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Seitenübersicht

Monatliche Pegida-Aufmärsche, der letzte am 10. November 2016

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500facher bunter Widerstand am 13. April 2016

Am 13. April 2016 ist erstmalig eine Pegida-ähnliche Gruppierung in Essen aufmarschiert. Mit ihren ca. 80 Teilnehmern stießen sie auf breiten Widerstand: ca. 500 Essener protestierten entlang der Aufmarschstrecke und bei den Gegenkundgebungen. Nach einigen monatlichen Aufmärschen ist die Gruppe erheblich geschrumpft. Am 31. 7. ist die Gruppe beim Pro-NRW-Aufmarsch in Köln aufgetreten.

Trotz geringer Teilnehmerzahl halten die Rassisten daran fest, ihren Aufmarsch monatlich zu wiederholen. Der Anschein der Bürgerlichkeit ist inzwischen komplett aufgegeben worden, rechtsradikale Parteien werden ganz offen und unverblümt um Teilnahme gebeten.
Trotz erheblichen Widerstand am 28.9. in Oberhausen hat die Gruppe am 26.10. Oberhausen erneut heimgesucht.


Inhaltsverzeichnis

Siebter Aufmarsch am 10. November 2016

Essen-stellt-sich-quer ruft zum Widerstand auf!

Diesmal nicht mittwochs, sondern für Donnerstag, den 10. November will die Gruppe um 19:00 Uhr auf dem Hirschlandplatz zum "Spaziergang" aufmarschieren. Essen-stellt-sich-quer hat eine Gegenkundgebung angemeldet:
Wir treffen uns um 18:30 am Hans-Toussaint-Platz!


Informationsflugblatt von Essen-stellt-sich-quer (Stand: November 2016)

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Flugblatt
PDFicon.gif (171.6 KB)

Zum aktuellen Zustand der Nazigruppe
"Bürger gegen Politikwahnsinn"


Die Gruppe "Bürger gegen Politikwahnsinn" ist eine Ansammlung von Personen der extremen Rechten aus Essen und Umgebung. Gegründet hat die Gruppe, die sich zunächst noch "Essen gegen Politikwahnsinn" nannte, das ehemalige Pro-NRW-Mitglied Holm Teichert. Zu Beginn des Jahres sprießten überall sogenannte "Bürgerwehren" aus dem Boden. Auch in Essen wollte sich solch eine Gruppe bilden, was aber durch frühen zivilgesellschaftlichen Widerspruch unterbunden werden konnte. Teichert konnte nichtsdestotrotz die allgemein aufgeladene Stimmung in Deutschland hier in Essen nutzen, kanalisieren, und zu Anfangszeiten bis zu 80 Personen auf die Straße mobilisieren. Zunächst nahmen neben Rechten und eindeutigen Nazis auch noch sogenannte besorgte Bürger*innen teil. Auf den Demonstrationen "gegen Politikwahnsinn" wurde von Anfang an gegen die deutsche Asylpolitik gehetzt, es wurde von großen Verschwörungen gegen Deutsche geredet und Angst gegenüber Asylbewerber*innen und Migrant*innen geschürt. Das Feindbild ist klar: Kirchen, Gewerkschaften, die Medien, Grüne, Linke und natürlich die Politik im Allgemeinen.

Nachdem die TeilnehmerInnenzahlen aufseiten der "Bürger gegen Politikwahnsinn" zurückgingen, wurde der offene Schulterschluss mit klar neonazistischen Organisationen und Initiativen gesucht. Die Teilnehmer*innen der aktuellen Demonstrationen rekrutieren sich ausnahmslos aus der rechten Szene. Das Anbiedern an NPD, AfD und Pro NRW hat szeneintern Früchte getragen. Auf den letzten Demonstrationen standen neben Teichert Nazi-Hooligans, NPD Kader und Pro NRW Aktivisten. Allerdings ist durch das Einbinden neofaschistischer Organisationen das Ansehen in Essen nicht gestiegen, sondern stagniert. Die "Bürger gegen Politikwahnsinn" spulen daher seit einiger Zeit mit den immer gleichen Personen den ewig gleichen Ablauf ab: Ein paar Redebeiträge mit Klagen über die "links-grün-versiffte Gutmenschenherrschaft" und die "Merkel-Diktatur", gesangliche Eskapaden zur "Erhaltung des deutschen Liedgutes", orchestriertes Deutschlandfahnenschwenken, eine Runde durch die Stadt laufen und dasselbe nochmal, bis noch der letzte am sogenannten "offenen Bürgermikrofon" seine oder ihre kruden Verschwörungstheorien und rassistische Hetze abgelassen hat.

EqLogoNeuTrans.pngWir betrachten die "Bürger gegen Politikwahnsinn" als ernstzunehmendes Symptom der allgemeinen Verschiebung des öffentlichen Diskurses nach rechts. Die Gruppe mag zwar angesichts der knapp 580.000 Einwohner*innen in Essen marginal sein. Dass aber Neonazis und Rassist*innen monatlich in Essen demonstrieren und marschieren können, sich vernetzen und auch überregionale Strukturen aufbauen, festigen und bislang Nichtsagbares offen auf die Straße tragen, ist für uns ein unhaltbarer Zustand. Jeder brennenden Unterkunft für Geflüchtete sind enthemmte Worte, ist Hetze vorausgegangen. Auch wenn bislang keine direkte Gewalt gegenüber Geflüchteten vonseiten dieser Gruppierung ausgegangen ist, gärt in der Gruppe und ihrem Umfeld das Klima, das in den Pogromen in Hoyerswerda, Rostock- Lichtenhagen oder Heidenau gipfelte. Als antifaschistisches Bündnis und als Essener Zivilgesellschaft ist es unsere Pflicht dem braunen Ungeist entgegenzutreten und Nazis und Rassisten wieder und wieder die Stirn zu bieten,

Für Nazis ist in unserer Stadt kein Platz!

Weitere Informationen aus dem Netz

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Über die Hintermänner der "Bürger gegen Politikwahnsinn"

Verbindungen der Truppe zu den Republikanern, PEGIDA, Pro-NRW, HoGeSa, AfD und NPD werden dargelegt. Zusätzlich werden einige Aussagen vom Aufmarsch am 26.10.2016 in Oberhausen werden kritisch analysiert.


vom 02.05.2015, Düsseldorf Rechtsaußen, auf: Duesseldorf-Rechtsaussen.de, (Permanent-Link vom 04.11.2016 04:26)

Sechster Aufmarsch am 12. Oktober 2016

NRZ, 13.10.2016 Demos in der City begannen friedlich

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NRZ / Essen,Donnerstag, 13.10.2016

Demos in der City begannen friedlich


Zur Demo der pegida-ähnlichen „Bürger gegen Politikwahnsinn“ auf dem Hirschlandplatz kamen gestern deutlich weniger Teilnehmer. 300 waren angemeldet, am Abend erschienen keine 100. Es waren auch weniger Gegendemonstranten dort. Zu Beginn blieb es laut Polizei ruhig.

WAZ/NRZ, 12.10.2016 Bürgerbündnis ruft zur Gegendemo auf

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WAZ / Essen,Mittwoch, 12.10.2016

Bürgerbündnis ruft zur Gegendemo auf


Die pegida-ähnliche Gruppierung „Bürger gegen Politikwahnsinn“ hat für den heutigen Mittwoch von 18.30 bis 22 Uhr wieder zu einer Demo durch die Stadtmitte aufgerufen. Die Kundgebung startet auf dem Hirschlandplatz. Der Veranstalter rechnet mit 300 Teilnehmern. Das Bürgerbündnis „Essen stellt sich quer“ hat auf seiner Facebook-Seite zu einer Gegenkundgebung um 18.30 Uhr auf dem Hans-Toussaint-Platz aufgerufen. Das Bündnis erwartet laut Polizei 250 Teilnehmer. Es sind zahlreiche Polizisten im Einsatz, um die Gruppen zu trennen.
Fast wortgleich berichtete auch die NRZ


Essen stellt sich quer ruft zum Widerstand auf

Aufruf PDFicon.gif (99.2 KB)
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STOPPT
„Bürger gegen Politikwahnsinn“

Die rassistische, nationalistische Nazi-Gruppe „Bürger gegen Politikwahnsinn will am Mittwoch, 12. Oktober erneut in unserer Stadt hetzen.

Wir wollen informieren!

Wir treffen uns
18:30 Uhr Hans-Toussaint-Platz

Weitere Infos auch auf unserer facebook-Seite.



Regelmäßig ergibt sich ein Bild von Teilnehmern, die man als braune Mischung von NPD, Pro NRW, Identitäre, Hooligans, Neonazis und vorgeblich „besorgte“ Bürger mit Kontakten in die tiefbraune Szene von NRW bezeichnen kann.

Dagegen werden wir demonstrieren!


