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Seitenübersicht

Trauer und Befürchtungen zum Pariser Terroristenanschlag

EifelPeaceLogo-180.pngDer Eifelturm - eingebettet in das internationale Peace-Logo, ist das Zeichen unter dem weltweit den Terroranschlägen in Paris gedacht wurde.

Auch in Essen wurde beschlossen, den Opfern zu gedenken. Am 16. November, drei Tage nach den schrecklichen Anschlägen, fragte man sich auch, welche Folgen dies auf unser Zusammenleben haben wird.

Die in facebook privat initiierte Gedenkaktion erhält schon im Vorfeld viel Unterstützung.


Inhaltsverzeichnis

Bericht über die Aktion

WAZ/NRZ, 17.11.2015 Appell zu Besonnenheit

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WAZ/NRZ / Essen, Rubrik Gedenken,Dienstag, 17.11.2015

Appell zu Besonnenheit


„Je suis Paris“ (Ich bin Paris), so lautete das Motto, unter dem sich am Montagabend ein kleiner Kreis wetterfester Demonstranten in der Innenstadt versammelte. „Die terroristischen Morde in Paris haben uns alle zutiefst getroffen. Mit unseren Herzen und Gedanken sind wir bei denen die Familienmitglieder oder Freunde verloren haben“, formulierten die Veranstalter. Gleichzeitig riefen sie zu Besonnenheit auf: Es sei so falsch wie skrupellos, wenn Rechtsradikale nun der Flüchtlingspolitik und den Flüchtlingen die Schuld an den Anschlägen zuwiesen. „Die Flüchtlinge sind genau diejenigen, die vor diesem Terror in ihren Heimatländern fliehen.“ FOTO KNUT VAHLENSIECK

Weiteres Gedenken in Essen

WAZ/NRZ, 17.11.2015 „Paris, wir kommen wieder“

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WAZ/NRZ / Essen, Rubrik Gedenken,Dienstag, 17.11.2015

„Paris, wir kommen wieder“

Oberbürgermeister Thomas Kufen trägt sich am Montag als Erster ins Kondolenzbuch zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge ein. Auch viele Bürger bekunden Trauer und Solidarität mit Frankreich


Von Christina Wandt

Der alten Dame kommen die Tränen, sie schluckt: „Ich kann das einfach nicht begreifen!“ Margot Baginski (82) ist an diesem Montagmittag aus Katernberg ins Rathaus gefahren, um sich ins Kondolenzbuch zum Gedenken an die Opfer der Anschläge in Paris einzutragen. Trotzdem bringt sie die Frage nach einer besonderen Beziehung zu Frankreich kurz aus der Fassung: „Ich war noch in diesem Jahr in Paris, da waren auf den Straßen so viele fröhliche Menschen . .“ Im übrigen sei nicht nur eine pulsierende Stadt getroffen worden, sondern unser aller Lebensstil, die Menschenwürde, ergänzt Gisela Schröder (69): „Ich habe persönlich keine Angst, aber dieser Anschlag trifft die ganze Welt.“

Ganz ähnlich urteilt Michel Vincent, Leiter des deutsch-französischen Kulturzentrums und Stimme Frankreichs in Essen. „Mit diesem Attentat wurde die Rote Linie überschritten, es hat mitten in die Gesellschaft gezielt und traf Menschen, die beim Fußball, Konzert oder im Café saßen.“ Nun dürfe man nicht in Panik verfallen oder sich verkriechen: „Wir haben am Donnerstag eine ausverkaufte Veranstaltung, die wir natürlich nicht absagen.“

Entschlossen zeigte sich auch Oberbürgermeister Thomas Kufen: Nach der Schweigeminute im Rathaus um 12 Uhr rief er den Mitarbeitern der Verwaltung zu: „Bei allem Schmerz, aller Trauer, wir weichen nicht zurück.“ Ins Kondolenzbuch notiert Kufen, wie erschüttert Essen auf die „menschenverachtenden Taten in Paris“ schaue. Die Essener seien mit den Opfern, ihren Angehörigen und auch mit den Bürgern der Partnerstadt Grenoble in diesen schweren Stunden verbunden. Die Anschläge sollten die Freiheit im vereinten Europa treffen, dem stelle man sich entschieden entgegen.

