Rechte Parteien (Geschichte und Essener Entwicklung)
Deutsche Volksunion — DVU
Die Deutsche
Volksunion
bestand seit
1987 als politische Partei
(1971 — 1987 als Verein) in Deutschland. Gegründet
und finanziert wurde sie von dem
Multimillionär Gerhard Michael Frey, welcher
bis ins Jahr 2009 auch den Vorsitz der
Partei inne hatte. 2009 kandidierte Frey nicht
wieder für den Vorsitz der DVU und Matthias
Faust wurde neuer Vorsitzender.
Konnte die DVU sich im Jahre 2007 bundesweit
noch über rund 7000 Mitglieder freuen,
waren es im Jahr 2010 gerade noch 3000.
Auch in NRW schrumpfte die DVU kontinuierlich.
So verlor sie allein zwischen 2009
und 2010 rund 200 Mitglieder, so dass lediglich
600 Mitglieder in NRW verblieben.
In NRW verfügte die DVU jedoch lediglich
in Dortmund über funktionstüchtige Strukturen.
In Essen trat sie in den letzten Jahren
überhaupt nicht in Erscheinung und trat auch
nur zur Bundestagswahl 2005 und 2009 an.
Bei beiden Wahlen musste sie sich mit einem
Essener Durchschnittsergebnis von 0,1% der
Stimmen zufrieden geben. Vom 15. Januar
2005 bis 27.Juni 2009 bestand zwischen der
DVU und der NPD der so genannte
"Deutschlandpakt", in dessen Rahmen sich
die beiden Parteien dazu verpflichteten, insbesondere
bei den Landtagswahlen nicht gegeneinander
anzutreten, sondern jeweils nur
eine Partei zur Wahl antreten zu lassen um so
das Wählerpotenzial zu bündeln und die 5%-Sperrklauseln
zu überwinden. Da vor allem
die NPD aber wenig von diesem Pakt profitierte,
kündigte sie ihn 2009 auf
Im Jahr 2010 kamen sich DVU und NPD
dann wieder näher und stießen einen Vereinigungsprozess
ihrer beiden Parteien an. Nach
eigenen Angaben stimmten 90,95 % der Mitglieder
der DVU in einer Mitgliederbefragung
der Fusion zu. So wurde am 29.
Dezember 2010 der Verschmelzungsvertrag
der Parteien unterschrieben. Da viele Mitglieder
der DVU aber eben nicht einverstanden
mit der Verschmelzung waren, laufen momentan
verschiedene Anfechtungsklagen unter anderem
auch aus NRW. Der Landesvorsitzende
der DVU und weitere Mitglieder aus NRW
nahmen diesen juristischen Streit zum Anlass,
die Partei zu verlassen und ins Lager
von "pro NRW" zu wechseln.
So oder so wird sich durch die Inaktivität der
DVU in NRW und die Nichtexistenz in Essen
durch den Zusammenschluss nicht viel
ändern. Allenfalls kann die neue Partei "NPD
- Die Volksunion" mit minimal besseren
Wahlergebnissen rechnen, wenn die Kritiker
der Fusion ihnen keinen Strich durch die
Rechnung machen.
Die Republikaner — REP
Die Republikaner wurde am 26. November
1983 von ehemaligen Mitgliedern der CSU
in München gegründet und verstehen sich
selbst als "demokratische Rechte" und Partei
des "rechtskonservativen Spektrums". Die
REPs lehnen eine Zusammenarbeit mit
DVU, NPD oder außerparlamentarischen
Rechten konsequent ab. Die REPs werden bereits
seit Jahren und vielen Gerichtsentscheidungen
zu Ungunsten der Verfassungsschutzbehörden
nicht mehr von diesen beobachtet
und dementsprechend nicht mehr als
"rechtsextrem" eingestuft.
In Deutschland verfügen Die Republikaner
über rund 6.700 (Stand 2009) Mitglieder und
allein in NRW nach eigenen Angaben über
63 aktive Kreisverbände. Einer davon ist der
Kreisverband Essen mit einer eigenen Internetpräsenz,
die jedoch nicht aktuell ist.