Sechster Aufmarsch am 14. September 2016

25 Teilnehmer, NPD vertreten, Expansion nach Oberhausen, Gegenaktion angekündigt

 

Essen-stellt-sich-quer berichtet auf der facebook-Seite:

Bei der Kundgebung und Demonstration von "Bürger gegen Politikwahnsinn" waren weniger als 25 Teilnehmer, dafür war nun dort die NPD prominent mit 2 Transpis und dem Landesvorsitzenden Claus Cremer vertreten. Neben Holm Teichert und einigen anderen, sprach bei der Kundgebung auch Markus Beisicht, der Landesvorsitzende der abgehalfterten Gruppierung "Pro NRW". Wie inzwischen bekannt wurde, wird diese Nazigruppe Ihr Auftreten ausweiten. Es ist geplant und angekündigt am 28. September eine Kundgebung in Oberhausen durchzuführen.

Offenbar hat sich die Gruppe zwecks Expansion umbenannt von "Essen gegen Politikwahnsinn" zu "Bürger gegen Politikwahnsinn". Am 28. September sind sie auf dem Altmarkt in Oberhausen aufmarschiert. Laut Presse trafen dort die ca. 60 Teilnehmer auf 450 Gegendemonstranten

Gegenaktionen zu Essen-stellt-sich-quer angekündigt
Am Samstag, den 17. September, führte Essen-stellt-sich-quer eine Mahnwache vor der Baustelle einer Moschee in Moschee in der Nöggerathstraße in Altendorf (nahe S-Bahn E-Frohnhausen) durch. Tags zuvor wurde bekannt, dass dort ein Schweinekopf angebracht wurde. Die Gruppe "Essen gegen Politikwahnsinn" hat angekündigt, bei der nächsten derartigen Mahnwache eine Gegenkundgebung anzumelden.
Quelle: facebook-Meldung von Essen-stellt-sich-quer, den gesamten Text hier anzeigen...


Fünfter Aufmarsch am 10. August 2016

Essen-stellt-sich-quer ruft zum Widerstand auf

Bündnis gegen Rassismus und Faschismus



Pressemitteilung des Bündnisses
Essen stellt sich quer zum Aufmarsch
des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn“
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Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
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www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, 05. August 2016

Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft auf zur Protestkundgebung gegen die Nazigruppe „Essen gegen Politikwahnsinn“ am Mittwoch, 10. August, 18.30 Uhr auf den Hans-Toussaint-Platz!


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Rassistische und nationalistische Hasstiraden sollen wieder über den Hirschlandplatz schallen. Bereits zum vierten Mal wird dieser, nach einer von den Faschisten vertriebenen und ermordeten jüdischen Bankiersfamilie benannte Platz missbraucht, damit Nazis ihre völkischen Parolen einem Publikum von knapp 30 Zuhörern darbieten können.
Uns empört, mit welcher Geschichtsvergessenheit den Neonazis ausgerechnet dieser Platz immer wieder zur Nutzung überlassen wird.

Trotz massiver Proteste und der schwindenden Teilnehmerzahl haben die Neonazis ihr Ziel noch nicht aufgegeben, in Essen anzukommen.
Im Gegenteil; sie versuchen durch überregionale Nazigrößen als Redner und Teilnehmer (Dittmer – Identitäre, Cremer – NPD, beide wegen Volksverhetzung verurteilt) in der Nazi-Szene an Zulauf zu gewinnen.

Auch die Teilnahme an Kundgebungen in Bonn und in Köln am 31.7. sollte dazu dienen. Jedenfalls hat die Teilnahme dieser Nazigruppe endgültig die Tarnung von ihrer hässlichen Fratze gerissen – standen die Essener gegen Politikwahnsinn doch gemeinsam mit Nazis von NPD, Die Rechte, Identitären, Pro NRW, Widerstand Ost-West, Kameradschaft „Braune Wölfe“ und Hogesa – Nazihools in einem traurigen Haufen beisammen. Nach mehreren Verstößen gegen die Versammlungsauflagen, festgestellter Bewaffnung und verbaler Angriffe griff die Kölner Polizei durch und löste diese ekelige Versammlung auf.

All diese Gruppen traten hier in Essen in den letzten eineinhalb Jahren ebenfalls auf. Jedes Mal wies Essen stellt sich quer auf die Gefährlichkeit dieser Gruppen hin. Bei mehreren Aktionen der Nazis kam es zu Übergriffen, Gewaltausbrüchen, Sachbeschädigungen. Im Gegensatz zu Köln scheint dies in Essen die Versammlungsbehörden aber nicht zu stören oder entsprechende Reaktionen hervorzurufen.

Dies ist ein Grund mehr für uns - unabhängig davon, wo Neonazis, Rassisten und Nationalisten in Essen auftreten - es nicht zuzulassen, dass Nazis in unserer Stadt und auch anderswo Fuß fassen.

Essen stellt sich quer ruft auf zur Kundgebung am Mittwoch, 10. August, 18.30 Uhr auf dem Hans-Toussaint-Platz. Wir werden erneut massiv gegen das Auftreten der Neonazis protestieren. Beenden wir diesen braunen Spuk!



WAZ/NRZ, 09.08.2016 „Essen stellt sich quer“ ruft zum Protest gegen Rechts auf

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NRZ / Essen,Dienstag, 09.08.2016

„Essen stellt sich quer“ ruft zum Protest gegen Rechts auf

Kundgebung mit 200 Teilnehmern morgen in der City


Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft zu Protesten gegen Rechts am morgigen 10. August um 18.30 Uhr auf dem Hans-Toussaint-Platz in der Innenstadt auf. Anlass ist die inzwischen vierte Kundgebung der pegida-ähnlichen Gruppierung „Essen gegen Politikwahnsinn“ am gleichen Tag ab 19 Uhr auf dem Hirschlandplatz. „Trotz massiver Proteste und der schwindenden Teilnehmerzahl haben die Neonazis ihr Ziel noch nicht aufgegeben, in Essen anzukommen“, heißt es bei „Essen stellt sich quer“, das nach eigenen Angaben mit 200 Teilnehmern rechnet.

Nach Informationen dieser Zeitung fielen drei Essener Vertreter der lokalen Organisation am Rande der Erdogan-Demo in Köln auf, als sie nach Beobachtungen des Bündnisses „gemeinsam mit Nazis von NPD, Die Rechte, Pro NRW, Kameradschaft Braune Wölfe und Hooligans beisammen standen“. Die Kölner Polizei löste die Veranstaltung nach Verstößen auf. Anzeigen gegen die Essener liegen zwar keine vor. Für „Essen stellt sich quer“ habe der Auftritt in Köln jedoch deutlich gemacht, welche Gesinnung „Essen gegen Politikwahnsinn“ tatsächlich habe. j.m.
In der WAZ erschien eine verkürzte Form des Artikels


WAZ/NRZ, 02.08.2016 Rechte aus Essen fielen in Köln auf

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WAZ/NRZ / Essen,Dienstag, 02.08.2016

Rechte aus Essen fielen in Köln auf

Als Unterstützer von „Pro NRW“


Die Organisatoren des „Pro NRW“-Aufmarsches gegen Erdogan und die Anhänger des türkischen Präsidenten haben am Sonntag in Köln „überparteiliche“ Unterstützung aus Essen bekommen. Vertreter der pegida-ähnlichen örtlichen Organisation „Essen gegen Politikwahnsinn“ gesellten sich zu den etwa „330 Teilnehmern des rechten Spektrums, darunter auch zahlreiche Hooligans“, berichtete die Kölner Polizei. Diese Versammlung auf dem Bahnhofsvorplatz wurde nach kurzer Zeit aufgelöst. Die Polizei sah die öffentliche Sicherheit offenbar nicht mehr gewährleistet: „Diese Personen stellen sich mehrheitlich als stark alkoholisiert, aggressiv und unkooperativ dar“, heißt es unmissverständlich in ihrem Abschlussbericht. Zudem seien Quarzsandhandschuhe und Reizstoffsprühgeräte sichergestellt worden, die auf einer Demo verboten sind. „Essen gegen Politikwahnsinn“ wird bald wieder in Essen aktiv: Für den 10. August ist eine Kundgebung auf dem Hirschlandplatz geplant. j.m.
Bildunterschrift:
Essener unterstützten die rechte Kundgebung in Köln. FOTO: WITTE (Transparentaufschrift: „Essen gegen Politikwahnsinn / Wir wehren uns“)

Vierter Aufmarsch am 13. Juli 2016

WAZ/NRZ, 14.07.2016 Ordnungskräfte trennen Demonstranten

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 14.07.2016

Ordnungskräfte trennen Demonstranten

Protest gegen Pegida-Ableger


„Essen gegen Politikwahnsinn“ nennt sich eine Splittergruppe, die gestern Abend erneut in der Innenstadt demonstriert hat. Vom Viehofer Platz gingen 20 Teilnehmer über die Rottstraße in die Kastanienallee. Gegendemonstranten von „Essen stellt sich quer“, die sich am Café Nord versammelt hatten, rücken den Essener Pegida-Ableger in die Nähe der braunen Szene. „Wir werden wieder einmal deutlich machen, dass wir in Essen neonazistische und rassistische Hetze nicht zulassen“, kündigte Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“, im Vorfeld der Kundgebung an. Etwa 80 Gegendemonstranten kamen. Die Polizei setzte Beamte der Einsatzhundertschaft ein, um gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen zu verhindern. Bis zum späten Abend aber gab es „keine Straftaten“, so eine Polizeisprecherin.

