Aus Essen stellt sich quer

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Seitenübersicht

Zug der Erinnerung in Essen

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Am 22. (Freitag) und 23. Februar (Samstag) 2008 machte der "Zug der Erinnerung" auch im Essener Hauptbahnhof Halt. Besonders am Samstag, war der Besucherstrom kaum zu bewältigen. Deutschlandweit wurde in der Presse zunehmend die unnachgiebige Haltung der Deutschen Bahn AG stark kritisiert. Über Essen hinausgehende Informationen gibt es bei www.zug-der-erinnerung.de.


Inhaltsverzeichnis

 

Flugblatt des Anti-Rassismus-Telefons - Vorderseite



Gegen das Vergessen - Besuchen Sie den "Zug der Erinnerung"
im Essener Hauptbahnhof - Gleis 21

ZugErinFlug1.jpgBis zur Rampe in Auschwitz und in weitere Vernichtungslager rollten die Züge. Zwischen 1940 und 1944 kamen sie aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, aus Ungarn, Griechenland und Italien, aus allen von der deutschen Wehrmacht besetzten Ländern Europas. Über 3 Millionen jüdische Bürger, Sinti und Roma, unter ihnen über eine Million Kinder und Jugendliche transportierte die deutsche Reichsbahn in den Tod. Mehrere Tage in Güterwaggons eingepfercht, ohne Verpflegung, ohne Wasser, ohne Toilette, in Eiseskälte oder unter glühender Hitze mussten die Menschen ausharren. Viele starben bereits unterwegs.

Seit November rollt "Der Zug der Erinnerung" auf den früheren Deportationsstrecken. Die "Sonderzüge" wurden von der Deutschen Reichsbahn für den Transport in den Tod bereitgestellt. Ohne die Mitwirkung der Bahn wäre der systematische generalstabsmäßig organisierte und industriell abgewickelte Mord an den europäischen Juden, Sinti und Roma gar nicht möglich gewesen. Die Deutsche Reichsbahn war ein unabdingbar notwendiges Rädchen in der Organisation des millionenfachen Verbrechens. Und sie hat sogar noch daran verdient, indem sie die für Sonderzüge üblichen Gebühren für jeden Deportierten und jeden Kilometer erhoben hatte. Verantwortliche für diese Transporte bei der Deutschen Reichsbahn wurden nicht verurteilt, sondern konnten ungehindert Karriere bei der Deutschen Bundesbahn machen, bis hinauf in den Vorstand.

Nun fordert die Deutsche Bahn AG von den Initiatoren der Ausstellung "Zug der Erinnerung" eiskalt und berechnend Trassengebühren und Stationspreise, Gebühren also für die Nutzung der Schienen und Gleise während der Fahrt und in den Bahnhöfen. Der Aufenthalt auf den Bahnsteigen soll nach Bedeutung eines Bahnhofs zwischen 225 und 450 Euro kosten. Bis Anfang Mai, an dem der Zug in Oswiecim/Auschwitz eintreffen soll, würde die Deutsche Bahn AG eine Rechnung von über achtzigtausend Euro einfordern.

Die Geldforderungen der Bahn sind ein Skandal

Mit ihren Geldforderungen erweckt die Deutsche Bahn AG den Eindruck, als wolle sie noch einmal an der unheilvollen Geschichte verdienen.

Statt dessen sollte sich die Deutsche Bahn AG als Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn ihrer geschichtlichen Verantwortung stellen, indem sie unter anderem den "Zug der Erinnerung" uneingeschränkt unterstützt, auf jede Gebührenforderung für die Nutzung der Gleise und Bahnhöfe verzichtet. Es wäre ihr Beitrag, heute alles zu tun, dass sich dieser barbarische Völkermord niemals wiederholt.

Darum fordert der Essener Runde Tisch für Menschenrechte - gegen Rassismus und Rechtsradikalismus die Deutsche Bahn AG auf:

Verzichten Sie auf Geldforderungen von den Initiativen "Zug der Erinnerung"!

Gewähren Sie kostenlose Nutzung der Gleise und Bahnhöfe!