Dass dieses Europa in jüngster Zeit kein geschlossenes Bild abgab, gerade in der Flüchtlingsfrage uneins agierte, will auch der OB nicht bestreiten. Wichtig sei aber, „dass Europa jetzt zusammen steht“. Ein solches Zusammenstehen aber äußert sich in den großen Solidaritätsbekundungen auf internationalem Parkett ebenso wie in der auf halbmast wehenden Fahne am Essener Rathaus.

Oder in der Geste von Bürgerbündnis-Ratsherr Udo Bayer, der an diesem Montag seinen höchst selten getragenen Orden anlegt: Mit dem „Ordre des Palmes Académiques“ wurden einst seine Verdienste um die Bildungszusammenarbeit anerkannt. Ins Kondolenzbuch notiert Bayer: „Wir lieben die Freiheit und beugen uns dem Terror nicht.“ Auch Sozialdezernent Peter Renzel formuliert kraftvoll: „Wir werden in Essen keinen Millimeter weichen.“ Sein für Integration zuständiger Amtskollege Andreas Bomheuer schreibt, seine Gedanken seien nun bei den Angehörigen.

Natürlich variieren viele der Einträge ganz ähnliche Gedanken, aber was bis Freitag (20. November) hier niedergeschrieben wird, ist eben auch eine Solidaritätsgeste und geht als solche an den französischen Generalkonsul Vincent Muller. Der kann dann auch das trotzige Versprechen von Familie Grieger lesen: „Paris, wir kommen wieder!“
Bildunterschrift:
 
  • Als Erster schrieb am Montagmittag Oberbürgermeister Thomas Kufen ins Kondolenzbuch. Hinter ihm im Rathaus-Foyer (v.l.): Bürgermeister Franz-Josef Britz, CDU-Ratsfraktionschef Jörg Uhlenbruch, Kulturdezernent Andreas Bomheuer und Sozialdezernent Peter Renzel.FOTOS (3): ULRICH VON BORN
  • Fassungslos hat Margot Baginski auf den Terror in Paris reagiert. „Ich war doch noch in diesem Jahr dort, die Straßen waren voller fröhlicher Menschen.“
  • Auf halbmast weht die Fahne mit demStadtwappen am Rathaus.
  • Ein Zeichen für den Frieden: Der Eiffelturm im Peace-Zeichen schmückt das Kondolenzbuch, das im Rathaus-Foyer ausliegt.FOTO: SUSANNE KOLLMANN

WAZ/NRZ, 17.11.2015 Schweigen für die Opfer des Terrors

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WAZ/NRZ / Essen, Rubrik Gedenken,Dienstag, 17.11.2015

Schweigen für die Opfer des Terrors

Für 60 Sekunden hielt die Evag Busse und Bahnen an – mit Ausnahmen


Von Andrea Böhnke

Eine Minute der Opfer der Terroranschläge in Paris gedenken – dazu hatten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union für gestern, 12 Uhr, alle Europäer aufgerufen. Die Essener Verkehrs-AG wollte sich beteiligen und alle Busse und Bahnen um diese Zeit stoppen. So hatte es die Evag am Montagmorgen mitgeteilt. Um kurz vor 12 lief in der U-Bahn-Station am Hauptbahnhof eine Lautsprecherdurchsage: „Im Gedenken an die Opfer von Paris schließen wir uns der Schweigeminute um 12 Uhr an. Während dieser Zeit bleiben alle Fahrzeuge stehen.“ Auf den großen Bildschirmen am Bahnsteig erschien der Schriftzug „Solidarité“, im Hintergrund die französische Nationalflagge.

Der angekündigte Stillstand blieb jedoch aus, zumindest am Essener Hauptbahnhof: Die Bahnen rauschten im Minutentakt durch den Tunnel, wie jeden Tag. „Von der Schweigeminute habe ich nichts mitbekommen“, meinten die meisten Fahrgäste und eilten in die nächste U-Bahn. Ausgenommen Marion Balzer. „Ich habe bewusst an der Schweigeminute teilgenommen“, sagt die Essenerin. „Ich finde das gut.“ Balzer sieht in den Ereignissen vor allem den religiösen Bezug: „Niemand hat das Recht, anderen Schaden zuzufügen“, so die Christin. „Wir sind alle zur Freiheit berufen.“ Daher sollten sich die Menschen nicht gegenseitig töten.