WAZ/NRZ, 08.07.2016 Polizei verlegt Demo-Disput in den Norden

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WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 08.07.2016

Polizei verlegt Demo-Disput in den Norden

Rechte wollen am 13. Juli erneut marschieren


Für die vierte Auflage seiner Demonstration gegen Politiker, Kirchen, Gewerkschaften und Medien und die vermeintliche Überfremdung in Deutschland muss das rechtslastige Bündnis „Essen gegen Politikwahnsinn“ sich an einen neuen Tummelplatz gewöhnen: Wie die Polizei gestern auf Anfrage bestätigte geht nach drei Veranstaltungen auf dem Hirschlandplatz die Demo am Mittwoch, 13. Juli, ab 19 Uhr auf dem Viehofer Platz am Nordrand der City über die Bühne. Auch die Gegendemonstranten vom Bündnis „Essen stellt sich quer“ ziehen um: Sie finden, so wurde es in den Kooperationsgesprächen festgezurrt, jetzt an der Viehofer Straße in Höhe Pferdemarkt ihr Forum zum Protest.

Für ein aufwändiges Polizeiaufgebot scheint gesorgt, wie groß der Auftrieb an Demonstranten auf beiden Seiten gerät, bleibt allerdings bis auf weiteres unklar: Der Zuspruch war zuletzt spürbar gesunken, jetzt allerdings lädt das Bündnis des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn“ offen auch rechtsextreme Gruppen und Parteien dazu. Man rechne mit bis zu 300 Teilnehmern, die Gegendemo mit rund 350. woki

Aufruf zur Gegenkundgebung

Aus dem per Email versandten Infobrief vom 6. Juli 2016:
Gegen Neonazis in Essen

„Essen gegen Politikwahnsinn“ (EgPw), so nennt sich der Ableger von PeGiDa, versucht seit April monatlich in Essen Fuß zu fassen. Es sind keine unbescholtenen Bürger, die sich bisher auf dem Hirschlandplatz getroffen haben, sondern es hat sich die braune Szene unter aufwändigem Polizeischutz zusammengefunden.

Die Zahl der teilnehmenden Neonazis bei ihrem letzten Treffen am 8. Juni war auf ca. 30 Personen geschrumpft. Deshalb hat sich EgPw geoutet und sucht nun offiziell den Schulterschluss mit neofaschistischen und rassistischen Parteien. Unter dem Kollektivbegriff „Patrioten“ schreibt EgPw: "/Diesen Kampf führen wir nicht allein. Parteien wie NPD, AfD, ProNRW, Republikaner usw. kämpfen im Parlament oder in der Regionalpolitik für uns Deutsche./"

Ihre Hetzreden und Hassparolen richten sich vor allem gegen Geflüchtete, gegen Muslime, Migranten. Ihre Gegnerschaft zu bürgerlichen und linken Parteien, zu Gewerkschaften und Kirchen bekunden sie öffentlich in ihren Texten.

Für den 13. Juli hat EgPw erneut eine Kundgebung angemeldet, dieses Mal auf dem Viehofer Platz. Viele Essener*innen sind bisher den Aufrufen von Essen stellt sich quer gefolgt, haben mit vielseitigem buntem Protest demonstriert, dass der PeGiDa-Ableger in Essen nichts zu suchen hat. Sie haben demonstriert, dass Menschenrechte und Würde der Menschen in unserer Stadt unantastbar sind, gleich welcher Religion, welcher Hautfarbe, welcher nationaler Herkunft, welcher Weltanschauung.

Essen stellt sich quer ruft auf, auch am 13. Juli gegen die Kundgebung dieses PeGiDa-Ablegers zu protestieren, ihm den Viehofer Platz nicht zu überlassen. Wir werden wieder einmal deutlich machen, dass wir in Essen neonazistische und rassistische Hetze nicht zulassen.

Die

  • Gegenkundgebung
  • auf dem Viehofer Platz/Pferdemarkt
  • beginnt am Mittwoch, 13. Juli 2016 um 18:30 Uhr.


Dritter Aufmarsch am 08. Juni 2016

Essen stellt sich quer ruft zum Widerstand auf: Mittwoch, 8. Juni 18:30

Essen-stellt-sich-quer teilte am 2. Juni via facebook mit:
Zum dritten Mal suchen rechte Kräfte unsere Stadt heim um ihre rassistischen und zugleich gefährlichen Parolen zu verbreiten. Wir schauen auch diesmal nicht zu und möchten euch bitten, ausgestattet mit Trillerpfeifen und guter Laune mit uns zusammen richtig Alarm zu machen. Damit Holm Teichert und Co. sehen, dass wir in Essen keine Lust auf rassistische Hetze haben und wir alle zusammen stehen wenn um es um dieses Thema geht. Denn gerade hier im Ruhrgebiet kommt eigentlich jede*r woanders her und trotzdem leben die Menschen, ihrer unterschiedlichen Kulturkreise zum Trotz, seit Generationen friedlich zusammen. Das soll auch so bleiben und darum bitten wir euch, zeigt diesen von Hass und Machthunger getrieben Menschen dass sie mit ihrer Meinung geradezu lächerlich in der Unterzahl sind und dass sie nicht das Recht haben für uns zu sprechen.

Von uns geht dabei wie immer keine Gewalt aus. Passt auf euch auf, danke und Glück auf!

Beachtet unsere Veranstaltung! Zusagen, Menschen einladen! Am Mittwoch hinkommen!


Nach dem zweiten Aufmarsch am 11. Mai 2016

WAZ/NRZ, 13.05.2016 Nach Demo verprügelt

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WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 13.05.2016

Nach Demo verprügelt

Frau und Mann an der Haltestelle attackiert


Nach den drei Demonstrationen am Mittwoch in der Innenstadt ist es am Abend doch noch zu einem Übergriff gekommen. Laut Polizei standen gegen 21.35 Uhr eine Frau (31) und ein Mann (33) an der Evag-Haltestelle Martin-Luther-Straße/Freytagstraße in Frohnhausen. Plötzlich soll eine sechsköpfige Gruppe sie mit Schlägen und Tritten attackiert haben, ein Angreifer soll mit einem Schlagring bewaffnet gewesen sein. Nach der Attacke flüchteten die vermummten, schwarz gekleideten Angreifer Richtung S-Bahnhof Essen-West. Die Opfer kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Sie gaben an, an der Demo der „Essen gegen Politikwahnsinn“ teilgenommen zu haben. Möglicherweise kamen die Täter aus den Reihen der Gegendemonstranten, so die Polizei, die Zeugen sucht: 829-0.

WAZ/NRZ, 12.05.2016 Demo-Bilanz: „Laut aber friedlich“

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 12.05.2016

Demo-Bilanz: „Laut aber friedlich“

Großaufgebot der Polizei in der Innenstadt


Bei den Demonstrationen in der Innenstadt ist es „laut, aber friedlich“ geblieben – so lautete am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr die vorläufige Bilanz der Polizei, nachdem zuvor die Demo der rechtspopulistischen Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“ sowie zwei Gegendemos stattgefunden hatten. Die Polizei vollstreckte einen Haftbefehl gegen eine Person, die an der rechten Demo teilnahm. Gegen zwei Gegendemonstranten fertigten die Beamten Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot. Eine weitere Anzeige erhielt eine Person aus dem linken Spektrum, weil sie Beleidigungen gegenüber Polizisten äußerte.

Laut Polizei kamen zur rechten Demo 40 Teilnehmer, die Gegendemonstranten brachten es auf 140 Teilnehmer. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. pg
Bildunterschrift:
Auf dem Hans-Toussaint-Platz sammeln sich Gegendemonstranten. FOTO: S. TASSOS

ESSQ, 12. Mai: Demobericht und Hinweise zum Ablauf

Auf der facebook-Seite von Essen-stellt-sich-quer wurde folgender Demobericht und Hinweise veröffentlicht:
Rund 300 Essener haben heute gegen rund 30, meist zugereiste Polittouristen, genannt "Essener gegen Politikwahnsinn" protestiert. Zum Glück hatten die 9 Deutschlandfahnen und eine Stadt Essen - Fahne dabei an denen sie sich festhalten konnten. Die hätten ihre Strecke sonst bestimmt kriechen müssen - so ein müder, verblendeter Haufen dummschwätzender Rechtsextremer war in Essen schon lange nicht mehr zu sehen.

Das Konzept der Menschen vom Grillotheater, Leute einzuladen und dann zu blockieren, hat ebenfalls funktioniert, ist aber noch ausbaufähig. Überhaupt hat sich das Haus viel Mühe gegeben um den Rechten zu zeigen und zu sagen was von ihnen zu halten ist. Ein schönes DANKE dafür! - Habt ihr toll gemacht! Und wir haben Euch gerne geholfen!

Die Gegenkundgebungen waren gut besucht und laut. Die Stimmung war sehr gut. Kein Wunder, bei 10 Mal mehr Teilnehmern als bei EgPw.