ViSdP: Anti-Rassismus-Telefon, Maxstr. 11(*), 45127 Essen


 

Flugblatt des Anti-Rassismus-Telefons - Rückseite


Wir erinnern an die deportierten Kinder und Jugendlichen aus Essen


ZugErinFlug2.jpg Die bewegende Ausstellung des „Zugs der Erinnerung“, der am 22. und 23. Februar auf dem Gleis 21 des Essener Hauptbahnhofs steht, lässt uns auch der deportierten Essener Kinder und Jugendlichen jüdischer Herkunft gedenken. Viele von ihnen wurden zuerst zusammen mit ihren Eltern in das Sammellager Holbeckshof gebracht, die meisten von ihnen wurden auf den Transport über Düsseldorf nach Izbica geschickt.


(Quelle: http://www.zug-der-erinnerung.de/staedte/Essen.doc)

Ackermann, Rolf (* 24.12.1937)

Ajon, Engelbert (* 08.05.1925)

Ausländer, Jutta (* 26.09.1930)
Ausländer, Karin (* 25.03.1936)
Balon, Norbert (* 30.09.1933)
Balon, Siegmund (* 01.01.1930)
Binder, Aron (* 13.05.1925)

Blicblum, Friedrich (* 21.05.1935)

Blicblum, Ursula (* 10.09.1929)
Cahn, Horst (* 25.08.1925)
Cohen, Liesel (* 06.01.1929)
Cohen, Lore (* 12.08.1927)
Cohn, Herbert (* 22.05.1926)

Cussel, Berl (* 05.12.1941)

Elsbacher, Arnold (* 17.11.1931)
Elsbacher, Irmgard (* 14.07.1927)
Fleischmann, Ernst (* 01.02.1926)
Frankenberg, Gert (* 18.02.1931)
Frankenberg, Hans (* 12.01.1927)

Freier, Miriam (* 21.09.1929)

Friedmann, Etel (* 19.08.1938)
Friedmann, Hans (* 01.07.1933)
Friedmann, Margarete (* 26.02.1936)
Friedmann, Rachel (* 23.05.1931)
Friedmann, Scheindel (* 03.08.1929)

Geldern, Lazarus von (* 17.04.1940)

Gelles, Joachim (* 07.01.1936)
Gelles, Josna (* 16.12.1936)
Glattstein, Anni (* 28.11.1932)
Goldberg, Dina (* 05.01.1928)
Goldberg, Hanna (* 28.09.1929)

Goldberg, Ruth (* 15.09.1930)

Gottschalk, Golda (* 28.04.1941)
Grünberg, Rosa (* 02.04.1925)
Grünberg, Salomon (* 20.09.1931)
Grünebaum, Manfred (* 06.12.1928)
Grynszpan, Rudi (* 15.06.1928)

Grynszpan, Siegfried (* 05.04.1932)

Heijmans, Doris (* 28.08.1931)
Heine, Ursula (* 17.07.1937)
Hintfelt, Judis (* 17.04.1939)
Hirschhorn, Heinz D. (* 04.10.1928)
Hirschhorn, Regina F. (* 09.04.1925)

Hoffmann, Marga (* 23.07.1926)

Isaac, Hannelore (* 28.05.1930)
Isaak, Manfred (* 11.11.1925)
Isaak, Ruth (* 06.08.1926)

Israelowicz, Eveline (* 30.10.1926)

Jakob, Margarete (* 16.01.1931)
Jonge, Wilma de (* 13.04.1926)
Jonge, Yvonne de (* 22.12.1929)
Kahlenberg, Helga (* 27.07.1932)
Kaklstein, Ruth (* 25.07.1927)

Kater, Edith (* 28.05.1927)

Katz, Alfred Julian (* 06.08.1928)
Katz, Karl Heinz (* 19.11.1925)
Katz, Manfred (* 07.03.1927)
Katz, Mirjam L. (* 30.04.1937)
Kaufmann, Helga (* 18.03.1926)

Klein, Manfred (* 16.02.1935)

Klipper, Rosa (* 23.12.1930)
Knopf, Günther (* 17.07.1926)
Kongrecki, Siegfried (* 25.03.1927)
Krieger, Sally (* 23.09.1928)
Laufer, Heinrich (* 27.06.1928)

Levi, Bernardine (* 13.07.1939)

Lewkowicz, Jozef (* 25.04.1931)
Liebreich, Rudi (* 09.08.1926)
Löwenherz, Helga (* 17.07.1928)
Löwenstein, Clara (* 09.06.1932)
Löwenstein, Fredi (* 03.04.1934)

Löwenstein, Klaus (* 16.03.1932)