Warum die Bahnen am Montag ganz normal weiterfuhren, konnten Evag-Mitarbeiter vor Ort nicht sagen. „Wir sind generell schlecht informiert worden“, so ein Angestellter, der einen Informationsstand der Evag am Hauptbahnhof betreut. Laut Nils Hoffmann, Pressesprecher der Evag, wurden alle Mitarbeiter über die geplante Schweigeminute aufgeklärt. Bahn- und Busfahrer hätten dort angehalten, wo sie es konnten. „Der Hauptbahnhof ist die einzige Stelle, wo es nicht ging“, so Hoffmann. Der Grund: Das sogenannte Zugsicherungssystem lasse es nicht zu, dass eine Bahn im Tunnel anhält. „Das geht nur im Notfall.“ Im oberirdischen Schienenverkehr hätten die Fahrzeuge der Evag aber für eine Minute gestanden – im Gedenken an die Opfer in Paris.
Bildunterschrift:
Anzeige im U-Bahnhof unter dem Hauptbahnhof.FOTO: KNUT VAHLENSIECK

WAZ, 17.11.2015 Gemeinsames Gedenken in der Marktkirche

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WAZ / Essen, Rubrik Kurz gemeldet,Dienstag, 17.11.2015

Gemeinsames Gedenken in der Marktkirche


In Trauer vereint zeigten sich am Montag Vertreter von Stadt, Vereinen und Religionsgemeinschaften. Zum Gedenken an die Opfer der Anschläge auf Paris sprachen Katholiken, Protestanten und Mitglieder der muslimischen Gemeinden ein Friedensgebet in der Marktkirche. Zur Schweigeminute um 12 Uhr wurden in katholischen Kitas Kerzen aufgestellt: Denn auch die Kleinsten seien mit dem Thema konfrontiert. Berichte Seite 3

NRZ, 17.11.2015 Gedanken gehen nach Paris

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NRZ / Aus den Stadtteilen,Dienstag, 17.11.2015

Gedanken gehen nach Paris

Kranzniederlegung am Volkstrauertag


Kupferdreh. Die jüngsten Attentate in Paris haben auch die Gedenkfeier der Kupferdreher Bürgerschaft zum Volkstrauertag überschattet.

Traditionell gedenkt die Bürgerschaft den Weltkriegsopfern mit einer feierlichen Kranzniederlegung am Mahnmal im Benderpark. Dabei werden jedoch auch immer aktuelle Ereignisse mit einbezogen; so auch diesmal, wobei die Erdbebenkatastrophe in Nepal im Mai dieses Jahres thematisiert wurde.

Die Gastrede hielt daher Remigius Einhaus, der Nepalbeauftragte des Rotary-Clubs, der unmittelbar nach der Naturkatastrophe vor Ort aktiv Hilfe leistete. Einhaus berichtete nicht nur über die Hilfeleistungen in Nepal – der Aufbau des Camp Hope oder die Bereitstellung ärztlicher Versorgung – sondern auch über die Sorgen der Menschen hier im Lande, deren Angehörige sich zum Zeitpunkt des Erdbebens vor Ort waren.

Doch all geriet beinahe in den Hintergrund, als der Referent an die 132 Todesopfer und die 350 Verletzten erinnerte, die der Terror in Paris bislang forderte. Einhaus schilderte den Unterschied zwischen der Naturkatastrophe in Nepal und den Attentaten in Frankreich: „Naturkatastrophen sind nicht zu beeinflussen.“ Doch könne man solche terroristischen Verbrechen verhindern?

Gefühle zwischen Fassungslosigkeit, Trauer, aber auch Wut bewegten die Teilnehmer. Aus Verbundenheit zu den europäischen Nachbarn spielte ein Trompeter nach der deutschen auch die französische Nationalhymne, die Marseillaise. heiss
Bildunterschrift:
Volkstrauertag in Kupferdreh: Kranzniederlegung im Benderpark. FOTO: VAN FÜHREN

Aufruf von „Je suis Paris - Solidarität in Essen“


Quelle: facebook-Gruppe „Je suis Paris - Solidarität in Essen“

Liberté, Egalité, Fraternité - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Solidarität in Essen

Die terroristischen Morde in Paris haben uns alle zutiefst getroffen. Wir sind schockiert, entsetzt und in tiefer Trauer. Mit unseren Herzen und Gedanken sind wir bei denen die Familienmitglieder oder Freunde verloren haben. Wir hoffen für die Verletzten der Anschläge.