Bei der Landtagswahl 2005 erreichten die
REPs noch 0,8% (67.220 Stimmen). Bei der
Landtagswahl 2010 reichte es nur noch für
0,1 % (4.876 Stimmen) der Erst- und 0,3%
(23.330 Stimmen) der Zweitstimmen. Die
REPs versanken damit auf Landesebene
mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit.
Die Wahlergebnisse bei der Landtagswahl
2005 in Essen lagen leicht über dem Landesschnitt
bei 1,1% und bei der Landtagswahl
2010 bei rund 0,4%. Bei der Bundestagswahl
2009 konnten die Essener REPs mit 0,6% ihr
Ergebnis von der Bundestagswahl 2005 (0,4
%) leicht verbessern.
Die REPs sind in mehreren Kreis- und Stadträten
in NRW vertreten, so auch seit 1999
kontinuierlich im Essener Stadtrat. Bei der
Kommunalwahl 2004 erreichten die REPs 2
Mandate (2,3%, 5.138 Stimmen) für den Essener
Stadtrat, bei der Wahl 2009 nur noch 1
Mandat(1,2%, 2.532 Stimmen). Damit verloren
die REPs bei der letzten Kommunalwahl
über 2500 Stimmen und sind nur noch mit
dem Abgeordneten Günter Weiß im Stadtrat
vertreten. Neben dem Neu-Einzug der NPD
in den Stadtrat mag das sicherlich an der Inaktivität
des Essener REP-Kreisverbandes liegen.
Außer einigem Wahlwerbematerial sieht
und hört man von der REPs seit Jahren nichts
in Essen.
Im Januar 2005 konnte ein geplantes überregionales
Neujahrstreffen der Republikaner in
Essen verhindert werden. Im April 2007 unterstützten
die REPs eine Stadtratsresolution gegen
eine geplante NPD-Demonstration am
21. April 2007. Auf ihrer Homepage schreiben
die REPs dazu:
"Die REPUBLIKANER sind gegen die Veranstaltung
einer von der NPD geplanten Demonstration
in Essen-Borbeck. Bei dem
geplanten Aufmarsch am 21. April lässt sich
leicht der Versuch einer Gedenkveranstaltung
zum Hitlergeburtstag vermuten. Derartige
Rituale lehnen die REPUBLIKANER ab und
halten Aktivitäten an vergleichbaren Kalendertagen
für ein ungeeignetes Mittel der politischen
Betätigung."
Im Mai 2010 fand zum ersten Mal ein Treffen
zwischen Spitzenfunktionären der REPs
und "pro NRW" statt. Das Motto des Treffens
lautete "Schulterschluss der demokratischen
Rechten". Weitere Treffen folgten im
August und November. Beide Parteien verabschiedeten
die sogenannte "Stuttgarter Erklärung",
derzufolge sie sich vor allem bei
öffentlichen Veranstaltungen gegenseitig unterstützen
und zur Europawahl 2014 "gemeinsam
in neuer Formation" antreten
wollen. Diese angekündigte Zusammenarbeit
spiegelt sich bisher lediglich dadurch wieder,
dass REP-Funktionäre auf Kundgebungen
und Demonstrationen von "pro NRW" als
Redner auftreten. Der NRW-Landesverband
der Republikaner äußerte sich bisher sehr abweisend
zu einer Zusammenarbeit mit der
"pro-Bewegung". Von den Essener Funktionären
gab es bis jetzt keine öffentliche Äußerung
dazu.
Nationaldemokratische Partei Deutschlands — NPD — Die Volksunion
Die Nationaldemokratische Partei
Deutschlands
gründete sich am
28. November 1964 unter
der Führung von
Adolf von Thadden und Funktionären der
Deutschen Reichspartei (DRP) und der Deutschen
Partei (DP) in Hannover. Die NPD hat
rund 6.800 Mitglieder (Stand 2009) bundesweit
und ca. 750 Mitglieder (Stand 2010) in
Nordrhein-Westfalen. Die NPD ist zudem in
einigen Landesparlamenten vertreten, im
NRW-Landtag jedoch nicht. Seit Juni 2009
hat die NPD rund 300 kommunale Mandate in
ganz Deutschland inne.