Löwenstein, Martin (* 06.12.1929)
Mager, Manfred (* 30.06.1931)
Mahpiak, Cahna (* 08.05.1940)
Maijer, Ernst (* 01.11.1927)
Maijer, Kurt (* 27.03.1926)

Mandelbaum, Gerti (* 20.11.1925)

Mangel, Berta (* 20.02.1926)
Markus, Alfred E. (* 20.10.1931)
Melamed, Max (* 17.08.1929)
Menschenfreund, Reni Rosi (*
09.06.1930)

Messinger, Alexander (* 28.05.1938)

Meyer, Alice (* 04.07.1926)
Meyer, Chana J. (* 13.10.1941)
Meyer, Günter (* 12.02.1929)
Meyer, Marga (* 08.08.1925)
Mildenberg, Ruth (* 20.10.1928)

Mosbach, Kurt (* 18.09.1932)

Moszkowicz, Helga (* 24.05.1930)
Neuberg, Hans (* 16.08.1932)
Oss, Günter (* 12.01.1936)
Pickholz, Sofie Susi (* 08.11.1927)

Ransenberg, Denny (* 23.04.1939)
Reingenheim, Ursula (* 15.11.1925)
Rindskopf, Denny (* 18.06.1940)
Rosenbaum, Helene (* 01.05.1931)
Rosenberg, Frieda (* 27.03.1927)
Rosenkranz, Hannelore (*
19.10.1925)

Rosenthal, Liesel R. (* 01.01.1929)
Rosenthal, Max (* 10.03.1938)
Rothenstein, Gert (* 10.11.1928)
Rothenstein, Ingeborg (* 29.12.1925)
Samson, Edith (* 15.04.1933)
Seibzener, Alwin (* 23.11.1937)

Seibzener, Benno (* 27.08.1931)
Seibzener, Henny (* 05.02.1930)
Siebzehner, Max (* 26.04.1936)
Silberberg, Alfred (* 26.06.1927)
Silberberg, Martin (* 11.11.1932)
Simon, Eugen Siegfried (*
16.02.1932)

Simon, Sally (* 19.09.1928)
Spielmann, Bernhard (* 20.02.1932)
Spingelt, Kurt (* 15.03.1925)
Stern, Judis R. (* 19.12.1939)
Stern, Kurt (* 25.02.1934)
Stern, Werner (* 18.09.1927)

Steuer, Max (* 02.07.1930)
Steuer, Oskar (* 20.08.1931)
Strauss, Berthold (* 26.02.1933)
Strauss, Ditmar Ludwig (*
10.01.1927)
Strauss, Richard (* 26.10.1926)

Tager, Ruth (* 10.10.1935)
Verständig, Julius (* 28.08.1928)
Vogel, Günther (* 30.07.1925)
Vries, Uri (* 07.01.1940)
Weiss, Ignatz (* 13.03.1930)
Weiss-Wind, Mina (* 29.09.1931)

Weiss-Wind, Nathan (* 05.08.1929)
Wertheim, Marga (* 01.09.1928)
Wolf, Horst (* 17.09.1931)
Zeichner, Anna (* 28.08.1929)
Zeichner, Wolfgang (* 08.12.1930)
Zinszajn, Rudolf (* 21.08.1930)

Zucker, Adolf (* 08.05.1925)


Ankündigungsflugblatt des Veranstalters

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ZUG DER
ERINNERUNG
Eine Ausstellung über die
Deportation von Kindern
aus Deutschland und Europa


in den Bahnhöfen der Bundesrepublik
22.-23. Februar 2008
ESSEN Hbf
9:00 – 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei

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ZugErinEsb.jpg Gegen das Vergessen!

Zwischen 1940 und 1944 deportierten die NS-Behörden mehrere hunderttausend Kinder. Die genaue Zahl ist unbekannt. Schätzungen sprechen von über einer Million Kinder, In Essen wurden nachweislich 135 Kinder und Jugendliche deportiert.

Bei ihrer Fahrt mit den Zügen der Reichsbahn hofften die Kinder in überfüllten Waggons auf Hilfe. Aber auf den Abstellgleisen und Bahnhöfen unserer Städte schritt niemand ein.

Diese Zugfahrt endete für die meisten Kinder mit dem Tod in den Vernichtungslagern im Osten. Bei zahlreichen Kindern konnte der Verbleib bis heute nicht geklärt werden.

