Öffentlichkeit bringen werden. Die Kritik zum Essener Polizeiverhalten auf unserer Demo im letzten Jahr haben wir bereits den Mitgliedern der Bezirksvertretung III vorgelegt, die sich am 09.04. in einer Sondersitzung dazu getroffen haben - weitere Infos folgen also noch.

Von der Friedrich-Ebert-Stiftung wird es ab Mai 2008 eine Ausstellung geben: "Demokratie stärken - Rechtsexremismus bekämpfen - NRW für Toleranz und Menschlichkeit". Die Ausstellung ist relativ klein (15 Tafeln), sehr allgemein gehalten und richtet sich insbesondere an junge Leute (" Einzelbesucher, Schulklassen und Gruppen ab 14 Jahren"). Als Schwerpunkt wird der Rechtsextremismus als Gefahr für die Demokratie dargestellt - ausführliche Rückblicke auf die Nazi-Zeit sind ausgeklammert - Wir werden überlegen, ob diese Ausstellung für Essen interessant sein kann.


.VIII. Do, 17.04., 19 Uhr, VHS: Frauen, AIDS und Migration

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Frauen, AIDS und Migration - Zur Situation HIV-positiver Migrantinnen in Essen und NRW

eine Veranstaltung im Rahmen der der Ausstellung "Stille Heldinnen" Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids

Referentinnen: Dr. Birgit Ross, Universitätshautklinik Essen

Christine Weißkopf, Evangelische Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität

Daniela Pätzoldt, AIDS-Hilfe Essen

Zur Fotoausstellung vom 3.-30. April in der VHS: Auch in Afrika wächst die Zahl alter Menschen. Diese vergessene Generation gehört zu den Ärmsten der Armen. Weil ihre Kinder an Aids sterben, sorgen vor allem die Großmütter für die Enkelkinder. Die Hälfte der heute 12 Millionen Aids-Waisen Afrikas wächst bei ihnen auf. Die großformatigen Portraits des Osnabrücker Fotografen Christoph Gödan drücken vor allem eines aus: die Würde dieser Frauen im Kampf gegen die Krankheit.

Veranstaltergemeinschaft: HelpAge Deutschland, EXILE Kulturorganisation Essen und Volkshochschule Essen

Informationen und Führungen unter 0201-74 79 88-0


.IX. Di, 22.04., 19 Uhr, VHS: Welche Chancen hat Afrika?

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Welche Chancen hat Afrika? Der schwarze Kontinent im Wandel

eine Veranstaltung im Rahmen der der Ausstellung "Stille Heldinnen" Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/Aids

Referenten: Wolfgang Schonecke, Netzwerk Afrika

Michael Bünte, HelpAge Deutschland

Zur Fotoausstellung vom 3.-30. April in der VHS: Auch in Afrika wächst die Zahl alter Menschen. Diese vergessene Generation gehört zu den Ärmsten der Armen. Weil ihre Kinder an Aids sterben, sorgen vor allem die Großmütter für die Enkelkinder. Die Hälfte der heute 12 Millionen Aids-Waisen Afrikas wächst bei ihnen auf. Die großformatigen Portraits des Osnabrücker Fotografen Christoph Gödan drücken vor allem eines aus: die Würde dieser Frauen im Kampf gegen die Krankheit.

Veranstaltergemeinschaft: HelpAge Deutschland, EXILE Kulturorganisation Essen und Volkshochschule Essen

Informationen und Führungen unter 0201-74 79 88-0


.X. Di, 22.04., 19 Uhr, buchkontext: Vietnam 1975 und heute

Veraltet.png Der hier genannte Termin ist veraltet!

Buchvorstellung: Vietnam 1975 und heute

in der Buchhandlung buchkontext, Giradetstr. 2-8, Eingang 4

Nach der Befreiung. Damit ihr wisst, dass das Leben weitergeht. Tagebuch aus Vietnam 1975

Walter Skrobanek war als Beauftragter von terre des hommes Augenzeuge des Umbruchs in Vietnam 1975. In unserer Erinnerung sind eher die dramatischen Bilder der amerikanischen Hubschrauber, die vom Dach der amerikanischen Botschaft abhoben. Das Tagebuch von Walter Skrobanek wirft einen tiefen Blick auf eine andere Seite der Ereignisse. Wie haben die Menschen in Vietnam reagiert? Was waren ihre Hoffnungen für die Zeit danach?

Die Buchvorstellung wird einen Bogen schlagen - von 1975 bis heute. Es wird der Frage nachgegangen, was aus den Hoffnungen und Befürchtungen geworden ist und wie die Situation in Vietnam heute aussieht.