Das genügt erst einmal als erste Stellungnahme.


Es gibt Meldungen über Zwischenfälle durch mangelnde Polizeipräsenz beim Abmarsch der Rechten und es gibt Meldungen über Behinderungen von abreisenden Antifaschisten durch die Polizei. Diese sind noch nicht eindeutig genug um qualifizierte Aussagen zu machen. Schickt uns Eure Berichte.

Einen haben wir noch: Bei den Rechtsextremen soll jemand verhaftet worden sein, wegen einem gefährlichem Gegenstand. (noch unbestätigt von Zeugen auf Twitter.)

Hier die Fotoserie eines Journalisten (Danke!). Auf einem Foto ist ein Teil unserer Sitzblockade zu sehen. Die Rechtsextremen waren so in der Minderzahl, das die Polizei sie über den Bürgersteig drumrum leiten konnte... Schaut Euch den Trümmerhaufen rechtsextremer "Massen" mal an. Es stimmt. Die haben den Krieg verloren...


Vor dem zweiten Aufmarsch am 11. Mai 2016

Essen-stellt-sich-quer ruft zur Gegenaktion auf

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Pressemitteilung des Bündnisses
Essen stellt sich quer zum Aufmarsch
des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn“
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Im Büro des Anti-Rassismus-Telefons
Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
Telefon/Fax: 0201-232060
www.essen-stellt-sich-quer.de
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www.facebook.com/pages/
Essen-stellt-sich-quer

Essen, 05. Mai 2016

11. Mai: Essen stellt sich quer gegen Pegida-Ableger 

Das Bündnis Essen stellt sich quer ruft zu zwei Kundgebungen am Mittwoch, den 11. Mai ab 18:30 Uhr sowohl am Hans-Toussaint-Platz, als auch am Kennedyplatz (zwischen Europa-Haus und Allbau) auf. Das Bündnis mobilisiert damit gegen die zweite Versammlung des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn".  

Trotz der gebetsmühlenartigen Beteuerungen, es handle sich um eine Veranstaltung besorgter und kritischer Bürger*innen Essens, sind die Verbindungen zu Pegida und weit in die rechtsextreme Szene von NRW hinein vorhanden. Beim vergangenen Aufzug am 13.04. in Essen wurden unter anderem durch teilnehmende Personen aus dem Hooligan-Spektrum bei der Abreise antisemitische Parolen gegrölt. Auch der inzwischen ehemalige Pro-NRW-Funktionär Dominik Roeseler war unter den Teilnehmenden. Roeseler hatte die gewalttätige Hogesa-Demo im September 2015 in Essen angemeldet, nach deren Ende Hooligans in der Innenstadt mutwillig eine Bar beschädigten und Passanten angriffen.

Holm Teichert, der Initiator von „Essen gegen Politikwahnsinn", hat indes offenbar versucht, die Veranstaltung als Ableger von Pegida NRW zu etablieren. Dass sich die Gruppe nicht selbst Pegida nennt, soll ihr nach den montaglichen Zwischenfällen bspw. in Duisburg, bei denen Teichert zugegen war, einen seriöseren Anstrich verleihen. Teichert hat zudem augenscheinlich beabsichtigt, Einfluss auf die interne Organisation von Pegida NRW zu nehmen, was zu einem öffentlichen Streit zwischen Teichert und der Führungsriege Pegida NRWs im sozialen Medium Facebook geführt hat. Es bleibt zu hoffen, dass sich am 11.05. niemand dieser offenkundig planlosen und zerstrittenen Gruppierung anschließt.  

Das Bündnis Essen stellt sich quer ruft dennoch alle Bürger*innen Essens auf, ein Zeichen gegen jeglichen Rassismus und Rechtspopulismus zu setzen. Die Kundgebungen auf dem Hans-Toussaint- und Kennedyplatz beginnen um 18:30 Uhr.


Organisorisches: Karte

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Auf der Karte ist in rot der Marschplan der Pegida-ähnlichen Gruppierung zu erkennen.

An den beiden blauen Punkten, am Hans-Toussaint-Platz (unten) und am Kennedyplatz, finden die Gegenkundgebungen von Essen-stellt-sich-quer statt.


WAZ/NRZ, 11.05.2016 Straßensperrungen wegen Demos

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WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 11.05.2016

Straßensperrungen wegen Demos


Wegen der Demonstration des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn“ und den beiden Gegendemos in der City kann es heute zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Polizei wird zeitweise Straßensperren einrichten, so dass es insbesondere zwischen Hans-Toussaint-Platz und Vereinstraße Beeinträchtigungen geben könnte. Rund um den Hirschlandplatz werden ab etwa 17 Uhr mehrere hundert Teilnehmer zu den drei Versammlungen erwartet. Die Rechtspopulisten haben ihren Demonstrationszug ab 18.30 Uhr angemeldet. Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft zu zwei Gegen-Kundgebungen ab 18.30 Uhr am Hans-Toussaint-Platz und am Kennedyplatz auf.

WAZ/NRZ, 09.05.2016 Essen stellt sich quer ruft zu Kundgebung auf

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WAZ/NRZ / Essen,Montag, 09.05.2016

Essen stellt sich quer ruft zu Kundgebung auf


Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft zu zwei Kundgebungen am Mittwoch, 11. Mai, ab 18.30 Uhr am Hans-Toussaint-Platz und am Kennedyplatz (zwischen Europa-Haus und Allbau) auf. Damit will das Bündnis gegen die zweite Versammlung des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn“ demonstrieren. An dessen Aufzug am 13. April hätten Personen aus dem Hooligan-Spektrum teilgenommen und bei der Abreise antisemitische Parolen gegrölt. Gegen solche Auswüchse, Rassismus und Rechtspopulismus wolle Essen stellt sich quer ein Zeichen setzen.

WAZ/NRZ, 05.05.2016 Wieder rechte Demo in der City

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 05.05.2016

Wieder rechte Demo in der City

Bürgerbündnis ruft zu Gegenprotesten auf


Von Michael Mücke

Einen Monat nach der ersten Kundgebung will die rechtspopulistische Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“ wieder auf dem Hirschlandplatz demonstrieren. Sie hat für Mittwoch, 11. Mai, von 18.30 bis 21.30 Uhr eine Demo in der City angemeldet und erwartet angeblich 300 Teilnehmer. Anfang und Ende des Umzuges ist der Hirschlandplatz.

Mehrere Organisationen kündigten für kommenden Mittwoch Gegenproteste mit Hunderten Teilnehmern an. Das Bürgerbündnis „Essen stellt sich quer“ wollte zuerst durch die City ziehen, nach einem gestrigen Kooperationsgespräch mit der Polizei einigte man sich aber auf eine Gegenkundgebung auf dem Hans-Toussaint-Platz und dem Kennedyplatz (Europahaus). Dabei habe die Polizei laut Initiativen-Sprecher Max Adelmann zugesichert, eine Verbindung zwischen den beiden Plätzen über die Rathenaustraße frei zu halten. Auch die Grünen und das Interkulturelle Solidaritätszentrum Essen wollen gegen die Populisten demonstrieren.

Polizeisprecher Lars Lindemann kündigte an, „mit ausreichenden Kräften“ vor Ort zu sein, um Zusammenstöße zu verhindern. Bei der letzten Kundgebung am 13. April konnte die Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“ gerade mal 80 Teilnehmer mobilisieren, während 500 Gegendemonstranten dem Aufruf des Bürgerbündnisses „Essen stellt sich quer“ folgten. Die Polizei nahm damals insgesamt elf Personen fest und leitete sieben Verfahren ein, u.a. wegen Böllerwürfen, Körperverletzung und Verunglimpfung.
Bildunterschrift:
Am 11. Mai wird die Polizei wieder mit starken Kräften in der City sein. FOTO: K.V.

05.05.2016: Korrekturhinweis/Klarstellung: Die Grünen und das Interkulturelle Solidaritätszentrum (=Trägerverein des Anti-Rassismus-Telefons) beabsichtigen derzeit nicht, eigene Veranstaltungen durchzuführen. Sie werden sich an den gemeinsamen Aktivitäten von Essen-stellt-sich-quer beteiligen.