Fast keiner der Täter wurde je zur Rechenschaft gezogen. In den Ministerien, Polizeidienststellen, Bahndirektionen und Stellwerken arbeiteten sie ungestraft weiter.

Nach mehr als sechzig Jahren möchten wir an die Kinder erinnern, die Opfer dieser grausamen Fahrt in den Tod wurden. Mit ihren Bildern, Briefen und weiteren Zeugnissen entreißen wir die verschollenen Kinder dem Vergessen. Auch die Spurensuche nach den Kindern aus unserer Stadt ist ein wesentlicher Teil dieser Aktion, die wir mit Berichten von Zeitzeugen und kulturellem Rahmenprogramm abrunden.

Besuchen Sie mit Jugendgruppen, Schulklassen, Freunden, Bekannten oder als Einzelperson den „Zug der Erinnerung“ in Essen und setzen Sie damit ein Zeichen, so dass sich dieses Kapitel der deutschen Geschichte nicht wiederholt!

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Programm:

Freitag, 22.02.2008

09:00 Uhr Museumsgleis, Essen Hbf

Auftaktveranstaltung u.a. mit:

  • Dieter Hillebrand (DGB MEO)
  • Ernst Schmidt (Stadthistoriker)


11:00 Uhr Museumsgleis, Essen Hbf

„Essen erinnert an 135 Kinder

Berichte und Dokumente von den Schicksalen deportierter Kinder aus Essen

Referent: Ernst Schmidt (Stadthistoriker)


15:00 Uhr DGB Region MEO, 9. Etage Hollestraße 3, Essen


„Widerstand und Eindrücke aus Essen“

Ein Gewerkschafter erinnert sich und schildert seine Eindrücke aus der NS-Zeit

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Samstag, 23.02.2008

11:00 Uhr Museumsgleis, Essen Hbf

„Mit braunem Hemd und leerem Magen“

Rückblicke auf eine Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet der NS-Zeit

Referent: Manfred Hoese


19:30 Uhr Falkenheim Essen-Süd, Holsterhauser Str. 200, Essen

Abschlussveranstaltung u.a. mit

  • HSE (Hubschraubereinsatz)
  • Alex im Hosenland - Die Toten-Hosen-Tributeband

Kontaktdaten:

Für Rückfragen und weitere
Informationen wenden Sie sich bitte an:

DGB-Jugend Mülheim-Essen-Oberhausen,
Hollestraße 3, 45127 Essen
Tel. 0201/ 63 24 70
E-Mail: essen<a>dgb.de

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150px-ZugErinEsa.jpg Der Zug

Deutsche Bürgerinitiativen und Organisationen lassen einen Zug der Erinnerung durch Deutschland fahren damit das Gedenken konkret und praktisch werden kann.

Der Zug der Erinnerung hält an den Bahnhöfen, durch die man die Kinder auf ihre letzte Reise schickte. Ausstellungswagen informieren über das damalige Geschehen und regen an, sich mit den Hintergründen auseinanderzusetzen.

Wir laden Sie ein, im Zug der Erinnerung einige der Dokumente und Fotos zu sehen, die von den Verschollenen geblieben sind: Fotos lachender Kinder in der Schule, mit ihren Eltern und Freunden- und Dokumente ihres letzten Weges.

Zudem bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Hinweise zur Spurensuche nach Kindern aus Essen und Umgebung und hoffe, somit weitere Zeugnisse und Dokumente zu finden.

Der Zug der Erinnerung wird die Fotos und Lebensberichte aus Essen mitnehmen und am Ende der mehrmonatigen Fahrt in der Gedenkstätte Auschwitz (Oswiecim/ Polen) symbolisch hinterlegen. Dort soll der verschollenen Kinder endlich gedacht werden und derer, die vielleicht wiedergefunden werden konnten:

Aus Essen und Umgebung, mit Ihrer Hilfe!

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Organisatoren
in Essen

Der „Zug der Erinnerung“ wird in Essen von der DGB-Jugend Mülheim-Essen-Oberhausen organisiert und koordiniert.

In Kooperation mit der SJD- Die Falken (Kreisverband Essen) und dem Jugendamt der Stadt Essen (politische Jugendbildung) wird ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm angeboten.