Am 30. Januar 2001 reichte die Bundesregierung
unter Gerhard Schröder einen Antrag
zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit
der NPD beim Bundesverfassungsgericht in
Karlsruhe ein. Am 30. März 2001 folgten der
Bundestag und der Bundesrat mit eigenen Anträgen
(Alle Parteien, mit Ausnahme der FDP
stimmten den Anträgen zu). Vorausgegangen
war den Anträgen eine Anschlags- und Gewaltserie
mit rassistischen und antisemitischen
Hintergründen. So wurde zum Beispiel
im Juni 2000 in Dessau der Mosambikaner Alberto
Adriano von Rassisten zu Tode getreten,
einen Monat später ein Sprengstoffanschlag
auf eine Düsseldorfer S-Bahnstation,
bei dem unter anderem neun jüdische Migrantinnen
verletzt wurden und im Oktober
des selben Jahres ein Brandanschlag auf die
Synagoge in Düsseldorf verübt.
Das Verbotsverfahren kam sehr schnell ins
Stocken, als nach und nach mehrere Funktionäre
der NPD als V-Leute der sogenannten
Verfassungsschutzbehörden enttarnt wurden.
Dabei verweigerte sich das Bundesinnenministerium
der Aufklärung der von ihm eingesetzten
V-Leute und der Veröffentlichung
ihrer Namen. Das Brisante an diesen Enttarnungen
war der Umstand, dass ein Großteil
der Beweismittel, vor allem Zitate aus vielen
Reden und Zeitungsartikeln von eben diesen
V-Leuten geschrieben wurden. So wurden
mit Udo Holtmann (bis zum 27.01.02 im
NPD-Bundesvorstand und Landesvorsitzender
in NRW) und Wolfgang Frenz (im Bundesvorstand
der Partei und stellvertretender
Landesvorsitzender in NRW bis 1998) zwei
zentrale Funktionäre der Bundesebene, aber
vor allem auch des Landesverbandes NRW
als bezahlte Spitzel des Kölner Bundesamtes
für Verfassungsschutz enttarnt.
Holtmann und Frenz hatten zudem einen
enormen Einfluss auf die politische Ausrichtung
und Propaganda des Landesverbandes.
So war Holtmann der Herausgeber und Drucker
der NRW-Landeszeitung der NPD
"Deutsche Zukunft" und Frenz deren verantwortlicher
Schriftleiter. Beide bestimmten
über Jahre hinweg die Politik und Hetzkampagnen
der neofaschistischen NPD mit, während
sie gleichzeitig von 1978 bis 2002
(Holtmann für das Bundesamt für Verfassungsschutz),
bzw. von 1961 bis 1995 (Frenz
für das Landesamt für Verfassungsschutz
Nordrhein-Westfalen) für ihre Funktion in der
NPD von staatlichen Geheimdiensten bezahlt
wurden. Dabei kassierten die beiden über
Jahrzehnte hinweg monatlich zwischen 600
und 1000 Mark.
Man muss wohl davon ausgehen, dass rund
30 der insgesamt 200 Vorstandsmitglieder
der NPD Jahrzehnte lang als V-Leute für die
Verfassungsschutzbehörden gearbeitet haben
oder noch immer arbeiten. Damit würde jedes
siebte Vorstandsmitglied (ca. 15%) dem deutschen
Inlandsgeheimdienst als Arbeitnehmer
dienen.
Nachdem diese engen Verstrickungen zwischen
zentralen NPD-Funktionären und Verfassungsschutzbehörden
bekannt wurde und
immer weitere Ausmaße annahmen, stellte
das Bundesverfassungsgericht am 18. März
2003 das Verbotsverfahren gegen die NPD
aus Verfahrensgründen ein.
"Die Beobachtung einer politischen Partei
durch V-Leute staatlicher Behörden, die als
Mitglieder des Bundesvorstands oder eines
Landesvorstands fungieren, [...] ist [...] unvereinbar
mit den Anforderungen an ein
rechtsstaatliches Verfahren. Staatliche Präsenz
auf der Führungsebene einer Partei
macht Einflussnahmen auf deren Willensbildung
und Tätigkeit unvermeidbar."