Nach dem ersten Aufmarsch vom 13. April

WAZ, 15.04.2016 Leserbrief Diskriminierung

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WAZ / Essen, Rubrik Leserforum,Freitag, 15.04.2016

Diskriminierung


Kommentar „Essen stellt sich quer“. Den Vorfall der Körperverletzung in der Innenstadt bedauere ich außerordentlich. Es ist Aufgabe der Polizei, in dieser Sache zu ermitteln. Schlimm finde ich, dass der Kommentator der WAZ dieses Geschehen zum Anlass nimmt, Kundgebungen und Demonstrationen gegen Neonazis und Rechtspopulisten zu verhöhnen und das antifaschistische Bündnis „Essen stellt sich quer“ zu diskriminieren.
Alice Czyborra, Essen

NRZ, 19.04.2016 Leserbrief Falsches Bild

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NRZ / Essen, Rubrik Leser-Klartext,Dienstag, 19.04.2016

Falsches Bild


Demo-Opfer: Die Demonstration gegen Hetze und Rassismus war eine friedliche Aktion. Wenn abseits vom Geschehen eine Spannung eskaliert und ein Mensch verletzt wird, ist schlimm, nur hat es nichts mit der demokratischen Aktion zu tun. Die Demokraten hätten sicher eingegriffen, um Menschen zu schützen und ihnen zu helfen. Ein Bericht, der die friedliche Aktion mit der Eskalation, von der die Teilnehmer/innen nichts mitbekommen haben, mischt, lässt ein falsches Bild in der Leserschaft entstehen.
Bernd Trautvetter, per Mail

WAZ/NRZ, 16.04.2016 Bündnis lehnt Verantwortung ab

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WAZ/NRZ / Essen,Samstag, 16.04.2016

Bündnis lehnt Verantwortung ab

Reaktion auf Gewaltattacke am Rand der Innenstadt-Demo


Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ und Organisator der Anti-Pegida-Demo, lehnt die Verantwortung für Gewalttätigkeiten am Mittwoch ab. Ein Essener war auf der Logenstraße durch einen Hieb mit einer Fahnenstange am Handgelenk verletzt worden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, tatverdächtig ist ein 17-Jähriger aus der linken Szene. „Auf Geschehnisse, welche mehrere hundert Meter von unseren Kundgebungen entfernt stattfinden, haben wir keinerlei Einfluss“, betont Adelmann. Zugleich weist er darauf hin, dass die vom Bündnis angemeldeten Demos „friedlich und gewaltfrei“ verlaufen seien. Adelmann: Dem Betroffenen wünsche man „eine möglichst baldige Genesung seiner Verletzungen.“ Die Berichterstattung über den Vorfall sei jedoch „einseitig und vorverurteilend“ gewesen.

WAZ, 16.04.2016 Kommentar Der Demo/Gegendemo-Zirkus und die Straftaten

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WAZ / Essen, Rubrik Kommentar,Samstag, 16.04.2016

Der Demo/Gegendemo-Zirkus und die Straftaten


Von Frank Stenglein

Gewalt gegen Menschen und Sachbeschädigungen haben im politischen Meinungskampf nichts zu suchen. Das gilt auch für die ritualisierten Doppel-Demonstrationen, bei denen sich Rechte und (überwiegend) Linke gegenüberstehen. In Essen hat sich als eine Art Gegendemo-Unternehmen „Essen stellt sich quer“ etabliert, Anti-Rechts-Kämpfer, die sich rühmen, bei Bedarf eine breite politische Front auf die Beine zu stellen. Tatsächlich lassen sich Stadt-Repräsentanten bis hin zum OB nicht lange bitten, wenn „Essen stellt sich quer“ ruft, und hängen den Linken bereitwillig ein bürgerliches Mäntelchen um. Da kommt es fürs Image natürlich ungelegen, wenn in der Innenstadt am Rande der jüngsten Gegendemo am Mittwoch ein Unbeteiligter Opfer einer brutalen Gewalt-Attacke wird, die aus einer 20-köpfigen Gruppe von Linken heraus begangen wurde.

Sicher: Kein Demo-Veranstalter ist juristisch verantwortlich für Straftaten, die im Rahmen oder am Rande der Demo ohne sein Zutun verübt werden. Doch stellen wir uns kurz vor, Rechte hätten dem 53-jährigen Mann mit einer Holzstange den Arm lädiert und sein Auto beschädigt. Ob „Essen stellt sich quer“ dann auch so feinsinnig unterschieden hätte zwischen Veranstalter und gewalttätigen Mit-Demonstranten, ist zu bezweifeln. Und damit hätten sie sogar in gewisser Weise Recht. Denn politisch muss ein Demo-Veranstalter, egal welcher Couleur, sehr wohl hinschauen, welches Klientel er da anzieht. Eine gestrige Mitteilung lässt allerdings nicht auf Einsicht schließen: „Essen stellt sich quer“ beschuldigt, na klar, die Medien, die Gewalttat „einseitig“ dargestellt zu haben, obwohl der Fall nach Angaben der neutralen Polizei völlig eindeutig ist. Glaubwürdige Distanzierung sieht anders aus.

Und es ist ja nicht der einzige unschöne Vorfall: Vor einigen Wochen, als der Demo/Gegendemo-Zirkus am Stadtgarten gastierte, waren anschließend Graffiti-Schäden an Kunstwerken zu beklagen. Selbst das Bergarbeiter-Denkmal „Steile Lagerung“ an der Freiheit ist beschmiert. Was das mit dem selbstverständlich legitimen Protest gegen Rechte zu tun hat? Keine Ahnung.

Nicht wenige scheinen zu meinen, dass eine gute Sache nahezu alles rechtfertigt. Dazu passt, dass die Verantwortlichen des Grillo-Theaters im Nachgang der Gegen-Demo von der Ratsgruppe „Schöner links“ übel beschimpft wurden, sie böten „eine Bühne für Rassismus“. Passiert ist dies: Auf Anraten der Geschäftsführung mischte sich das Grillo am Mittwoch nicht per Lautsprecher aktiv ins Demo-Geschehen ein, sondern hielt sich als öffentliche Institution zurück. Für den absurden Umkehrschluss, dass im Grillo dann wohl Rassisten arbeiten, muss man politisch-ideologisch allerdings ziemlich vernagelt sein.

WAZ/NRZ, 16.+18.04.2016 Leserbrief Kein Forum / Schlag ins Gesicht

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WAZ / Essen, Rubrik Leserforum,Samstag, 16.04.2016

Kein Forum


Linke Demo-Randalierer. Die vielen Beteiligten von „Essen stellt sich quer“ haben die unterschiedlichsten Gründe, weshalb man sich gegen Fremdenhass und Rechtsradikalismus wendet. Nicht umstritten ist die Methode: Essen stellt sich quer ruft grundsätzlich und immer nur zum friedlichen Widerstand auf. Jede Gewaltanwendung ist ein Schlag ins Gesicht für all die vielen Teilnehmer und Helfer. In einer zivilisierten Gesellschaft überzeugt man mit Argumenten und nicht mit Gewalt.
Auch wenn der Vorfall außerhalb der Kundgebungsorte stattfand, darf nicht der Eindruck entstehen, dass „Essen stellt sich quer“ Rabaukentruppen ein Forum biete.
Rainer Sonntag, Essen

In der NRZ erschien am 18.4. der weitgehend wortgleiche Leserbrief

Essen-stellt-sich-quer, 16.04.2016 zum Verletzten in der Innenstadt

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Pressemitteilung des Bündnisses
Essen stellt sich quer zu Vorkommnissen In der Innenstadt am 13.4.16
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Friedrich-Ebert-Str. 30,45147 Essen
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Essen, 15. April 2016

Essen stellt sich quer zur Berichterstattung der Funke-Gruppe über Körperverletzungen im Bereich Innenstadt am 13.04.2016

Zu Berichten in WAZ und NRZ über einen Vorfall in der Innenstadt am späten Mittwochnachmittag, bei dem ein Mann am Handgelenk verletzt wurde, stellt das Bündnis „Essen stellt sich quer“ fest:

Wir haben für den 13.4. zu friedlichen und gewaltfreien Protesten aufgerufen, so wie wir es immer tun. An den angemeldeten Orten (Bereich südlich des Hirschlandplatzes/Willy-Brandt-Platz) verliefen unsere Kundgebungen friedlich und gewaltfrei. Auf Geschehnisse, welche mehrere hundert Meter von unseren Kundgebungen entfernt (Logenstraße) stattfinden, haben wir keinerlei Einfluss.

Es fanden am 13.4. keine Rechts-Links-Demonstrationen in Essen statt, sondern eine Protestaktion eines breiten Bündnisses, welches weit über das „Schemadenken, was Links bedeutet“ hinausgeht.

Im Bereich der Logenstraße hat keine Demonstration oder Aufzug stattgefunden - entgegen den Meldungen der Funke-Gruppe. Es erscheint uns befremdlich, dass in den Meldungen lediglich Polizei-Auskünfte und Darstellungen des Geschädigten enthalten sind. Ermittlungsergebnisse und ob es eine andere Darstellung seitens der angeblichen Täter gibt, sind unbekannt. Insofern wirkt die Darstellung des Geschehens einseitig und vorverurteilend.

Unabhängig davon, dass „Essen stellt sich quer“ für die Vorkommnisse in der Logenstraße keine Verantwortung übernehmen kann, wünschen wir dem Betroffenen alles Gute und eine möglichst baldige Gesundung seiner Verletzungen.


WAZ/NRZ, 15.04.2016 Schmerzhafte Erinnerungen an eine Demo

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WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 15.04.2016

Schmerzhafte Erinnerungen an eine Demo

Mario Meier wurde am Mittwoch als Unbeteiligter von Mitgliedern der linken Szene angegriffen. Durch einen Hieb mit einer Fahnenstange erlitt der Rüttenscheider Verletzungen. Sein Auto wurde demoliert


Von Jörg Maibaum

Elf Festnahmen und sieben Anzeigen während einer Rechts-Links-Demonstration mit 600 Teilnehmern in der City wären am Tag danach kaum noch der Rede wert. Wäre da nicht diese eine schwere Straftat, die aus dem leider immer wieder üblichen Einerlei aus Böllerwürfen und Beleidigungen hervorsticht: Wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt die Polizei gegen einen gerade mal 17-Jährigen aus der linken Szene.