Für Jugendgruppen und Schulklassen ab Jahrgangsstufe 8 bieten wir im Anschluss an die Führungen durch die Ausstellung zusätzlich kurze Einheiten zum Einstieg in die Spurensuche und das Schicksal der Kinder aus Essen an.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter:

www.zug-der-erinnerung.eu

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund des großen Interesses notwendig ist, Gruppen und Schulklassen für Führungen und ein individuelles Rahmenprogramm unter Tel. 0201/ 63 24 70 anzumelden.

Wir freuen uns darauf, Sie beim Zug der Erinnerung in Essen begrüßen zu dürfen und stehen Ihnen gerne für Rückfragen unter umseitig genannten Kontaktdaten zur Verfügung.


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Veranstalterkritik an Bahn AG

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Freie Fahrt für den
"Zug der Erinnerung!"

Die Deutsche Bahn AG muss sich endlich ihrer Verantwortung stellen

In diesen Tagen fährt der "Zug der Erinnerung" durch Deutschland. Mit einer Ausstellung ehrt er die vergessenen Opfer des NS-Systems:

Kinder und Jugendliche, die mit der "Deutschen Reichsbahn" in die Vernichtungslager transportiert wurden; Schätzungen sprechen von über einer Million. Es waren Kinder und Jugendliche aus fast sämtlichen europäischen Staaten. Nur wenig kehrten zurück.

Über die Bereitstellung der Züge entschied das Berliner Verkehrsministerium; den Laufplan der Deportationen entwarfen Logistiker der "Reichsbahn". Etliche dieser Täter setzten ihre Karrieren in der Nachkriegszeit fort.

Auch darüber informiert der "Zug der Erinnerung".

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  • Die "Deutsche Bahn AG", historische Erbin der "Reichsbahn", verlangt hohe Summen, damit der "Zug der Erinnerung" das deutsche Schienennetz benutzen darf (Trassengebühren)
  • Für den Zugang zur Ausstellung über die deportierten Kinder auf den deutschen Bahnhöfen sollen weitere Gelder an die Bahn AG gezahlt werden (Stationsgebühren).
  • Schließlich stellt das Unternehmen tausende Euro für die Beleuchtung der letzten Fotos und Briefe der Kinder in Rechnung, die im "Zug der Erinnerung" zu sehen sind (Anschlussgebühren).
  • Einen Erlass dieser Forderungen hat der Deutsche Bahn-Konzern ausdrücklich abgelehnt. Die Bahn-Rechnungen sollen aus den Spenden der Besucher finanziert werden, meint auch das deutsche Verkehrsministerium. Die historischen Erben der staatlichen Täter lehnen jede finanzielle Unterstützung kategorisch ab.
  • Die maßlosen Finanzforderungen und die Verweigerung materieller Hilfe behindern das öffentliche Gedenken an die jugendlichen Opfer der "Reichsbahn"-Deportationen. Dadurch wird eine Ausweitung der 3.000 Kilometer lange Fahrstrecke, die den "Zug der Erinnerung" zur Gedenkstätte Auschwitz bringen soll,in Frage gestellt.

www.zug-der-erinnerung.eu

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Angesichts des faktischen Boykotts bitten wir die deutsche und die europäische Öffentlichkeit um Unterstützung.

Wir fordern

  • Wir fordern von der Deutschen Bahn AG und vom Berliner Verkehrsministerium, ihrer historischen Verantwortung endlich gerecht zu werden.
  • Der "Zug der Erinnerung" muss ohne finanzielle Auflagen durch Deutschland fahren können!
  • Für das Gedenken an die europäischen Opfer der Massendeportationen müssen die staatlichen Erben der Täter einen maßgeblichen finanziellen Beitrag leisten!

Freie Fahrt für den "Zug der Erinnerung"

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Wir fordern

Bitte richten Sie Ihre Proteste an eine der folgenden Adressen:

Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages:

verkehrsausschuss<a>bundestag.de

Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Herrn Minister Wolfgang Tiefensee:
Wolfgang.Tiefensee<a>bmvbs.bund.de


Deutsche Bahn AG, Herrn Dr. Hartmut Mehdorn:
hartmut.mehdorn<a>bahn.de

oder an die Diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im europäischen Ausland.