Wir fühlen mit den Opfern in Paris, genauso mit allen Opfern des Terrors weltweit, sei es in Ankara, Beirut, Syrien oder im Irak.
Und mit den vielen Flüchtlingen, die ihre Heimat verlassen müssen um dem Terror zu entkommen. Wir wenden uns gegen Terrorismus, egal ob politisch oder religiös begründet.

Es darf nicht noch einmal ein Terroranschlag als Angriff auf die Menschheit verwendet werden. Wir haben alle gesehen, wohin diese Auslegung der Anschläge uns nach dem 11. September 2001 geführt hat. Nicht noch einmal dürfen wir die Welt in für und gegen "uns" spalten, nicht noch einmal Armeen gegen ganze Länder und Regionen. Lasst uns in Anbetracht der Opfer Frankreich unterstützen, aber nicht die Rachelust der politischen Hardliner.

Rechtsradikale, „Patrioten“ und „besorgte Bürger“ beginnen im Internet und in den sozialen Medien der Flüchtlingspolitik und den Flüchtlingen die Schuld an den Anschlägen zuzurechnen. Dies ist besonders pervers, sind die Flüchtlinge doch diejenigen die vor diesem Terror in ihren Heimatländern fliehen.
Wir müssen uns gemeinsam gegen rechte Scharfmacher und religiöse Fanatiker wenden, die versuchen uns das, was uns wichtig ist – Weltoffenheit – Respekt – Solidarität – Vielfalt - zu entwerten. Die Attentäter von Paris – skrupellose Terroristen – und Rechtsradikale erhalten plötzlich eine gemeinsame Schnittmenge – menschenverachtenden Rassismus. Wir müssen uns weiterhin für Offenheit und gegen Fremdenhass einsetzen.

Der Freiheitsbaum, den Franzosen einst bei ihrer Revolution 1789 pflanzten -
Liberté, Égalité, Fraternité – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Der muss weiter wachsen und blühen.

WAZ/NRZ, 16.11.2015 Presseankündigung

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WAZ/NRZ / Essen,Montag, 16.11.2015

Gesten der Trauer auch in Essen

Stadt legt im Rathaus ein Kondolenzbuch für die Terroropfer aus. Geplant ist auch eine Demo in der Innenstadt. Polizei hat wegen der Gefahrenlage aufgerüstet


Ulrich von Born

Auch in Essen wird getrauert um die Toten von Paris. Besonders berührend ist eine kleine, hilflos wirkende, aber schöne Geste am Zaun des Deutsch-Französischen Kulturzentrums in Rüttenscheid. Passanten haben dort rote Rosen am Zaun befestigt. „Die Essener Bevölkerung ist in diesen schweren Stunden mit den Opfern, den betroffenen Familien und Freunden sowie den Bürgerinnen und Bürgern der französischen Nation, insbesondere unserer französischen Partnerstadt Grenoble, in Trauer und Schmerz verbunden“, sagte Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Die Stadt wird im Foyer des Rathauses am heutigen Montag ab 12.30 Uhr ein Kondolenzbuch auslegen, das allen Bürgern offensteht, die ihre Anteilnahme ausdrücken möchten. Auch im Deutsch-Französischen Kulturzentrum, Brigittastraße 34, wird es ein Kondolenzbuch geben. Die beiden großen Kirchen laden heute um 17 Uhr zum stillen Gedenken an die Opfer in die Marktkirche im Zentrum der Innenstadt ein. Und ein Bündnis „Je suis Paris - Solidarität in Essen“ hat ebenfalls für den heutigen Montag um 18 Uhr Kundgebung und Demonstration auf dem Hirschlandplatz angemeldet.