Sein Opfer war ein völlig Unbeteiligter: Mario Manfred Meier aus Rüttenscheid. Den 53-Jährigen, der am Mittwoch geschäftlich in der Innenstadt unterwegs war, traf um 18 Uhr auf der Logenstraße buchstäblich der Schlag.


„Der 17-Jährige wurde von
seinen Eltern abgeholt
Lars Lindemann,
Polizeisprecher

Eine Fahnenstange fuhr mit voller Wucht auf sein Handgelenk herab. Der Stiel zerbrach, der Armknochen hielt stand. Ärzte diagnostizierten später eine schwere Prellung und Blutergüsse, erklärten dem Patienten: „Sie können von Glück sagen, dass Sie keinen Bruch erlitten haben.“ Der Essener ist nun krankgeschrieben und fürchtet als Selbstständiger um seinen Verdienst. Dazu kommen Reparaturkosten über mehrere hundert Euro für ein ziemlich demoliertes Auto.

Einen Tag später steht Herr Meier am Tatort und berichtet, wie er am Mittwochabend die Demo erlebte, weil es ihm ein Bedürfnis ist, einfach mal zu schildern, wie schnell es gehen kann, in diesen aufgeladenen Zeiten unvermittelt zwischen die Fronten zu geraten und seine Unversehrtheit zu verlieren, wenn man sich zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort aufhält. „Das ist mir in diesem Moment bewusst geworden.“

Diesen Moment, den schildert Meier so: „Ich saß mit meiner Freundin im Auto, da passierte es“, sagt er. Sein Mercedes parkte auf der rechten Seite der Logenstraße, als er eine größere „Meute mit Fahnen“ auf sich zukommen sah. Plötzlich sprang eine Jugendliche ohne ersichtlichen Anlass mit ausgestrecktem Bein auf seinen Wagen zu, trat den linken Außenspiegel ab und eine deutliche Beule in die Beifahrertür. „Hätte ich gewusst, dass ich mitten in eine Demo geraten bin, dann wäre ich sitzengeblieben.“

Doch Mario Meier wusste es nicht, sprang in einem ersten Reflex aus dem Auto, um der Randaliererin habhaft zu werden. Wenige Meter weiter konnte er die junge Frau, die sich gegenüber der Polizei mit einem Schülerausweis zu erkennen geben musste, festhalten. Sekunden später, so Meier, sauste aus dem Hinterhalt die Fahnenstange auf ihn herunter und traf ihn äußerst schmerzhaft. Sofort sah er sich einer „aggressiven Gruppe von etwa 20 Demonstranten“ gegenüber, „die wollten auf mich losgehen. Da habe ich schon Angst gekriegt. Wer weiß, was noch passiert wäre?“, fragt sich der 53-Jährige, „wenn die Polizei nicht sofort eingegriffen hätte.“

„Die war sehr schnell zur Stelle“, um die Situation zu klären und den 17-Jährigen als den mutmaßlichen Angreifer mit der Fahnenstange auszumachen. Nach seiner Festnahme wurde er von seinen Eltern abgeholt, das Ermittlungsverfahren gegen den jungen Mann läuft. Mario Meier wird er schmerzhaft in Erinnerung bleiben.
Bildunterschrift:
  • Der Außenspiegel seines Mercedes ist demoliert, das Handgelenk bandagiert: Mario Manfred Meier wurde als Unbeteiligter am Mittwoch an der Logenstraße zum Opfer randalierender Demonstranten aus der linken Szene. FOTO: SOCRATES TASSOS
  • Die allermeisten Demo-Teilnehmer zeigten am Mittwoch friedlich Flagge gegen Rechts. Einige aber nicht. FOTO: KNUT VAHLENSIECK

WAZ/NRZ, 15.04.2016 Theater um Pegida-Auftritt

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WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 15.04.2016

Theater um Pegida-Auftritt

„Schöner Links“ kritisiert TUP-Leitung


Kritisch hinterfragt hat die Ratsgruppe „Schöner Links“ die Rolle des Schauspiel Essen am Rande der Pegida-Demo. So hätten Teile der Grillo-Belegschaft geplant, den rechten Aufmarsch mit Musik zu übertönen. Dies sei nach Intervention seitens der TUP-Geschäftsführung unterlassen worden. Statt „ein Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus“ zu setzen, habe man Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ hinter verschlossenen Türen geprobt. „Anstatt klare Kante zu zeigen, verschließt die Chefetage lieber Augen, Ohren und Türen vor dem Mob“, moniert Janina Herff von „Schöner Links“.

Die Theater und Philharmonie widersprach den Vorwürfen energisch und verwies nicht nur auf die Demo-Teilnahme von Grillo-Intendant Christian Tombeil. Auch sei die Probe bewusst nach hinten verschoben worden, um Mitarbeitern die Möglichkeit der privaten Teilnahme zu geben. „Druck auf das Personal von ganz oben“ habe es nie gegeben. Als städtische Gesellschaft sei man aber „der Neutralität verpflichtet“ heißt es weiter. Das Spielzeit-Motto „Werte zählen“ sei dabei keine Floskel, sondern echtes Anliegen.

WAZ/NRZ, 14.04.2016 Rund 500 Bürger gingen gegen Intoleranz auf die Straße.

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WAZ/NRZ / Essen,Donnerstag, 14.04.2016

Rund 500 Bürger gingen gegen Intoleranz auf die Straße.

Initiative mobilisierte nur etwa 80 Anhänger


Aufgeheizte Kundgebungen haben gestern Abend einmal mehr für einen Großeinsatz der Polizei in der City gesorgt. Rund 500 Bürger folgten dem Aufruf des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ und mehrerer politischer Parteien, gegen den ersten Auftritt der pegida-nahen Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“ auf die Straße zu gehen. Polizeiketten trennten die Lager, die sich anfangs auf dem Hirschlandplatz und dem Hans-Toussaint-Platz versammelten. Zu Beginn explodierte an der Lichtburg ein Böller. Der Werfer, den die Polizei dem linken Lager zurechnet, und weitere zehn Personen kamen ins Gewahrsam. Ein Knallkörper-Depot wurde sichergestellt. Weitere Feuerwerkskörper flogen beim Umzug von „Essen gegen Politikwahnsinn“. Gegen einen ihrer Redner wird wegen Verunglimpfung eines Verfassungsorgans ermittelt. Er hatte den Bundespräsidenten öffentlich beleidigt. Insgesamt meldete die Polizei sechs Strafanzeigen, vier davon gegen Linke. Grillo-Intendant Christian Tombeil nannte das rechtslastige Schauspiel vor seiner Tür „unerträglich“. Stunden vor der Demo der Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“, die nach Behördenangaben etwa 80 Anhänger unter einer Fahne „Refugees not welcome“ versammelte, hatte die Polizei Vorwürfe von „Essen stellt sich quer“ als „unhaltbar“ zurückgewiesen. Wie berichtet, kritisierte das Bündnis, dass ein Protest in weiten Teilen unmöglich gemacht worden sei. Das Präsidium konterte: „Alle Gespräche werden nach den gleichen rechtlichen Vorgaben und unabhängig vom Demonstrationsanlass geführt, ob uns dieser gefällt oder nicht.“ j.m.
Bildunterschrift:
Rund 500 Bürger gingen gegen Intoleranz auf die Straße. FOTO: STEFAN AREND Transparentaufschriften: „Rassismus ist keine Alternative“, „Refugees Welcome“

Danke!

Essen, 13.4.2016 (nach der Aktion)

Die vielen Aktionen gegen den Pegida-Ableger in Essen sind nun vorbei.
Wir bedanken uns bei weit über 500 Teilnehmern unserer Kundgebungen und bei den vielen Essenern, die an weiteren Stellen gegen die Rassisten in der Innenstadt protestiert haben.
Ihr habt ein starkes Zeichen gegen die Rassisten und behördliche Behinderungen gesetzt.

DANKE!

Es gab an mehreren Stellen friedliche Blockaden und Blockade-Versuche. Die Polizei schikanierte unsere Kundgebungsleitung am Hans-Touissant-Platz. Es gab mehrere Festnahmen. Die Anwälte unseres Ermittlungsausschusses sind noch im Präsidium bei der Arbeit. Die Polizei kann anscheinend noch nicht einmal Festnahmegründe benennen, bzw. sind vorgeworfene "Delikte" so marginal das eine Festnahme zu unterbleiben hätte müssen.
Wir bleiben natürlich dran und bitten Zeugen und Teilnehmer um Erfahrungs- und Erlebnisberichte an: info<a>essen-stellt-sich-quer.dePost_icon.png Dorthin kann man auch Fotos mailen.