Rüdiger Siebert, Journalist und Autor verschiedener Bücher zu Vietnam, wird Texte aus dem Buch vorlesen und gemeinsam mit anderen Vietnamkennern über die gegenwärtige Situation in Vietnam diskutieren.

Die Veranstaltung wird gemeinsam durchgeführt von der Asienstiftung (Essen), der Essener Gruppe von terre des hommes und der Buchhandlung buchkontext.

Anmeldungen bitte bei buchkontext (Tel. 0201/7204 440 oder per email: buchhandel@buchkontext.de) Girardetstr. 2-38, am Eingang 4, Hof 2.


.XI. Info: Braune Vergangenheit: Mahnstein in Rüttenscheid

Hier ein Artikel aus dem Newsletter "Grüne Zeiten" des Kreisverbandes Essen, April 2008. (Kontakt: Kreisverband@gruene-essen.de)
In der BV II geht ein großer Wunsch der Rüttenscheider GRÜNEN in Erfüllung. An der Straßenkreuzung Von - Einem / Von-Seeckt - Straße wird ein Mahnstein aufgestellt, der die beiden Namensgeber der Straßen in ihr richtiges politisches Bild

rückt, (siehe Texte).

Am 14.03.08 wurde der Mahnstein offiziell vorgestellt. GRÜNE betrachten dies als kleinen Erfolg nach mehr als zehnjähriger gemeinsamer Arbeit mit dem Aktionskreis Rüttenscheid an diesem Thema. Die weitergehenden Vorschläge der GRÜNEN zur Umbennung der Straßen waren nicht durchsetzbar, aber immerhin ist der Mahnstein mit dem folgenden Text ein vertretbarer Kompromiss:

_Von-Seeckt-Straße_

Früher Henriettenstraße, dann Irmgardstraße, von den Nationalsozialisten am 20. November 1937 umbenannt nach Hans von Seeckt (22.4.1866 - 27.12.1936), General- oberst, von 1920 bis 1926 Chef der Heeresleitung. Von Seeckt, ein überzeugter Monarchist und Antirepublikaner, baute die Reichswehr als "Staat im Staate" aus und verhinderte - auch mit der Förderung monarchistisch-nationalistischer Tradition - ihre Integration in die demokratische Ordnung. Er befürwortete die revanchistische Politik gegen Frankreich und Polen und betrieb die illegale Aufrüstung der Reichswehr. Von Seeckt gehörte mit seiner anti- demokratischen Einstellung zu den Gegnern der Weimarer Republik. Mit seiner Politik arbeitete er den Nationalsozialisten in die Hände.

_Von-Einem-Straße_

Früher Ottilienstraße, dann Ortrudstraße, von den Nationalsozialisten am 20. November 1937 umbenannt nach Karl von Einem gen. von Rothmaler (1.1.1853 - 7.4.1934), von 1903 bis 1909 preußischer Kriegsminister, während des Ersten Weltkrieges Befehlshaber der 3. Armee. Der erzkonservative, antidemokratisch eingestellte Generaloberst engagierte sich während der Weimarer Republik im Bund der Aufrechten, einer nationalistischen monarchistischen Vereinigung, deren Vorsitzender er in den 1930er Jahren wurde. Auch von Einem zählte zu den entschiedenen Gegnern der Demokratie und gehörte damit zu den Wegbereitern des Nationalsozialismus.

Joachim Drell


.XXX. Zum Inhalt dieses Info-Briefes

Der Inhalt dieser Info-Briefe von Essen-stellt-sich-quer

ist nicht immer mit den Teilnehmern des "Runden Tisches für Menschenrechte" abgestimmt. Er soll zügig über Ergebnisse des Runden Tisches und seiner Arbeitsgruppen berichten, weitere Materialien dokumentieren, aber auch zeitkritische Informationen schnell verbreiten. Beim Zusammenführen und Darstellen der vielen Informationen sind Fehler nicht immer zu vermeiden. Bitte haben Sie Verständnis dafür und korrigieren Sie uns! Der Widerstand gegen die NeoNazis kann nicht bunt genug sein, denn es gibt viele Gründe sich gegen Rechtsextremismus zu wenden. Der Runde Tisch möchte ein möglichst breites und umfassendes Forum sein, wo Entscheidungen im Konsens getroffen werden. Das soll andere nicht davon abhalten, eigene Aktivitäten zu entwickeln. Wir wünschen uns durchaus Aktionen über den Runden Tisch hinaus. - Selbst wenn im Runden Tisch kein Konsens erreicht werden kann, dokumentieren wir gerne, worüber wir informiert werden.


Unsere Kontaktadresse, das Anti-Rassismus-Telefon, ist umgezogen:
von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
nach oben Hauptseite E-Mail: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png