Bundesverfassungsgericht am 18. März 2003
in Karlsruhe.
Die Verfassungsrichter
sahen sich
demnach nicht in
der Lage, zu unterscheiden,
welche
Beweismittel
unter Einfluss
oder gar Auftrag
staatlicher Behörden
entstanden
sind und welche allein die Ideologie und politische
Ausrichtung der Partei und ihrer Mitglieder
widerspiegelten.
Ein erneutes Verbotsverfahren wurde bis jetzt
nicht angestrebt und würde vermutlich auch
erneut an den Verstrickungen der Verfassungsschutzbehörden
mit der NPD scheitern.
Im Jahr 2010 stießen die NPD und die DVU
einen Vereinigungsprozess ihrer beiden Parteien an.
Laut eigenen Angaben der NPD
stimmten fast alle Mitglieder für die Verschmelzung
der beiden Parteien zur: "NPD - Die
Volksunion". So wurde am 29. Dezember
2010 der Verschmelzungsvertrag der Parteien
unterschrieben. Da es vor allem aus der DVU
viele Klagen gegen die Rechtmäßigkeit der
Mitgliederbefragungen und der Verschmelzung
gibt, ist diese bis jetzt nicht rechtskräftig.
Unserer Prognose nach wird sich durch
diese Verschmelzung allerdings auch nicht
viel ändern. Weder wird die "neue" Partei dadurch
deutlich höhere Wahlergebnisse oder
Mitgliederzahlen erreichen können, da viele
Kritiker auf beiden Seiten bereits jetzt ihren
Austritt bzw. ihre Abwendung von der Partei
erklärt haben, noch wird sie ihren eingeschlagenen
politischen Kurs groß ändern.
Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte die
NPD in Essen rund 0,8% der Stimmen und
steigerte sich bei der darauf folgenden Bundestagswahl
in Essen auf 1,1%. Kam die
NPD bei der Landtagswahl 2005 in NRW
noch auf 0,9% (73.969) der Stimmen, so
sackte sie bei der Landtagswahl 2010 auf 0,3%
(24.781) der Erst- und 0,7% (55.831)
Zweitstimmen ab. Damit verfehlte die NPD
ihr selbst gestecktes Wahlziel von 1% auf
Landesebene und ebenso die Teilhabe an der
staatlichen Parteienfinanzierung. In Essen
konnte die NPD bei der Landtagswahl 2005
1,1% und bei der Landtagswahl 2010 knapp
unter 1% der Stimmen für sich gewinnen.
Bei der Kommunalwahl 2004 trat die NPD
nur in zwei Bezirken und im Rest Essens
nicht mit eigenen Kandidaten an. Zur Kommunalwahl
2009 stellte die Essener NPD 33
Direktkandidaten auf Sie erlangte 0,8%
(1.675) der Stimmen und konnte damit mit
einem Mandat in den Essener Stadtrat einziehen.
Diesen Posten bezog der nach eigenen
Angaben im Essener Steinbrink wohnende
Marcel Haliti. Durch seinen Einzug in den
Stadtrat ist er zudem seit November 2009 beratendes
Mitglied der Bezirksvertretung IV
(Borbeck) und beratendes Mitglied im
Haupt- und Finanzausschuss des Essener
Stadtrates, wobei die Ein-Mann-Ratsfraktion
der NPD im Essener Stadtrat mehr als
bedeutungslos ist.
Nach der letzten Kommunalwahl gründete
die NPD die so genannte "Nationale Ruhrachse"
ihrer Stadtverordneten in den Räten von
Bochum (Claus Cremer), Dortmund (Axel
Thieme) und Essen (Marcel Haliti), um ihre
Aktivitäten in den drei Städten zu koordinieren.
Dabei geht es vor allem darum, dass die
jeweiligen Mitglieder zu den Kundgebungen
der "Ruhrachsen" Städte gekarrt werden und
so die NPD als aktionsfähig dargestellt werden
kann.
Die NPD fällt in Essen unter anderem durch
mehr oder weniger regelmäßige Infostände
u.a. auf dem Grendplatz in Steele und in Borbeck auf. Auch kleinere Kundgebungen mit
bis zu 40 Teilnehmern bekommt die Partei in
Essen zustande.