Wir werden Eure Berichte zusammenfassen und daraus, und aus unseren eigenen Erfahrungen, eine ausführliche Stellungnahme erarbeiten und hier veröffentlichen.


Vor dem ersten Aufmarsch am 13. April

Letzte Infos vor der Aktion

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Hier in blau unsere Kundgebungsplätze
(gepunktet hat die Polizei nicht akzeptiert)
In rot der Weg der Pegida-Politikwahnsinnigen
(oder wie die sich nennen...)
  • Wir berichten (im Vorfeld und Live) auf Twitter @EssenQuer , hashtag ist #essq .
  • Weitere Last-Minute-Infos auch auf unserer facebook-Seite
  • Wir haben für ab 18:00 einen Ermittlungsausschuss eingerichtet: Tel 0201 - 23 20 60, Twitter @ESSQEA
  • Bitte rechnet damit, dass auch extrem unfreundliche Gesellen zur PeGiDa-Veranstaltung unterwegs sind. Kommt in Gruppen und seht euch vor!
  • Radio Essen meldete heute um 7:30 u.a. "Die als fremdenfeindlich eingestuften Anhänger der Pegida werden auf dem Hirschlandplatz stehen und einmal rund um die Theaterpassage ziehen. Auf ihrem Weg werden sie dabei immer auf Essener treffen, die sich für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzen. "


Essen-stellt-sich-quer, Aufruf: kein PeGiDa in Essen

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



Pressemitteilung
Kein PeGiDa in Essen!
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Essen, 11. April 2016

"Essen stellt sich quer" ruft alle Menschen in und um Essen dazu auf, mit uns gemeinsam gegen die Gruppierung "Essen gegen Politikwahnsinn" zu demonstrieren.
Kommt am 13.04.2016 um 18:30 Uhr auf den Willy-Brandt-Platz direkt am Hauptbahnhof!

Kein PeGiDa in Essen!

Unter dem Namen "Essen gegen Politikwahnsinn" hat ein Ableger der PeGiDa-Bewegung eine Kundgebung in Essen angekündigt am Mittwoch, 13. April. Sie wollen womöglich monatlich hier in Essen auflaufen.

Wie alle PeGiDa Gruppen in Deutschland versucht auch der Essener Ableger, sich ein harmloses, bürgerliches Image zu geben. So seien sie angeblich weder links noch rechts und nur um die politische Entwicklungen besorgt. Wenn man jedoch einen Blick hinter die Fassade wirft, findet man unter den Teilnehmern Menschen mit deutlich rechter, vorurteilsbeladener und fremdenfeindlicher Gesinnung.

Wir wollen keine Verhältnisse wie in Duisburg, wo seit Monaten Woche für Woche Rechte, Rassisten bis hin zu stramm organisierten Neonazis demonstrieren und die Stadt für sich beanspruchen. Wir werden nicht hinnehmen, dass solche Zustände in Essen entstehen, und entschlossen gegen den rechten Ungeist demonstrieren.

Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass sich PeGiDa in Essen nicht einnisten kann und ihnen entgegenschlägt, dass sie hier nicht willkommen sind. Wir stehen solidarisch an der Seite von Geflüchteten, Entrechteten und allen anderen, gegen die PeGiDa hetzt.

"Essen stellt sich quer" ruft alle Menschen in und um Essen dazu auf, mit uns gemeinsam gegen diese Gruppierung zu demonstrieren. Kommt am 13.04.2016 um 18:30 Uhr auf den Willy-Brandt-Platz direkt am Hauptbahnhof!


WAZ/NRZ, 13.04.2016 Streit mit der Polizei über die heutige Demo

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WAZ/NRZ / Essen,Mittwoch, 13.04.2016

Streit mit der Polizei über die heutige Demo

Protestler fühlen sich schlecht informiert


Das Bürgerbündnis „Essen stellt sich quer“ kritisiert die Polizei, weil sie vom Präsidium zu spät darüber informiert worden sei, dass die populistische Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“, heute um 19 Uhr nicht nur eine Kundgebung auf dem Hirschlandplatz sondern auch eine Demo durch die City organisiert – und so nahe am Grillo-Theater vorbei zieht, dass die Polizei dort keine Gegenkundgebung zulassen will. Deshalb bleiben „Essen stellt sich quer“ ab 19 Uhr nur der Hans-Toussaint-Platz beziehungsweise ab 18.30 Uhr der Willy-Brandt-Platz, wo sich die Jusos angemeldet haben. „Durch die Planungen der Polizei wird uns ein wirkungsvoller Protest in weiten Teilen unmöglich gemacht“, klagt Bündnis-Sprecher Max Adelmann.

Gönül Eğlence, Vorstandssprecherin der Essener Grünen unterstützt das Bürgerbündnis. Man müsse Rechtspopulisten in Essen die „Rote Karte“ zeigen. Auch „Die Linke“ ist dabei. Es sei, so Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke, an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten, dass „Essen gegen Politikwahnsinn“ behauptet, weder rechts noch links zu sein. Deren Demonstranten ziehen vom Hirschlandplatz über Kapuzinergasse, Rathenaustraße, Theaterplatz, II. Hagen, Am Waldthausenpark, III. Hagen zurück zum Hirschlandplatz. Angemeldet ist diese Demo von 19 bis 21.30 Uhr. Veranstalter der Gegenkundgebungen gehen davon aus, dass die Polizei diese Straßen in der City abriegeln wird. Dies sei beim gestrigen Kooperationsgespräch mit der Polizei auch deutlich gemacht worden. M.M.

NRZ, 13.04.2016 Leserbrief Hass schüren

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NRZ / Essen, Rubrik Leser-Klartext,Mittwoch, 13.04.2016

Hass schüren


Polit-Wahnsinn: Vor den Kräften, die gegen den sogenannten „Politwahnsinn“ demonstrieren wollen, kann jeder demokratische Bürger nur warnen. Auf ihrer Website zum »Polit-Wahnsinn« betrachten sie verantwortliche Politiker als „Schmeißfliegen“. Hier wird Hass geschürt. Eine solche Wortwahl schürt Hass und nimmt Menschen jegliche Würde. Hass ist die Eintrittskarte zum Verbrechen, er legitimiert Gewalt. Wer so mit Menschen umgeht, ist eine Gefahr für das Zusammenleben der vielen unterschiedlichen Menschen in Essen, im Ruhrgebiet und in diesem Land. Gegen Menschenfeindlichkeit hilft die Kultur des bunten Ruhr-Reviers, das immer schon Menschen unterschiedlichster Herkunft vereint hat. Wir haben nur eine gemeinsame Zukunft oder keine. Ich habe die Hoffnung, viele Demokraten zeigen diesen Hetzern zusammen mit dem Bündnis um Essen „Stellt sich quer“, dass wir am friedlichen Zusammenleben interessiert sind.
Bernhard Trautvetter, per Mail

Essen-stellt-sich-quer, 12.04.2016 ESSQ kritisiert Verhalten der Polizei

Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus



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Essen stellt sich quer kritisiert aufs schärfste das Verhalten der Polizei Essen
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Essen, 12. April 2016

Wie das Bündnis „Essen stellt sich quer“ heute in einem weiteren Kooperationsgespräch erfahren hat, wird 'Essen gegen Politikwahnsinn' neben einer stationären Kundgebung auf dem Hirschlandplatz einen Aufzug (Demonstration) durch die Essener Innenstadt und Fußgängerzone durchführen. Die Route umkreist den Hirschlandplatz über die Kapuzinergasse, Rathenaustraße, Theaterplatz, II.Hagen und Waldhausenpark zurück zum Hirschlandplatz.

Wir empfinden es in einer Demokratie als unangebracht, dass die Polizei erst einen Tag vor der geplanten Demonstration diese Informationen herausgibt, so Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses Essen stellt sich quer. „Das verstehen wir nicht unter Kooperation. Diese Verheimlichungstaktik gibt uns das Gefühl, dass ein demokratischer Gegenprotest unerwünscht ist, ja verboten wird.“

Bereits am Montag hatte ein Kooperationsgespräch mit der Polizei stattgefunden, in dem nur von einer stationären Kundgebung auf dem Hirschlandplatz gesprochen wurde. Herausgegeben wurde die Route des Pegida-Ablegers heute nur, weil das Bündnis zusätzlich eine Kundgebung vor dem Grillotheater angemeldet hatte. Diese Anmeldung wurde aufgrund des Aufmarschweges von „Essen gegen Politikwahnsinn“ abgelehnt.

Diese Ablehnung kommt einem weitgehenden Verbot von friedlichen Protesten durch die Essener Bürgerinnen und Bürger gleich. Hat doch die „Essen gegen Politikwahnsinn“-Gruppe einen großen Platz und fast einen Kilometer Demonstrationsweg zur Verfügung, während die protestierenden Bürger mit 30 Metern am Straßenrand abgespeist werden.

Wenn die Polizei Essen gleichzeitig das Gefährdungspotential durch die vermuteten Teilnehmer (Hogesa, Pegida NRW, Pro NRW usw.) des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn“ so einschätzt, dass eine (Zitat) „Menge von Einsatzkräften wie bei Hogesa in Köln“ benötigt wird, ist nicht nur die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel zu stellen, sondern es ist festzustellen, dass die Polizei lieber die Essener Innenstadt gefährdet als demokratischen, friedlichen Protest gegen rechtsradikale Rabauken und Hetzer zuzulassen.