Freie Fahrt für den "Zug der Erinnerung"

V.i.S.d.P. Zug der Erinnerung e.V., Mohrenbach 1, 51598 Friesenhagen

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Deckname "David"

Zwischen Oktober 1940 und Dezember 1944 deportierten die NS-Behörden mehrere hunderttausend Kinder. Die genaue Zahl ist unbekannt. Schätzungen sprechen von über einer Million.
Oft am helllichten Tag wurden sie mit Zügen der Reichsbahn in den Tod gefahren. Unter dem Decknamen DA („David“) steuerten die Züge die Vernichtungslager im Osten an. Sie hatten ein bevorzugtes Ziel: Auschwitz.

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Niemand schritt ein

Die verschollenen Kinder kamen nicht nur aus Deutschland. Deportationszüge mit tausenden Kindern wurden in ganz Europa zusammengestellt. Bei ihrer Fahrt durch Deutschland fuhren die Züge durch Stationen, die wir alle kennen. Es waren Bahnhöfe wie in Ihrer Stadt. Manchmal hielten sie nur für Minuten, manchmal für Stunden.
In den überfüllten Waggons hofften die Kinder auf Hilfe. Aber auf den Abstellgleisen und Bahnhöfen unserer Städte schritt niemand ein.

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Vergessen

Mehr als sechzig Jahre ist das Schicksal dieser Kinder beschwiegen worden. Fast keiner der Täter wurde je zur Rechenschaft gezogen. In den Ministerien und Polizeidienststellen, in den Bahndirektionen und Stellwerken arbeiteten sie ungestraft weiter. Ihre Opfer wurden vergessen.
Was erinnert an die verschollenen Kinder in den Städten und Dörfern, in denen sie zu Hause waren? Wo haben die Kinder gelebt, welche Zeugnisse haben sie hinterlassen?

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Gegenwart

Die Nazi-Verbrechen scheinen unfaßbar, wenn ihre Opfer anonym bleiben und in Listen mit endlosen Zahlen verschwinden. Aber die Nazi-Verbrechen sind nicht unfaßbar. Sie galten einzelnen Menschen, deren Gesichter und Geschichten Mitgefühl verlangen und Fragen aufwerfen:

Warum wurde ihnen nicht geholfen?
Wer waren die Täter? Wer sind die Erben?

Die Ausstellung im "Zug der Erinnerung" erzählt von Kindern und Jugendlichen, die noch leben könnten. Aber auch von denen, die überlebt haben, weil sie Glück hatten, sich wehrten oder kämpften. Der "Zug der Erinnerung" ist der Gegenwart zugewandt: Im Gedenken an die Opfer. Gegen Antisemitismus, Fremdenhass und nationalen Größenwahn.

Bisher kamen über 40.000 Besucher auf die deutschen Bahnhöfe (u.a. in Frankfurt a.M., Darmstadt, Mannheim Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen, Saarbrücken, Fulda, Kassel und Göttingen), um sich im "Zug der Erinnerung"

zu informieren. Weitere Stationen sind in Niedersachsen, Sachen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und NRW geplant. Fahrpläne und weitere Infos unter:

Spenden sind steuerlich absetzbar.
Kreissparkasse Köln, BLZ 370 502 99
Kto.-Nr.: 0352 550 392

Bitte richten Sie Ihre Proteste an eine der folgenden Adressen:

Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages:
verkehrsausschuss<a>bundestag.de


Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Herrn Minister Wolfgang Tiefensee:
Wolfgang.Tiefensee<a>bmvbs.bund.de


Deutsche Bahn AG, Herrn Dr. Hartmut Mehdorn:

hartmut.mehdorn<a>bahn.de

oder an die Diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im europäischen Ausland.


WAZ-Bericht aus Essen

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WAZ / Essen,Samstag, 23.02.08

Erinnerung an verschleppte Kinder


Mehrere 100 000 Kinder zumeist jüdische, wurden zwischen 1940 und 1944 deportiert und in die Vernichtungslager der Nazis gebracht. Davon allein 135 aus Essen. Transportiert wurden sie in den Zügen der Reichsbahn, die die Kosten der SS in Rechnung stellte. Auf dem Gleis 22 im Hauptbahnhof erinnert noch bis diesen Samstag der "Zug der Erinnerung" an die Schicksale dieser Kinder mit Dokumenten und Fotos.

Die Ausstellung ist vom Protest des Bezirksjugendwerkes der Awo begleitet. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel wird kritisiert, dass die Deutsche Bahn von den Initiatoren Gebühren für die Nutzung der Bahnhöfe fordert.

Foto: WAZ, Frank Vinken

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