„Die Essener sind mit den Bür-
gern Frankreichs, insbesondere
unserer Partnerstadt Grenoble,
in Trauer verbunden.“
Thomas Kufen,
Oberbürgermeister

„Unsere Art zu leben, unsere Maßstäbe und Werte sind das Ziel des menschenverachtenden Terrors. Und das Furchtbare: kein Argument wird sie (die Täter) umstimmen können“, sagte Christoph Ecker, evangelischer Pfarrer in Borbeck, in einer Ansprache zum gestrigen Volkstrauertag. In die Angst vor weiteren Anschlägen mische sich auch die Sorge um das Miteinander der Kulturen und Religionen auch in Essen, so Ecker. „Wir können nur hoffen, dass bei den Entscheidungen, die nun in der Politik getroffen werden und auch getroffen werden müssen, nicht Rache oder Vergeltung der Motor sind.“ Klar sei allerdings auch: „Wir können und dürfen der Gewalt nicht tatenlos zusehen und müssen dem Rad der Gewalt in die Speichen greifen.“ Doch Gewalt laufe immer Gefahr, neue Gewalt zu gebären – das zeigten die Beispiele Afghanistan und Irak.

Auch Bischof Franz-Josef Overbeck war mit seinen Gedanken schon bei den Folgen des Terroranschlags: „Das erste Wort, das für mich diese Anschläge beschreibt, ist Fassungslosigkeit – und als zweites der unbedingte Wille zum Frieden“, sagte er am Rande eines Mittagsgebets am Samstag im Dom.

Reagiert hat auch die Essener Polizei. Sie wird vorläufig in den Streifenwagen wegen der seit den Terrorakten als angespannt bewertete Sicherheitslage Maschinenpistolen mit sich führen. F.S./-MarS
Bildunterschrift:
Bürger haben am Tor des Deutsch-Französischen Kulturzentrums Rosen angebracht. Leiter Michel Vincent: „Das hat mich sehr bewegt.“ FOTO: ULRICH VON BORN

16.11.2015 Essener Friedensforum unterstützt "Je suis Paris"

Essener Friedens-Forum
Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
www.essener-friedensforum.de
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Essener Friedensforum unterstützt "Je suis Paris"

das Essener Friedensforum verurteilt die terroristischen Morde in Paris und drückt allen Betroffenen des brutalen Anschlages sein tiefstes Mitgefühl aus. Es unterstützt die Demonstration "Je suis Paris - Solidarität in Essen" am Montag, 16.11.2015 um 18 Uhr ab Hirschlandplatz und bittet alle, sich daran zu beteiligen.

Nach dem 11.September 2001 eröffnete der Westen den sogenannten Anti-Terror-Krieg, der den Terror genährt hat, statt ihn zu besiegen. Frankreich war an mehreren militärischen Interventionen des Westens in Afrika und der islamischen Welt, darunter Mali und Irak, beteiligt und liefert Waffen in die Krisenherde des Nahen Ostens. Das EFF macht in diesem Zusammenhang erneut deutlich, dass es Kriege als Lösung von Konflikten ablehnt. Zur friedlichen Regelung von Konflikten gibt es weltweit keine Alternative.

Wir rufen dazu auf, diese barbarischen Taten nicht mit weiterer Gewalt zu beantworten. Der Versuch, Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen, kann nur scheitern und neues Leid hervorbringen.

Wir warnen außerdem davor, die barbarischen Terroranschläge mit der Flüchtlingspolitik zu verknüpfen und gegen die Flüchtlinge zu verwenden.


15.11.2015 Anti-Rassismus-Telefon unterstützt "Je suis Paris"

Interkulturelles Solidaritätszentrum e.V.

Anti-Rassismus-Telefon

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Fredrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen,

Tel/Fax: 0201-232060

Pressemitteilung
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Essen, den 15. November 2015

Pressemitteilung

Anti-Rassismus-Telefon unterstützt Aktion "Je suis Paris - Soldidarität in Essen"



Das Anti-Rassismus-Telefon unterstützt die Gedenkaktion "Je suis Paris - Solidarität in Essen" morgen (Montag, 16. 11. 2015) um 18:00 Uhr in der Innenstadt am Hirschlandplatz und bittet um rege Teilnahme.


Die Morde von Paris haben uns uns zutiefst getroffen.
Das Anti-Rassismus-Telefon befürchtet, dass rechte Scharfmacher und religiöse Fanatiker nun diese Anschläge zum Anlass nehmen werden, um noch mehr Hass und Gewalt zu verbreiten.
Wir dagegen werden uns weiterhin für Offenheit und gegen Fremdenhass einsetzen. Wir lassen nicht zu, dass die Mörder von Paris unser gemeinsames Zusammenleben vergiften.


Mit der Bitte um Veröffentlichung und
mit freundlichen Grüßen

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