Die Zwangsversteigerung der Wattenscheider
Landesgeschäftsstelle der NPD wird wohl
keine Auswirkungen auf die Arbeit der Partei
in Essen haben.
"pro NRW"
Die selbst ernannte Bürgerbewegung "pro
NRW" hat sich am 6. Februar 2007 in Leverkusen
gegründet und ging aus der Bürgerbewegung
"pro Köln" hervor. "pro Köln"
selber wurde am 5. Juni l996 von ehemaligen
Mitgliedern der Deutschen Liga für Volk
und Heimat (DLVH) gegründet. Die beiden
rechtspopulistischen Bürgerbewegungen,
welche sich den rassistischen Kampf gegen
den Islam auf die Fahnen geschrieben haben,
fallen vor allem durch Personalunionen und
realitätsferne Pressemitteilungen auf.
Auf ihrer Internetseite verkündete "pro
NRW" im Juli 2008, man hätte inzwischen
über 1000 Mitglieder. Im Rechenschaftsbericht
der Parteien am Jahresende 2008 waren
jedoch nur 386 Mitglieder aufgeführt. Momentan
will "pro NRW" gar über 2000 Parteimitglieder
verfügen, dabei geht das
NRW-Innenministerium weiter von nur rund
350 Mitgliedern aus.
Auch wenn sich die selbst ernannte Bürgerbewegung
in der Öffentlichkeit streng von
der NPD und sonstigen Rechtsradikalen distanziert,
nimmt sie wohlwollend ehemalige
NPD-Kader auf und duldet auch "Autonome
Nationalisten" auf ihren Demonstrationen.
"Pro NRW/Köln" versucht immer wieder
durch populistische "Groß"-veranstaltungen
medial auf sich aufmerksam zu machen.
Drei dieser Veranstaltungen fanden bereits in
Köln statt. Dabei blieben die Teilnehmerzahlen
jedes mal weit unter den im vorhinein
propagierten 1000-2000 Teilnehmern. Diese
lag vielmehr trotz europaweit angekarrter
rechtspopulistischer "Prominenz" bei nur etwa
150 - 300 Teilnehmern.
Entgegen eigener vollmundigen Verlautbarungen
trat "pro NRW" 2009 nicht zur Kommunalwahl
in Essen an. Das erste Mal stand die
Partei bei der Landtagswahl 2010 auf dem Essener
Stimmzettel. Dabei erreichte die "Bürgerbewegung"
2,1% der Erst- und 1,7% der
Zweitstimmen in Essen. Im Landesdurchschnitt
reichte es lediglich für 1,4%.
Nach eigenen Angaben besteht ein Essener
Kreisverband seit Sommer 2008. Am
08.01.2009 wollte "pro NRW" offiziell ihre
Essener Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl
und einen Vorstand in einer Altenessener
Kneipe wählen. Dieses Treffen
konnte jedoch durch rechtzeitige Interventionen
von Essener AntifaschistInnen verhindert
werden. Nach eigenen Angaben traf sich der
Essener Kreisverband danach dann in einer
Gaststätte außerhalb des Essener Stadtgebietes.
Ein weiteres Treffen im November 2009
konnte ebenfalls verhindert werden und
musste nach Gelsenkirchen verschoben werden.
Momentan wird Christian Schaaf als
Ansprechpartner für Essen auf der Homepage
von "pro NRW" angegeben. Schaaf war
"pro NRW"-Kandidat für die Landtagswahl
2009 im Wahlbezirk Gelsenkirchen II und
bekam dort 3,8% der Stimmen. Schaaf ist
zudem Bezirksvertreter der Bezirksversammlung
Nord in Gelsenkirchen.
Ende März 2010 veranstaltete "pro NRW"
eine Kundgebung im Rahmen eines "islamkritischen
Wochenendes" in Essen-Katernberg.
Gegen die von nur 39 Teilnehmern
besuchte antimuslimische Kundgebung formierte
sich indes eine Gegendemonstration
von über 500 Menschen in nur 50 Metern
Entfernung.
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