Nach Darstellung der möglichen Gefährdungslage durch die Polizei sind uns die daraus gezogenen Schlüsse und vorbereiteten Maßnahmen der Polizei absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar.

Die Auftaktveranstaltung von Essen stellt sich quer beginnt um 18 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz, gegen 18:30 Uhr soll es dann weiter in Richtung Hans-Toussaint-Platz gehen. Die Polizei rechnet nach eigener Aussage mit einem Aufgebot von bis zu 300 Nazis aus dem gewaltbereiten Spektrum.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an den Gegenprotesten zu beteiligen und möglichst nicht alleine zum Kundgebungsort anzureisen.


WAZ/NRZ, 12.04.2016 Pegida-Demo startet auf Hirschlandplatz

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WAZ/NRZ / Essen,Dienstag, 12.04.2016

Pegida-Demo startet auf Hirschlandplatz

Gegenkundgebungen angemeldet


Die rechtspopulistische Initiative „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ wird ihre Kundgebung am kommenden Mittwoch von 19 bis 21.30 Uhr nicht auf dem Willy-Brandt-Platz sondern auf dem Hirschlandplatz starten. Dies teilte die Polizei mit. Darauf habe man sich mit dem Anmelder verständigt. Der Willy-Brandt-Platz sei wegen des Abbaus des Ostermarktes dafür ungeeignet. Erwartet werden 300 Demonstranten.

Inzwischen wurden auch mehrere Gegenkundgebungen angemeldet. Die Jusos wollen Richtung Willy-Brandt-Platz ziehen. Die Initiative „Essen stellt sich quer“ will sich um 18.30 Uhr auf dem Hans-Toussaint-Platz sammeln. „Wir rechnen auf unserer Seite mit hundert Demonstranten – und mehr“, kündigt Max Adelmann, Sprecher von „Essen stellt sich quer“, an. Es gehe darum, gegen einen „Ableger der Pegida“ zu protestieren, unter deren Teilnehmern man Menschen mit „deutlich rechter“ und „fremdenfeindlicher Gesinnung“ finde.

„Wir hoffen auf einen friedlichen Verlauf“, sagte Polizeisprecher Marco Ueberbach. Die Polizei will mit ausreichenden Kräften vor Ort sein, um gegebenenfalls Zusammenstöße zu verhindern. M.M.


Korrektur: Ja, Essen-stellt-sich-quer hat eine weitere Kundgebung am Hans-Toussaint-Platz (am Deutchlandhaus) angemeldet - aber man trifft sich weiterhin zuerst um 18:30 am Willy-Brandt-Platz.

WAZ/NRZ, 11.04.2016 „Schnittmengen mit Pegida“

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WAZ/NRZ / Essen,Montag, 11.04.2016

„Schnittmengen mit Pegida“

Einer der Initiatoren über die Kundgebung am 13. April


Von Jörg Maibaum

Der Gegenwind für die geplante Kundgebung der Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“ am 13. April auf dem Willy-Brandt-Platz ließ nicht lange auf sich warten: Die Jungsozialisten haben eine Protestaktion am selben Ort um 18.30 Uhr „gegen die rassistische Hetze von Pegida“ angemeldet.

Holm Teichert, Ex-Mitglied von Pro NRW und für die „Bürgerbewegung“ nach wie vor in der Essener Bezirksvertretung für die Innenstadt, ist einer der fünf Initiatoren der neuen Essener Organisation. Die habe nichts mit Pegida zu tun, sagt er. Teichert sucht jedoch bewusst die Nähe der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Auf der letzten Pegida-Kundgebung in Duisburg trat er unter anderem vor Neonazis, „die die Polizei nicht entfernt hat“, wiederholt als Redner auf. Weil er „da Gehör findet“, sagt er. Und Alexander Hoven, Moderator der Pegida-NRW-Aufläufe, warb ausdrücklich für die Essener Kundgebung.

„Ja, die Schnittmengen mit Pegida sind da“, räumte Teichert gegenüber dieser Zeitung ein. Eine Einsicht, die ihn nicht daran hinderte, den Bericht vom Freitag „Pegida-Kundgebung in der City“ in den sozialen Netzwerken „wissentlich falsche Darstellung“ zu nennen. Mit seiner Medienschelte habe er in diesem Fall wohl überreagiert, meinte Teichert im Nachhinein. Dennoch: Er und seine Mitstreiter seien weder rassistisch, noch fremdenfeindlich und auch nicht rechtsextrem, sondern „Bürger aus unterschiedlichsten Schichten dieser Stadt“.

„Von uns wird keiner am Mittwoch ,Ausländer raus’ brüllen“, beteuert der Ex-Pro-NRW-Mann. Derartige Sprüche brächten nichts. Teichert & Co. möchten sich nachdenklicher geben. Schließlich sei man in „großer Sorge um unsere Heimatstadt.“ Es habe sich „eine Kultur der Verurteilung, Intoleranz und Verächtlichmachung der Opposition etabliert“, heißt es in einer Erklärung, so dass man nicht in der Lage sei, „gemeinsam an der Lösung aller Probleme zu arbeiten.“ Zu beklagen sei „Waldzerstörung“, „Beschlagnahmung von Turnhallen für die Unterbringung von Asylbewerbern“ oder „Zerstörung“ eines Hundevereins in Frohnhausen. Die Kundgebung werde zeigen, so Teichert, „dass wir weder rechts noch links sind. Sondern einfach nur Essener.“ j.m.

NRZ, 09.04.2016 Leserbrief Hass-Kultur

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NRZ / Essen, Rubrik Leser-Klartext,Samstag, 09.04.2016

Hass-Kultur


Pegida. Ob als lokale Anti-Flüchtlingsinitiative, als AfD-Anhänger, oder zusammen mit der SPD-Nord-Initiative: Mit jeweils wechselnden Zulauf aus den Nachbarstädten sind es doch immer wieder die gleichen Egomanen, die mit Hilfe von „Ich habe Angst“-Befindlichkeiten Ausländerfeindlichkeit verbreiten wollen. Auch als „Pegida“ werden sie die Essener nicht von ihrem Hass und ihrer „Kulturkampf“-Ideologie überzeugen können: Für eine friedliche und lebenswerte Gesellschaft müssen wir nämlich unsere Problem zusammen lösen und nicht gegeneinander.
Rainer Sonntag, per Mail
In der WAZ erschien der weitgehend wortgleiche Leserbrief


WAZ/NRZ, 08.04.2016 Pegida-Kundgebung in der City

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WAZ/NRZ / Essen,Freitag, 08.04.2016

Pegida-Kundgebung in der City

Anmelder erwarten für den 13. April 300 Sympathisanten


Die rechtspopulistische Pegida-Bewegung will jetzt offenbar auch in Essen Fuß fassen: Für den 13. April haben Anhänger der Organisation, die zum ersten Mal im Herbst 2014 in Dresden tausende Bürger gegen die angebliche Überfremdung Deutschlands und Europas mobilisierte, eine Kundgebung in der Innenstadt angemeldet. Dies bestätigte gestern Polizeisprecher Ulrich Faßbender nach einem ersten Gespräch mit den Anmeldern im Polizeipräsidium an der Büscherstraße.

Die erste Essener Versammlung der selbst ernannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ soll demnach am kommenden Mittwoch zwischen 19 und 21.30 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz stattfinden. Ob dieser Plan aufgeht, ist allerdings davon abhängig, ob die Stadt die Buden des diesjährigen Ostermarktes bis dahin abbauen lässt. Der endet an diesem Wochenende.

Unter Umständen, so Faßbender, müsse mit den Anmeldern, die nach eigenen Angaben 300 Sympathisanten erwarten, über einen alternativen Kundgebungsort gesprochen werden.

Entgegen der Ankündigung auf einer Pegida-Demo in Mönchengladbach am vergangenen Samstag werden die hiesigen Organisatoren aber keine wöchentlichen Treffen wie etwa in Duisburg abhalten. Nach Informationen dieser Zeitung will man zunächst die Reaktionen und die Resonanz auf den ersten Auftritt in Essen abwarten und erst danach über mögliche Wiederholungen nachdenken: wenn überhaupt, dann im Monatsrhythmus, heißt es. In Duisburg, wo sich seit über einem Jahr Montag für Montag Rechte am Hauptbahnhof versammeln, wurde aus dem Abendspaziergang der so genannten besorgten Bürger ein beliebter Treff für Neonazis und Co.

Offen ist, wie das Bündnis „Essen stellt sich quer“ dem neuen Phänomen begegnen wird. Am Wochenende sollen erste Beratungen stattfinden, wie man damit künftig umzugehen gedenkt. j.m.
Bildunterschrift:
Seit einem Jahr tritt Pegida in Duisburg auf: Ähnliche Szenen könnten sich schon bald in Essen abspielen. FOTO: STEPHAN EICKERSHOFF


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